Hallo liebe Experten!
Ich habe mal wieder Ärger mit meiner Frau. Es geht darum, daß ich beim Schlafen sehr laut schnarche, dazu kann ich aber nichts. Nur meine Frau stört das gewaltig. Was kann ich selber gegen das Schnarchen tun? Danke für ihren Rat.
Erst ein mal helfen Ihnen vielleicht die normalen Maßnahmen der Schlafhygiene: kein Alkohol, Beruhigungsmittel und Nikotin vor dem Schlafengehen, Übergewicht vermeiden oder abbauen, in Seitlage schlafen.
Das Schnarchen liegt meist an der erschlaffenden Mund- und Rachenmuskulatur. Die ist schuld daran, dass die Zunge in den Rachenraum abrutscht, den Atemkanal verengt und sich die Atemluft knatternd ihren Weg sucht. Helfen im Sinne einer Therapie könnte z.B. Didgeridoo spielen. Dabei wird die Muskulatur in der Rachengegend trainiert. Hat auch etwas meditatives - naja vielleicht.
Was sofort funktioniert, sind Unterkiefer-Protrusionsschienen. Das Prinzip besteht darin, dass der Unterkiefer leicht nach vorne gezogen wird und die Zunge nicht mehr in den Rachen abrutscht. Von diesen Mundstücken gibt’s eine große Auswahl: von billig um 40 Euro bis vom Zahnarzt angepasst um 1000 Euro. Gut sind aber nur so genannte Biblock Orthesen - bestehend aus zwei beweglich miteinander verbundenen Teilen. Die gibt’s in der Apotheke und im Internet. 70 bis 80 Euro sollte man investieren. Monoblocks (aus einem Stück) verursachen nach wenigen Minuten Verspannungen u. Schmerzen.
Öle, Pflaster, Klemmen helfen vielleich besser Luft zu bekommen - gegen starkes Schnarchen sind die aber machtlos.
Eins noch: sollten Sie Atemaussetzer bemerken dann sofort handeln: Ab ins Schlaflabor und checken lassen! Viel Erfolg und gute Ruhe!
Hallo,
du bist einer unter vielen Männern mit diesem Problem. Oft ist das getrennte Schlafzimmer nur die Lösung.
Aber versuchen wir es sozialverträglich: deine Frau soll dir einen kräftigern Stoß geben. Das hilft im Augenblick und vielleicht reicht die Unterbrechung bis zu ihrem Einschlafen.
Trotzdem solltest du deine Atmung regulieren, vielleicht vor dem Schlafengehen, intensive Atemübungen machen. Hole dir entsprechende Literatur. Manchmal sind die Atemwege versperrt, was ein Arzt oder besser du bei den Atemübungenfeststellen kannst.
Viel Glück.
Hallo,
ich kenne mich da nicht so aus, aber könnte vielleicht so ein Anti-Schnarch-Gerät mit Bio Feedback Impuls helfen?
Sorry, ich kenn mich da leider auch nicht aus!
Trotzdem viel Erflog.
