Mir ist heute aufgefallen, dass ich in einer Umgebung die ich kenne (z.B. zu Hause) oder im Umgang mit mir vetrauten Personen, wie guten Freunden, die mich mit all meinen Stärken und Schwächen gut kennen, sicher, locker und unterhaltend auftreten kann.
Im Gegensatz dazu, wenn ich einfach nur durch eine Fußgängerzone laufe, in die Bäckerei gehe, im Unterricht sitze, bei einem Ferienjob neue Leute kennenlernen und mit ihnen auskommen muss oder wenn ich Mädchen anspreche, werde ich unsicher, meine Muskulatur ist angespannt, rede ich leise, kratz mich ständig am Nacken oder rümpfe mir die Nase, mein Pulsschlag erhöht sich, mein Kopf wird leer (es fallen keine Gedanken mehr ein), werde unkreativ, kann nur noch reagieren und schwer selbst agieren.
Da ich weiß, wie ich mich in einer „sicheren“ Umgebung verhalte, frage ich mich, wie es dazu kommt, dass überhaupt diese Verhaltensweisen in einer „unsicheren“ Umgebung zu Stande kommen und noch viel wichtiger ist für mich:
Was kann ich dagegen tun? Ich bin bereit für alle möglichen Tipps, durch die ich diese Dinge in den Griff bekomme.
Grüezi
Sicher finden Sie im Internet jene „Tipps“, wie Sie üben, „trainieren“ und an sich „rumschräubeln“ können…
Ich empfehle Ihnen klar: Fang nicht einfach selber an, an Dir rumzutherapieren…, sondern lassen Sie sich von einer psychotherapeutisch ausgebildeten Fachperson begleiten (siehe: http://www.therapiedschungel.ch/content/themenseiten…)
Denn immer wieder treffe ich in meiner Praxis Menschen, welche jahrelang selbst „trainierten“, dann allenfalls zu trainierten „Zombies“ wurden…, und so einiges verpassten, bis sie dann Hilfe holten…
Ich denke, es gibt wirgendwelche Ursachen und „Trigger“ für Ihre Ängste, und bei diesen gilt es (ich mache das heute oft mit modernen Traumamethoden) anzusetzen.
EinE gut ausgebildeteR PsychotherapeutIn wird mit Ihnen Probleme, Ressourcen (die Sie ja offensichtlich haben) und Ziele klären, und Sie dann auf dieser Grundlage mit den notwendigen therapeutischen Interventionen begleiten.
Ich wünsche Ihnen, dass sich durch Ihre Zusammenarbeit mit einem Psychotherapeuten/in schon in den nächsten Wochen etwas von diesen Ängsten lösen und neue Erfahrungen möglich werden.
Liebe Grüsse
Ruedi Steiger
Hallo,
also wodurch diese Ängste ausgelöst werden ist immer unteschiedlich und sehr schwer aufzudecken. Mir ging es genauso wie Dir bei mir kam das nit 15 Jahren heute bin ich 22. Ich hatte viele Psychotherpaeuten die mit diesem Problem eher so umgegangen sind als wolle ich sie verarschen oder sei einfach nur schüchtern. Geholfen hat mir weder Therapie noch Antidepressiva. Ich habe mih einfach selbst durhgekämpft und heute kann ich solche Dinge wieder viel besser. Du musst Dir immer denken wenn Du dich blamiert hast was solls!? Und ganz wichtig den Mut nicht verlieren! Bei mir war es sogar so schlimm das ich lieber 4Km Heimweg zu Fuss bewältigt habe aus Angst nicht beim Busfahrer sagen zu können Eine Tageskarte bitte
Ich war ein viel schlimmerer Fall als Du und habs weitestgehenst geschafft
! Wie alt bist Du denn ? Ich vermute es liegt daran das Du im Inneren denkst nichts Besonderes zu sein oder das Du ANgst davor hast das Fremde dich nicht mögen. Anfangs habe ich so trainiert …stell Dih an eine belebte Stelle zum Beispiel in eine Fußgängerzone mit vielen Menschen dann fass Dir ein Herz und frage einen völlig fremden nach der Uhrzeit egal ob leise oder laut tu es einfach. Warte danach 5 Minuten egal ob es gut ging oder nicht. Falls es nicht gut ging beruhige Dich und frage den Nächsten. Immer so weiter über den Tag verteilt machen. Das hat mir sehr sehr geholfen denn wenn Du das zwehnmal Pro Tag machst fällt es Dir irgendwann nicht mehr schwer.
Liebe Grüße,
Kathi