Was kostet eine Wärmepumpe?

Hallo Punkt ich habe ein paar Fragen für einer Wärmepumpe mein Haus ist von außen isoliert meine Wohnung hat 85 Quadratmeter. Viele meiner Nachbarn haben eine Wärmepumpe eingebaut. Meine Frage lohnt sich bei mir eine Wärmepumpe, ich heiße bisher mit Heizöl. Was würde für mich ca eine Wärmepumpe Kosten mit Einbau? Meine Ölheizung ist ca 30 Jahre alt. Da im Moment das Heizöl sehr teuer ist, habe ich mit meinen Nachbarn Gespräche geführt und die sind alle sehr begeistert Punkt ich bin mir immer noch nicht so sicher ob sich das lohnt für mich. Es wäre nett wenn ich hier einige Tipps bekommen würde die mich weiter vorwärts bringen und mir bei meiner Entscheidung helfen. vielen Dank im voraus für eure Hilfe. Mit freundlichen Grüßen

Hallo

Du sagst, du hast eine Wohnung von 85 Quadratmeter und heizt mit Öl.

Wie soll ich mir das vorstellen?

Ist es eine Wohnung in einem Gebäude in dem jeder seine eigene Heizungsanlage direkt in der Wohnung hat?

Oder gibt es doch eine zentrale Öl-Heizungsanlage für alle Wohnungen zusammen und deine Wohnung wird über diese Heizungsanlage beheizt?

Oder meinst du mit Wohnung ein kleines Einfamilienhaus?

Üblicherweise wird für Häuser (auch Mehrfamilienhäuser) erst eine Heizwertanalyse gemacht um dann zu schauen, ob eine Wärmepumpe überhaupt in der Lage wäre, die erforderliche Leistung zu bringen.

Der Preis für die Wärmepumpe steht im direkten Zusammenhang mit dem Hersteller und der Leistungsfähigkeit dieser Wärmepumpe

Gruß h

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Ich schließe hier in meiner Gegend überwiegend Luft-Wasser Wärmepumpen an, meistens Vaillant, danach Bosch/Buderus.

Die letzte war eine Vaillant VWL 75/6 und versorgt ein Reihenendhaus.

Etwa 13000€ kosteten die Geräte, dasselbe ging noch einmal für die Installation drauf.

Die Margen sind anscheinend groß. Das gleiche Gerät kostet im Onlinehandel als Paket 7800€.

Die Nachfrage ist groß und bis zu 70% werden über die KfW gefördert - das mag zu den sehr hohen Preisen beitragen.

Rentiert sich das?
Wer zuletzt 2000 Liter Heizöl im Jahr verbrannte und dafür 2000€ zahlte, könnte nun mit rund 4000 kWh Stromverbrauch rechnen - mit Spezialtarif je nach Region unter 1000 €.
Es entfallen dazu noch Wartung und Schornsteinfeger für die alte Heizung.

Wenn von 30000 € Kosten dank Förderung nur 12000 € selber bezahlt werden, ist das Geld recht schnell wieder drin.

Hat man aber einen unisolierten Altbau, bei dem man fast kochendes Wssser benötigt, um die Räume warm zu halten, dann vergesse man ganz schnell, dass das mit einer Wärmepumpe ginge.

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Was man selber im Vorfeld probieren kann, ist an der Ölheizung die Vorlauftemperatur auf 55 Grad zu stellen und zu schauen, ob die Räume trotzdem auf die vorgeschriebenen Temperaturen kommen und einem das auch warm genug ist. Das gäbe einen zumindest ein Hinweis darauf, ob das Haus ohne großartige zusätzliche Maßnahmen (Heizkörpertausch, Austausch von Fenstern etc) für eine Wärmepumpe geeignet wäre

Der Selbstversuch funktioniert halt leider nur im Winter :grin:

Nur wenn dieser Selbsttest positiv ausgefallen ist und/oder du eine Heizwertanalyse mit positivem Ergebnis gemacht hast (dafür gibt es kostenlose, selbsterklärende Tools im Internet), lohnt es sich überhaupt sich Gedanken darüber zu machen, was die Wärmepumpe kosten würde.

