Was muss der Schriftführer protokollieren?

Hallo,
angenommen es findet im Verein X eine Jahreshauptversammlung statt. Was muss der Schriftführer eigentlich protkollieren?

  • Anwesenheitsliste
  • bei Wahlen wer was gewählt hat, ob es Gegenstimmen gab, usw.

Was muss ein Schriftführer noch protokollieren?

Hi,

Protokollführer machen eine Anwesenheitsliste, wieviele Stimmen für welches Problem abgegeben wurden(nicht wer was gewählt hat), außerdem werden Verspätungen protokolliert(z.B. XY betritt/verlässt umd XY Uhr den Saal), sowie Themen die besprochen werden(z.B. wenn der Vorsitzende über ein Problem diskutiert, sollte dies zusammengefasst oder Wortwörtlich wieder gegeben werden) oder wenn Kommentare von anderen dazu kommen(hier dabei achten, dass nicht 100 mal das gleiche Argument von verschiedenen Leuten kommt).

Was auch dazu gehört ist, das Pausen oder Störungen der Sitzung aufgeschrieben werden.

Auch wann die Sitzung begann, wo sie statt fand zund wann sie beendet wurde.

Das sind meiner Meinung nach Sachen, die ein Schriftführer zu protokollieren hat(selber 2 Jahre Schriftführer gewesen).

mfg,

Hanzo

Hallo Hanzo,
zunächst einmal Danke für die umfangreiche Aufklärung. Muss das Protokoll am Ende der Sitzung vollständig sein, oder darf man sich den Ablauf erst einmal stichpunkthaltig festhalten (um es dann später zu Hause zu vervollständigen)? Die Diskussion über ein Problem kann sehr lange dauern, weshalb sehr viel Text anfallen würde. Wie hast es du gemacht?
Wird jeder Kommentar (der zum Thema gehört) notiert? (Heinz sagte …, Stefan erwiderte …, Karin war nicht einverstanden …, )
Sollte man das Protokoll im Nachgang vom 1. Vorsitzenden unterschreiben lassen? (als Bestätigung der Richtigkeit)

Hallo,

angenommen es findet im Verein X eine Jahreshauptversammlung
statt. Was muss der Schriftführer eigentlich protkollieren?

Was steht denn in der Satzung des Vereines?

Gruß
Jörg Zabel

Servus,

Muss
das Protokoll am Ende der Sitzung vollständig sein, oder darf
man sich den Ablauf erst einmal stichpunkthaltig festhalten
(um es dann später zu Hause zu vervollständigen)?

^^ Nein, um Gottes Willen, dass würde viel zu schnell gehen, wenn das Protokoll am Ende der Sitzung fertig sein muss. Ich hatte mir immer Stichworte/Sätze gemacht und es dann zu Hause zusammen gesetzt. Nur die Stichworte/Sätze müssen den Inhalt logisch wiedergeben können und dürfen nicht zu Missverständnissen führen.

;Die

Diskussion über ein Problem kann sehr lange dauern, weshalb
sehr viel Text anfallen würde. Wie hast es du gemacht?

Ich hatte Personen immer Kürzel gegeben und habe einfach Worte/Sätze hinter dem Kürzel aufgeschrieben, musste aber auch zu hören und verstehen, was die Person gemeint hat.
Wenn es nun zu einem längeren Dialog kam, habe ich einfach zu Hause nach gesehen, was zur Diskussion wichtig war, was doppelt vorkam, was wichtig zum Gesprächsverlauf war… so hatte ich manche Sätze ganz rausgestrichen, falls mehrere Leute den gleichen Gedanken hatten dies einfach zusammengefasst oder wenn eine Person einen neuen Gedanken gehabt hat, dass ich den einfach „wort wörtlich“ hinschreibe… etc.

Wird jeder Kommentar (der zum Thema gehört) notiert? (Heinz
sagte …, Stefan erwiderte …, Karin war nicht
einverstanden …, )

Nein, ich habe einfach den „groben“ Verlauf der Diskussion, bzw. den Kern wiedergegeben: Der Vorsitzende meint…, jedoch wurde von einigen diese Meinung durch Grund XYZ widerlegt …(oder so ähnlich).

