Was macht die pll?

hallo.

also hab ich das richtig verstanden:
ne pll im fernseher dient als frequenzvervielfacher.
die frequenz des zu empfangenden senders muß im gerät nachgebildet werden.
weil’s keine so schnellen quarze gibt, verwendet man nen vco in ner pll-schaltung.
ein schwingquarz stellt ne stabile referenzfrequenz zur verfügung.
und diese ref.frequ. wird über feste/einstellbare teiler und phasenvergleicher usw. vervielfacht, so daß der vco die gewünschte empfangsfrequenz liefert. die is dann in phase mit der quarzfrequenz und sie is ein vielfaches davon.

alles richtig? korrigiert mich bitte, wenn ich was falsch verstanden hab. danke!

gruß

michael

hallo.

also hab ich das richtig verstanden:
ne pll im fernseher dient als frequenzvervielfacher.

Nur die Tuner-PLL, die PLLs für Farbhilfsträger und Zeilenfrequenz dienen nur zur Rekontruktion einer sauberen und phasenstabilen Referenzfrequenz.

die frequenz des zu empfangenden senders muß im gerät
nachgebildet werden.

Nein, nicht die Empfangsfrequenz, sondern die Mischfrequenz zur Erzeugung der Zwischenfrequenz. Die Mischfrequenz liegt etwa 40 MHz über der Empfangsfrequenz

weil’s keine so schnellen quarze gibt, verwendet man nen vco
in ner pll-schaltung.

Das zwar auch, aber das Hauptproblem ist, daß die Mischfrequenz variabel sein muß. Das ist der Quarz eben nicht.

Jörg

danke erstmal für die schnelle antwort :smile:
wegen der verschiedenen plls… es geht mir hier eigentlich nur um die tuner-pll.
also isses richtig, wenn ich sag, die mischfrequenzen der einzelnen sender (die ca. 40mhz höher liegen als die eigentlichen frequenzen) müssen im empfänger erzeugt werden. und weil ein quarz net variabel is, baut man sich ne pll.
ja?

gruß

michael

Hallo Michael

danke erstmal für die schnelle antwort :smile:
wegen der verschiedenen plls… es geht mir hier eigentlich
nur um die tuner-pll.
also isses richtig, wenn ich sag, die mischfrequenzen der
einzelnen sender (die ca. 40mhz höher liegen als die
eigentlichen frequenzen) müssen im empfänger erzeugt werden.
und weil ein quarz net variabel is, baut man sich ne pll.
ja?

Früher hatte man im Fernseher (für VHF) die Trommelwähler, da waren 12 abgestimmte LC-Swingkreise welche dann mechanisch umgeschaltet wurden. Später ( bei UHF) hat man dann Kapazitäts-Dioden verwendet um den Schwingkreis variabel zu gestalten.
In Funkgeräten hatte man für jeden Kanal ein Quarz-Paar (einer für die Sendefrequenz und einen für den Empfang (Mischfrequenz)) und dann einfach die Quarze umgeschaltet.

Mit der PLL hast du einfach einen Quarz-Genauen Oszillator welcher ein ganzzahliges vielfaches der Quarz-Frequenz liefert, wenn dann der Teiler variabel ist ist auch die Oszillator-Frequenz entsprechend variabel.

Zur zeit der Röhren-Technik war das einfach zu Aufwendig. Pro Teiler-Stufe brauchst du 2 Trioden, also für einen 8-Bit Teiler 16 Röhren (8 Röhren wenn du eine Doppel-Triode verwendest) ein komplettes Radio kam so mit 3 bis 4 Röhren aus.
Heute ist das alles kein Problem mehr: 1 Millionen Transistoren sind Heute schon eher ein kleiner Chip.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,
nur der Vollständigkeit halber ein paar Korrekturen bzw. Ergänzungen:

Früher hatte man im Fernseher (für VHF) die Trommelwähler, da
waren 12 abgestimmte LC-Swingkreise welche dann mechanisch
umgeschaltet wurden.

Der VHF-Bereich hat nur 11 Kanäle ( 2-12)

Später ( bei UHF) hat man dann
Kapazitäts-Dioden verwendet um den Schwingkreis variabel zu
gestalten.

Aber erst viel später. Die ersten UHF-Tuner waren mit Drehkondensatoren und manchmal sogar mit „Spulen“ mit variablem Abgriff aufgebaut.

Mit der PLL hast du einfach einen Quarz-Genauen Oszillator
welcher ein ganzzahliges vielfaches der Quarz-Frequenz
liefert, wenn dann der Teiler variabel ist ist auch die
Oszillator-Frequenz entsprechend variabel.

Da man meistens ein kleineres Frequenzraster braucht, als es mit den üblichen Quarzfrequenzen möglich wäre, wird auch die Quarzfrequenz heruntergeteilt, z.B. auf 10 kHz. Die PLL kann dann im 10-kHz-Raster verstellt werden. Bei einem MW-Tuner ist das Raster natürlich noch viel kleiner.

Jörg