Was macht einen guten Anwalt aus ?

Hi…

Mich würde mal gerne interessieren,welche Faktoren denn einen wirklich guten, und auch (finanziell) erfolgreichen Rechtsanwalt ausmachen. Habe heute erst von einem Urteil des EuropäischeN Gerichtshofes gelesen, womit festgelegt wurde, daß auch Anwälte dem Europäischen Wettberwerbsrecht unterliegen, sie also demnächst auch öffentlich Werbung für sich machen können. Was glaubt ihr denn, welche „Zusatzqualifikation“ in Form von Marketing für den „erfolgreichen Anwalt“ dazukommen müssen ??

Gruß tayne

Kam heute im Fernsehen, was eine guten Anwalt ausmacht! Der interviewte Prof meinte, dass man schon anhang der Abi-Noten erkennen kann, ob man ein guter Anwalt wird, indem man die Noten „Deutsch“, „Mathe“ und „1. Fremdsprache bevorzugt Latein“ zusammenrechnet!

Vorraussetzung waren u.a.:
gutes Sprechen, Reden können
Abstraktes Denken

Gruß
Falke

Kam heute im Fernsehen, was eine guten Anwalt ausmacht! Der
interviewte Prof meinte, dass man schon anhang der Abi-Noten
erkennen kann, ob man ein guter Anwalt wird, indem man die
Noten „Deutsch“, „Mathe“ und „1. Fremdsprache bevorzugt
Latein“ zusammenrechnet!

Vorraussetzung waren u.a.:
gutes Sprechen, Reden können
Abstraktes Denken

Wer gut ist in Deutsch, kann gut reden? Was’n das für’n Blödsinn?

und lesen sollte er können, denn es sind zwei verschiedene punkte 1. gutes Sprechen 2. reden können .

dort steht nicht gut reden können weil er gut spricht.

vielleicht sollte man den anwalt den pisa-test machen lassen :wink:

winkel

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Hallo Tayne,

ich denke, das Wichtigste bei einem Anwalt ist die Klientenbetreuung, wie in jedem Servicebetrieb auch. Die Gesetze sind - gerade bei Standardfällen wie zb. dem meinen, wo es um Unterhalt ging - für alle gleich, und zumindest in meinem Fall kam es hauptsächlich auf den Gutachter an. Ein paar Tips zum richtigen Verhalten vor Gericht sind zwar in Ordnung, aber das sollte nach einem Jurastudium und ein bißchen Berufspraxis hoffentlich jeder können.

Ich war mit meiner Rechtsanwältin überhaupt nicht zufrieden, weil sie nie zurückgerufen hat, wenn ich eine Frage hatte (und das war selten), mich immer schnell-schnell abgespeist hat und eindeutig keine Lust auf meinen Fall hatte. Sie hat weder mir noch meiner Mutter die komplizierten Verhältnisse erklärt, sondern immer nur Briefe, die ich trotz BWL-Studiums nicht verstehen konnte, wortlos weitergeleitet.

Die Krönung war dann, daß sie sich bei mir um 300€ verrechnet hat, die ich jetzt abschreiben kann. Als ich sie dann darauf hingewiesen habe, hat sie mir eine vollkommen unausgegorene Erklärung geschickt, bei der sie sich wieder verrechnet hat. Bei meiner Mutter ging es sogar um 4000€. Dreisterweise forderte sie dann sogar noch eine Nachzahlung, da sie angeblich Mehraufwand hatte - wir haben nichts dergleichen unterschrieben, und bei einem Riesenfall wie dem unseren springen für sie ohnehin schon 40.000€ raus.

Dieses Beispiel soll nur zeigen: Der Richter entscheidet. Der Anwalt ist nur dazu da, Dir klarzumachen, was Du eigentlich da machst und welche Möglichkeiten bestehen, ein bißchen wie ein Fitneßtrainer, der Dir Übungen zeigt. Ein guter Service ist da einfach zentral wichtig. Das haben aber anscheinend noch nicht alle Anwälte erkannt.

ciao,
erik

Moin moin,

die beste Werbung sind (leider) spektakuläre Fälle. In einer Zeitschrift habe ich gelesen, dass eine gute Schulung des amerikanischen Systems der Film „Zivilprozess“ ist.

Wenn es um die Qualität geht, ist ein gesundes Mittelmaß zwischen einem Anwalt mit einem (sehr) guten Back-Office und einem Anwalt, der den jeweiligen Fall ernst nimmt, die beste Lösung.

Die in manchen Anwaltsfilmen beschriebene rhetorische Fähigkeit wird bei Standardfällen dann doch überbewertet, schließlich gibt es im normalen Leben keine Schwurgerichtsfälle.

Die Recherche kann manchmal sehr wichtig sein, daher der Hinweis auf das Backoffice.

Dieses nur als (amateurhafte) persönliche Meinung.

Gruß

ALex

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