Was mir hier auffällt:

Hallo zusammen,
bin relativ neu hier im Forum und grüße erstmal alle ganz herzlich.

Was mir aufgefallen ist beim Durchstöbern der Beiträge:
Mindestens 3/4 aller Anfragen könnte euch ein Buchhändler schnell und in richtigem Deutsch beantworten. Geht Ihr denn nie in eine Buchhandlung um euch Bücher empfehlen zu lassen, Titel, Autoren oder Inhalte zu erfragen? Herumzustöbern oder falls nötig, ein Buch zu bestellen?
Alles über’s Internet zu machen kann ja wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluß sein.

Fragende Grüße,
WernerL

Kurz und knapp:
Hi Werner!

Was mir aufgefallen ist beim Durchstöbern der Beiträge:
Mindestens 3/4 aller Anfragen könnte euch ein Buchhändler
schnell und in richtigem Deutsch beantworten.

Für das restliche Viertel lohnt sich die Anfrage hier ganz einfach!

Antwortende Grüße
Dine

Hallo Werner,

hier gibt es keine Buchhandlung, die mir gefällt. Die eine Buchhandlung, die genug Auswahl hat, ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein bisschen umständlich zu erreichen. Gleich mitnehmen kann ich so ein Buch sowieso selten, da ich es im englischen Original lesen möchte. Also was soll ich in der Buchhandlung?

Da frage ich lieber hier und bestelle das Buch bei amazon. Das ist doch viel bequemer so. Außerdem waren die in der Buchhandlung mal unfreundlich zu mir. Da war ich mit jemandem verabredet, der sich dann verspätet hat. Also verabredeten wir uns am Hintereingang, denn die Buchhandlung machte ja nun zu. Man ließ mich aber nicht zum Hintereingang hinausgehen, sondern ich musste vorne hinausgehen.

Das ist nun knapp zwei Jahre her. Seitdem habe ich dort ein Buch gekauft, das ich verschenken wollte und gleich brauchte, und jetzt einen Vokabeltrainer, weil ich den auch gleich haben wollte, und weil ich mir die vorher mal ansehen wollte. Ich weiß gar nicht mehr, wie viel ich bei amazon dieses Jahr schon gekauft habe. Das waren bestimmt Bücher für EUR 200,-, wenn’s reicht. Da lässt mich auch niemand um den Block hetzen, um zum Hinterausgang zu kommen …

Ich merke mir so etwas jahrelang.

Schöne Grüße

Petra

mir fällt auf, daß du kein profil hast
wenn ich wüßte, mit wem ich rede, würde ich dir sonst eventuell sogar antwort geben.

gruß
ann

Hi

Geht Ihr denn
nie in eine Buchhandlung um euch Bücher empfehlen zu lassen,

Wieso den Geschmack oder die Meinung eines Buchhändlers erfragen, wenn ich hier die unterschiedlichsten Meinungen erfragen kann?

Titel, Autoren oder Inhalte zu erfragen?

Und Du meinst, daß ein Buchhändler mit den oft kryptischen Kurzangaben - wie sie hier immer wieder vorkommen - was anfangen kann?

Hier wurde bislang noch jedes Buch gefunden, auch wenn die Angaben noch so dürftig waren.

Herumzustöbern oder
falls nötig, ein Buch zu bestellen?

Das eine schließt das andere nicht aus.

Ich habe z.B. das Glück, daß es in meiner Nähe noch eine gute Buchhandlung gibt, bei der ich Beratung bekomme, wenn ich sie brauche.
Aber solche Buchhandlungen gibt es nicht wie Sand am Meer und ab und zu frage ich trotzdem hier im Forum nach.

Alles über’s Internet zu machen kann ja wohl auch nicht der
Weisheit letzter Schluß sein.

Das stimmt, aber gar nichts über das Internet machen, ist es wohl auch nicht. :wink:

Gruß
Edith

könnte euch ein Buchhändler
schnell und in richtigem Deutsch beantworten.

Hi,
was soll das?

