Was machen wenn

Hallo,

was ist richtig, was ist falsch. Mein Kind mit 3 Jahren will etwas nicht tun. Soll ich es zwingen oder bitten? Beim Bitten reagiert es nicht, ich will auch keinen Stress haben, soll ich nachgeben?

LG
Michael

Hallo Mikhael,

was ist richtig, was ist falsch. Mein Kind mit 3 Jahren will
etwas nicht tun. Soll ich es zwingen oder bitten? Beim Bitten
reagiert es nicht, ich will auch keinen Stress haben, soll ich
nachgeben?

Ist es wirklich *Dein* Kind oder ist die Frage
allgemein gestellt. Hier besteht eben der Unter-
schied darin, *ob* Du die/eine maßgebliche
Bezugsperson für das Kind bist.

Grüße

CMБ

Hallo Michael

es kommt auch ein wenig auf die Situation drauf an, also wenn ein 3jährige Kind immer wieder auf die Strasse läuft und nicht hört, würde ich es schon eher „zwingen“ es nicht zu tun!
Bitten, ja…auch so eine Sache. Formuliere deine Ansage kurz und knapp, aber altersentsprechend! Ein bitte bitte bitte, das hilft selten.
Da du jeglichen Stress vermeinden möchtest, würde ich nicht allzu sehr und oft nachgeben! Dein Kind wird auch älter und tanz dir dann auf der Nase, da du ja eh immer nachgibst!
Geh auf Augenhöhe deines Kindes und sagt ihm,was zu tun ist. Eventuell hilfst du ein wenig mit( Sachen weglegen, Anziehen etc.)…

Viel Spass

Ich möchte Dir zum Thema Umgang mit Kindern die Kloeterbriefe ans Herz legen. Das thema Ver/Gebote wird explizit behandelt.
http://www.kloetersbriefe.de/

Kostet nicht die welt, die Umsetzung kann allerdings die Welt verändern.

PP

Hallo Michael,

behandle das Kind wie ein vernunftnegabtes Wesen und sprich auch so mit ihm.

Auch einem 3jährigen Kind kann man erklären, warum und warum gerade es eine bestimmte Sache tun soll; und wenn es sich ernst genommen fühlt und nachvollziehen kann, warum es dieses oder jenes tun soll, tut es dies auch deutlich bereitwilliger.

Aber Vorsicht - hat sich das Kind erst einmal an diese Aet des Umgangs miteinander gewöhnt, kann es Dir auch passieren, dass es hin und wieder einfach die besseren Argumente hat… ;o)

Beste Grüße

=^…^=
Katze

Hallo Michael,
es kommt darauf an, was es tun soll. Wenn du beispielsweise willst, dass dein Kind abends ins Bett gehen sollte, dann ist es wichtig, dass du dich durchsetzt, aber ohne das Kind zu zwingen. Wenn man zu etwas gezwungen wird, dann macht man die Sache noch ungerner, wie du es sicherlich aus deinen eigenen Erfahrungen kennst.
Du kannst deinem Kind ja erklären, warum du willst, dass dein Kind beispielsweise ins Bett gehen soll. 3-jährige verstehen schon eine ganze Menge.

Lg Janine

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Michael,

ich seh das gerade eher zufällig. Aber ich antworte, weil ich mir denke, daß Du hier nur wirklich sinnvolle Ratschläge bekommen kannst, wenn Du die Situation schilderst. So allgemein kann man richtig und falsch einfach nicht beurteilen.

Was will denn Dein Kind nicht tun? Sollte es darum gehen, daß es bei rot nicht stehenbleiben will und die Straße überqueren möchte, dann mußt Du es selbstverständlich „zwingen“. Wie bei allen anderen Dingen auch, die lebensbedrohlich für es selbst sind bzw. für andere.

