Was kann man alles beantragen?

Jemand (19 Jahre alt) fängt im September eine neue Ausbildung an…
Die Ausbildungsstelle ist ziemlig weit weg, deswegen muss er von Zuhause ausziehen. Eine passende Wohnung hat er schon gefunden.

Leider ist die Ausbildungsvergütung nicht sehr hoch, deswegen braucht er Unterstützung beim finanzieren seines Lebensunterhaltes (Miete, Lebensmittel, usw.).
Dass man Wohngeld beantragen kann ist ihm bekannt.
Gibt es noch weitere Unterstützungen vom Staat?

Hallo Mietzemaus

wenn man jetzt noch die Zeit für eine ordentliche Anrede und einen Gruss investieren würde, fallen die Antworten noch besser aus:wink:
dann wäre es perfekt:wink:

BAB zum Bsp. evtl.mal nach Mobilitätshilfen beim AA fragen,dann malgucken ob es dort sowas wie eine "Tafel"gibt,da gibbet für wenig Geld wat zwischen die Kauleisten :wink:

LG
Mikesch

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

dieser jemand kann sich nebenbei einen 400 Euro Job suchen und so seinen Lebensunterhalt finanzieren.

Gruß

Phoebe

Hallo,

dieser jemand kann sich nebenbei einen 400 Euro Job suchen und
so seinen Lebensunterhalt finanzieren.

Diese Antwort halte ich in dieser Pauschalität - mit Verlaub - für dämlich.

Keiner von uns hier kennt die genauen Umstände der Ausbildung. Darum kann auch keiner hier sagen, wie groß die Arbeitsbelastung ist.

Es soll schon Fälle gegeben haben z.B. im Einzelhandel oder im Friseurhandwerk, da war der Azubi morgens in der Berufsschule und nachmittags bis sieben oder acht abends im Laden. Dann müssen noch Hausaufgaben der Berufsschule gemacht werden.

Im übrigen (AFAIK) hat der Ausbilder auch das Recht, die Nebentätigkeiten zu beschränken oder ganz zu verbieten (auch das wissen wir hier nicht). Mit gutem Grund übrigens, weil der Azubi sonst im Betrieb keine gute Leistung bringen kann und in der Berufsschule einpennt.

Falls die Ausbildung in einer Strukturschwachen Region stattfindet, wer sagt dir dann, dass man dann überhaupt einen Job finden kann?

Ob es andere Hilfen als Wohngeld gibt, weiß ich leider nicht. Wohngeld ist jedoch KEIN Almosen! Es steht jedem zu, der durch z.B. seine berufliche Tätigkeit nicht genug für seine Grundsicherung erwirtschaftet.

Die Aussage von Phoebe halt ich daher für ungerecht, realitätsfremd und ist im Grunde genommen eine Frechheit.

Birgit

8 „Gefällt mir“

P.S.
Diese Seite kann man finden:
http://www.studieren-und-geld.de/
Grüße

1 „Gefällt mir“

Hallo Birgit

Ob es andere Hilfen als Wohngeld gibt, weiß ich leider nicht.
Wohngeld ist jedoch KEIN Almosen! Es steht jedem zu, der durch
z.B. seine berufliche Tätigkeit nicht genug für seine
Grundsicherung erwirtschaftet.

Da ist falsch, WG dient der Mietsicherung, nicht des Lebensunterhaltes. Wenn jemand nur ein sehr geringes Einkommen hat bekommt er kein WG sondern er muss nach anderen Hilfens Ausschau halten.

LG
Mikesch

Hallo Birgit,

deine Antwort ist ziemlich schroff. Meine Antwort ist weder dämlich noch unverschämt. Es ist eine Gedankenanregung für die Threaderstellerin. Ich habe nirgendwo behauptet, dass es schlimm ist Wohngeld zu beantragen. Die Threaderstellerin hat im gleichen Atemzug nachgefragt was sie an WEITEREN Unterstützungen vom Staat bekommen kann.

Ich finde man sollte erst einmal überlegen ob man sich den Lebensunterhalt selbst finanzieren kann, wenn es möglich ist.

Ich habe damals in meiner Ausbildung nebenbei JEDEN TAG AM WOCHENENDE gearbeitet. Das war eine harte Zeit. Finanziell musste ich mich sehr einschränken, da ich auch eine eigene Wohnung und meinen Lebensunterhalt finanzieren musste. Aber es hat funktioniert. So schlimm ist es also nicht.

Gruß

Phoebe

Hallo,

Diese Antwort halte ich in dieser Pauschalität - mit Verlaub -
für dämlich.

Keiner von uns hier kennt die genauen Umstände der Ausbildung.
Darum kann auch keiner hier sagen, wie groß die
Arbeitsbelastung ist.

