Was macht man wenn man krank ist und keiner hilft?

Hallo!
Ich fühle mich nun schon seit 10 Monaten krank, manchmal totkrank. Manchmal habe ich mir schon gewünscht, ich würde sterben, einmal ging es mir monatelang so schlecht, dass ich dann auch ernthaft überlegt habe, mich umzubringen. Diese Gedanken nehmen irgendwie zu, je weiter meine Krankheit fortschreitet. Dummerweise nehmen diese Gedanken zu, je öfters ich zum Arzt gehe. Ich falle dann jedesmal in ein tiefes Loch, wenn ich zum Arzt gehe, dieser nichts findet und ich dann wieder genauso alleine und hilflos dastehe. Vorallem will mich auch mittlerweile kein Arzt mehr haben. Manchmal geht es mir dann aber wieder sehr gut. Das ist so ein blöder Kreislauf, vorallem, weiss ich nicht an wen ich mich denn mit diesem Problem wenden kann. An einen Arzt ja logischerweise nicht. Bei einer Beratungsstelle war ich auch schon deswegen, aber die waren auch nur der Meinung, dass ich eben krank bin und daher in die Hände eines Arztes gehöre. Folglich ging es mir nach ein paar Terminen bei dieser Beratungsstelle noch schlechter als vorher.
Eigentlich war ich schon bei allen möglichen Ärzten und Kliniken, aber niemand hat herrausgefunden, was ich habe.
Die normalen Ärzte finden nichts, meinen das ist alles psychisch bedingt und schicken mich zu Psychiatern. Die Psychiater meinen dann wiederrum, dass mit mir psychisch alles in bester Ordnung sei und meine Symptome von einer Krankheit kommen und schicken mich zurück.

Mittlerweile möchte ich also zu gar keinem Arzt mehr gehen. Nur weiss ich nicht, was ich denn tun kann, damit diese Gedanken verschwinden. Eigentlich habe ich mich ja damit abgefunden, dass ich eben krank bin und nicht mehr gesund werde.
Aber wenn man krank ist und keine Krankheit vorweisen kann, dann ist das ja alles mist.

Jedenfalls weiss ich nicht wie es jetzt weiter gehen soll. Normalerweise würde ich ja sagen, es ist verständindlich, dass ich den Wunsch nach einer Erlösung habe, aber andererseits ist da immer dieser Konflikt, dass ich vielleicht doch noch irgendwann plötzlich wieder gesund werde. Versteht ihr?

Gibt es denn irgendwelche Stellen an die ich mich wenden könnte? Hat da jemand Erfahrungen mit? Kanntet ihr Leute denen es ähnlich ergangen ist?

Liebe Grüsse

Man muss nur zum richtigen Facharzt gehen
Hi

Das ist so ein blöder Kreislauf,
vorallem, weiss ich nicht an wen ich mich denn mit diesem
Problem wenden kann. An einen Arzt ja logischerweise nicht.

Wieso „logischerweise“ ? Es gibt doch für jede Krankheit eine Fachrichtung. Wieso hast Du Dich bisher nicht an die zuständige Fachrichtung gewendet? Es wäre der Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.
Wenn Du nicht mehr richtig sehenh kannst, gehst Du doch auchz ncht zum Hals-Nasen-Ohrenarzt, oder?
Gruß,
Branden

Naja ich denke nicht, dass es mir helfen wird, wenn ich nochmal zum Arzt gehe, bislang konnte mir ja kein Arzt helfen. Nachher sperrt man mich noch in die Psychiatrie ein.
Tja, ich kann mich nicht einfach an die richtige Fachrichtung wenden, wenn ich doch schon bei allen Fachrichtungen war und mir keiner helfen konnte. Mein Psychiater meint, ich müsste nochmal zu einem speziellen Immunologen und Virologen, aber die finden auch wieder nichts.
Jetzt müsste ich mich mit meinen Todesgedanken ja an meinen Psychiater wenden, aber ich habe eben Angst, dass man mich dann in die Psychiatrie sperrt, außerdem sucht mein Psychiater ja schon nach Spezialisten, aber er hat auch nur Verdachtsdiagnosen, welche sicher wieder nicht zutreffen werden. Wie so oft eben. Er sieht das ja auch so, dass man dringend was gegen meinen körperlichen Zustand machen muss, aber er ist eben nur Psychiater.

