Was kann das sein?

hallo zusammen,
wir haben in unserem bekanntenkreis eine ganz nette frau. sie so etwa 30 jahre alt. nun, die frau ist mir ein rätsel. wir sitzen mit mehreren freunden in netter runde, plötzlich, von einer sekunde auf die andere, sagt sie nichts mehr. schaut ins leere und ist zu tiefst beleidigt. auf nachfrage, was los sei bekommt man keine antwort. sie blockt und macht zu. die stimmung ist dahin. jeder fragt sich was los sei. man traut sich gar nichts mehr zu sagen. mittlerweile ignorieren wir ihr verhalten. jeder hat in diesen momenten nur einen gedanken: hoffentlich geht sie endlich. dabei ist sie wirklich ein ganz netter mensch nur diese stimmungsschwankungen kann ich nicht einordnen. an einem tag wird man bussimäßig begrüßt, am nächsten scheint sie einen nicht mehr zu kennen. gespaltene persönlichkeit? zu viel alk? sie war im letzten jahr 3 monate in einer psychiatrischen kur. aber es hat sich nichts verändert seit dem. wie sollen wir uns verhalten wenn es sie mal wieder überkommt?

Hallo,
gehört dieses Thema nicht besser zur Psychologie?

…wie sollen wir uns verhalten wenn es sie mal wieder überkommt?

Die Frage „Du, was ist denn los“… dürfte die Bolckade nur verstärken…

Vielleicht hilft einfach ein Themenwechsel, zu einem Gebiet, von dem man weiss, die besagte Person fühlt sich dort zu Hause…vielleicht hilft auch, etwas Abwechslung, ein Getränk, Süssigkeiten, anzubieten - die Plätze zu tauschen, Bewegung/ablenken/in die Arme schliessen,…ev. Background-Musik einschalten…Fenster öffnen…

Ich denke auch, dass man in normalem Tonfall und Lautstärke weitersprechen sollte - nicht „verdutzt“ wirken.

Solche Menschen brauchen unbedingt persönliche Erfolgserlebnisse…und Akzeptanz.

schönen Gruss
niko

Moin

wir haben in unserem bekanntenkreis eine ganz nette frau. sie
so etwa 30 jahre alt. nun, die frau ist mir ein rätsel. wir
sitzen mit mehreren freunden in netter runde, plötzlich, von
einer sekunde auf die andere, sagt sie nichts mehr. schaut ins
leere und ist zu tiefst beleidigt. auf nachfrage, was los sei
bekommt man keine antwort.

Wurde diese Frau schonmal auf Epilepsie (Absencen) getestet?

Gruß
Marion

gehört dieses Thema nicht besser zur Psychologie?

nein, lieber nico, gehört es ganz sicher nicht. pendragon hat in seinem Posting bereits den Finger in die Wunde gelegt.
Nur zur Belehrung: Nicht jede Epilepsie geht mit großen Gezappel und Schaum vor dem Mund einher!

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danke marion,
ich weiß das nicht. denke aber man hat sie in der klinik gut gecheckt.
seute

Epilepsie? Absencen?

Also zeigt mir mal bitte jemanden, der bei einer Absence noch Antworten gibt.

Und wie eine Epilepsie das unterschiedliche Verhalten bei der Begrüßung erklärt, entzieht sich ehrlich gesagt auch ein bißchen meiner Kenntnis.

Aber vielleicht erklärts mir jemand wie man das da reininterpretieren kann…

ich weiß das nicht. denke aber man hat sie in der klinik gut

gecheckt.

Untersuchungen auf Epilepsie gehören nicht zum Standardrepetoire. Also durchaus wahrscheinlich, daß das, wenn sie aus anderen Gründen im Krankenhaus war, nicht nachgeprüft wurde.

Epilepsie? Absencen?

Also zeigt mir mal bitte jemanden, der bei einer Absence noch
Antworten gibt.

Hast du die Beschreibung ihres Verhaltens eigentlich gelesen?:

plötzlich, von einer sekunde auf die andere, sagt sie nichts mehr. ::schaut ins leere…auf nachfrage, was los sei bekommt man keine ::antwort

Gruß
Marion

Hast du die Beschreibung ihres Verhaltens eigentlich gelesen?:

Hab ich:

plötzlich, von einer sekunde auf die andere, sagt sie nichts mehr. ::schaut ins leere…auf nachfrage, was los sei bekommt man keine ::antwort

Und was Du abgeschnitten hast:

sie blockt und macht zu. die stimmung ist dahin.

Wie ihr aus „blockt und macht zu“ ein „reagiert nicht mehr auf direkte Ansprache“ reininterpretiert, ich weiss es nicht.

an einem tag wird man bussimäßig begrüßt, am nächsten scheint sie :einen nicht mehr zu kennen.

Das sich eine Absence so zeigt wäre mir auch neu.

Aber wir könnten auch gerne warten, bis man es uns näher erklärt, was damit gemeint war…

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Hallo seute deern,

vielleicht hört sie schlecht. Ist jetzt kein Witz. Meine Oma *gotthabsieselig* wurde mit ungefähr Mitte bis Ende dreißig zunehmend schwerhörig. Aus reiner Peinlichkeit und Scham hat sie dies, bis es wirklich nicht mehr ging, stets unter den Tisch gekehrt.

Selbstverständlich wurde dies natürlich ihrer Umwelt relativ bald gewahr, dass sie, ebenso wie deine Bekannte, symptomatisch gesehen immer mehr Schwierigkeiten hatte, einer Unterhaltung zu folgen.

Die rein äußerlichen Anzeichen (für ihre Umwelt ersichtlich) für das langsame Ertauben, die daraus resultierende Scham, die Verleugnung ihres Zustandes, den sie sich nicht einzugestehen wagte, haben sehr viel Ähnlichkeit mit den von dir beschriebenen Verhaltensweisen.

Sie gab vor, der Unterhaltung zu folgen, verstand aber nicht, um was es ging und reagierte dementsprechend gereizt, wenn sie angesprochen wurde, da sie sich ja genierte, zuzugeben, dass sie nichts mitbekommen hatte.

Und deswegen gewöhnte sie sich eben genau dieses Abblocken nebst eines gelegentlichen sarkastischen Grinsens an, so nach dem Motto „ich weiss ganz genau, was du meinst. Du willst mich für dumm verkaufen“.

Ist echt schwierig gewesen, das alte Mädchen.

Gruß

Annie