Was macht FDP nach Wahldesaster?

Hallo liebe Experten!
Nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern hat die FDP mal wieder ein richtiges Wahldesaster erlebt. Es sollte innerhalb der FDP Konsequenzen geben. Was macht denn nun die FDP nach dem Wahldesaster bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern? Danke für ihre Hilfe.

Die FDP könnte sich auch jetzt noch aktiv dafür einsetzen, dass die NPD in den neuen Landtag nicht mit 5, sondern mit 4 Abgeordneten einzieht:
Nach dem vorläufigen Ergebnis vom Sonntag geht nämlich der 71. und letzte Sitz an die NPD.
Die NPD hat rechnerisch (nach Hare-Niemeyer) Anspruch auf 4.63 Sitze. Die GRÜNEN haben Anspruch auf 6.52 Sitze; sie würden also den 7. Sitz ganz knapp verpassen.
2006 hatte die FDP auf Rügen mehr als 10% der Zweitstimmen. Wenn sie ihre damaligen Wähler jetzt auffordern würde, bei der Nachwahl am 18. September mit der Zweitstimme GRÜN zu wählen, dann könnte der grüne Anspruch auf den 71. Sitz größer werden als der der NPD, und die NPD würde auf 4 Abgeordnete zurückfallen.

Viele Grüße
Armin Roether

Hallo,
ich bin nicht befugt für die FDP zu sprechen. Meine persönliche Meinung kann ich gerne kundtun. Wohl gesagt ist das meine eigene Meinung.
In dieser Partei ich schon über 40 Jahre lang Mitglied. Ich habe schon viele Vorstände kommen und gehen sehen. Leute wie Lambsdorff, Genscher und Karl Hermann Flach waren und sind Liberale. Westerwelle nicht.
Dazu gehört meine persönliche Philosophie über diese Partei.
Für mich ist die FDP eine Gemeinschaft von starken Individualisten, die sich in dieser Partei nur zusammenfinden und versuchen, durch ihre Mitgliedschaft in dieser Partei etwas gemeinsam zu bewegen, weil sie alleine hoffnungslos verloren und zur Bewegungslosigkeit verdammt sind. Der Glaube an die Freiheit des Menschen und an die Realisierbarkeit der Reduzierung der ausufernden staatlichen Regulierungen des Zusammenlebens ist die Gemeinsamkeit der Liberalen die sie nach meiner Ansicht zusammenschweißt.
Dass der Westerwelle so langer Vorsitzender war, hat mich schon gewundert.
Zu Beginn versuchte er die Partei umzubauen und von oben nach unten zu gestalten.
Das lassen sich die Liberalen nicht gefallen.
Wenn ich jemanden brauche, der mir sagt, was ich denken und äußern darf, dann kann ich gleich in die CDU, SPD, Grüne, Linke oder die NPD eintreten. In der FDP bin ich dann am verkehrten Platz.
Der Bodensatz der liberalen Freunde beträgt um die 5 %. Dort sind wir seit Jahrzehnten angesiedelt und auch wieder gelandet, in Mecklenburg-Vorpommern sogar noch tiefer.
Leider kommen in der Partei immer mehr Karrieristen an und versuchen sich als Vordenker und Führungspersonal und erwarten, dass die Mitglieder ihnen wie dumme Schafe folgen.
Liberale machen das nicht mit und wählen dann lieber nicht.
Ich sympathisierte auch nicht unbedingt mit der hessischen Vorsitzenden Ruth Wagner. Liberal war sie trotzdem. Als der Koch in Hessen die absolute Mehrheit erhielt und trotzdem der Ruth Wagner eine Koalition anbot, schlug sie zu Recht dieses Angebot aus, weil er sowieso die absolute Mehrheit hatte. Das war ein liberales Element. Westerwelle hätte erst einmal nach seinem Posten geschielt und dann erst eine Entscheidung getroffen.
Das was der neue Vorstand begreifen muss, liegt in den alten Slogans:

Der Mensch geht vor.

Schneidet die alten Zöpfe ab.

Freiheit dem Motorsport.

Wie bereits anfangs gesagt, das ist alles meine persönliche Meinung.
Für die offizielle Meinung gibt es den Bundespressesprecher.

Mit liberalen Grüßen Hans-Gert Goltz

zunächst folgendes:

Ich habe meine Mitgliedschaft in der FDP bereits vor einem Jahr beendet. Daher ist Deine Frage nicht mehr an ein FDP-Mitglied gerichtet.

Was die FDP nun machen soll?

Jede Antwort hierauf kann nur die Partei geben, ich jedenfalls nicht. Ich könnte nur meine eigene Meinuung kund tun, die wohl aber nicht gefragt ist.

Beste Grüße
Erhard

Die FDP führt derzeit eine Grundsatzdebatte mit dem Arbeitstitel „Chancen für morgen“ an der sich die Parteibasis, aber auch interessierte Teile der Bevölkerung beteiligen können. Die FDP-Bundestagsfraktion hat kürzlich in der zwölf Punkte umfassenden „Bensberger Erklärung“ ihren politischen Kurs für die verbleibende Legislaturperiode veröffentlicht.
Ich persönlich finde es wichtig, dass die FDP künftig wieder mehr liberales Lebensgefühl vermittelt und die damit verbundenen Grundwerte wie den Schutz des Privaten, die Freiheit des Bildungswesens, die Gleichheit der Bürger vor dem Rechtsstaat und echte Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben stärker ins Zentrum ihrer Politik rückt und auch danach handelt.

Viele Grüße

Daniel Häberle
Baden-Württemberg

Hallo KeiRe,

es gibt 2 Möglichkeiten: Die FDP macht noch radikaler Politik für Ihre Kleintel(Selbständige, Arzte, Manager, um somit die eigene Wählerklientel an sich zu binden.
Oder sie erweitert ihre Wählerklientel und setzt sich von der marktradikalen Politik ab.
Das sind m.M. nach die einzigen Möglichkeiten. Personalquerelen werden das Problem nicht lösen.
Bis zur Bundestagswahl ist es noch lange hin und man kann davon ausgehen, dass sie dann wieder ins Parlament einziehen. Landtagswahlen sind keine Bundestagswahlen.
Ob das allderdings wünschenswert ist, hängt vom Betrachter ab.

Gruß Uwe