Sollte man das Protokoll im Nachgang vom 1. Vorsitzenden
unterschreiben lassen? (als Bestätigung der Richtigkeit)

Bei mir hat der Vorsitzende, der 2. Schriftführer und ich (Schriftführer) unterschrieben, bei evt. Meinungsverschiedenheiten, musste man sich zusammen setzten und darüber reden.

mfg,

Hanzo

Hallo,

(z.B. wenn der Vorsitzende über ein Problem
diskutiert, sollte dies zusammengefasst oder Wortwörtlich
wieder gegeben werden) oder wenn Kommentare von anderen dazu
kommen(hier dabei achten, dass nicht 100 mal das gleiche
Argument von verschiedenen Leuten kommt).

In einem Ergebnisprotokoll komplett überflüssig. Und warum der Vorsitzende zitiert werden sollte, die anderen aber nicht, ist mir schleierhaft.

Was auch dazu gehört ist, das Pausen oder Störungen der
Sitzung aufgeschrieben werden.

Das finde ich ebenfalls überflüssig.

Auch wann die Sitzung begann, wo sie statt fand zund wann sie
beendet wurde.

An welchem Tag sie stattfand ist interessant für irgendwelche Fristen. Aber die Uhrzeit? Doch wohl nur dann, wenn es über Mitternacht hinaus geht, oder?

Das sind meiner Meinung nach Sachen, die ein Schriftführer zu
protokollieren hat(selber 2 Jahre Schriftführer gewesen).

Naja, das kommt doch wohl ein klein wenig drauf an, worum es sich eigentlich handelt, oder? Im Bundestag wird ganz anders protokolliert als im Knobelclub.
Gruß
loderunner (ianal)

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Natürlich wäre zunächst zu prüfen was die Satzung hergibt und welchen Formerfordernissen sich der Verein selbst unterworfen hat.

Die Protokollierung sollte natürlich auch so erfolgen, dass das Registergericht bei anmeldepflichtigen Tatsachen zum Register, meistens Vorstandsänderungen und Satzungsänderungen, nichts zu beanstanden weis. Wenn Beschlüsse über Satzungsänderungen oder eben Wahlen protokolliert werden, dass sollte die Darstellung des Ablaufes und auch der Ergebnisse auch eindeutig sein. Das Protokollierte sollte für einen nicht anwesenden verständlich und nicht nur auf den Verfasserhorizont abgestellt sein.

Mindestangaben eines Versammlungsprotokolls gemäß dem Vereinsrechts

Ort, Datum, Uhrzeit.
Versammlungsleiter, Protokollführer.
Anzahl der stimmberechtigten und sonstigen Anwesenden.
Feststellung der satzungsgemäßen Einberufung der Versammlung.
Feststellung der Beschlussfähigkeit der Versammlung.
Gestellte Anträge.
Art der Abstimmungen.
Genaue Ergebnisse der Abstimmungen.
Bei Wahlen, genaue Personalien der Gewählten und Erklärungen der Wahlannahme.
Bei Beschlüssen genauer Wortlaut.
Zeitpunkt des Endes der Versammlung.
Benötigte Unterschriften aller Versammlungsverantwortlichen.

ml.

Hi,

In einem Ergebnisprotokoll komplett überflüssig. Und warum der
Vorsitzende zitiert werden sollte, die anderen aber nicht, ist
mir schleierhaft.

Meistens bringt der Vorsitzende ein Argument in die Runde und wenn nun sich 20 Leute mit dem gleichen Argument dazu was sagen wollen, würde es überflüssig machen. Wenn einzelne Personen verschiedene Argumente haben, sollte man dies schon erwähnen.

Was auch dazu gehört ist, das Pausen oder Störungen der
Sitzung aufgeschrieben werden.

Das finde ich ebenfalls überflüssig.

Auch wann die Sitzung begann, wo sie statt fand zund wann sie
beendet wurde.

An welchem Tag sie stattfand ist interessant für irgendwelche
Fristen. Aber die Uhrzeit? Doch wohl nur dann, wenn es über
Mitternacht hinaus geht, oder?

Außerdem gibt es verschiedene Arten von Protokollen, so z.B. habe ich kein Ergebnisprotokoll geschrieben sondern versucht ein Verlaufsprotokoll zu schreiben.

Hanzo

Hallo,

Außerdem gibt es verschiedene Arten von Protokollen, so z.B.
habe ich kein Ergebnisprotokoll geschrieben sondern versucht
ein Verlaufsprotokoll zu schreiben.

Eben. Wo genau ist denn ein Verlaufsprotokoll vorgeschrieben? Und warum sollte man sich dann diese Arbeit machen, wenn das Ergebnis davon eh’ nur unvollständig sein wird?
Gruß
loderunner (ianal)