Ein anderer Aspekt
Wenn es tatsächlich möglich wäre, daß wir Menschen Maschinen bzw. Kreaturen erschaffen könnten, die unsere Intelligenz übertreffen, dann wäre es dann ja genauso gut möglich, daß diese „Übermenschen“ wiederhin intelligentere Wesen kreieren. Und dieses Spielchen kann so immer weiter gehen; Aber was ist dann?
Was meint ihr?
mfg!
BStefan
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Rechenleistung ist ja nur ein Beispiel dafür, was heute schon möglich ist. Ich sehe jedenfalls prinzipiell keinen Grund, warum eine Maschine irgendwann nicht auch intelligenter sein sollte als ein Mensch. Vieleicht bilden Maschinen im Rahmen der Evolution ja sogar die Nachkommen der Menschen und verdrängen diesen, genau wie er seine Urformen auch verdrängt hat. Maschinen sind vieleicht auch viel besser dazu geeignet, den Weltraum zu erobern. Diese Maschinen werden das in Zukunft sicher als einen natürlichen Prozess betrachten und sicher nichts schlimmes dabei empfinden.
Jörg
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Wenn es tatsächlich möglich wäre, daß wir Menschen Maschinen
bzw. Kreaturen erschaffen könnten, die unsere Intelligenz
übertreffen, dann wäre es dann ja genauso gut möglich, daß
diese „Übermenschen“ wiederhin intelligentere Wesen kreieren.
Und dieses Spielchen kann so immer weiter gehen; Aber was ist
dann?
Was meint ihr?
mfg!
BStefan
Das Spielchen wird, vermutlich mit temporären Rückschlägen, noch etwa 5 Milliarden Jahre auf der Erde so weitergehen. Da ist ja auch genug Zeit, andere gemütliche Plätzchen im Universum zu finden. Wenn man bedenkt, das der Prozess der Intelligenzbildung vom Affen zum Menschen erst höchstens ein paar millionen Jahre gedauert hat, kann man in dieser Zeit ja noch einiges erwarten.
Wie gesagt, das ist eine Frage der Weltanschauung.
Wenn Du der Ansicht bist, dass der Mensch so etwas wie eine
„Seele“ besitzt und diese ihn zu Kreativitaet und Denken
befaehigt, dann sieht es fuer die Maschinen finster aus
(denn wer von uns Menschen hat eine Ahnung, wie man einem
Blechknaul eine „Seele“ einhaucht).
Wenn man allerdings eingefleischter Materialist ist und er
Meinung, dass alles Gefühl, alle Kreativitaet und alles Denken
Enzymgesteuert oder durch elektrische Prozesse im Nervensystem
hervorgerufehn wird, dann koennte man Maschinen soweit bringen,
dass sie uns eines Tages fuer „Tierversuche“ verwenden werden.
Ich finde es jedoch bemerkenswert, dass man von kuenstlicher
Intelligenz schon seit bestehen der ersten Computer mit heller
Begeisterung spricht. Und trotzdem, nach fast zwei Dekaden,
nach einem Boom der Computerbranche, den sicher niemand erwartet
hat, nach Experimentieren mit Fuzzy-Logic und neuronalen Netzen,
ist es nicht gelungen, auch nur ansatzweise menschliche
Intelligenz (im Sinne von Gefühl, Kreativitaet und Denken)
per Rechner zu simulieren. Noch immer sind alles „simple“
Algorithmen.
Wenn es tatsächlich möglich wäre, daß wir Menschen Maschinen
bzw. Kreaturen erschaffen könnten, die unsere Intelligenz
übertreffen, dann wäre es dann ja genauso gut möglich, daß
diese „Übermenschen“ wiederhin intelligentere Wesen kreieren.
Und dieses Spielchen kann so immer weiter gehen;
Wenn die Menscheit sich nicht vorher selbst vernichtet wird das mit großer Sicherheit passieren. Zwar dürften wir die Handlungen der von uns geschaffenen „Übermenschen“ genausowenig verstehen oder gar vorhersagen können, wie ein Affe die unsrigen. Vermutlich werden sie aber genau wie wir alles tun, wozu sie in der Lage sind und folglich noch intelligentere Kreaturen erschaffen.
Aber was ist dann?
Diese Frage können wir unmöglich beantworten. Das wäre so, als hätte der erste Urorganismus über die Menscheit philosophiert.
Dann gehöre ich offensichtlich zu den Materialisten. Was sind schon ein paar Jahrzehnte Computerentwicklung angesichts der millionen oder milliarden Jahre, die diese Entwicklung noch weitergehen kann.
Jörg
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Dann gehöre ich offensichtlich zu den Materialisten.
Jeder, wie er am besten zurechtkommt…
Was sind
schon ein paar Jahrzehnte Computerentwicklung angesichts der
millionen oder milliarden Jahre, die diese Entwicklung noch
weitergehen kann.
Da habe ich schoen gelacht.
