Was könnte das sein? Vielleicht Nervensystem?

Hallo,
meine Freundin hat nach monatelangen Schlafstörungen immernoch Probleme mit dem Einschlafen und Durchschlafen. Sie wird einfach nicht müde, aber ihre Muskeln scheinen verrückt zu spielen. Beispielsweise fällt ihr die Gabel aus der Hand oder das Handy. Sie schlurft nur zur Toilette. Leidet unter extremen Verspannungen im Nacken die plötzlich auftauchen und verschinden. Ebenso Verspannungen beim unteren Rippenbogen, so dass ihr das Atmen schwer fällt. Dazu kommen plötzliche Blackouts von einer Sekunde.
Sie hyperventiliert, wenn sie sich nicht auf ihre Atmung konzentriert. D.h. wenn sie sich gegen Abend ins Bett legt und zu dösen beginnt, fängt sie natürlich an zu hyperventilieren. Gefolgt von einem Blackout (Muskelkrampf) wird sie aus der Einschlafphase gerissen. Ab und an zittern auch ihre Beine.
Verstärkung dieser Symptomatik war, nachdem sie zwei Nächte gar nicht schlafen konnte.
Sie reagiert sehr empfindlich auf negative Gedanken oder bestimmten äußeren Einflüssen/möglicher Streß. Also das oben genannte tritt nach verstärkter auf.

Natürlich hat sie große Angst, da wir nicht wissen was es ist.
Kann es ein extrem übereiztes Nervenkostüm sein oder auch eine Krankheit? Vielleicht Borreliose? MS?

Gruß
Elmar

Wozu?
Hallo,

was soll das Rätselraten um mögliche Krankheiten bei deiner Freundin bringen? Jedenfalls keine Gewissheit, sondern zusätzliche Verunsicherung, Angst und Horrorvorstellungen der Zukunft.
Was willst du damit bezwecken, wenn hier jemand sagt: „Ja, könnte MS sein.“ Dann habt ihr immer noch keine Ahnung, werdet aber sicherlich googlen, was es damit auf sich hat und wie schrecklich es ihr in ein paar Jahren gehen könnte.

Egal, was es ist: Sie gehört zum Arzt und zwar am besten schon zu der Zeit, als diese Symptome aufgetaucht sind.
Ich weiß nicht, worauf ihr noch wartet…

Kopfschüttelnd,
Liete

Guten Tag,
bei Ärzten waren wir auch schon. Als erstes Notfall im Krankenhaus wegen Kreislaufzusammenbruch. Dort wurde mit Antibiotika eine zusätzliche Erkältung behandelt. Anschließend wurden wir aus dem Krankenhaus heraus komplementiert. Weihnachtszeit eben. Das heißt dann „auf eigenen Wunsch entlassen“.
OBWOHL die zuvor beschrieben Symptome ebenfalls vorhanden waren. Sie konnte zu der Zeit nicht mal vier Schritte zur Toilette machen.
Der Hausarzt verschrieb ein Entspannungs- und Beruhigungsmittel und verwies uns auf einen Internisten für weitere Untersuchungen.
Dieser schloß soweit ein organisches Leiden (Lunge, Herz) aus. Stellte aber fest, dass durch die Verspannungen der Verdauungstrakt auch nicht richtig arbeitet. Es war sehr viel Luft im Darm.
Für eine Blutuntersuchung war es allerdings zu spät.
Einen Orthopäden zu konsultieren war nicht möglich. Es könnte vielleicht zusätzlich an einer Fehlhaltung liegen, die sie im Laufe des letzten Jahres entwickelt hat.
Ein Neurologe (sie hatte einmal eine Nervenentzündung mit ähnlichen Symptomen) konnten wir ebenfalls nicht erreichen. Klar, ist auch Jahresende.

Wir haben das Gefühl, dass die Ärzte auch ein wenig ratlos sind oder sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollen.

Mir geht es nicht darum irgendwelche schlimmen Krankheiten bei google nach zu schlagen um Angst zu bekommen. Mir geht es eher um einen Tip, was es noch sein könnte; woran ich noch nicht gedacht habe. Vielleicht hat irgend jemand ähnliches erlebt.

Ich selbst gehe von dem nahe liegensten aus: extreme Erschöpfung durch Streß, dadurch resultierende Schlafstörungen und Verspannungen.

Aber nicht jede Krankheit verhält sich wie im Lehrbuch. Meine Freundin, wie auch mein Vater, hatten bspw. eine Lungenentzündung ohne Fieber. Weswegen diese Lungenentzündung erst im letzten Moment entdeckt wurde.

Gruß
Elmar

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Hallo,

ich arbeite im KH und wir „komplementieren“ niemanden raus weil Weihnachten ist -viele sind auch extra kurz zuvor zum operieren gekommen, die waren auch alle willkommen. Schwestern/Pfleger und Ärzte arbeiten IMMER!
Das nur so am Rande.

Mein Rat: in eine andere Klinik, möglichst eine große mit allen möglichen Fachrichtungen. (Internistisch, Gastroenterologie, Neurologie).
Sämtliche Befunde, Arztbriefe, Entlassbriefe usw. mitnehmen.
Ebenso eine Liste mit allen verordneten Arzneimitteln.

Gruß

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„Nur so am Rande“
Dann arbeitest du eindeutig in einem wesentlich besseren Krankenhaus, als jenes in welchem wir waren.
Es genießt auch bei der ansässigen Bevölkerung keinen guten Ruf. Aber uns blieb in einem Notfall nichts andertes übrig. Und wie gesagt, wurde mit Antibiotika die eine Sache auch behandelt. Aber wie kann einem Patienten nahegelegt werden das Krankenhaus zu verlassen, obwohl oben genannte Symptome vorhanden sind? Meine Freundin ist dort mehrmals zusammen gebrochen!
Und sie bekam vom Pflegepersonal den Spruch zu hören „seien sie nicht so weinerlich“
Der Oberarzt ordnete bei der Visite an die Symptome weiter zu untersuchen. Wurde dann aber doch nicht gemacht. Wir bekamen sinngemäß zu hören „Weihnachten steht vor der Tür. Wir können jetzt eh nicht viel machen. Auf Wiedersehen“

Aber darüber will ich hier eigentlich nicht diskutieren. Es war auch kein Angriff auf deinen Berufsstand, falls du es so interpretiert hast.

Wir fühlen uns nur ‚etwas‘ allein gelassen.

Gruß
Elmar

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Es wäre hilfreich gewesen, das vorher zu wissen.
Nach deinem ersten Post hat es sich so angehört, als ob ihr seit Wochen rumsitzt und einfach nicht zum Arzt geht.

Dass ihr so im Stich gelassen worden seid, tut mir sehr Leid. Haltet euch an trashis Ratschläge.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr jetzt Hilfe findet.