Was kostet ein Alkoholentzug?

Guten Tag,weiß jemand, was ein Entzug in einer Klinik kostet?
Gruß
Ulrike

Moin, Ulrike,

Guten Tag,weiß jemand, was ein Entzug in einer Klinik kostet?

nichts, wenn er vom Arzt verordnet wird, bis auf den üblichen Eigenanteil - 10,- € fürs Futter, begrenzt auf 28 Tage.

Gruß Ralf

Wie ist es mit der Zeit danach?
(Wie steht es um die Bewältigung des Rückfallrisikos?)
Gibt es den Bedarf an Resozialisation?
(Wiedererlernen von Arbeit, Streßbewältigung, Gerichtshilfe, resp das Aussetzen von Strafmaßnahmen, ggf Beschaffung von Arbeitsplatz und Wohnung usw.)
Ich habe 1993 am Stadtrand von Berlin eine ehemalige DRR - Grenztruppenkaserne in ein Obdachlosenheim mit verschiedenen Resozialisierungshilfen mit umgebaut. Dazu gehört es, Betroffenen (gleichgültig, ob obdachlos oder „nur“ alkoholabhängig) die Folgen aus der Unterbrechung eines bürgerlichen Lebensstils überwinden zu helfen. Wenn also Bedarf besteht, bitte ich um entsprechende Frage per eMail, ich teile dann die Adressen mit und will gern Näheres mitteilen. Ich kenne die Verantwortlichen, die Leiter und ihre Mitarbeiter sehr gut und könnte auch einen unverbindlichen ersten Besuch der Institution zwecks Information arrangieren, bzw zur Einführung begleiten.

Alles Gute!

Hallo Ulrike,

die Kosten für die übliche Entgiftung übernimmt die Krankenkasse. Aber auch trotz guter Betreuung sind die Rückfallquoten noch immer zu hoch: 8/10.

Daher ging kürzlich ein Ruck durch die Fachwelt, als der französische Kardiologe Prof. Oliver Ameisen sein Buch über einen Selbstversuch veröffentlichte, in dem er sich, selbst zum Trinker im letzten Stadium geworden, mit dem Muskelrelaxans „Baclofen“, das er sich selbst verschrieb, behandelt hat und mit dessen Hilfe er die Sucht los wurde.
Weil das Medikament aber zur Alkoholismustherapie nicht zugelassen ist und es bisher keine Studien dazu gibt, werden diese derzeit in der Berliner Charité durchgeführt. Das Medikament hat kaum Nebenwirkungen, man benötigt eine „ausreichend hohe“ Dosierung. Es kann natürlich sein, dass es nicht von jedem vertragen wird.

Der Hersteller ist wohl weniger interessiert an der Durchführung von Studien, weil man mit dem schon lange auf dem Markt befindlichen Arzneimittel nicht mehr viel verdienen kann (Generika).

Ich finde diesen „Fund“ recht hoffnungsvoll, vielleicht ist er ja hilfreich:

http://www.epochtimes.de/articles/2009/09/13/490305…
http://www.stern.de/tv/sterntv/baclofen-was-hinter-d…

Gruß, Renate

Danke für eure Antworten. Mich hat es aus einem anderen Grund interessiert und zwar, weil ich gehört habe, dass die Kosten da bei ca 10.000 Euro liegen und ich jemanden kenne,der da schon ganz oft war genau 61 mal. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass die Krankenkasse das 61 mal bezahlt.
Gruß
Ulrike