solltest du auch sonst Spaß an Literatur haben und bei Anspielungen auf britische Klassiker (Shakespeare, Bronte, Austen…) nicht völlig abschalten, probier es mal mit „Der Fall Jane Eyre“ von Jasper Fforde. Das ist schon ziemlich wahnwitzig. Bei Pratchett: Eindeutig das Frühwerk (SF) liegen lassen und Scheibenwelt (Fantasy) lesen. Ich finde ihn allerdings bei weitem nicht so subtil wie Adams. Ausnahme: Das zusammen mit Neil Gaiman verfasste „Ein gutes Omen“.
Gruß,
Jörg
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Ich bin verzweifelt auf der Suche nach irrwitzgen
Science-Fiction-Romanen im Stil vom Douglas Adams oder Terry
Jones.
meinst Du wirklich Science-Fiction oder eher den Bereich Phantasy? Ohne Terry Jones zu kennen, würde ich zumindest Douglas Adams nicht in die Abteilung Science-Fiction stecken wollen (selbst der Anhalter paßt m.E. nicht in diese Kategorie; Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele, Der elektrische Mönch und Die letzten ihrer Art erst nicht).
Wenn es also nur um abgedrehte, lustige und phantasievolle Geschichten geht, seien Dir die Romane von Robert Rankin (vor allem die Brendford-Trilogie) und Tom Holt (zum Einstieg: Der fliegende Holländer, Wir haben Sie irgendwie größer erwartet und Wer hat Angst vor Beowulf?) ans Herz gelegt.
Voller Erwartungen habe ich gerade Strata von Terry Pratchett
gelesen, war aber leider vollkommen enttäuscht.
Naja, der ist ja auch Schrott. Ich würde mit Das Licht der Phantasie, Der Gevatter Tod und Der Zauberhut einsteigen (in der Reihenfolge und schnell nacheinander).
Wenn Scheibenwelt…
…dann allerdings am besten englisch, sofern machbar.
Hört sich zwar immer wieder blöd an, aber aus irgendwelchen Gründen haben die Jungs da echt schwache Übersetzer drangesetzt, teilweise sogar sinnentstellte Passagen, verhunzte Wortspiele.
Macht natürlich auch in deutsch Spass, aber im Original kommt genau das besser raus, was einem bei Adams,Monty Python usw so gut gefällt.
Einige Beispiele: http://www.scheibenwelt.de/main.php?page=fehler
Gruß
zaph
Danke für die Empfehlungen - an Gevatter Tod bin ich gerade dran und ich bin überrascht: Es ist schon auf den ersten 100 Seiten um (Scheiben-) Welten besser als Strata. Hatte da wohl Pratchett’s schlechtestes Buch erwischt…
vom Stil her zwar gänzlich anders, aber trotzdem äußerst vergnüglich zu lesen ist Connie Willis, besonders ‚To Say Nothing of the Dog‘, aber auch ‚Doomsday Book‘ (die deutschen Titel fallen mir leider gerade nicht ein :o( )
Die gibt es; am übersichtlichsten bei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Scheibenwelt-Romane , dort vor allem 3. Zusammenfassungen.
Die unter 1. als Jugendbücher gekennzeichneten Geschichten sind übrigens auch lesenswert. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Heldin Tiffany ein Kind bzw. später eine Jugendliche ist. Ich hab zwar erst „Wintersmith“ gelesen, werde mir die anderen aber auch noch kaufen.
Und hier noch ein paar Tipps:
Andreas Brandhorst hat wirklich gute Übersetzungen geliefert, aber wenn Du kannst, solltest Du die Originale lesen, weil manche Wortspiele schlicht nicht übersetzbar sind. Aber wie gesagt, man kann auch die deutschen Ausgaben mit Vergnügen lesen.
Falls Du die Originale kaufst, nimm auf keinen Fall eine US-Ausgabe; die amerikanischen sind anscheinend (hab ich nicht selbst überprüft, nur mehrfach gelesen) gekürzt, weil man dort meint, die Leser würden die Geschichten sonst nicht verstehen…
Ich würde die Bücher übrigens wirklich chronologisch lesen, nicht thematisch sortiert, wie manche vorschlagen. Aber das ist wohl Geschackssache.
So, ich hoffe, es wird Dir auf der Scheibenwelt gefallen. Pratchett ist (neben Douglas Adams, den ich auch vorher gelesen habe) einer meiner absoluten Lieblinge; er ist weise, philosophisch und zum Tränenlachen komisch.