Was meint ihr

Hallo
Ich hätte gerne einen Rat.

Angenommen jemand
(nennen wir sie Schneeweisschen )
hat ein wenig gespart.(so um die 7000 Euro)Nun droht ihr eventuell die Arbeitslosigkeit ,weil die Einrichtung in der sie arbeitet grade pleite geht. Sollte sie ihr Sparbuch auflösen und das Geld in ein Sparfach legen oder kann sie es ins Ausland bringen …lohnt sich das bei der Summe ???
Sie legt keinen Wert auf moralische Belehrungen ,wie …erst mal verbrauchen und so .
Habt ihr einen Rat ?
Oder meherererererree

Gruss
Rosenrot

Hallo

Angenommen jemand
(nennen wir sie Schneeweisschen )
hat ein wenig gespart.(so um die 7000 Euro)Nun droht ihr
eventuell die Arbeitslosigkeit

Schneeweißchen braucht sich erst einmal keine Gedanken um ihr Geld machen, sofern sie die Pflichtzeit gearbeitet hat, die es braucht, um Anspuch auf Arbeitslosengeld zu haben (m. W. 18 oder 24 Monate).

Denn dann bekommt sie bei eintretender Arbeitslosigkeit ALG und zum Bezug von ALG muss man nicht bedürftig sein. Arbeitslosengeld ist eine Art Versicherungsleistung: Wenn man arbeitet zahlt man ein, wird man arbeitslos bekommt man.

Kritisch wird es erst bei Arbeitslosenhilfe (ab 2005 ALG 2), dafür muss man bedürftig sein. Man muss also alle Hosen runter lassen, was man selbst und der eventuell vorhandene Lebenspartner so an Hab und Gut hat. Allerdings gibt es Freibeträge. Summe X mal Lebensjahr = das, was du nicht verbrauchen musst (Die Summe können dir andere besser sagen, ich glaub es sind + - 200 €).

Ich würd mir also an Schneeweißchens Stelle jetzt noch nicht zu große Sorgen machen (vielleicht ist ja auch alles mit dem Freibetrag gedeckt, ich weiß ja nicht wie alt du bist :smile:.

So, ich hoffe, da war jetzt nirgends was moralisches dabei… :smile:

Liebe Grüße
Timi

Und vielleicht kann in der Zwischenzeit Schneeweißchen mal darüber nachdenken, ob ihre Einstellung moralisch korrekt ist, wenn sie sich ihre Pfründe sichern und trotzdem maximal vom Staat (und damit von mir und Dir) abkassieren will. Denn sind Ersparnisse nicht eigentlich sowieso für schlechtere Zeiten gedacht?

Leicht kopfschüttelnde Grüße
(trotzdem lieb)
Jana

Und vielleicht kann in der Zwischenzeit Schneeweißchen mal
darüber nachdenken, ob ihre Einstellung moralisch korrekt ist,
wenn sie sich ihre Pfründe sichern und trotzdem maximal vom
Staat (und damit von mir und Dir) abkassieren will. Denn sind
Ersparnisse nicht eigentlich sowieso für schlechtere Zeiten
gedacht?

warum soll es nicht moralisch korrekt sein, wenn sie ALG kassiert?
Sie hat schliesslich gearbeitet und für den eventuellen Fall ihrer Arbeitslosigkeit eingezahlt, also einen Anspruch darauf.
Du verwechselst wahrscheinlich ALG mit ALG II.

Also erstmal informieren bevor man jemandem irgendetwas vorwirft.

Verwunderte aber trotzdem Liebe Grüße :wink:

roland

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warum soll es nicht moralisch korrekt sein, wenn sie ALG
kassiert?
Sie hat schliesslich gearbeitet und für den eventuellen Fall
ihrer Arbeitslosigkeit eingezahlt, also einen Anspruch darauf.
Du verwechselst wahrscheinlich ALG mit ALG II.

Ist doch auch in Ordnung, ich bezog mich auf das Schneeweißchen, das sofort, obwohl der Fall ja noch gar nicht eingetreten zu sein scheint, darüber nachsann, ihr Sauerverdientes zu verstecken, damit auch ja niemand da ran kann.

Ich verwechsle also gar nichts.

Also erstmal informieren bevor man jemandem irgendetwas
vorwirft.

Uiiii, hab ich doch aber. Und weiß ich doch auch. Piano, mon amico :smile:

Verwunderte aber trotzdem Liebe Grüße :wink:

Alles halb so wild,
J.

ich bezog mich auf das
Schneeweißchen, das sofort, obwohl der Fall ja noch gar nicht
eingetreten zu sein scheint, darüber nachsann, ihr
Sauerverdientes zu verstecken, damit auch ja niemand da ran
kann.