Bitten: Ich habe (noch) keine Erfahrung mit einem 3jährigen, aber ich denke auch in diesem Alter sind noch klare Ansagen erforderlich. Also nicht „Bitte Schatz, könntest Du nun möglicherweise Deine Schuhe anziehen, denn es ist gerade so schönes Wetter und da lohnt es sich doch ein bißchen spazieren zu gehen“, sondern „wir gehen raus, zieh (bitte:wink: die Schuhe an“. (das ist bewußt überspitzt geschrieben, sonst wird’s ja langweilig hier:wink:

… ich will auch keinen Stress haben, soll ich

nachgeben?

Ich glaub, das ist die falsche Einstellung. Einfach nachgeben, um keinen Stress zu haben, macht ihn später dann um so größer.

Überlege Dir WIE WICHTIG die Sache ist. Und handle dann danach.

Und schreib uns doch mal ein Beispiel, da läßt es sich leichter darüber diskutieren.

Liebe Grüße,
Christiane

Hallo,

will auch keinen Stress haben

na das überlegt man sich, bevor man Kinder bekommt, schon mal an die Pupertät gedachT???

freundlich, aber konsequent
Das kommt darauf an, ob du etwas wirklich willst, dass es das tut, dann solltest du konsequent, aber freundlich darauf bestehen. Und das trotzdem mit „bitte“.

Gruß
der wilde Watz

hallo,
wie schon geschrieben wurde, kommt es auf die situation an.aber ich denke, du wirst nicht grundlos was von deinem kind verlangen!also, wenn es sich um was handelt, von dem es wichtig ist, es einem kind zu vermitteln, musst du konsequent sein.
ich möchte z.B. nicht, das einer meiner mädels immer das essen auf den boden schmeißt, wenn es nicht essen will oder satt ist.dann fasse ich sie sanft an der schulter, gehe auf augenhöhe und erkläre, dass ich es nicht möchte und warum.
wenn eine z.B. haut, was nun echt nicht geht, mache ich dasselbe, nur das ich noch hinzufüge, dass sie in ihr zimmer gehen soll, wenn sie es nicht lässt.das wiederhole ich bei bedarf 3x, haut sie immer noch, geht sie ins zimmer.ih warte einen moment und gehe dann zu ihr.hat sie sich beruhigt, kann sie wiederkommen, hat sie es nicht gehe ich wieder raus und wiederhole den vorgang.

soweit zur theorie.ich gebe bei meinen mädels auch mal nach , wenn ich total genervt bin.dafür hauen sie mich ab und zu, papa z.b. gar nicht(und der ist super konsequent, was in manchen sachen auch fragwürdig erscheint)!also, durchhalten

lg
nadia

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Hallo,

was Du beschreibst ist keine Erziehung und schon gar kein liebevoller, respektgeprägter Umgang miteinander, sondern schlicht und ergreifend Dressur.

du wirst nicht grundlos was von deinem kind verlangen!

Das ist ja schon einmal ein Anfang. ABER:

wenn es sich um was handelt, von dem es
wichtig ist, es einem kind zu vermitteln, musst du konsequent
sein.

Was willst Du dem Kind denn vermitteln? Dass es gute Gründe für Dein Handeln gibt (und die auch ein Kind einsehen kann) oder dass Du den längeren Atem hast?

ich möchte z.B. nicht, das einer meiner mädels immer das essen
auf den boden schmeißt, wenn es nicht essen will oder satt
ist.dann fasse ich sie sanft an der schulter, gehe auf
augenhöhe und erkläre, dass ich es nicht möchte und warum.

Wie alt sind Deine Kinder genau? Also, wenn mein 3jähriger noch mit Essen um sich schmeißen würde, müsste ich mir ernsthaft Gedanken machen, ob nicht irgendetwas gründlich schiefgelaufen ist! (BTW: er fängte gerade an - freiwillig, unaufgefordert und nur am Vorbild orientiert - mit Messer und Gabel zu essen)

wenn eine z.B. haut, was nun echt nicht geht,

„DUU, das ist aber ganz bööööse!“

mache ich
dasselbe, nur das ich noch hinzufüge, dass sie in ihr zimmer
gehen soll, wenn sie es nicht lässt.