Der beste Facharzt nützt einem ja auch nichts, wenn man nicht weiss, in welche Fachrichtung die Beschwerden einzuordnen sind. Meine kann man jedenfalls in alle Fachrichtungen einordnen.

Hallo!

Der beste Facharzt nützt einem ja auch nichts, wenn man nicht
weiss, in welche Fachrichtung die Beschwerden einzuordnen
sind. Meine kann man jedenfalls in alle Fachrichtungen
einordnen.

Ein psychologischer Psychotherapeuth (mit Kassenzulassung) könnte ebenfalls eine Alternative sein. Egal ob Du somatisch was hast oder nicht - wenn parallel Sorgen und Lebensunlust besteht, dann muss das auch (oder vor allem?) behandelt werden.

Lieben Gruß
Patrick

Hallo!
Ich fühle mich nun schon seit 10 Monaten krank, manchmal
totkrank. Manchmal habe ich mir schon gewünscht, ich würde
sterben, einmal ging es mir monatelang so schlecht, dass ich
dann auch ernthaft überlegt habe, mich umzubringen. Diese
Gedanken nehmen irgendwie zu, je weiter meine Krankheit
fortschreitet. Dummerweise nehmen diese Gedanken zu, je öfters
ich zum Arzt gehe.

Hallo,
Mit Interesse und Mitgefühl habe ich Deine Mail gelesen. Du leidest an einer ernst zu nehmender Depression. Hier gibt es ein gutes Mittel:
glaube an Dich und denke immer: Ich bin gut, so wie ich bin !!
Die andere Möglichkeit ist : lasse Deinen Serotonin/Dopamin Pegel messen und dann sind entsprechende Medis angesagt !!
Kopf hoch und ich fühle mit : harta

Naja da sehe ich jetzt keinen Unterschied zu meinen Psychiater. Ob ich nun zum Psychotherapeuten gehe oder zu meinem Psychiater, der natürlich auch Psychotherapeut ist. Außerdem kann ein Psychotherapeut auch nichts gegen meine Schmerzen, ständiges Fieber, plötzlichen Nierenversagen, etc. tun.
Ich brauche keinen Trottel, der sich noch nie in meiner Situation befand und mir ständig sagt, dass ich mich nicht so anstellen soll, mein Leben so akzeptieren soll, etc. Es ist vollkommen normal, dass man in meiner Situation Sorgen hat. Von einer Lebensunlust kann ja so keine Rede sein, ich würde ja gerne wieder leben können, aber mit meinen Schmerzen, plötzlichen Einschlafattacken, ständigen Epileptischen Anfällen, Fieber, etc. geht das nunmal nicht.

Ich kann ja auch schlecht zum psychologischen Psychotherapeuten gehen und sagen „Passens mal auf, mir geht es total dreckig, ich war bei 3 Psychiatern, die mich alle für psychisch total gesund gehalten haben, zur Zeit bin ich seit 3 Monaten in einer Psychiatrie mit psychosomatischem Schwerpunkt, auch da hat man keinen Hinweis auf eine psychische Erkrankung gefunden, aber vielleicht finden Sie ja was bei mir“???

Ich meine klar, wenn ich noch 100 Psychiater aufsuche, dann findet auch irgendwann einer was.

Hallo,

Ali, bist Du’s?

Gruß

=^…^=
Katze

Hallo,

dass die Beschwerdensituation so aussieht, konnte ich ja nicht ahnen.

Aber vielleicht ist auch nicht der Psychiater, sondern der Neurologe hierbei:

ständigen Epileptischen Anfällen

die richtige Anlaufstelle. Ist denn schon Bildgebung vom Schädel gemacht worden? EEG im Provokationsverfahren? Da muss doch was zu finden sein?

Wie gesagt, der Therapeut (egal ob Psychologe oder Facharzt für Psychotherapie) kann auch etwas an den Umständen versuchen zu ändern. Gerade bei Schmerz sind Verhaltensstrategien hilfreich. Davon gehen die Ursachen zwar nicht weg, aber der Schmerz kann gemindert werden. Und es sollte vermieden werden, dass sich ein SChmerzgedächtnis ausbilden kann.