Eben, es ist wahrscheinlich wirklich „Sauerverdient“. Alles, was ich zur Seite lege muss ich mir auch vom Mund absparen. Meine Reserven sind allerdings dafür gedacht, wenn mal das Auto kaputt geht oder wenn mal meine Tiere krank werden oder wenn mal jemand aus der Familie finanzielle Hilfe braucht (weil dem das Auto kaputt geht oder dessen Tier krank wird etc.).

Ist doch auch irgendwo logisch, dass man das, was man sich mühsam zusammengespart hat nicht auch noch dem Staat zugute kommen lassen will - schließlich hat man schon beim Verdienen genug Steuern dafür bezahlt.

Ich persönlich würde - wenn ich arbeitslos würde und das ALG ausgeschöpft wäre - zB gar keine ALH bzw kein ALG2 bekommen, weil ich zu viel „Vermögen“ habe.
Und zwar ist das eine Immobile, die ich bekommen habe als ich noch ein Kind war, mich also nicht wehren konnte. Dafür bin ich nicht alleiniger Besitzer des Dings und obendrein gibt es mehrere dingliche Wohnrechte für die Immobilie. Sie ist also praktisch wertlos, unverkäuflich.
Sie wirft keinen Cent ab und verursacht nur Kosten und trotzdem würde ich aufgrund des Schätzwertes von 150.000 € keinen Cent nach dem Arbeitslosengeld bekommen. Ich würde also monatlich etwa 2000 € minus erwirtschaften (Kosten Immobilie und ich muss auch irgendwo wohnen. Achja, und Essen würd ich auch gern noch…). Ist das fair?

Aber ne Immobilie kann man nicht einfach „verschwinden“ lassen, also hoffe ich, dass ich nie arbeitslos werde…

Also ich finde das Anliegen der Fragestellerin durchaus legitim.

Liebe Grüße
Timi

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Hi,

Ich persönlich würde - wenn ich arbeitslos würde und das ALG
ausgeschöpft wäre - zB gar keine ALH bzw kein ALG2 bekommen,
weil ich zu viel „Vermögen“ habe.

Wie wäre es, wenn Euer Gnaden die Möglichkeit wahrnehmen würde, sich erst einmal ordentlich zu informieren.

Und zwar ist das eine Immobile, die ich bekommen habe als ich
noch ein Kind war, mich also nicht wehren konnte. Dafür bin
ich nicht alleiniger Besitzer des Dings und obendrein gibt es
mehrere dingliche Wohnrechte für die Immobilie. Sie ist also
praktisch wertlos, unverkäuflich.

Vermögen, wenn es denn angerechnet werden soll, muss sofort und mit einem Verlust von max. 10% des Wertes verwertbar sein.
Dies trifft auf diese Immobilie nach Deiner Schilderung nicht zu. Also ist sie auch kein anrechenbares Vermögen und Du würdest ALG2 bekommen.

Gruß,
Micha

Hallo

Ich persönlich würde - wenn ich arbeitslos würde und das ALG
ausgeschöpft wäre - zB gar keine ALH bzw kein ALG2 bekommen,
weil ich zu viel „Vermögen“ habe.

Wie wäre es, wenn Euer Gnaden die Möglichkeit wahrnehmen
würde, sich erst einmal ordentlich zu informieren.

Kannst mich gerne Timi nennen. Ich hatte die Situation schon 2 Mal.

Und zwar ist das eine Immobile, die ich bekommen habe als ich
noch ein Kind war, mich also nicht wehren konnte. Dafür bin
ich nicht alleiniger Besitzer des Dings und obendrein gibt es
mehrere dingliche Wohnrechte für die Immobilie. Sie ist also
praktisch wertlos, unverkäuflich.

Vermögen, wenn es denn angerechnet werden soll, muss sofort
und mit einem Verlust von max. 10% des Wertes verwertbar sein.
Dies trifft auf diese Immobilie nach Deiner Schilderung nicht
zu. Also ist sie auch kein anrechenbares Vermögen und Du
würdest ALG2 bekommen.

Ok, also wieder was gelernt. Ich kannte es bisher nur von der Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe. Als ich damals für einen Monat hätte Sozialhilfe bekommen sollen (nähere Umstände sind wohl nicht relevant) bekam ich keine - wegen der Immobilie.
Als mein Partner damals Arbeitslosenhilfe beziehen sollte bekam er die nicht, wegen meiner Immobilie.

