Handypfand oder Handytonne? 83 Millionen Althandys werden aufbewahrt in den deutschen Haushalten. Mit der Einführung von Handy-Tonnen könnte sich ähnlich wie bei Batterien die Rückgabequote erhöhen lassen. Die andere Alternative ist das sogenannte Handypfand, bei dem der Verbraucher künftig zehn Euro Pfand bezahlen soll. Das wäre ein Anreiz, damit die Geräte zurückgegeben und die Ressourcen geschont werden. Was macht ihr mit euren alten Handys?
Handy-Pfand: Ist ungefähr so unsinnig wie das Plastikflaschen-Pfand. Gewollt war, dass mehr Mehrwegflaschen gekauft werden. Erreicht wurde, dass sich die Rücknahmestellen teure Automaten zulegen mussten und die Verbraucher Zeit dafür aufwenden müssen, Flaschen zurück zu bringen, die dann von den Maschinen zerquetscht werden. Ergebnis: Ein gewaltiger volkswirtschaftlicher Schaden. Bei Handypfand wäre das analog im kleineren Rahmen.
Handy-Tonnen: Letztlich handelt es sich doch um Elektronik-Schrott. Dafür gibt es einen Verwertungsprozess. Wollen wir jetzt Tonnen aufstellen für Radios, Fernseher, Computer, Handys, Waschmaschinen, Küchenmixer, Kaffeevollautomaten usw.?
Meine alten Geräte verschenke ich an Freunde und Verwandte oder verkaufe sie über Zonzoo bzw. ebay.
Jede Kommune muss entsprechend dem Abfallgesetz eine Sammelstelle für Elektroschrott haben. Dort können auch alte Handys abgegeben werden. Soweit mir bekannt ist, nehmen auch die Handy-Geschäfte alte Handys zurück, ebenfalls kostenlos.
Ich verkaufe meine alten Handys an eine Edelmetall-Recyclingfirma. Die steht unter der Umweltauflage und es gibt noch Geld dafür. Wer das nicht tun will sollte sein Handy ruhig zu mir schicken: ich verdiene gerne was.
Liebe Galileo-Redaktion
Bei uns Im Iran gibt es momentan keine einheitliche Regelung zur Sammlung und wiederverwertung von Handys. Deshalb werden Millionen Althandys auch hier in den Haushalten aufbewahrt.
Ich bin selber fuer die Einführung von Handy-Tonnen in Deutschland, ähnlich wie bei Batterien. Die sogenannte Handypfand finde ich sehr aufwendig,
Mit freundlichen Gruessen aus Teheran
Vahid
Da es bisher keinen echten Datenshredder gibt wie ActiveKillDisk für Festplatten liegen die Dinger bei mir zu Hause noch rum, derzeit sind es fast 30. Klar, gerne würde ich Einiges davon entsorgen, wenn mir jemand zweifelsfrei eine Garantie geben kann, am besten durch einen Open-Source-Dienstleister, dass alle Datenspuren restlos entfernt wurden.
Das ist das Eigentliche, was mich daran hindert, die Dinger einfach in die Tonne zu werfen, welche es bei uns noch gar nicht gibt. Und ein Handypfand find ich lächerlich, da mir ja nur der blanke Materialwert ersetzt wird, aber nicht meine evtl. wiederherstellbaren Daten darauf!
es ist von Grundweg falsch ein Pfandsystem aufzubauen, um den Rücklauf der Handys zu organisieren. Die alten Jäger und Sammler Leidenschaft ist bei Handys ziemlich groß und da sie bequem in eine Schublade passen, werden sie meist gehortet.
Ich selber habe meine Handys beim Rücknahmesystem von T-Mobil/Vodafone eingeschickt. Zu meiner Zeit bekam man eine 5€ Gutschrift. Ich denke dieses Prinzip macht am meisten Sinn. Einen Rabatt auf den neuen Vertrag / Handy, wenn man ein Altes mit abgibt, bei allen die Handys vertreiben, den gleichen Betrag.