Hallo Experten,
ich bin in einer Sackgasse und weis nicht mehr weiter:
Anfang 2010 nahm ich drei Gänseküken bei mir auf. Innerhalb von 2 Wochen starben 2. Das letzte wurde Ende September von einem Tier gerissen. Sie wuchs mir sehr ans Herz. Ich komme damit einfach nicht klar. Manchmal wache ich weinend auf, weil ich ein Traum von ihr hatte. Am schlimmsten ist es noch wenn ich Gänse sehe. Ich habe es schon mit vielem versucht doch ich kann die Lücke einfach nicht schliessen. Was kann ich tun? Danke für Antworten 
Hallo,
den Schmerz annehmen und nicht hoffen das es besser wird. Das Gehirn schreit das kann ich nicht aushalten. ABer dann eine Sekunde später es geht, zwei sekunden später es geht immer noch. Nur das Gehirn ist ein Teufel, es schreit weiter. Aber die Trauigkeit und der Schmerz sind deine FreundIn. Hol sie aus dem dunklen Verlies des Kellers und umarme sie.
sei gegrüß
roland
Hallo sorry, aber …das Leben ist so.Du mußt Dich zusammenreißen und dich ablenken.
Was willst Du erst machen wen mal ein Mensch stirbt!
Besorg Dir ein Tier das Du pflegen kannst ,das lenkt auch ab.
Aber rechne damit, dass es auch irgendwann stirbt.
Gruß
Kosmo
Hallo Moonwalker,
als Stichwort zu Deiner Anfrage hast Du „Depressionen“ angegeben - wenn Du damit ausdrückst zu glauben, dass Du an Depressionen leidest, solltest Du vorsichtshalber einen Arzt konsultieren.
Ansonsten ist Dir etwas passiert, das in der Natur tagtäglich viele tausend und abertausend Male vorkommt: Tiere (und auch Menschen) sterben.
Auf der rationalen Ebene ist nicht mehr und nicht weniger eingetreten als das, was auf alle Lebewesen mit der Geburt klar ist: sie werden eines Tages wieder verschwinden (sterben/vergehen).
Auf der emotionalen Ebene kann sich das allerdings ganz unterschiedlich auswirken: Die meisten dieser Fälle berühren uns (gottlob) wenig bis gar nicht. Stirbt ein Wesen, das wir kannten, zu dem wir eine Beziehung hatten, trauern wir und leiden bisweilen so sehr, dass wir uns krank fühlen oder real krank werden . . .
Bis zu einer gewissen Grenze, die von Fall zu Fall und von Mensch zu Mensch variieren kann, ist solche Trauer „normal“, wenn es allerdings „krankhaft“ wird, sollte man damit zum Arzt gehen.
Du selbst kannst versuchen, Dir immer wieder auf der Verstandesebene den Verlust plausibel zu machen und dadurch zu relativieren. Gelingt es, in solchen Momenten, in denen die Gefühle Dich runterzuziehen drohen, den „Rettungsanker“ zur rationalen Ebene zu werfen, kannst Du Dich vllt. an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen.