Ich kann mich Sven nur anschließen: Die paar Mark, die der Mieter über seine ohnehin fälligen Nebenkosten hinaus zahlt, decken kaum den Zinsendienst (bzw. sind längst kein Äquivalent dafür, was man bei Anlage des Geldes erhalten würde).
Und dann der Ärger: Nebenkostenabrechnungen, Heizungsrechnungen sind grundsätzlich falsch und zu bemängeln, das Öl war seinerzeit nie so teuer, der Mieter versteht das zuweilen einfach intellektuell nicht etc. pp. Einfach die Finger davon lassen.
Von Härtenfällen, wie bei Sven geschildert, ganz zu schwiegen. Ich habe auch so einen erlebt: Die Wohnung mußte total renoviert werden, mit Putz von den Wänden schlagen, neuer Dusche, neues Bad, Terrasse neu plätteln etc., 25 000 Mark. Wann soll der das denn je an Miete bezahlt haben?
Dazu zwei Durchgänge am Gericht wegen Kündigung, Kündigungsschutzklage, die ich als Mitgleid der besitzenden Klasse natürlich verloren habe. Der Mieter, Mitglied der trinkenden Klasse, arbeitslos, Sozialhilfeempfänger seit Jahren, bedurfte des besonderen Schutzes der Gesellschaft. Klar doch. Und dabei hatte ich noch Glück: mein RA sagte mir, als er endlich draußen war, jetzt könnte ihn eigentlich das Sozialamt zwangseinweisen, wieder bei mir.
Ich weiß: was jetzt kommt, ist gegen die Etikette hier, trotzdem: Kotz, würg, speuz.
Die Wohnung steht seither leer. Punktum.
Antal
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