Was meint Ihr mit englischen Pfund?

Hallo,

nun arbeite ich in GB, verdiene also in Pfund, welches z.Zt. noch satt ueber der 3.-DM Marke liegt. Manche Leute nehmen an, dass es nach der Einfuerung des Euro fallen wird, ja fallen muss, oder anders gesagt: der Euro gegenueber dem Pfund deutlich steigen wird. Das hiesse, wenn ich nun meine Pfund in Euro uebertrage, und dann im naechsten Jahr zurueck, dann waere ein netter Gewinn drin. Ist das logisch? Machen Banken das nicht staendig? Oder gibt es da einen Haken?

Danke fuer Tipps,
Sepp

P.S.: Verzeihung uebrigens, wenn diese Frage billig gierig klingt, soll es nicht sein. Und natuerlich weiss keiner genau, ob es so kommt wie erwartet…

Hallo Thorwald,

es könnte so sein wie du sagst. viele leute halten diese szenario für möglich.

aber der haken ist: keiner weiss es.

seit der euroeinführung in 1999 gingen viele menschen von einem steigenden euro gegenüber usd aus… diese menschen haben ihre fehleinschätzung teuer bezahlt.

alle versuche den euro gesund zu beten haben bisher versagt. es gab zwar auch übertreibungen nach unten, aber momentan scheint mir dieses niveau eher angemessen.

ich weiss nicht, ob das GBP einen Kursrutsch antreten wird.
Es spricht auch einiges dagegen: die wirtschaftsdaten in der eurozone sind nicht gut, die in den USA und GB wahrscheinlich bald wieder besser, wenn sie es nicht schon sind.

Und was das Eurobargeld betrifft, hat dies alle mal nur pyschologische Wirkung. Schließlich haben wir den Euro schon seit fast 2 Jahren.

mfg Ivo

*der gestern eine Tafel Schoki gegen die Devisenhandelsabteilung der DZ-Bank in London gewettet hat auf das EUR/USD Verhältnis zum Jahresende 2002*

die Banken und ihr Erzfeind: Risiko
Hallo,

Ist das logisch? Machen Banken
das nicht staendig? Oder gibt es da einen Haken?

nachdem meine erste Antwort auf diesen Beitrag gerade von Microsoft gefressen wurde, hier nur die Kurzfassung: Auch wenn privat in Banken Milliardenbeträge in Form von Schokolade und Sekt verwettet werden (*wink*@ivo und el chefe) sieht das bei Banken völlig anders aus. Egal um was es geht, Aktien, Devisen, Derivate, das Risiko überlassen Banken immer anderen. Das heißt, daß offene Positionen idR innerhalb von Sekunden, spätestens aber am gleichen Handelstag geschlossen werden. Auch wenn Aktienanleihen, Optionsscheine oder andere Konstruktionen den Anschein erwecken: Banken sind praktisch nie im Risiko. Die einzigen Risiken, die Banken übernehmen, sind Kreditausfälle (und hier ziehen sich etliche Institute auch zurück), sich ändernde Marktverhältnisse und die Tatsache, daß die Kunden irgendwann spitzkriegen könnten, daß die Banken ein Risiko nicht übernehmen wollen (und teilweise auch nicht dürfen).

Gruß
Christian

Hallo Christian,

du hast völlig recht. Banken haben selten offene Positionen und dürfen dies Großteils auch gar nicht haben.

Es gibt sie aber schon… Ihr Anteil Volumen ist allerdings verschwindend gering.

neben dem Kreditausfallrisiko gibt es aber auch Abschreibungen auf Wertpaiere und ähnliches… richtige Zockerpositionen gibt es allerdings wirklich kaum, das verhindern doch schond die MAH. Da kann ich dir mal wieder nur beipflichten. Schließlich hab ich mein Büro gleich neben unserer Risikoüberwachung…

Gruß ivo
Aber das wahr ja wohl auch nicht die Frage…