Was macht eigentlich ein Patenonkel?

Hallo,

dies ist ein sehr wichtiges Problem!

Ein Freund und eine Freundin haben ein Kind bekommen, und ich soll Patenonkel sein.

Das ist nicht schlecht, weil das Kind soll sich ja wohl später um den Patenonkel kümmern, und die Eltern finden das auch gut.

Aber gibt es vielleicht auch Nachteile für den Patenonkel?

Neugierig,
Andreas

Huhu!

Das ist nicht schlecht, weil das Kind
soll sich ja wohl später um den
Patenonkel kümmern,

??? Also, ich will dich nicht desillusionieren, aber da habe ich so noch nie gehört!
Soweit ich weiss, soll ein Patenonkel das Kind im christlichen Sinne miterzieheen und im falle eines Todes der ELtern sich um das Kind kümmern.

und die Eltern finden das auch gut.

Was? Das das Kind nachher nicht nur seine Eltern auf dem Hals hat, sondern auch noch den Patenonkel? :wink:)))

Aber gibt es vielleicht auch Nachteile
für den Patenonkel?

Klar, es werden immer größere Geschenke als von anderen erwartet.

bye, Vanessa

Hi Andreas,
soweit ich weiß, hat der Patenonkel für das Kind zu sorgen, sollte den Eltern etwas zustoßen. Und nicht umgekehrt.
Gruß Martin

Der Patenonkel soll im Todesfall beider Elternteile als Erziehungsberechtigter das Kind im Sinne der Eltern weiter groß ziehen.
In der Realität schaut das aber so aus, dass du der bist, der das Kind mit Geld und Geschenken beschmeißen muß.
Ich habe in der Verwandschaft einen Fall, da hieß es „Du mußt auch Nichts schenken“. Jetzt heißt es am Geburtstag, bei der Einschulung ,an Weihnachten, Nikolaus, Ostern etc, dass sich der Kleine dies und das wünscht bzw „du, ich habe für dich schon ein Geschenk für den Kleinen besorgt“.
Du bist also lebenslang, v.a. am 18. Geburtstag (Auto, Führerschein), eine Melkkuh!!
Ich kenne niemanden, der seine eigentliche Aufgabe als Pate (s.o.) erfüllt hat.

Hi Andreas,
soweit ich weiß, hat der Patenonkel für
das Kind zu sorgen, sollte den Eltern
etwas zustoßen. Und nicht umgekehrt.
Gruß Martin

Hallo Andreas,
zu dieser Frage hätte ich auch noch was zu sagen:Ich machte den FEHLER einen Arbeitskollegen(mit dem ich mich sehr gut verstanden hatte) als Patenonkel für meinen „Jüngsten 17 Jahre“ zu nehmen.
Bei jeder Festlichkeit (Geburtstasg, Weihnachten u.sw.)fragte er mich was er denn schenken sollte? Irgendwann wurde mir das zu blöd, und ich antwortete : schenke ihm doch mal ein wenig Deiner ZEIT ,denn er hat keine Kinder.
Besagter Patenonkel war verblüfft, weil er seine Pflichten nur in Form von teuren Geschenken sah.
Er ging darauf ein paar mal mit seinem Patenkind schwimmen, das wars.
SO hatte ich mir das NICHT vorgestellt.
Seit längerem kommt jetzt nur noch eine Glückwunschkarte zu bestimmten Gelegenheiten.
Meiner Meinung hat er den Sinn der Patenschaft überhaupt nicht verstanden.
Sich um das Kind zu kümmern,es für etwas zu begeistern oder auch mal was mit ihm zu unternehmen.Einfach auch ein Freund, Vertrauensperson für ihn zu sein, der immer für ihn da ist, wenn es Probs gibt.
Leider war die Wahl des Patenonkels eine FEHLENTSCHEIDUNG meinerseits.
Von den tatsächlichen Aufgaben eines Patenonkels wollte ich nicht noch mal anfangen, das haben meine Vorredner genügend getan.

schenke ihm doch mal ein wenig Deiner
ZEIT ,denn er hat keine Kinder.
Besagter Patenonkel war verblüfft, weil
er seine Pflichten nur in Form von teuren
Geschenken sah.

Leider war die Wahl des Patenonkels eine
FEHLENTSCHEIDUNG meinerseits.

Hallo Agnes…
da kann ich nur sagen, den Sinn haben augenscheinlich heutzutage viele vergessen. Ich habe für meine beiden Kinder sowohl Paten aus der Familie, als auch aus dem Freundeskreis gewählt, von den vieren ist nur noch eine übrig, eine „tante“, die jetzt 65 Jhre „jung“ ist und ihren „Job“ ernst nimmt. Das sieht dann eben nicht so aus, daß nur an Feiertagen was zu hören ist. Von den anderen Paten (eine davon ist sogar meine Schwester!) haben wir nichts gehört oder gesehen… schade eigentlich, aber für mich bedeutet das, sollte ich mal gefragt werden, werde ich auch den Eltern meines patenkindes erklären, was ich eigentlich unter Patenschaft verstehe, aml sehen, ob sie mich dann noch haben wollen…

Gruß
jutta

In der Realität schaut das aber so aus,
dass du der bist, der das Kind mit Geld
und Geschenken beschmeißen muß.

das ist aber traurig, daß bei euch die Paten nur um Geld gebeten werden. Meine Patentante hat mir zwar zu den Feierlichkeiten auch etwas geschenkt, aber nicht mehr als andere, habe ich auch überhaupt nicht von ihr erwartet, wieso auch.
Ich schätze an ihr einfach, daß sie jederzeit für mich da ist, wir verstehen uns super und das ist doch eigentlich das was ein Patenonkel/eine Patentante sein sollte.

