naja… „hin und wieder“ wäre für mich kein Grund, Antidepressiva (Anmerkung: ein Antidepressivum, die Antidepressiva) einzuwerfen.
Je nach Arzneimittelgruppe hauen die Dinger ordentlich rein, du kannst in der Regel mit wenigstens zwei Wochen Wirkungsverzögerung rechnen, bis die eigentlich gewünschte Wirkung eintritt; die Nebenwirkungen setzen allerdings meist gleich zu Anfang ein. Die muss man dann ertragen, hoffen dass sie verschwinden oder milder werden und darauf vertrauen, dass sie irgendwann ihre Wirkung entfalten. Soviel zum Allgemeinen… natürlich kommt es auf das Präparat, welches du nehmen willst, im Einzelnen an und wie du darauf reagierst. Dann könnte man mehr sagen.
Sind bei dir die Schlafstörungen vordergründig oder bist du tatsächlich depressiv verstimmt? Auf Dauer zu wenig Schlaf kann nämlich durchaus eine Depression verursachen.
Ansonsten lebst du doch recht gesund. Ich würde allerdings noch mal in mich horchen und überlegen, ob es wirklich gleich medikamentös behandelt werden muss oder ob du der Therapie nicht erst einmal eine Chance geben willst.
In der Regel kann man mit Verhaltenstherapie und Training der Stressbewältigung auch schon sehr viel ausrichten.
Ich weiß noch, dass ich einmal Antidepressive als Schlafmittel bekommen habe. Das war Mirtazadin.
Allerdings war es bei mir auch als Schlafmittel gedacht. Sprich: in enormen Notsituationen wurde mir geraten eine halbe Tablette sublingual einzunehmen. Daraufhin bin ich auch zuverlässig und quasi „prompt“ eingeschlafen. Allerdings habe ich die Tabletten wirklich nur in unabdingbaren Notfällen genommen und auch nur auf einen freien Tag hin, da sie einen den nächsten Tag auch müde gemacht haben - d.h. wenn mal wieder eine Woche mit ca. 2 Stunden Schlaf pro Nacht rum war, hab ich auf einen Sonntag das Mittel genommen um „auszuschlafen“.
Innerhalb von 6 Monaten habe ich so sage und schreibe 3 Tabletten des Antidepressivums genommen und in dieser Zeit den Grund für meine Schlafprobleme gefunden und gelöst.
Vielleicht wäre diese Vorgehensweise auch das Richtige für dich? Die medikamentöse Belastung für den Körper wird so reduziert. Antidepressiva regelmäßig zu nehmen, wenn man keine akute Depression hat - davon würde ich DRINGEND abraten. Immerhin greifen sie in deinen Neurotransmitterstoffwechsel ein. Und zwar massiv. Die Nebenwirkungen sind auch nicht von schlechten Eltern.
Lg
P.S.: Ich bin keine Psychaterin. Bitte hol ärztlichen Rat ein und hör nicht nur auf Tipps hier aus dem Forum!