Hallo,
ich hab schon oft gelesen, dass Streusalz schlecht für Pflanzen und Gewässer ist, aber warum ist das so? Was passiert da auf chemischer Basis?
Danke.
Hallo,
ich hab schon oft gelesen, dass Streusalz schlecht für Pflanzen und Gewässer ist, aber warum ist das so? Was passiert da auf chemischer Basis?
Danke.
Hi,
die Wasseraufnahme an den feinen Wurzeln der Pflanzen erfolgt über ein osmotisches „Gefälle“. Die Wurzeln sind im vergleich zur umgebenden Erde hyperosmotisch, weshalb das Wasser in sie eindringt.
Wenn nun bedingt durch Streusalz die Erde im Vergleich zur Wurzel hyperosmotisch ist, dann gehts im schlimmsten Fall genau andersherum. Auf jeden Fall ist die Wasseraufnahme stark behindert. Die Pflanze vertrocknet.
JD
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Hallo K.A.: Streusalz ist üblicherweise CaCl2, vereinzelt wird NaCl eingesetzt. Die normalen Pflanzen ertragen hohe Salzkonzentrationen nicht. Sogenannte Salzpflanzen wie Queller, Salzmiere oder Mangroven (Meer) ertragen im Boden bis zu 17% NaCl (Kochsalz). Die Pflanze braucht als Makroelemente z.B. K+, Ca2+, Mg2+, Fe etc… Brauchen K+ und Na+ 3,8 resp. 8 H2O-Moleküle pro Ion, benötigen Ca2+ 17,6 H2O und
Mg2+ 22,2 H2O-Moleküle pro Ion. Die im Pflanzensaft vorhandenen Proteine sind hydratisiert, können aber durch Elektrolyte (wie K+, Ca2+, Mg2+) in zu hoher Konzentration zur Fällung (Aussalzung) gebracht werden, da ihnen das Wasser (Hydrathülle) entzogen wird, was
„normale“ Pflanzen schädigt. Der Ca2±Bedarf variiert je nach Pflanze
stark, ein zu hohes Ca2+ Angebot vertreibt gewisse Pflanzen. Die Zuckerrübe benötigt hingegen mit ca. 140 kg CaO pro Hektare relativ viel Calzium. Damit eine Pflanze gedeiht muss ein günstiges Verhältnis der einzelnen Ionen (Ionenbalance, meist viel K+) und eine geeignete Gesamtionenstärke (Osmoregulation) vorhanden sein.
Gruss
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Danke.