Gruß
Andreas Borrello
Antwort Teil 1:
Die alleinige Information: „ ich schnarche“ macht eine zufriedenstellende Beantwortung schwer. Es kommt auf die Ursachen und weitere Umstände an. Zunächst die Feststellung: Ihr Schnarchen erlaubt Ihnen und Ihrer Frau nicht den so genannten „Erholsamen Schlaf“, weil die zur Regeneration des gesamten Organismus notwendigen Schlafstadien nicht oder nur sehr unzureichend durchlaufen werden. Insbesondere die lebensnotwendigen Phasen des Tiefschlafes und des Traumschlafes werden nicht erreicht oder unterbrochen… Aktuell können sich ständige Schlafstörungen sowohl für Schnarcher als auch für Zimmergenossen tagsüber in Müdigkeit, Einschlafneigung in monotonen Situationen (z.B. Fernsehen, Lesen u.a.), Sekundenschlaf mit hoher Unfallgefahr, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Gereiztheit u.a. zeigen. Die genannten Tagessymptome treten nicht immer und alle gleichzeitig auf. Ständige Schlafstörungen führen auf Dauer zu Erkrankungen. In erster Linie zu Bluthochdruck. Schleichend. Ihre Frau weiss, ob Sie auch Atemaussetzer (Atempausen) haben oder nicht. Bei Schnarchen ohne Atemaussetzer (Schlafapnoe) konzentrieren Sie sich erstmal auf die so genannte Schlafhygiene: keine Mahlzeiten zu später Stunde, kein Alkohol zu später Stunde, kein Sport oder andere anstrengendeTätigkeiten zu später Stunde (außer Sex), kein Fernsehen, Radio, Computer im Schlafzimmer, im Bett nicht lesen, im Schlafzimmer muß eine angenehme Atmosphäre herrschen, gut lüften, beste Temperaturen bei 16 bis 19 Grad, Bettkomfort, regelmäßige Schlafzeiten (soweit möglich bei Schichtarbeitern), Licht und Lärm vermeiden, auf der Seite liegend schlafen; Sehr wichtig: evtl. bestehendes Übergewicht reduzieren. Es sollte ärztlich geklärt werden: liegen anatomische Gegebenheiten vor, die eine Enge im Hals-Rachenbereich bewirken?. Antwort Teil 2: Hat Ihre Frau bereits festgestellt, daß Sie auch Atempausen (Schlafapnoe) haben, sollten Sie nicht zögern, eine präzise Diagnostik durch einen mit der Schlafmedizin vertrauten Facharzt und ggf. im Schlaflabor durchführen zu lassen. Eine unbehandelte Schlafapnoe-Erkrankung führt insbesondere durch Sauerstoffmangelphasen und wechselnde Stressphasen im Schlaf schleichend, aber unweigerlich zu lebensbedrohlichen Erkrankungen. Hier stehen Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt im Vordergrund. Ihr erster Schritt wäre also der Gang zum Hausarzt, der Sie ggf. an einen Facharzt überweist. Ihre Frau sollte dabei sein, um auf Fragen des Arztes ihre Wahrnehmungen mitteilen zu können. Sie selbst können ja nichts über Ihre „Schnarchqualitäten“ wissen. Örtliche und regionale Selbsthilfegruppen sowie bundesweit agierende Organisationen stellen weitere und wichtige Informationen per Internet zur Verfügung. Geben Sie einfach das Suchwort „Schlafapnoe“ in Google ein. Viel Erfolg wünscht Ihnen Pitter!
Hallo UllaUdin,
zunächst empfehle ich ein Schlaflabor. Das mag übertrieben klingen, aber es müsste geprüft werden, ob das Schnarchen pathologisch ist denn dann ist es behandlungsbedürftig und auch behandelbar.
pathologisches Schnarchen bezieht sich nicht allein auf die Geräuschkulisse, aber diese macht deutlich das der Atemwegskanal verengt ist ( weshalb das Geräusch entsteht) das wiederum kann im Schlaf einen gefährlichen Sauerstoffmangel hervorrufen, was ein Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall darstellt.
Im Schlaflabor, sollte soetwas festgestellt werden, wird das schnarchen dann auch gleichzeitig behoben und sie werden, mit einer wirksamen Therapie entlassen ,die sofort wirkt und keine Nebenwirkungen hat.
Von Operationen im Gaumen ist zunächst dringend abzuraten.
Suchen Sie ein Schlaflabor auf, lassen sie sich von ihrem Hausarzt oder Lungenfacharzt dahin überweisen, dann ist das Ende des Schnarchens nahe.
Hoffe ihnen hiermit, wenn auch spät dennoch geholfen zu haben. WAr 2 Monate im Krankenhaus und nicht hier anwesend.
viele Grüße
„Mütze“
Was kann man gegen schnarchen tun?
Probiere es mit Ohrstöpsel. Ich wohne neben einer Auobahn und muß bei offenem Fenster schlafen. Nach langem probieren mit verschiedenen Ohrstöpsel -Typen habe ich die optimalen Ohrstöpsel unter
http://www.magicsilent.de gefunden. Wichtig - sie stören mich nicht im Ohr.