Ich verstehe es nicht, warum so viele Firmen, die ihre Artikel im Internet feilbieten, auf die einfachste aller Bezahlmethoden verzichten: die Direktüberweisung. Ich möchte nicht jeder x-beliebigen Firma meine Kreditkartendaten geben und ich will auch keinem Bezahlservice (á la Paypal) uneingeschränkt Zugriff auf mein Konto gewähren.
Aber wenn ich sage, gebt mir Eure Bankverbindung, ich überweise Euch den Betrag, geht das bei gefühlt 50% der Firmen nicht, also was ist daran so toll?
Wenn ich zum Bäcker gehe, gebe ich ihm auch nicht Geldbörse und sage ihm er solle sich den Betrag einfach nehmen.
Aus Händlersicht ist es vor allem Automatisierung und Risiko. Kreditkarte/PayPal/Sofort melden dem Shop sofort: Zahlung ist da oder zumindest autorisiert, also kann der Versandprozess automatisch weiterlaufen. Bei normaler Überweisung muss jemand Zahlungseingänge, Verwendungszwecke und Reservierungen sauber abgleichen. Für mich als Käufer bleibt deshalb oft die pragmatische Lösung: kleine Händler per Überweisung, unbekannte Shops lieber mit einem Dienst oder gar nicht.
Überweisungseingänge müssen manuell abgeglichen werden. Es ist nur eine Teilautomatisierung möglich
Im 21. Jahrhundert ist es also technisch nicht möglich, wenn auf Konto xy mit dem Verwendungszweck xy1234567 und dem Betrag von €xy verbucht ist, dann versende die Ware
zu programmieren?
Ware verbleibt „reserviert“ bis zum Zahlungseingang stehen. Das sind erhöhte Lagerhaltungskosten.
Mag sein, ein Käufer, der den Artikel nicht kauft, weil er dem Verkäufer oder einem seiner Handlanger keinen Zugriff auf sein Konto gewähren will, ist Umsatz, den man nicht macht.
Nachteil für den Käufer: Zahlung ist nicht „revidierbar“
Das ist eine Abbuchung auch nicht. Und bei Kreditkarte muss man schnell sein um eine Abbuchung rückgängig zu machen.
Ich kaufe ja keinen Mittelklassewagen, sondern eher Produkte bis €100.- bei unbekannten Firmen und durchaus um höhere Beträge bei renommierten Firmen, allerdings nur bei Direktüberweisung.
Einfach vielleicht für den Endkunden, aber eben wie erklärt nicht für einen Businessprozess. Hier ist eben wegen der angesprochenen fehlenden Schnittstellen der Aufwand höher und somit ungern gesehen. Gerade bei Distributoren außerhalb Deutschlands.
Naja, das wie gesagt der automatisierte Prozess mit allen Schnittstellen gegeben ist und eben die Bezahldienste bei einem großteil der Bevölkerung etabliert ist.
Man kann eben z.B. Debitkarten verwenden und man muß Paypal auch nicht uneingeschränkten Zugriff geben wenn man das nicht will ud mit entsprechenden Guthaben arbeiten.
Das der prozess funktioniert, einfach und schnell geht, Abrechnungen, lagerhaltung, etc. also alle businessprozesse damit einfach Verknüpfbar sind. Bei Banken selbst ist das eben oft unterschiedlich, nicht einheitlich, schwierier zu implementieren.
Viel Spaß.
Und damit es für den Verkäufer einfacher wird, soll sich der Kunde anpassen? Wie geschrieben, wenn genug Leute mitmachen, wird’s schon funktionieren, ich muss ja nicht überall dabei sein.
Sie können eine Lastschrift innerhalb von 8 Wochen ohne Angabe von Gründen auf Ihr Konto zurückbuchen.
Bei Lastschriften, die ohne Einzugsermächtigung abgebucht wurden, haben Sie sogar 13 Monate Zeit, das Geld zurückzufordern.
Sie haben einen Fehler bei der Überweisung gemacht? Im Gegensatz zur SEPA-Lastschrift ist es bei einer Überweisung nicht so einfach, den Betrag auf Ihr Konto zurückzubuchen. Das ist nur möglich, wenn das Geld noch nicht auf dem Empfängerkonto angekommen ist.
Die besten Chancen, das Geld zurück zu holen, haben Sie, wenn das Geld am Wochenende überwiesen wurde. Sparkassen führen nur an den sogenannten Bankarbeitstagen Überweisungen aus. Rufen Sie so schnell wie möglich bei Ihrer Sparkasse persönlich an, um den Vorfall zu schildern. Die Kontaktaufnahme über Formulare oder per Mail verzögern nur unnötig die Möglichkeit, die Überweisung zu stoppen, bevor sie ausgeführt wird.
Wenn das Geld schon auf dem Empfängerkonto ist
Wurde der Betrag schon gutgeschrieben, sind Sie auf das Entgegenkommen des Empfängers angewiesen. Da die Frist für Überweisungen lediglich einen Bankarbeitstag beträgt, sollten Sie nach einem Fehler schnell handeln.
Ist das Geld schon auf dem Empfängerkonto, können Sie Ihre Sparkasse mit der Bitte kontaktieren, Kontakt mit der Bank des Empfängers aufzunehmen. Bitte beachten Sie, dass jede Sparkassen die Kosten für das Zurückholen selber festlegt.
Der Kunde ist eh schon angepasst, deshalb ist es ja für den Verkäufer einfacher. Der business Komplettprozess, also die gane Vertriebskette ist eben darauf optimiert.
Du zäumst das Pferd vom falschen Ende her auf! Die Online-Händler sind zur Gewinnoptimierung in einem teils sehr hart umkämpften Markt mit geringen Margen ständig bemüht, ihre Prozesse so zu gestalten, dass sie damit maximalen Gewinn machen. D.h. sie wollen einerseits möglichst viele Kunden mit möglichst hohen Umsätzen (Leute die den Kaufprozess abschließen). Andererseits schauen sie sich sehr genau an, wieviel Umsatz ihnen entgeht, wenn sie Leistungen/Komfort einschränken, und stellen das dem Geld gegenüber, dass sie diese Leistungen/Komfort kostet.
Zahlungsmöglichkeiten und deren Voraussetzungen/Auswirkungen im Fulfillment-Prozess sind dabei ein klassisches Thema, und Du musst davon ausgehen, dass kein professioneller Anbieter, der seinen Laden ständig durchoptimiert, nicht sehr genau weiß, was ihn das Angebot/der Verzicht auf eine Zahlungsmöglichkeit kostet!
Insoweit: Nein, Du musst Dich nicht anpassen. Der Laden verzichtet mit Freuden auf Dich und ein paar andere Leute, die einen so mickrigen Umsatz bringen würde, dass der nicht ausreicht, um den zusätzlichen Aufwand und die Nachteile des Angebots der Direktüberweisung zu rechtfertigen!
Was Dir allerdings tatsächlich passieren kann ist, dass mehr und mehr Online-Anbieter die Direktüberweisung aus genau den Gründen künftig nicht mehr anbieten werden, aus denen es auch andere Anbieter schon vor ihnen getan haben. Und dann schrumpft eben der Kreis derer, bei denen Du einkaufen gehen kannst.
Du wolltest doch keinen Bezahlservice? Sofortüberweisung hat deutlich mehr Zugriff auf dein Girokonto im Vergleich zu PayPal.
Ich schrieb doch Teilautomatisierung! Mehr bekommt man da nicht hin, weil der ausfüllende Mensch sich oft nicht an die Formatierung des Verkäufers halten … die dann oft auch viel zu restriktiv ist und sehr Empfäner-individuell. Der Verwendungszweck ist übrigens auch für den Zahlungsabsender da, damit er bei der Durchsicht der Kontoauszüge noch versteht, wofür die Zahlung war.
So eine Textscannung ist nicht ohne und teuer zu realisieren … und das vor dem Hintergrund, dass sowas nur selten angefordert wird.
Wenn der Gewinn unterhalb der dafür entstehenden Kosten liegt, verzichtet der Verkäufer auf nichts … im Gegenteil.
Bitte? Beschäftige dich doch erstmal mit den Widerspruchsfristen.
Zudem hast Du scheunbar in deiner Fokussierung auf „Kauf auf Rechnung“ die ganzen Versuche der deutschen bzw. europäischen Kreditwirtschaft ignoriert, Direktabbuchungen zwischen Verkäufer und Bank als datensparsame Lösung ohne PayPal & Co. zu etablieren (paydirect, giropay, usw.) Aktuell ist es Wero.
Genauer gesagt, müsste man in der Zeit zurückreisen.
Bei Lastschriften geht das sehr wohl.
Bei einer Überweisung machst Du das auch und wenn Du das Format „Sofortüberweisung“ wählst, bekommt der Empfänger nicht nur Deine Bankdaten mit, sondern der Zahlungsdienstleister bekommt - zumindest kurzzeitig - sogar Zugriff auf Deine Zugangsdaten für das online-Banking.
Wenn Du also Wert auf Datensicherheit und -hoheit legst, ist die Sofortüberweisung so ziemlich der ungünstigste Weg, die Zahlung abzuwickeln und bei der normalen Überweisung hast Du auch keinerlei Vorteil in dieser Hinsicht.
Ich würde insofern an Deiner Stelle Deine Bezahlstrategie überdenken.
Der Text ist nicht mehr aktuell. Ein Storno ist nach Zugang beim Kreditinstitut nicht mehr möglich, wenn es sich nicht um eine Terminüberweisung handelt. § 675p BGB.
Jedenfalls gebe ich via PayPal genau nur PayPal meine Bankverbindung preis und kann die Abbuchung zurückholen, während bei Überweisungen jeder Empfänger meine IBAN sieht und das Geld unwiderruflich weg ist.
Zudem habe ich im Zweifel Käuferschutz.
Bei unbekannten Onlineshops würde ich niemals Geld überweisen - seriöse Shops lassen mich PayPal nutzen und das mache ich dann auch.
Und wenn meine Bank endlich Wero unterstützt, dann war’s das für mich auch mit PayPal.
Kannste machen. Ist halt Mist.
Ein kleiner Teil der Kunden macht halt Zahlendreher und Tippfehler. Die dürfen dann manuell korrigiert werden.
Onlineshop sind auch deswegen oft preiswerter, weil die für so anachronistische Vorgänge kein Personal vergeuden müssen.
Kann sein. Leider sind Laien bei der Beschreibung des Sachverhaltes oft nicht so präzise, wie es hilfreich wäre. Wobei die Echtzeitüberweisung ja nichts ist, was man auf der Shop-Seite auswählen könnte, sondern nur dann relevant ist, wenn man die Überweisung selber in „seinem“ online-Banking eingibt und dann aktiv auswählt.