Was macht eigentlich eine Profi-WaMa schneller?

Hallöchen, liebe Füchsinnen und Füchse!

Mein Freund und ich, beide neugierig aber nur begrenzt technisch versiert haben uns heute diese Frage gestellt. Vielleicht könnt ihr uns mit einer Antwort auf die Sprünge helfen?

Ich war nämlich am Freitag mit meinen Baumwollteppichen im Waschsalon, da selbige nicht nur inakzeptabel verschmutzt, sondern auch zu groß für meine heimische WaMa waren.

Dort war ich zunächst schon sicher, mein Geld zum Fenster herausgeworfen zu haben, als bei meiner vorsichtigen Wahl des 40°C-Waschgangs die Zeituhr der dortigen Profi-Maschine automatisch 20 Minuten Waschzeit anzeigte. Ich war überzeugt, dass bei einer so kurzen Waschzeit niemals ein sauberer Teppich herauskommen könnte.

Aber weit gefehlt: Die Teppiche (beige!!!) sahen (und sehen bis jetzt noch immer *g*) wieder aus wie nagelneu. Soweit so glücklich ist die Hausfrau.

Dennoch ist mir ein Rätsel, was genau nun die Industriemaschinen so viel leistungsfähiger macht. Meine heimische WaMa braucht locker ne Stunde, vielleicht sogar länger, ohne Vorwäsche (hab die Zeit nie mitgestoppt). Heizen die Profi-Maschinen vielleicht schneller auf? Oder ist die Umdrehungszahl während des Waschgangs höher?
Und wenn es doch erwiesenermassen so viel schneller geht, warum werden solche Maschinen nicht für Privatkunden angeboten? Wären die zu teuer?

Rätsel, rätsel - weiss jemand die Antwort?

Danke für eure Antworten und liebe Grüße sendet

„Luise“

Hi Luise,

Heizen die Profi-Maschinen vielleicht schneller auf?

Ja.

Oder ist die Umdrehungszahl während des Waschgangs höher?

Auch.
Außerdem machen sie keine so langen Pausen zwischen dem Rechtsrum und dem Linksrum.

Die Wäsche wird halt mechanisch stärker strapaziert als in einer Haushaltswaschmaschine, außerdem kostet das schnellere Aufheizen und das häufigere Hin&Her viel Strom und strapaziert die Maschine auch mehr.

Gruß
BT

Hallo,

Die Wäsche wird halt mechanisch stärker strapaziert als in
einer Haushaltswaschmaschine,

stimmt möglicherweise

außerdem kostet das schnellere

Aufheizen

stimmt nicht! Entscheidend ist nicht die Dauer des Aufheizens sondern die Menge Wasser die aufgeheizt werden muss und die Temperatur. Hinzu kommt der Wärmeverlust, der aber bei kurzer Waschzeit entsprechend geringer ist.

und das häufigere Hin&Her

fragt sich, ob es häufiger ist. Pro Zeiteinheit mag das stimmen. Da aber die Waschdauer entsprechend kurz ist, muss das Gesamt-Hin-Und_Her nicht mehr sein.

viel Strom und strapaziert
die Maschine auch mehr.

s.o.

Gruß, Niels

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Hallo Niels,

außerdem kostet das schnellere Aufheizen

stimmt nicht!

natürlich hast du Recht, die Energiemenge (=Arbeit), die gebraucht wird um 100 Liter Wasser von 10°C auf 60°C zu bringen ist natürlich immer gleich, aber die Leistung (=Arbeit/Zeit) ist bei schnellerem Aufheizen größer.
Eine Haushaltswaschmaschine hat normalerweise nicht mehr als 2 kW Heizung, eine Industriewaschmaschine kann das Doppelte und Dreifache davon für das Heizen ziehen, die sind ja auch meist mit Drehstrom angeschlossen.

und das häufigere Hin&Her

Da die Waschdauer entsprechend kurz ist,

ist das Gesamt-Hin-und-Her nicht viel mehr.
Es strapaziert die Wäsche aber mehr, wenn sie pausenlos hin und her gedreht wird, als wenn sie sich zwischen den Richtungswechseln ausruhen kann :wink:

Gruß
BT