Ich halte die Antwort nicht für dämlich. Genau wie Du annimmst, dass die Ausbildung möglicherweise zu zeitintensiv für einen Nebenjob ist, so kann man - ohne weitere Infos - genausogut annehmen, dass sie es nicht ist. Daher ist die Antwort als Vervollständigung der Optionen zum Zuverdienst hilfreich.

Bei den meisten Ausbildungen gibt es zumindest regelmäßig 2 freie Tage pro Woche, da sind ein paar Stunden Arbeit wohl drin. Ich habe während meiner (nicht ganz unanstrengenden) Ausbildung zur Hotelfachfrau (50 Stunden/Woche, DM 450,00/Monat) ein paar mal pro Woche abends in einem Restaurant Töpfe gespült. Meine Faulheit ist kaum zu überbieten, aber das habe ich ohne größere Probleme hinbekommen.

Gruß,

Myriam

WG dient der Mietsicherung, nicht des
Lebensunterhaltes.

ja, da hast du recht.
grüße

Ich wollte keinen persönlich angreifen.
Deine Aussage kam aber so rüber, als ob du Bequemlichkeit unterstellst und man die Sache einfach mit mehr Arbeit erledigen könnte. Das finde ich aber unrichtig (und auch ungerecht).

Ich habe damals in meiner Ausbildung nebenbei JEDEN TAG AM
WOCHENENDE gearbeitet. Das war eine harte Zeit. Finanziell
musste ich mich sehr einschränken,

[…]

Da warst/bist du sicher nicht die einzige in unserem Lande.

Ich habe damals in meiner Ausbildung nebenbei JEDEN TAG AM
WOCHENENDE gearbeitet.

Und wenn wie gesagt das einfach nicht geht.

Grüße

P.S. Als Azubi kann man auch BAföG beantragen AFAIK. Man bekommt jedoch nicht beides (WG und BAföG).

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Daher ist die
Antwort als Vervollständigung der Optionen zum Zuverdienst
hilfreich.

Nein, es wurde gefragt: „Gibt es noch weitere Unterstützungen vom Staat?“

Grüße

Hallo

Die Threaderstellerin hat
im gleichen Atemzug nachgefragt was sie an WEITEREN
Unterstützungen vom Staat bekommen kann.

Eben „vom Staat“.
Und nicht durch mehr Arbeit. (Ob dies nun gerechtfertigt sei oder nicht, kann man aus dieser rel. kurzen Problemdarstellung nicht beurteilen.)

Grüße

Hallo Birgit,

…und ich glaube hier liegt das Missverständnis.

Du weist völlig zu Recht darauf hin, dass die Ausgangsfrage lautete:

Nein, es wurde gefragt: „Gibt es noch weitere Unterstützungen
vom Staat?“

Dennoch finde ich den Hinweis von Mist-wer-war-das-jetzt-schon-wieder nicht verkehrt. Denn die Ausgangsfragestellerin erwähnt mit keinem Wort, dass sie einen solchen Nebenjob in Erwägung zieht. Das heisst, wir wissen einfach nicht, ob sie sowas eh schon fix eingeplant hat und die Kohle trotzdem nicht reicht oder ob sie daran vielleicht gar nicht gedacht hat. Deshalb muss ich sagen, dass ich den Hinweis - auch wenn er die Frage nicht direkt beantwortet - doch als ein Denkanstoss für die Ausgangsfragestellerin (und vielleicht auch andere Mitlesende in einer ähnlichen Situation) - wertvoll und berechtigt ist.

*wink*

Petzi

1 „Gefällt mir“

Es ist ganz einfach, Wohngeld bekommt kein AZUBI. Ein AZUBI kann bei einer betrieblichen Ausbildung BAB beantragen, da ist dann der Mietzuschuss von max. ca. 199 EUR enthalten. Weiter werden dann die FAhrtkosten Wohnung/Ausbildungsstätte und Berufsschule erfaßt und 1x Familienheimfahrt im Monat.
Den BAB-Antrag bekommt man im Arbeitsamt. Das ist sehr viel Papier, aber da muss man durch.
Wenn die Miete höher als 199 EUR ist (was ja fast kein Kunststück ist) kann man seit 2007 ergänzendes Hartz IV beantragen, aber das wird einem angeblich bei Bescheid zum BAB auch nahegelegt.
Als Erstes sollte man sich um eine gute Ausbildung bemühen und den Job hintenan stellen, schließlich will man sich später mit seinem Ausbildungszeugnis weiter bewerben. Und es ist tatsächlich die Zustimmung der Ausbildungsfirma zum Nebenjob erforderlich.
Ich wünsche alles Gute.
die Miezekatze

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]