Materielle Geschenke sollen bitte wirklich nicht im Vordergrund stehen!

Grüße Majo

Ich schätze an ihr einfach, daß sie
jederzeit für mich da ist, wir verstehen
uns super und das ist doch eigentlich das
was ein Patenonkel/eine Patentante sein
sollte.

Materielle Geschenke sollen bitte
wirklich nicht im Vordergrund stehen!

So war es auch bei mir und so sollte es auch sein. Aber in der heutigen Zeit ist das eben anders.
Die Kinder werden schon mit zu viel materiellen Werten großgezogen, sodass immer mehr erwartet wird.
Bsp: der verwöhnte Sohn eines Bekannten (er verdient sehr viel Geld , aber beide Eltern nehmen sich für ihre Karriere mehr Zeit als für ihren „Unfall“) wird oft mit Geld ruhiggestellt. An Weihnachten ist er sofort auf die größten Geschenke los, ohne zu fragen, ob das seine sind. Ach ja, er ist fünf Jahre alt.

Die Kinder werden schon mit zu viel
materiellen Werten großgezogen, sodass
immer mehr erwartet wird.
Bsp: der verwöhnte Sohn eines Bekannten
(er verdient sehr viel Geld , aber beide
Eltern nehmen sich für ihre Karriere mehr
Zeit als für ihren „Unfall“) wird oft mit
Geld ruhiggestellt. An Weihnachten ist er
sofort auf die größten Geschenke los,
ohne zu fragen, ob das seine sind. Ach
ja, er ist fünf Jahre alt.

Das arme Kind, da kann man nur hoffen, daß er irgendwann einmal von alleine draufkommt, daß es wichtigeres als tolle, große Geschenke gibt.
cu Majo

Der Patenonkel soll im Todesfall beider
Elternteile als Erziehungsberechtigter
das Kind im Sinne der Eltern weiter groß
ziehen.

Deshalb sollte man sich die Paten auch nach diesen Aspekten auswählen.

Ich kenne niemanden, der seine
eigentliche Aufgabe als Pate (s.o.)
erfüllt hat.

Ich denke, hier kommt es auf die Kommunikaton zwischen Eltern und Paten an.
Wenn beiden bewußt ist und die wesentlichen Dinge VORHER geklärt werden, finde ich es sehr schön, Pate/in zu werden.
Viele Grüße
Sonja

Huhu!

??? Also, ich will dich nicht
desillusionieren, aber da habe ich so
noch nie gehört!
Soweit ich weiss, soll ein Patenonkel das
Kind im christlichen Sinne miterzieheen
und im falle eines Todes der ELtern sich
um das Kind kümmern.

bye, Vanessa

Huhu zurück, Vanessa!

Also so ist das! Ich hab´s beinahe geahnt!
Da haben mir die Eltern ja einen großen Bären aufgebunden!

Den beiden werde ich morgen jedenfalls mächtig meine Meinung posaunen!

Danke für alles

-)

Andreas

Huhu nochmal!

Also so ist das! Ich hab´s beinahe
geahnt!
Da haben mir die Eltern ja einen großen
Bären aufgebunden!

Vielleicht wussten sie es ja auch nicht besser…

Den beiden werde ich morgen jedenfalls
mächtig meine Meinung posaunen!

Naja, trotzdem ist es eine Ehre und eine Freude - durchaus. Man sollte sich nur mit den Eltern kurzschliessen, was die sich so darunter vorstellen.

Bye, Vanessa

Auch von mir ein „huhu“,

Ich schliesse mich Vanessa ganz und gar an, und ganz wichtig is der letzte Punkt in diesem Mail.

Denn ich BIN Patentante (kann aber auch sein, dass mich die Eltern in zwischen ent-patent haben) und habe NICHT mit den Eltern geklaert, was sie eigentlich von mir erwarten.

Dazu sollte ich vielleicht erwaehnen, dass ich ca 2.500 km zur Taufe reisen musste und eigentlich klar war, dass ich NICHT in der Naehe des Kindes wohnen werde. Und dann wurde von mir erwartet, dass ich mich doch bitteschoen persoenlich um das kind kuemmern soll - die Entfernung zwischen uns ist aber nur unwesentlich geringer geworden.

Naja, langer Rede kurzer Sinn: es hat dann zu einer ziemlichen Spannung in einer (wie ich immer dachte) guten Freundschaft gefuehrt, die bis heute besteht - schade.

Also ist es echt wichtig VORHER alles abzuklaeren!!!

liebe Gruesse,
Astrid

Ich hab´s geahnt! Danke, Astrid!
Andreas