Hallo,
ich programmiere zur Zeit an einem Testsystem für ein Wärmebildgerät und muß dort unter anderem die MTF aufnehmen. Ich bekomme aber ein stark verrauschtes Bildsignal aufgrund von schlechter Bildqualität des WBG. Ich habe nun gelesen dass man eine Untergrundkorrektur vor der Berechnung der MTF durchführen sollte, finde aber keine Erläuterung darüber sondern nur wissenschaftliche Abhandlungen über Atomspektroskopie und ähnliches, die die Durchführung der Untergrundkorrektur nicht detailliert beschreiben.
Also, was ist Untergrundkorrektur und wie wird sie in der digitalen Bildverarbeitung durchgeführt?
Gruß
seventh_son
Hallo,
theoretisch ist das einfach zu formulieren: du entfernst alles aus dem Signal, was nicht zum gewünschten Bild gehört. Das Problem ist nur, dass man eben nicht weiss, was Bild ist und was Rauschen.
Praktisch kann man nur entsprechende Filter anwenden, um z.B. hochfrequentes Rauschen zu entfernen, bzw. möglichst alle Frequenzen, die im Bild nicht vorkommen. Beschneidet man aber z.B. den Frequenzgang ab einer bestimmten Frequenz, werden auch Kanten des gewünschten Objekts unschärfer. Gesucht ist daher immer ein optimaler Kompromiss.
Ausserdem kann man einfach einen bestimmten Betrag abziehen, der der Hintergrundstrahlung entspricht (wenn man den Hintergrund nicht braucht) oder zumindest soviel, wie das Gerät bei abgedeckter Optik erzeugt (Dunkelsignal).
Gruss Reinhard
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Optik abdecken?
Praktisch kann man nur entsprechende Filter anwenden, um z.B.
hochfrequentes Rauschen zu entfernen, bzw. möglichst alle
Frequenzen, die im Bild nicht vorkommen.
Bei (unbewegten) Testbildern würde ich eher Mittelwertbildung mehrerer Bilder hintereinander nehmen.
Ausserdem kann man einfach einen bestimmten Betrag abziehen,
der der Hintergrundstrahlung entspricht (wenn man den
Hintergrund nicht braucht)
Die Hintergrundstrahlung hat zwar einen Einfluss (je nach vom Emissionsgrad des Objektes und dem Verhältnis der Objekt- zu Umgebungstenmperatur) auf gemessene Temperaturmesswerte, aber auf Bildqualität hat sie keinen Einfluss.
oder zumindest soviel, wie das
Gerät bei abgedeckter Optik erzeugt (Dunkelsignal).
Wie deckst Du die Optik einer Wärmebildkamera ab, um Dunkelsignal zu erzeugen?
MfG
C.
Hallo,
danke für die Antworten.
Bei (unbewegten) Testbildern würde ich eher Mittelwertbildung
mehrerer Bilder hintereinander nehmen.
Habe ich auch schon drüber nachgedacht.
Wäre es auch praktikabel, mittels Schwarzkörper-Strahler alle Elemente im Bild im Einheitsgrau verschwinden zu lassen und einen Mittelwert über mehrere Bilder dieser Szene von einer beleuchteten Szene abzuziehen?
Wäre es auch praktikabel, mittels Schwarzkörper-Strahler alle
Elemente im Bild im Einheitsgrau verschwinden zu lassen und
einen Mittelwert über mehrere Bilder dieser Szene von einer
beleuchteten Szene abzuziehen?
Normallerweise macht das eine gescheite Kamera schon selbst intern. (Übrigens, es wäre hilfreich, wenn Du schreiben würdest, welche Kamera eingesetzt wird (Detektorart, Wellenlänge und Kamerabezeichnung)und was und wie warm soll dargestellt werden.)
Um Einheitsgrau zu bekommen, reicht eine lackierte (es kann auch Klarlack sein) und nicht zu dünne Allu platte, so eingespannt, daß sie keinen nennenswerten Wärmefluß vom und zu Ständer bekommt. Der Meßbereich der Kamera müsste natürlich passend gewählt werden. Wenn Kamera i.O. ist, dann kann man normallerweise Probleme mit Rauschen über Meßbereichwahl und die Level&Span-Einstellung beheben. Wenn nicht, dann eignet sich die Kamera für die Aufgabe nicht, oder die Aufgabe muss abgeändert werden.
Ubrigens um Einheitsschwarz (also den schon genannten Dunkelwert) zu bekommen, müßtest Du Dein Prüfkörper mit flüssigem Stickstoff kühlen. Einfaches Objektivabdecken bringt nämlich bei Wärmekameras keinen Dunkelwert. Der ungekühlte Deckel leuchtet ja auch 
MfG
C.
Normallerweise macht das eine gescheite Kamera schon selbst
intern. (Übrigens, es wäre hilfreich, wenn Du schreiben
würdest, welche Kamera eingesetzt wird (Detektorart,
Wellenlänge und Kamerabezeichnung)und was und wie warm soll
dargestellt werden.)
Es handelt sich um das Ophelios von Zeiss, zweite Generation, scannender Detektor.
Für die Aufnahme der NETD lassen wir den Blackbody solange abkühlen, bis die Balken unserers Targets verschwinden. Dann nehmen wir die Helligkeitswerte auf und bilden den Effektivwert. Könnte ich diese Helligkeitsverteilung nicht von der eines Target-Bildes bei 1° Temperaturdifferenz abziehen, um den Hintergrund aus dem Bild heraus zu bekommen?
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Es handelt sich um das Ophelios von Zeiss, zweite Generation,
scannender Detektor.
Danke. Diese Kamera sehr wohl in der Lage, internen Abgleich auszuführen. Und der Abgleich ist aufgrund der geringen Punkteanzahl des Detektors einfacher, als bei FPA-Kameras.
Die Grunde für schlechte Bildqualität würde ich eher bei der Einstellung suchen. Und in der vielleicht zu kurzen Zeit zwischen Einschalten und Messung. Wenn die Kamera schon ein Bild liefert, ist sie noch lange nicht thermisch eingeschwungen.
Für die Aufnahme der NETD lassen wir den Blackbody solange
abkühlen, bis die Balken unserers Targets verschwinden. Dann
nehmen wir die Helligkeitswerte auf und bilden den
Effektivwert. Könnte ich diese Helligkeitsverteilung nicht von
der eines Target-Bildes bei 1° Temperaturdifferenz abziehen,
um den Hintergrund aus dem Bild heraus zu bekommen?
Es tut mir leid, aber ich verstehe nur Bahnhof. Es mag sein, daß Deine Komilitonen und der Assi das verstehen, aber ich weiß nicht, was ist Target und welche Balken er hat. Und ich muß es nicht wissen. Deine Motivation, eine (womöglich noch korrekte) Antwort zu bekommen, sollte dahingehend fruchten, eine halbwegs verständliche und erschöpfende Aufgabenstellung zu liefern. Bei der ich nicht nachzufragen habe, was einige laborzpezifische Ausdrücke bedeuten und wie Eure laborspezifischen Geräte geartet sind.
Du hast gerade einen Thermografen gefunden. Behandle ihn pfleglich 
MfG
C.