Bist wohl auch Optimist und meinst, dass die Menschheit so
lange
durchhaelt und an Computern herumschraubt.
Ich habe nicht behauptet, daß es die Menschen sind, die diese Entwicklung so lange weitertreiben. Intelligente Lebensformen können sich auf der Erde noch 100 mal ausrotten und wieder neu entwickeln. Wenn sie nur einmal den Punkt der Selbstvernichtung überwinden und die Erde vor dem nächsten großen Asteroideneinschlag verlassen oder sich davor schützen können, bleibt eigentlich beliebig viel Zeit, diese Entwicklung weiterzutreiben.
Optimistisch ist das vieleicht insofern, als man mit dieser Einstellung den vielen kleinen Problemchen dieser Welt etwas gelassener entgegensehen kann.
Interessanter Punkt! Ich meine den, daß ein Zellverband oder eine Gruppe intelligenter ist als das Individuum. Meinst Du mit mehr Intelligenz in dem Zusammenhang wirklich mehr „Denkvermögen“, im Sinne von Fähigkeit, das Naturgeschehen geistig zu erfassen, oder ist es eher
so zu verstehen wie höhere Rechenleistung eines Computers, um schneller zu Lösungen zu kommen?
Vielen Dank für die vielen Artikel! Vielleicht haben wir ja etwas zum Anstieg der mittleren Intelligenz beigetragen
Mir ist beim Lesen der Artikel noch ein Gedanke gekommen: Wenn ich Intelligenz als Fähigkeit interpretiere, das Naturgeschehen geistig zu erfassen und zu verarbeiten, sind wir dann nicht vielleicht schon „grenzenlos intelligent“? Vielleicht ist unser Intellekt ja eine Art offenes System, das in der Lage ist, prinzipiell alle Realitäten zu verarbeiten. Es ist nur eine Frage der „Denkleistung“. Dafür würde sprechen, daß das Gehirn ja je nach gemachten Erfahrungen selber organisiert.
Wenn dem so wäre bleibt die Frage, ob wir das, was wir geistig aufnehmen, überhaupt „richtig“ interpretieren oder ob die Art der Interpretation durch unsere Denkstrukturen vorgegeben sind und in Wirklichkeit ist alles ganz anders…
Diese Überlegung habe ich aus dem Buch „Zeit und kosmologische Ordnung“ von Hans Jörg Fahr. Er gibt dort einen schönen Vergleich: Ein Ozeanologe will das Leben im Meer bestimmen und fischt dazu monatelang mit einem Netz mit 5 cm Maschenweite. Nach Sichtung und Protokollierung aller seiner Fänge kommt er zu dem Schluß, daß es im Meer genau die Lebewesen gibt, die er immer im Netz hatte…
Meinst Du
mit mehr Intelligenz in dem Zusammenhang wirklich mehr
„Denkvermögen“, im Sinne von Fähigkeit, das Naturgeschehen
geistig zu erfassen, oder ist es eher
so zu verstehen wie höhere Rechenleistung eines Computers, um
schneller zu Lösungen zu kommen?
Das hat mit höherer Rechenleistung überhaupt nichts zu tun. Wenn es darum geht, irgendwelche komplizierten Rechenoperationen durchzuführen, sind uns Computern ja um Längen überlegen, doch wenn solche Rechenkonzekte erstellt werden sollen (also im weitesten Sinne „Kreativität“ gebraucht wird), haben wir eindeutig die Nase vorn. Ich denke, es liegt daran, daß wir die Fähigkeit zur Improvisation haben, und nicht einfach einen „Zufallsalgorithmus“ ablaufen lassen, wie es Computer tun, wobei nur selten etwas brauchbares herauskommt.
Doch woher diese wichtige Fähigkeit kommt, kann ich nicht erklären…das Ganze ist eben mehr, als die Summe der einzelnen Teile!
bleibt die Frage, ob wir das, was wir geistig
aufnehmen, überhaupt „richtig“ interpretieren
Hallo, Rüdiger und das ist die Crux!
Wir schleppen in unseren Genen soviel Archaisches herum, das wir - wenn überhaupt - erst bei genauerer Analyse ausfiltern können. Oder andersrum - Wie sehen eine Welt so, wie sie sich durch die Brille der gesamten evolutionären Erfahrungen für uns darstellt.
Siehe die Diskussion um Pheromene an anderem Ort. Oder den empfindungsmäßigen Unterschied zwischen 10m horizontal und vertikal. Unsere Farbwahrnehmung, unser Hörbereich - alles ist in irgendeiner Form verfälscht durch irgendwelche Überlebensstrategien, die sich im Laufe der Evolution herausgebildet haben.
Sicher - bei rationalistischer Hinterfragung werden wir diesen Filter weitgehend ausschalten oder kompensieren können, nur, nehmen wir wirklich alles wahr, was es (absolut) Wahrnehmbares gibt oder was ein Wesen mit anderem evolutionärem Hintergrund wahrnimmt?