Susanne

Hallo Susanne,
lies einmal aufmerksam Forumsbeiträge durch. Mit Rechtschreibung und Grammatik ist es da bisweilen nicht weit her. Beispiele hierfür findest du genügend.
Und wer alles klein schreibt, weil es gerade in Internetforen „in“ ist, hat auch keinen Stil.
Tippfehler können natürlich vorkommen. Aber man überfliegt doch seinen Text nochmals und korrigiert, bevor man ihn abschickt.

Zumindest mich gruselt es manchmal, wenn man sehen muss, was für Rechtschreib-Nieten sich in manchen Foren tummeln. Zumal in einem Forum zum Thema „Literatur“.

Gruß,
WernerL

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

2 „Gefällt mir“

Hallo Edith,
danke für deine klaren Antworten.

Hi

Geht Ihr denn
nie in eine Buchhandlung um euch Bücher empfehlen zu lassen,

Wieso den Geschmack oder die Meinung eines Buchhändlers
erfragen, wenn ich hier die unterschiedlichsten Meinungen
erfragen kann?

Weiter unten sagst du, daß es bei dir eine „gute“ Buchhandlung gibt. Ein guter Buchhändler, der deinen Geschmack kennt, sollte in der Lage sein, dich entsprechend zu beraten. Desweiteren sollte er für dich genügend viele kostenfreie Informationsblätter bereithalten (Rowohlt-Revue, Buchjournal, Lesart etc. um nur einige zu nennen).

Titel, Autoren oder Inhalte zu erfragen?

Und Du meinst, daß ein Buchhändler mit den oft kryptischen
Kurzangaben - wie sie hier immer wieder vorkommen - was
anfangen kann?

Wenn er fachlich kompetent ist, ja.

Hier wurde bislang noch jedes Buch gefunden, auch wenn die
Angaben noch so dürftig waren.

s.o.

Herumzustöbern oder
falls nötig, ein Buch zu bestellen?

Das eine schließt das andere nicht aus.

Gebe ich zu.

Ich habe z.B. das Glück, daß es in meiner Nähe noch eine gute
Buchhandlung gibt, bei der ich Beratung bekomme, wenn ich sie
brauche.
Aber solche Buchhandlungen gibt es nicht wie Sand am Meer und
ab und zu frage ich trotzdem hier im Forum nach.

Stimmt auch. Man darf aber nicht Buchhandlung und Medienkaufhaus verwechseln. Vielleicht denke ich hier etwas altmodisch, aber von Riesen-Buchverkaufsstellen wie Thalia, Osiander etc. darf man nicht erwarten, daß sie dir eine persönliche Einzelberatung ausstellen. Dazu sind sie zu umsatzorientiert. Leider gibt es immer weniger kompetente klein- und mittelständische Buchhandlungen.

Alles über’s Internet zu machen kann ja wohl auch nicht der
Weisheit letzter Schluß sein.

Das stimmt, aber gar nichts über das Internet machen, ist es
wohl auch nicht. :wink:

Klar.

Gruß auch an dich,
WernerL

Gruß
Edith

hallo ann,
wenn du wüsstest, was ich für ein profil habe…
da ich ja, wie bereits erwähnt, neu hier bin, habe ich leider noch nicht alles eingetragen, was für die geschätzten forumsteilnehmer eventuell interessant sein könnte. werde ich natürlich sofort nachholen.
(dir zuliebe schreibe ich alles klein, vielleicht ist es dann besser lesbar für dich).

Alternativ:
Hallo Ann,
wenn Du wüsstest, was ich für ein Profil habe…
Da ich ja, wie bereits erwähnt, neu hier bin, habe ich leider noch nicht alles eingetragen, was für die geschätzten Forumsteilnehmer eventuell interessant sein könnte. Werde ich natürlich sofort nachholen.
(Dir zuliebe schreibe ich jetzt alles richtig, vielleicht ist es dann noch besser lesbar für Dich).

Gruß,
WernerL

wenn ich wüßte, mit wem ich rede, würde ich dir sonst
eventuell sogar antwort geben.

gruß
ann

2 „Gefällt mir“

Hi Werner

danke für deine klaren Antworten.

Bitte :smile:

Wieso den Geschmack oder die Meinung eines Buchhändlers
erfragen, wenn ich hier die unterschiedlichsten Meinungen
erfragen kann?