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Hallo vielen Dank für diesen Tipp. Mein Haus bzw der Anbau wo ich wohne ist von außen gedämmt mit Styroporplatten die Fenster sind neu . ich wollte eigentlich das ganze Haus anschließen an die Wärmepumpe aber meine Mieter , zwei, wollten das nicht sie wollen weiterhin Heizöl. Deshalb kommt die Wärmepumpe nur für mich für meinen Anbau in Frage was will das sind so um die 80 Quadratmeter Wohnfläche. Ich bin Rentner umweltbewusst und deshalb habe ich mir das mit der Wärmepumpe mal erklären lassen von Nachbarn aber so toll auskennen tun die sich auch nicht. Deshalb habe ich ja hier angefragt wo ich bisher immer gute Tipps bekommen habe. Das mit den 50 Grad werde ich im Winter probieren mit der Ölheizung. Aber ich bin immer noch am überlegen mit dieser Wärmepumpe ob sich das für mich rentiert. Was ich gelesen habe dass es viele Zuschüsse gibt und man dadurch einen sehr niedrigen Preis bezahlen muss. Ich weiß aber nicht ob das alles so stimmt und wenn ich hier eine Fragebogen ausfülle wollen die gleich meine Telefonnummer und gleich jemand hierher schicken und das möchte ich nicht ich möchte informiert sein und dann verschiedene Firmen selbst anrufen hier im Kreis und mit diesen Leuten reden wie der Preis ist und so weiter deshalb habe ich ja hier angefragt ob sich das überhaupt rentiert für mich und was das Ganze so ungefähr kosten würde. Vielen Dank noch mal für deine Antwort und vielleicht kannst du mir noch mehr erklären da sie jetzt ziemlich alle Daten hast. Wenn du noch weitere Informationen brauchst kannst du gerne nachfragen. Noch mal vielen Dank für dein bemühen und ich wünsche dir ein schönes Wochenende Punkt mit freundlichen Grüßen

Die Mieter haben da nichts zu entscheiden, die sind ja putzig!

Die Kosten einer Wärmepumpe pro Kilowatt Leistung sinken deutlich mit steigender Leistung.

Komplettset einer WP mit 12 kW: rund 12000 €
Komplettsei einer WP mit 5 kW: rund 7800 €.

Den Umbau des Zählerschranks bzw. dessen Erneuerung bezahlt man auch nur EINMAL, egal wieviele Wohnungen da dran hängen.

Übrigens: Wenn die Mieter eine ineffiziente Ölheizung haben, dann musst DU (!) ja einen Teil der CO2-Kosten tragen.

Ich finde es übrigens erschreckend, wieviel Unwissen einige SHK-Anlagenmechaniker hier in meiner Gegend haben.
E-Mail vom SHK-Meister: „Ich werde im September bei Ihrem Kunden X eine WP einbauen. Herr X wünscht, dass Sie den Anschluss erledigen.“
Ich schreibe: „Teilen Sie mir für die Anmeldung beim Netzbetreiber bitte folgende technischen Daten mit (…). Um Herrn X optimal beraten zu können, wie die Messung zukünftig erfolgen soll, benötige ich zudem den vorrausichtlichen Jahresenergiebedarf.“

Dann rief er mich an. „Anmeldung?Was der Mist denn soll, davon hätte er noch nie was gehört. Und was ich mit „Messung“ meinen würde, der Kunde hätte doch PV, da würde er doch praktisch umsonst heizen.“

Da fällt dir nichts mehr zu ein.

Hintergrundinfos für interessierte Laien:

Wärmepumpen mit einer Systemleistung (Kompressor und Zusatzheizstab) von mehr als 4,2 kW müssen als „steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG“ angemeldet werden. Sie müssen „dimmbar“ sein - der Netzbetreiber bekommt das Recht, bei Engpässen im Stromnetz die WP herabzuregeln (nicht: „abzuschalten“). Im Gegenzug gibt es deutlich günstigeren Strom. In meiner Gegend ab 21 ct/kWh / 12 €/Monat, das sind 7 ct/kWh weniger als beim Haushaltstrom.
Ab einem bestimmten Jahresverbrauch lohnt sich also ein zweiter Zähler, für den den Zählerschrank aber erweitert werden müsste.
Aufgrund „ganz neuer“ Bestimmungen in den VDE-Normen muss ein Zählerschrank aber bei Wärmepumpen meist sowieso erneuert oder ertüchtigt werden (diese Vorschriften gelten seit 2019 - noch kennt sie nicht jeder Installateur).
Und „umsonst heizen mit PV“ geht tatsächlich - wenn man nur im Sommer heizt. Ansonsten ist es ganz offensichtlicher Bullshit.