Und wo genau ist da der Zusammenhang mit dem Hauen?

das wiederhole ich bei bedarf 3x,

Steht das so in der Gebrauchsanweisung?

haut sie immer noch, geht sie ins zimmer.

Wenn ich das Kind wäre, hätte ich so langsam auch das Bedürfnis um mich zu schlagen…

ih warte einen moment und gehe dann zu ihr.hat sie sich beruhigt,
kann sie wiederkommen, hat sie es nicht gehe ich wieder raus und
wiederhole den vorgang.

Und was genau hat das Kind dabei gelernt? Hat es verstanden, warum es niemanden hauen soll? Oder hat es gelernt, das es mit Hauen ungeahnte - wenn auch negative - Aufmerksamkeit erzielt? Und diese nur durch antrainiertes Wohlverhalten wieder ins Positive wenden kann…

Was Du da als der Weisheit letzter Schluss verkündest, ist doch nur frei flottierende Konsequenz ohne den leisesten Bezug zum Kind und der Situation, in der es sich gerade befindet. Irgendwie erinnert mich das Ganze an diese unsäglichen Supernanny-Sendungen…

Und ganz ehrlich: es ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was ich meinte.

Ich sprach davon, Kinder wie vernunftbegabte Menschen zu behandeln und nicht wie Zirkuslöwen.

Ich sprach davon, Kindern mein Handeln, meine Regeln zu ERKLÄREN, so dass sie diese auch verstehen, und nicht davon, sie bei Nichteinhaltung wegzusperren.

Natürlich ist Deine Methode in gewissem Sinne viel einfacher, denn sie erfordert auch von den Erwachsenen keinerlei Nachdenken; wenn man mit Kindern in einer offenen Gesprächskultur lebt, ist man selbst auch häufig gezwungen, sein eigenes Tun zu hinterfragen (Habe ich für diese Regel oder diese Anweisung tatsächlich einen guten Grund oder ist es nur reine Bequemlichkeit bzw. Gewohnheit?)

Und um bei dem Beispiel mit dem Hauen zu bleiben:
Du ‚trainierst‘ Deinem Kind mit sturer Konsequenz eine unerwünschte Verhaltensweise ab - und trotzdem greift das Kind immer wieder, auch und gerade Dir gegenüber, darauf zurück.
Mein Sohn ist 3, er ist temperamentvoll, und er ist willensstark. Trotzdem wird er so gut wie nie ‚handgreiflich‘ - höchstens dann, wenn er sich mit einem Gleichaltrigen streitet. In solch einer Situation kann man eingreifen und direkt erklären - nein, nicht, dass das böse sei oder das man das nicht machen dürfe - sondern: ‚Du willst doch auch nicht, dass jemand dich haut! Das macht ihm genauso weh, wie dir es weh täte‘ und gleichzeitig Hilfestellungen anbieten, wie ein Konflikt verbal gelöst werden kann. Und glaube mir - auch 3jährige können das! (Und meine Kinder haben mich absolut NIE gehauen!!!)

Noch ein letztes Wort zur vielgerühmten Konsequenz:
Natürlich sollte ein Kind lernen, dass sein Verhalten Konsequenzen nach sich zieht. Diese sollten aber, wenn ein Kind die Regeln nicht nur anwenden, sondern auch VERSTEHEN soll, in direktem Zusammenhang mit diesem Verhalten stehen. Also gerade eben kein quasi automatisiertes Wegsperren oder irgendwelche komischen stummen Stühle, sondern ganz konkret:
Wenn du trödelst - kommst Du zu spät zum Kindergarten.
Wenn du Essen auf den Boden schmeißt - putzt du es weg.
Wenn du xy haust - mag der nicht mit dir spielen.

Gruß

=^…^=
Katze
*ehrlicherschüttert*

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Habe auch drei kinder aber ich brauche rat für meine

3Jährige und 2Jährigen die den ganzen tag schreien