Weiter unten sagst du, daß es bei dir eine „gute“ Buchhandlung
gibt. Ein guter Buchhändler, der deinen Geschmack kennt,
sollte in der Lage sein, dich entsprechend zu beraten.

Der Vorteil, den ich im Internet habe ist der, daß ich auch auf Bücher stoße, die ich mir in einer Buchhandlung wahrscheinlich niemals angesehen hätte bzw. die mir meine Buchhändlerin wohl kaum empfohlen hätte.
Eben weil sie eigentlich komplett aus meinem Geschmacksrahmen fallen.

Und Du meinst, daß ein Buchhändler mit den oft kryptischen
Kurzangaben - wie sie hier immer wieder vorkommen - was
anfangen kann?

Wenn er fachlich kompetent ist, ja.

Der dürfte aber leider einer aussterbenden Art angehören.
Ich schätze meine Buchhandlung, aber ich traue ihr nicht zu einen Roman nach nur wenigen Angaben für mich wiederzufinden.
Liegt vielleicht einfach deshalb daran, daß dort nicht so viele Leute beschäftigt sind, wie ich sie z.B. hier im Forum erreiche.
Kein Mensch kann ja alle Bücher dieser Welt kennen.

Herumzustöbern oder
falls nötig, ein Buch zu bestellen?

Das eine schließt das andere nicht aus.

Gebe ich zu

Ich mag beides. Ich beziehe meine Bücher sowohl aus dem Internet als auch beim Buchhändler.

Stimmt auch. Man darf aber nicht Buchhandlung und
Medienkaufhaus verwechseln.

So eine habe ich auch in der Nähe meines Arbeitsplatz. Wenn es mir in der Mittagspause mal einfach nach Stöbern ohne Kaufabsicht ist, dann entere ich den Thalialaden.
Wenn die Wahrscheinlichkeit groß ist, daß ich nicht nur stöbere, sondern auch kaufe, dann gehe ich in die Buchhandlung

umsatzorientiert. Leider gibt es immer weniger kompetente
klein- und mittelständische Buchhandlungen.

Das ist genau das Problem, daß auch meine Buchhandlung hat. Noch gibt es 1 Verkäuferin und 1 Verkäufer, die wirklich was los haben. Aber altersbedingt, werden die beiden nicht mehr lange arbeiten.
Die Nachwuchskräfte sind zwar bemüht und um Klassen besser als die Kräfte bei den großen Ketten, aber sie erreichen bei weitem nicht das Niveau, das ich seit Jahren gewöhnt bin.

Gruß
Edith

hallo du witzbold,

(dir zuliebe schreibe ich alles klein, vielleicht ist es dann
besser lesbar für dich).

so isses recht. immerhin schreibe ich in büchern und artikeln ja auch immer brav groß und klein, damit du es besser lesen kannst.

zu deiner feststellung/frage/…/:

es gibt z.b. in spandau, einem stadtteil von berlin, der mit 230.000 einwohnern so groß ist, wie 3 x lüdenscheid, nur EINEN"echten" buchhändler (thalia, weltbild und die karstadt-buchabteilung zähle ich mal nicht, denn die haben in den seltensten fällen ausgebildete buchhändler als verkäufer).

in besagten lüdenscheid hat letztes jahr die letzte buchhandlung (außer thalia) geschlossen. es gab sie seit generationen. wo also bitte sollten die geneigten literatur-brett-fragesteller aufstellung nehmen? bei thalia? doch wohl kaum.

fällt dir vielleicht jetzt noch zu deinem ursprungsposting ein?

schönste grüße
ann

PS: siehe auch: http://www.misstilly.de/172+M5bb3cfd9da3.html

Hallo Ann,
nachdem ich jetzt auch mal dein Profil (zumindest das aus dem www-Forum) angeschaut habe, entschuldige ich meinen an dich gerichteten Beitrag. Als Lektorin traue ich dir jetzt natürlich den korrekten Umgang mit der deutschen Sprache zu. Aber warum du dann alles klein schreibst, verstehe ich dann erst recht nicht. Aber egal.
So etwas, was du unten schilderst, ist scheinbar die traurige Wirklichkeit in diesem unseren Lande. Klar hat man es wie wir als Einzel-Mini-Buchhandlungs-Kämpfer schwer. Aber daß es fast keine Kleinbuchhandlung schafft, sich gegen die übermächtige Groß-Konkurrenz zu behaupten, z.B. durch besondere Sortiments-Schwerpunkte, Serviceleistungen, Internetrecherchen (aaaarrrgghhh! Da trete ich ja in die selbst gestellte Falle…), ist doppelt traurig.

