Hallo Gemeinde!
Folgender Fall in der Familie:
Mein Neffe hat - nach recht kurzer Bekanntschaft - mehr oder minder stolz bekanntgegeben, dass man schwanger sei und heiraten wolle.
Er ist (damals) 24 gewesen und sie 28. Das zur Vorgeschichte.
Inzwischen sind die beiden verheiratet und seit einiger Zeit gibt es arge Probleme in der jungen Familie. Wie sich herausgestellt hat, hat die junge Frau schon kurz vor und nach der Hochzeit extreme Wutanfälle bis hin zu Gewaltanwendungen bekommen.
Zunächst konnte das junge „Glück“ dies unter sich halten, aber im Verlauf der Zeit wurde die Angelegenheit immer massiver und war bald auch aus dem engeren Familienkreis (Eltern / Schwiegereltern) nicht mehr fernzuhalten.
Mein Neffe wird mit den Fäusten und auch mit Gegenständen traktiert. Glasschüsseln werden auf seinem Kopf zertrümmert, Messer fliegen durch die Luft etc. Letzen Karneval hat sie solange mit dem Fuss gegen das Auto (übrigens das des Schwiegervaters der guten Frau) getreten, bis a) dieses beschädigt und, noch viel schlimmer, b) sie ins Krankenhaus mit Verdacht auf gebrochenen Fuß musste.
Ebenfalls kreischende Tobsucht zeigt sie gegenüber ihrer Mutter und ihren Schwiegereltern.
Obwohl unser Mitgefühl mit dem Neffen groß ist, ist der ja nun erwachsen und muss - bei aller Hilfe die wir ihm angedeihen lassen können und wollen - selbst sehen wie er zurechtkommt.
Uns allen in der Familie macht natürlich große Sorge wie das Kind dabei wegkommt. Mein Neffe geht zur Arbeit, kümmert sich aber morgens um das Kind, kommt mittags heim und kümmert sich um das Mittagessen und versorgt auch abends das Kind allein.
Trotzdem sagt sie immer wieder, das ihr alles zuviel wird mit dem Kleinen, der schliefe ja nie und wäre so anstrengend etc. Zwar sind uns (Gott sei Dank) keine Ausfälle dem Kind gegenüber bekannt, aber trotzdem sorgen wir uns.
Inzwischen war sie auch schon mal beim Anwalt, um „sich zu erkundigen, was sie so im Fall einer Scheidung zu erwarten hätte“. Sie wirft meinem Neffen vor, er würde sie (und sie wäre sich da ganz sicher!) mit zwei Blondinen betrügen. Na ja, das nur am Rande.
Angesichts dieser Tatsache hat auch mein Neffe rechtlichen Beistand gesucht. Dort musste er allerdings erfahren, dass es in Bezug auf ein evtl. Sorgerecht für ihn schlecht aussieht, da die junge Frau es bisher immer geschafft hat, ihren brodelnden Zorn im Beisein der Amtsgewalt soweit im Zaum zu halten, das ausser einer in Tränen aufgelösten jungen Mutter nix zu beobachten war.
Zwar ist die junge Dame - wie wir heute wissen - bereits einmal in psychiatrischer Behandlung (in der geschlossenen) gewesen, sowie vorbestraft und wegen ähnlicher Vorfälle aktenkundig, aber das liegt ja alles in der Vergangenheit und ist für uns heute vielleicht Indiz für ein tieferliegendes Problem, aber sonst nichts.
Die Frage ist jetzt, was kann man tun? Wie muss man - im Interesse des Kindes - vorgehen? Wir haben arge Bedenken, dass im Fall eines Falles der hauptsächlich Leidtragende der Kleine sein würde.
Eine psychiatrische Behandlung/Betreuung lehnt die junge Frau übrigens ab bzw. steuerte sie einen Termin für eine eigentlich gemeinsame Beratung mit ihrem Mann so, dass sie allein dorthin ging. Angeblich fand der Psychologe die von ihr geschilderten Probleme ganz normal für eine junge Familie mit einem Kleinkind. Deswegen sind wir uns natürlich unsicher, was sie dort erzählt hat, es sei denn es wäre heute normal seine Ehegatten mit Gegenständen zu traktieren.
Weiss jemand einen Rat?
Gruß
Nita