Dass das jetzt beim ALG II anders wird wusste ich nicht. Glücklicherweise bin ich nicht in der Situation und hoffe auch, nie wieder in eine Notsituation zu kommen. Ich weiß nur, dass man gewisse Freibeträge hat und dass die Immobile eben diesen Betrag übersteigt.
Das war die damalige Auskunft von Aamt und vom Sozialamt -> falls das damals schon nicht gestimmt hat frage ich mich, ob ich mir direkt nen Anwalt mitnehmen sollte falls ich doch mal in die Notsituation komme, nur um ganz sicher zu sein, dass ich nicht verar*** werde…

Liebe Grüße
Timi

Hallo Timi,

man sollte die entsprechenden gesetzlichen Regelungen immer selbst nachlesen. Viele Bearbeiter werden davon ausgehen, das bei einer Immobilie kein Anspruch besteht. An Dir ist es, das Gegenteil zu zeigen. Nicht verkäuflich, nicht verwertbar - das musst Du schon nachweisen. Wenn Du diesen Nachweis nicht erbringst (wobei ds bei Dir nicht so schwer zu sein scheint), wird erstmal angerechnet. Die Mitarbeiter bei Arbeits- oder Sozialamt werden Dich nicht darauf hinweisen.
Im übrigen - da kenne ich mich allerdings nicht aus - vielleicht kannst Du das ja rückgängig machen mit der Immobilie?
Vielleicht befragst Du dazu hier mal die Experten.

Gruß,
Micha

OT (hat ja nix mehr mit der Frage zu tun)
Hallo

man sollte die entsprechenden gesetzlichen Regelungen immer
selbst nachlesen.

Das tue ich inzwischen auch, aber damals war ich 18, man verzeie mir bitte meine Naivität.

Viele Bearbeiter werden davon ausgehen, das
bei einer Immobilie kein Anspruch besteht. An Dir ist es, das
Gegenteil zu zeigen. Nicht verkäuflich, nicht verwertbar - das
musst Du schon nachweisen. Wenn Du diesen Nachweis nicht
erbringst (wobei ds bei Dir nicht so schwer zu sein scheint),

inzwischen nicht mehr, das hat mich aber das hat mich fast 2 Jahre gekostet. Das ging dabei los: Wo ist das Grundbuchamt? Welche Stadt ist denn zuständig? Als die Immobilie überschrieben wurde war die Kreisstadt (mit Grundbuchamt) Stadt A, inzwischen ist es aber Stadt B. Also erstmal monatelanger Briefwechsel wo denn das Grundbuch liegt etc. (Bis die dort mal antworten vergehen schon mal 3 Monate und dann können sie nur die Auskunft geben, dass sie keine Auskunft geben können…)

Dann der Übergabevertrag: Der Notar von damals ist inzwischen verstorben -> wer ist sein Nachfolger? Wo liegt der Übergabevertrag? Das ist alles nicht so leicht rauszufinden, wenn man über 300 km von dort weg ist.

Wie gesagt, es hat mich 2 Jahre gekostet … zwischendurch hab ich noch ein bisschen versucht, mir ein Leben aufzubauen, hätte noch ein paar Beerdigungen (also familiäre Krisen) dazwischen etc.

wird erstmal angerechnet. Die Mitarbeiter bei Arbeits- oder
Sozialamt werden Dich nicht darauf hinweisen.

Ja, das weiß ich inzwischen auch. Das mit den 10 % wusste ich zB gar nicht.
Damals hab ich mich (aus Zeitmangel und nach einem Monat war das mit der Sozi für mich ja gegessen, aber auch aus Mangel an Informationsmöglichkeiten -> ich war neu in einer fremden Stadt und wusste gerade mal mit welchem Bus ich nach Hause komme, ich wusste nicht mal wo die Bücherei ist :smile: nicht informiert. Später wars mir dann ehrlich gesagt egal. Und auch mit der Alhi bei meinem Partner war eh nur für 2 Wochen und da hat sich der Stress auch nicht gelohnt.

Im übrigen - da kenne ich mich allerdings nicht aus -
vielleicht kannst Du das ja rückgängig machen mit der
Immobilie?

Ich hab Schlupflöcher etc. gesucht und nichts gefunden. Jetzt hoffe ich einfach mal, dass ich nie wieder in die Bedrängnis komme dieses „Vermögen“ vorgerechnet zu bekommen (außerdem weiß ich ja jetzt das mit den 10% :smile:. Und ich hab natürlich auch die Hoffnung, dass sich die Wohnrechte bald erledigt haben…

Liebe Grüße
Timi

Hi,

Eben, es ist wahrscheinlich wirklich „Sauerverdient“. Alles,
was ich zur Seite lege muss ich mir auch vom Mund absparen.
Meine Reserven sind allerdings dafür gedacht, wenn mal das
Auto kaputt geht oder wenn mal meine Tiere krank werden oder
wenn mal jemand aus der Familie finanzielle Hilfe braucht
(weil dem das Auto kaputt geht oder dessen Tier krank wird
etc.).

