Ich war dabei!!!
*auch mal äußer*
Also ich war da tatsächlich mal an so einem Ranking (Stern) beteiligt.
(Zufällige Auswahl über die Matrikelnummer)
Wenn man den Fragebogen kennt, weiß man, dass da im Grunde kaum was von zu halten ist- weil die Fragen völlig am Ziel vorbei gehen und aufgrund
maschineller Auswertung das Schreiben von Randnotizen nicht zulässig ist. Nun beschäftigt sich lustigerweise das Psychologiestudium bekanntlich auch mit der Fragebogenkonstruktion, so dass der meines Erachtens „durchgefallen“ ist.
Pro Studiengang/ Uni werden auffallend wenige Leute befragt.-
So können Ergebnisse zustande kommen, die nicht im geringsten die Meinung der Masse wiederspiegeln. In meinem Fall waren es, wenn ich mich richtig erinnere, 24 (!) Leute für den gesamten Studiengang (!). Hinzu kommt, dass Du Deine Uni, abhängig vom Semester unterschiedlich bewertest, weil Du als Siebtsemestler andere Bedürfnisse hast, als jemand kurz vor dem Diplom oder jemand der gerade seine erstes Semester hinter sich hat.
Mindestens für die Geisteswissenschaften gilt, dass sich die Lehrinhalte, sowohl im Grund- als auch im Hauptstudium maßgeblich unterscheiden- so dass man eigentlich kein vergleichendes Ranking durchführen dürfte (ähnlich der ewigen Frage des vergleichbaren Abiturs). Für den Bereich Psychologie- wo ich nunmal beheimatet bin- sind die Unterschiede enorm- abhängig von der Ausrichtung der Universität (naturwissenschaftlich und/oder sozialwissenschaftlich).
Und das ist auch gut so- weil wir nunmal alle unterschiedlich sind, unterschiedliche Ansichten vertreten und uns allen unterschiedliche Dinge liegen.
Ich persönlich hatte die Möglichkeit mir Einblicke in unterschiedliche Universitäten zu holen und musste feststellen, dass mir, mehr oder weniger durch Zufall nach einem Wechsel (die ZVS wollte mich doch tatsächlich nach Bielefeld abschieben
), meiner Ansicht nach das beste passiert ist, was kommen konnte.
Wenn ich richtig informiert bin: letzter Platz im Ranking des Sterns.
Mein Urteil: bestens.
Das unterschiedliche Urteil würde ich in diesem Fall auf die unterschiedlichen Lernbedürfnisse zurückführen. Während der eine es mag Dinge genau vorgegeben zu bekommen, steht der andere auf eigenverantwortliches Arbeiten (wertfrei). Ausschlaggebend ist auch, was man denn so „gewohnt“ ist. Psychologie ist aufgrund der postgraduierten Ausbildung ein recht teures Studium- das schlägt sich auch in der studentischen Population nieder. In meinem Jahrgang waren beispielsweise viele Mitstudenten aus Internaten, die schlichtweg andere Lernumgebungen gewohnt waren.
Fazit: Eine Befragung an einem Bruchteil der Studenten durchzuführen, die nun mal eine völlig heterogene Masse sind, ist der größte Schwachsinn, der einem in dem Zusammenhang einfallen kann.
Jeder Sozialwissenschaftler lernt im Grundstudium Statistik und Methoden und - egal an welcher Uni- sollte Dir mit seinem Wissen - ebenfalls egal wo gelernt- einen Großteil dieser Rankings (vor allem die bekannten) in der Luft zerreißen (können).
Mein Tip: sich hinsetzen und überlegen was man will. Unis hinsichtlich ihrer (Forschungs-)Schwerpunkte abklappern. Wer noch nicht genau weiß wo er hin will liegt mit einem „breit angelegten“ Studiumsspektrum immer richtig und hat die Möglichkeit sich dann, ggf. mit einem Wechsel nach dem Grundstudium, je nach Interesse zu spezialiseren.
Ausschlaggebend ist das „Wohlfühl- oder Bauchgefühl“
Bielefeld ist für meinen Fachbereich eine der renommiertesten Universitäten. Ich hab mich da trotzdem nur genau 5 1/2 Stunden aufgehalten und meine Entscheidung nie bereut. Also angucken gehen.
Athmosphäre aufsaugen.
Gott sei Dank *auf Holz klopf* zählt bei einem Vorstellungsgespräch auch heute noch die präsentierte Kompetenz und nicht der Name.
Wer sich zu verkaufen weiß, kann in der Baumschule studiert haben.
Möglich, dass es da Unterschiede zwischen den einzelnen Studiengängen gibt, aber selbst dann würde ich dafür plädieren dahin zu gehen, wo man sich wohlfühlt (sofern man sich das halbwegs aussuchen kann), weil man da einfach die nächsten 5, 6, 7 Jahre ausharren muss. Ich nehme an, Du würdest Dein Kind anzunehmenderweise auch nicht auf eine Schule schicken, die zwar einen Namen hat und vielleicht sogar später berufliche Vorteile mit sich bringt, wenn es weinend in der Tür steht, weil es sich dort nicht wohlfühlt. Also wwarum sollte man sich das selber antun. Das nagt an der Motivation und damit an deiner Qualität.