Danke an alle erstmal,
jetzt ist mir manches klarer.
Werde mich, wenn es erlaubt ist, gerne im Forum zu Worte melden.

Grüße,
WernerL

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Übrigens…
Respekt vor deinem erlernten Beruf.
Komme selber aus einem ehemaligen Weltzentrum für Uhren (Kienzle, Mauthe etc…)

Gruß,
WernerL

Hallo Werner,
es mag ja sein, dass - mit Deinen Worten- sich hier „Rechtschreibnieten“ tummeln. Doch es sind größtenteils tolle Forumspartner, die sich den Anfragen, Problemen oder auch Meinungsäußerungen Anderer annehmen. Hättest Du Lust, Dich darauf einzulassen, wenn man solch einen Bolzen lesen muss? Ich nicht!
Aber ein Gutes hat diese Diskussion: Solange das Prädikat „Niete“ sich nur auf die Rechtschreibung bezieht, ist für mich alles gut, denn ich habe soeben eine weitere Sparte kennen gelernt, auf die ich leicht verzichten kann.

Fehler:
Schrift:
Arbeit:

Susanne

2 „Gefällt mir“

auch übrigens
hallo werner,

Aber warum du dann alles klein schreibst, verstehe ich dann
erst recht nicht. Aber egal.

eben :smile:
aber das und auch diskussionen um die rechtschreibung hatten wir schon des öfteren hier bzw. im deutschbrett.

hier nur 2 bescheidene beiträge von mir:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
(runter scrollen)
oder http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
(auch)

schöne grüße
ann

PS: veranstaltet ihr auch autoren-lesungen?

Jetzt wird es dann ot…
Hallo Ann,
habe deine älteren Beiträge gelesen. Ist ok, auch wenn ich nicht unbedingt deine Meinung teile :wink: .
Zu deiner Frage:
Für Lesungen sind wir fast zu klein. Unser Ladengeschäft ist gerade mal rd. 50qm groß. Einmal hatten wir Ulrich Schaffer da, da platzte die Bude aus allen Nähten, so daß sich der Genuß in Grenzen hielt. Ein Alternativ-Lesungsort (neudeutsch Location) bringt kaum Werbeeffekt und die verlangten Gagen und Ansprüche der Autoren spotten inzwischen auch jeder Beschreibung. Wenn du aber einen Autoren an uns vermitteln möchtest, warum nicht?

Gruß und schönes Wochenende erstmal,
WernerL

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Servus Werner,

Lesungen…

Vor ein paar Jahren in der Eisenbahnerkantine zu Mannheim (was würde besser passen?) Markus Wolf, gelesen aus „Freunde sterben nicht“.

So ein Abend, den man auch mit 45, wenn so langsam die Motten ins Hirn wandern, nicht vergisst.

Viel früher, vor vielen Jahren, im Foyer der Stadthalle eines 6.500-Einwohner-Provinznestes: Martin Walser, aus „Jenseits der Liebe“: Ja, auch Volkshochschulen haben mal was anderes gemacht als Selbstfindung durch Raiki-Topflappenhäkeln.

Irgendwann dazwischen: Bei Violes im Rhonetal zu Gast bei zwei gewesenen Buchhändlern aus der Welschschweiz, die sich einen Hof im Grand Midi besorgt und zurechtgebaut haben. Die halbe Nacht mit den (eigentlich kommerziell vermietenden) Gastgebern im Atrium gesessen, viel Wein getrunken, drei Krötenmännchen zugehört und über Bücher erzählt. Dabei Alexandre Vialatte kennen gelernt, den ich seither heiß und innig liebe. Ich hoffe, denen geht es mit Albert Ehrensteins „Tubutsch“, den ich ihnen ans Herz gelegt habe, genauso.