Die Freibeträge sind so hoch, dass es für diese „Flicken“ sicher reicht. Da sollten wir einfach mal die Kirche im Dorf lassen.

Ist doch auch irgendwo logisch, dass man das, was man sich
mühsam zusammengespart hat nicht auch noch dem Staat zugute
kommen lassen will - schließlich hat man schon beim Verdienen
genug Steuern dafür bezahlt.

Wir alle haben auch vom Staat reichlich genommen. Es ist ein Geben und Nehmen. Und denjenigen möchte ich sehen, der so viele Steuern eingezahlt hat, dass sich daraus seine spätere Rente ergibt. Es ist weniger, im Regelfall!

Ich persönlich würde - wenn ich arbeitslos würde und das ALG
ausgeschöpft wäre - zB gar keine ALH bzw kein ALG2 bekommen,
weil ich zu viel „Vermögen“ habe.
Und zwar ist das eine Immobile, die ich bekommen habe als ich
noch ein Kind war, mich also nicht wehren konnte. Dafür bin
ich nicht alleiniger Besitzer des Dings und obendrein gibt es
mehrere dingliche Wohnrechte für die Immobilie. Sie ist also
praktisch wertlos, unverkäuflich.
Sie wirft keinen Cent ab und verursacht nur Kosten und
trotzdem würde ich aufgrund des Schätzwertes von 150.000 €
keinen Cent nach dem Arbeitslosengeld bekommen. Ich würde also
monatlich etwa 2000 € minus erwirtschaften (Kosten Immobilie
und ich muss auch irgendwo wohnen. Achja, und Essen würd ich
auch gern noch…). Ist das fair?

Es ist vor allem falsch, da beim neuen ALG II der Kosten-/Nutzeneffekt ausgerechnet wird. Das gleiche Thema war ja bei der Datschen-Diskussion tagelang in den Schlagzeilen und stellte sich als billige Polemik heraus.

Aber ne Immobilie kann man nicht einfach „verschwinden“
lassen, also hoffe ich, dass ich nie arbeitslos werde…

Siehe oben. Mach Dich mal richtig kundig in Deiner Sache. Wenn die Dinge wirklich so liegen, wie Du hier geschrieben hast, hat diese Immobilie keinerlei Auswirkungen auf Deine Sozialhilfe.

Also ich finde das Anliegen der Fragestellerin durchaus
legitim.

Das ist es. Und dann muss man die Ängste von allen Seiten beleuchten und den Schluss ziehen, ob sie berechtigt sind oder nicht.

Liebe Grüße zurück,
Jana

Hallo

man sollte die entsprechenden gesetzlichen Regelungen immer
selbst nachlesen.

Das tue ich inzwischen auch, aber damals war ich 18, man
verzeie mir bitte meine Naivität.

sollte kein Vorwurf sein…

Gruß,
Micha

Hallo

man sollte die entsprechenden gesetzlichen Regelungen immer
selbst nachlesen.

Das tue ich inzwischen auch, aber damals war ich 18, man
verzeie mir bitte meine Naivität.

sollte kein Vorwurf sein…

habe ich auch nicht so aufgefasst. Aber wenn jeder mal überlegt, was er mit 18 noch so alles geglaubt hat zu wissen und in Wirklichkeit hatte man keinen Plan… dann ist das nur die reine Wahrheit und ein großes Stück Selbsterkenntnis :smile:

Liebe Grüße
Timi

Sparen…
Hallo
Na,man spart sich was vom Mund ab ,damit man sich mal was leisten kann. Andere Leute geben alles aus und verdienen sicher mehr als Schneeweisschen je verdient hat. Sie lebt nicht in Saus und Braus.Andere ,die ihr Geld ausggeben haben ,bekommen ja dann auch den vollen Satz,haben dann aber schon viel Luxus gehabt. Schneeweisschen wollte das ein wenig auf spätere Jahre verschieben,wird dann aber auch noch sparsam leben müssen ,wenn sie ihr Gespartes verleben muss. Und wie ein Posting hier weiter unten sagt ,haben wir alle vom Staat genommen …
WO DENN ? Schneeweisschen hat noch nie was bekommen ,immer gerabeitet und mehrere Kinder allein und ohne Hilfe vom Staat grossgezogen.
Schneeweisschen wird sich wohl einen Tresor kaufen und alles was sie hat ,darin verstecken.

Gruss
Rosenrot

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