Was macht man bei Schikane durch den Nachbarn?

Im Zuge einer Parzellenaufteilung 1984 wurden grundbuchamtlich Grenzen festgelegt mit den Baulasten, daß Versorgungsleitungen und Zuwegungen frei zu halten sind. Da das gesamte Grundstück mit seinen Bebauungen im familiären Besitz waren, gab es keinerlei Probleme.
Nachdem jedoch eine Parzelle nach einem Todesfall verkauft wurde, fingen die Probleme an.
Unter Zeugen wurden ein ca. 4 m breiter Streifen Land hinter einer Werkstatt der Nutzung des Wohnhauses auf der anderen Parzelle überlassen. (Da dieser Streifen schon immer vom Wohnhaus genutzt wurde). Mit der ausdrücklichen Zustimmung des Eigentümers wurde der Streifen begrünt, ein Weg angelegt, über Jahre gepflegt, ein stabiler Holzzaun gesetzt, der das gesamte Grundstück des Wohnhauses umgibt (wir haben eine Hund). (d.h. dieser Holzzaun steht nicht auf der Grenze der Parzelle sondern in der Flucht des Wohnhauses und quert damit die Parzellengrenze. Es stehen also ca. 4 m Zaun auf der anderen Parzelle.)

Heute stürmt nun der Sohn des Eigentümers über den Zaun und sägt die Bäume ab etc. Ohne Vorankündigung, ohne ein Wort, eine Information.

Es wurde immer gesagt und es dem Eigentümer auch schriftlich gegeben, daß das Eigentum nie angezweifelt wurde und er es uns bitte mitteilt, wenn er die Nutzung selbst haben möchte. Allerdings wäre dann eine Kostenbeteiligung / Übernahme für die notwendigen Umbauten (Parkplatz auf Rasenpflasterstein, Zaun, Hecke,…) angebracht (denn das alles ist ja mit seiner ausdrücklichen Zustimmung erfolgt und über mehr als 20 Jahre von den Nutzern gehegt und gepflegt worden!) Durch die Versorgungsanlagen in diesem besagten Streifen, kann dieser weder bebaut noch direkt auf der Grenze ein Zaun gezogen werden.

Nun hat der Eigentümers heute ohne Ankündigung, ohne jegliche Mitteilung den Zaun überquert und alle Bäume und Koniferen abgesägt. Was man eigentlich will, ist nicht bekannt - jedoch ist das nicht die erste Attacke. Bereits 2006 und 2008 hat es Schriftverkehr diesbezüglich gegeben - und immer wurde von den Nutzern um Information, Lösung des Konfliktes und Kostenklärung gebeten. Doch der Eigentümer hat sich nicht mehr gemeldet, man hat 2 Jahre lang nichts von der Angelegenheit gehört. Heute kam dann aus heiterem Himmel zu dieser Baumfällaktion.

Man nuß vielleicht dazu sagen, daß dieser Eigentümer sich ohnehin gerne über alle Regeln und Baulasten hinwegsetzt - so hat er z.B. die Abwasser-Schächte verschlossen,…

Was können wir tun, damit diese Attacken, die augenscheinlich nur Schikane seinen sollen, endlich mal ein Ende finden?

Was können wir tun, damit diese Attacken, die augenscheinlich
nur Schikane seinen sollen, endlich mal ein Ende finden?

Was IHR tun könnt kann man hier nicht sagen.
MAN könnte jedoch, je nachdem in welchem Bundsesland MAN wohnt,

  1. den Schiedsmann/Die Schiedsfrau anrufen und um Klärung ersuchen.
    In den Bundesländern sind die nachbarrechtlichen Bestimmungen zwar ähnlich, aber nicht grundsätzlich gleich.
    Die Anrufung einer Schiedstelle ist in erster Linie kostengünstiger als ein Gericht und bringt. u.U. eine bessere Lösung, weil sich beide Parteien einigen. Die Kosten betragen 10 Euro, oder 20 Euro bei schwierigen Fällen, plus Schreibgebühren und Porto.
    Kommt keine Einigung zu Stande kann MAN immer noch zum Gericht gehen und klagen. Aber dabei wird einer immer der Verlierer sein. BEi einer Einigung vor der Schiedstelle sind beide keine Verlierer.

Ansonsten bleibt nur zu sagen, Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

Ich hoffe gehelft haben zu können.

Jonny Walker der III.
nicht zu verwechseln mit Johnny Walker.

faq:1129 (owt)