Achja, warum die Einmischung? - der Versuch einer Antwort auf Deine eingangs gestellte Frage:

– Begegnungen mit Büchern und Begegnungen mit Büchermenschen sind etwas Schönes, finde ich. Und beide giebt’s hier.

Schöne Grüße

MM

Hallo,
ich „habe“ zwei Buchhandlungen - eine für mich und eine für mein
Kind. Ich gehe da gerne rein zum stöbern. Bei speziellen Fragen bin
ich aber dort bisher nur sehr selten zufriendenstellend beraten
worden (und es sind gute Buchhandlungen mit belesenem Personal).
Dennoch kann man von den Buchhändlern nicht erwarten dass sie jedes
Buch kennen, geschweige denn gelesen haben.

Also informiere ich mich im Netz, in Ruhe, ohne dass nebendran
weitere ungeduldige Kunden warten. Ich kann dabei unterschiedliche
Quellen nutzen und mit Informationen von Leuten holen, die das
entsprechende Buch selber gelesen haben - und dann gehe ich in die
Buchhandlung und kaufe mir das Buch.

Ich glaube allerdings nicht, dass mein Kaufverhalten zur Mehrheit
gehört…

Viele Grüße

Hallo Chili, ich mache das genau so wie du. Ich schätze ‚meinen‘ Buchhändler sehr und möchte, dass der Laden erhalten bleibt. Deshalb kaufe ich ganz überwiegend meine Bücher dort, informiere mich aber im Internet.

cu Amy

etwas länger - weil Sonntagmorgen
Hallo Werner,

dass Du Buchhändler bist, habe ich nach Deinem Posting sofort vermutet… mittlerweile hast Du ja Deine Vika ausgefüllt und ich sehe, ich lag richtig…

Vermutet hatte ich es, weil in Deinem Posting so ein leiser beleidigter Ton mitschwang wie man ihn von Menschen hört, die meinen, „ungerecht“ behandelt zu werden. :wink:

Nun denn. Ich wohne in Frankfurt/Main. Lange dort im Stadtteil Sachsenhausen. Und ich hatte das Glück, dort eine kleine aber feine Buchhandlung vom „alten Format“ zu haben. Die Buchhändler dort wussten, was ich lese, haben auch immer gern diskutiert, auch wenn ich nach dem Lesen zurück kam und ihnen z.B. auch sagen musste, dass mir das (empfohlene) Buch aus diesem oder jenem Grunde nicht zugesagt hat. Es war eine große Freude, dort zu kaufen.

Allerdings hätten sie sicher nicht jede Frage nach einem Buch, wie sie hier oft gestellt wird, beantworten können, weil sie es z.B. ablehnten, bestimmte Bücher zu führen. Die Dietmar-Bohlen-Schmonzette z.B. war so ein Fall. Sie haben es zwar mit grün angelaufenem Gesicht bestellt, so es denn einer wollte - aber diese Klientel fand sich in diesem Laden eher nicht.

Als ich 1,5 Jahre in Frankreich war, habe ich dort Bücher nach ZEIT-Rezensionen bestellt und sie haben mir die Bücher (obwohl kein „Versandbuchhandel“) geschickt - ohne Rechnung. Ich konnte sie bezahlen, wenn ich mal wieder in Frankfurt zu Besuch war.

Das sind Buchhändler!

Jetzt wohne ich in Frankfurt-Höchst und dort gibt es nur so eine muffige Ketten-Buchhandlung die z.Zt. nur die üblichen leichtgewichtigen Urlaubsschmöker und Landkarten im Schaufenster hat - da mag ich gar nicht reingehen.

Dass ich nur noch selten nach Sachsenhausen komme hat ganz persönliche Gründe und nun bestelle ich meine Bücher bei Amazon *schäm*. Aber nächste Woche bin ich mal wieder in Sachsenhausen…

Herzlichen Gruß,
Anja
ehem. Verlagsbuchhändlerin