Fun fact: Mein Neffe telefoniert mit einem anderen Elektromeister, der gemeinsam mit ihm die Meisterschule absolvierte. Der Bekannte hat Probleme, eine Wärmepumpe im Portal des Netzbetreibers anzumelden - er würde das das erste Mal machen. Dieser Bekannte ist Meister in einer Firma, die sowohl Sanitär-Heizung-Klima als euch Elektroinstallationen macht und die mindestens eine Wärmepumpe pro Woche installiert. Seit Jahren. Und nun meldet er „das erste Mal“ eine beim Netzbetreiber an - es dürfte also Hunderte illegal betriebene Wärmepumpen von dieser Firma geben. Hunderte Kunden, die auf jeweils Hunderte Euro Preisvorteil verzichten, weil sie mies beraten wurden.

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Berichtest du eigentlich aus Neapel oder Marrakesch? Was du da schilderst, kann sich ja unmöglich in unserem geordneten modernen Deutschland abspielen…

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Der Bildungsstand deutscher Handwerksmeister ist extrem durchwachsen.

Angesichts der Normenfülle und der Geschwindigkeit, mit der neue Normen und Gesetze auf uns einprasseln, kann ich eine gewisse Resignation verstehen.

„Wir bekommen eine Wärmepumpe, kommen SIe doch mal vorbei und beraten uns.“

Das sind dann schnell zwei Stunden Aufwand, nach denen ich heiser bin.

Und dann werden dir Angebote von Konkurrenten vorgelegt, die wollen zum Außengerät ein Erdkabel 5 x 1,5mm² verlegen und eine Steuerleitung J-Y(St)Y 2x2x0,6mm.

Es ist aber ein Wechselstromgerät, benötigt nur drei Adern, zieht da aber auch mal dauerhaft 13 Ampere. Zudem schreibt der Hersteller flexible Leitung vor. Und er verbietet ausdrücklich geschirmte und verdrillte Steuerleitungen (J-Y(St)Y ist geschirmt, verdrillt und im Außenbereich unzulässig), zudem soll die Leitung 0,75mm² oder mehr haben (2x2x0,6mm hat nur 0,29 mm²!).
Auch zum 9kW-Zusatzheizstab sollen 1,5mm²-Leitungen reichen. Das ist der absolut minimalst mögliche Mindestquerschnitt - ausgerechnet für den stärksten Verbraucher im ganzen Haus soll es also die dünnste in Deutschland zulässige Leitung werden. Absolut dämlich und hirnlos.
Ach so: Bei der Sicherheit kennt der Kollege kein Pardon! Da wird natürlich der deutsche Standard-FI-Schalter (4 x 40 A / 0,03 A) angeboten. Blöd nur, dass der Hersteller ausdrücklich sagt: Falls FI-Schalter notwendig ist (ist er meistens NICHT!), dann muss es ein sündhaft teurer Allstromsensitiver sein.
Vorbereitung für Drosselung nach § 14a ENWG? Fehlanzeige. Es gibt auch keine Position „Anmeldeformalitäten“ (ich habe da ca. eine Stunde Aufwand).
Dann höre ich vöm Kunden „Ihr Kollege hat abgeraten, das Gerät anzumelden - denn dann würde der Netzbetriber das Gerät ja willkürlich abschalten.“
Anmeldung ist nicht optional, die ist Gesetz.
Abschalten gibt es nicht, es wird nur gedrosselt.
Die Standard-Wärmepumpe für halbwegs gedämmte EFH hat meist nur 3 kW Leistung für den Kompressor und 9 kW für den Zusatzheizstab. Die würde bei Netzengpässen auf 4,2 kW gedrosselt - das bedeutet also, dass lediglich der Betrieb des Zusatzheizstabes im Notfall unterbunden würde und das auch nur im Extremfall für wenige Stunden.

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