Lieben Gruß
Patrick

Hallo,

da du dich ja selbst als CFS verdächtig benennst, kennst du vielleicht diese Seite schon.

http://www.cfs-board.info/index.html

Wenn nicht hilft sie dir vielleicht etwas weiter. Verlinkt ist auch ein Forum in dem sich betroffene Austauschen.

Eventuell kommt bei dir auch Fibromyalgie in Frage.

Ich muss jedoch hinzufügen, dass ich der Meinung bin, dass diese Krankheiten einen psychischen Ursprung haben. Ich für meinen Teil denke, dass du bei einem Psychologen oder Psychiater momentan sehr gut aufgehoben bist. Hast du deinem Psychiater WIRKLICH IN ALLEN EINZELHEITEN beschrieben wie es um dich steht? Hast du von deiner Lebensunlust und deinen Selbstmordgedanken erzählt? Falls JA, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Psychiater sagt „Nein, bei mir sind sie nicht richtig aufgehoben, gehen sie zu einem Arzt.“ Fall NEIN, solltest du das unbedingt tun, damit er sich ein gesamtes Bild von dir machen kann und an dieser Stelle bei dir ansetzen kann. Ich denke das ist sehr wichtig.

Gruß

Samira

Hi,

bislang konnte mir ja kein Arzt helfen.
Nachher sperrt man mich noch in die Psychiatrie ein.

Spätestens seit der Psychiatrie-Enquete kann man niemand gegen seinen Willen länger als 24 Stunden in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung einsperren. Dann kömmt der Amtsrichter und guckt sich das

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Hallo!
Naja ich weiss nicht ob es möglich ist, jemanden in allen Einzelheiten zu beschreiben wie es mir geht. Aber mein Psychiater weiss davon, dass es mir so dreckig geht, dass ich das nicht mehr lange mit machen will.
Konkrete Selbstmordgedanken habe ich ja nicht und eine Lebensunlust wie gesagt auch nicht.
Grüsse

Hallo!
Ja es wurde alles untersucht. Heute hat man zusätzlich noch Herzprobleme und eine Schlafapnoe festgestellt, obwohl mein Herz vor ein paar Monaten noch in bester Ordnung war.
Zum Verzweifeln ist das,…
Grüsse

Konkrete Selbstmordgedanken habe ich ja nicht und eine
Lebensunlust wie gesagt auch nicht.
Grüsse

Ach nein? Und warum schreibst du in deinem Ausgangsposting dann das hier:

„Manchmal habe ich mir schon gewünscht, ich würde sterben, einmal ging es mir monatelang so schlecht, dass ich dann auch ernthaft überlegt habe, mich umzubringen. Diese Gedanken nehmen irgendwie zu, je weiter meine Krankheit fortschreitet“

Das hört sich für mich nach Selbstmordgedanken an und nach einer verstärkten Lebensunlust. Wenn du das deinem Psychiater genauso geschildert hast, wird er dich weiter behandeln. Was meiner Meinung nach im Moment das einzig richtige wäre.

Gruß

Samira

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Bist Du spirituell?
Vielleicht solltest Du mal damit versuchen, Deine Spiritualität zu entdecken? Man sagt, dass ein Mensch sich in jeder Situation selbst heilen kann - folglich, wenn ein Mensch an einer unheilbaren Krankheit erkrankt, ist er selbst der einzige, der sich noch heilen kann.

Als Einstieg würde ich diesen Film hier empfehlen:
http://www.thesecret.tv

Naja, ich möchte ja eigentlich weiter leben, aber anscheinend sieht der Herr da oben das anders. Bei meinem Psychiater bin ich ja in Behandlung, aber ich kriege da alle 6 Wochen mal einen Termin und dazwischen schickt er mich immer zu irgendwelchen Ärzten, obwohl das ja auch nichts bringt. Aber er ist eben der festen Überzeugung, dass ich eine ernste Krankheit habe.

Naja, ganz einen an der Waffel habe ich ja zum Glück noch nicht.

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