Was macht dieses Gedicht zu einem Gedicht?

Der Radwechsel

Ich sitze am Straßenhang.
Der Fahrer wechselt das Rad.
Ich bin nicht gern, wo ich herkomme.
Ich bin nicht gern, wo ich hinfahre.
Warum sehe ich den Radwechsel
mit Ungeduld?
(B. Brecht)

Dies ist zweifelsohne ein Gedicht. Aber an welchen Merkmalen kann ich das festmachen? Es gib keinen Reim, kein Metrum - allenfalls Stilfiguren, aber die hat ja ein „normaler“ Text auch?!

Warum ist das also ein Gedicht?
Kann das jemand in einem Satz beantworten?

Vielen Dank

Der Radwechsel
(B. Brecht)

Warum ist das also ein Gedicht?

Stichwort „gebundene Rede“: http://www.literatur-im-foyer.de/Sites/Glossar/gebun…
http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Gebundene+Rede

Gruß
Kreszenz

Einfachste Regel:
Bei einem Gedicht legt der Autor das Zeilenende fest; bei Prosa ist dem Autor egal, wann die Zeile endet. Diese Erklärung war offensichtlich in schnöder Prosa geschrieben, nun werde ich darauf mit wenigen Tastendrucksen ein Gedicht machen:

Einfachste Regel:

Bei einem Gedicht legt
der Autor das Zeilenende
fest,
bei Prosa ist dem Autor egal,
wann die Zeile endet.
Diese Erklärung war
offensichtlich
in schnöder Prosa geschrieben,
nun werde ich
darauf
mit wenigen Tastendrucksen ein Gedicht

machen.