Was passiert mit sog. Schrottimmobilien?

Hallo Experten,

man liest ja oft von sog. „Schrottimmobilien“ - also Wohnungen, die nicht mehr verkauft und auch nicht vermietet werden können. Was passiert eigentlich, wenn man dummerweise Eigentümer einer solchen Immobilie ist? Es fallen ja in der Regel monatliche Kosten an. Was, wenn man diese auch nicht mehr bezahlen kann und auch das Geld für eine Sanierung nicht vorhanden ist? Auch bei einer Zwangsversteigerung können ja nicht alle Immobilien verkauft werden.

Vielen Dank!

werden können. Was passiert eigentlich, wenn man dummerweise Eigentümer einer solchen Immobilie ist?

Dann bleibt man auf allen Kosten sitzen.

Regel monatliche Kosten an. Was, wenn man diese auch nicht
mehr bezahlen kann und auch das Geld für eine Sanierung nicht vorhanden ist?

Dann bekommt man die Problem, die alle bekommen, die ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen können.

Hallo!

Was, wenn man diese auch nicht mehr bezahlen kann und auch das Geld :für eine Sanierung nicht vorhanden ist? Auch bei einer :Zwangsversteigerung können ja nicht alle Immobilien verkauft :werden.

Falls sich niemand findet, der die Immobilie samt daran hängender Verpflichtungen geschenkt haben will, kann der Eigentümer der Immobilie unbeschwert in die Zukunft sehen, weil ihm ein Insolvenzverwalter alle Sorgen abnimmt.

Es soll aber Leute geben, die mit so gut wie unvermietbaren Wohnungen noch Mieteinnahmen erzielen. Manche Menschen brauchen nur eine Adresse und Nebensächlichkeiten wie Wohnungszustand und Lage interessieren nicht. Gerüchteweise hörte ich, dass das älteste Gewerbe der Welt dankbarer Wohnungsmieter ist, zahlt bar und das nicht einmal schlecht :smile:

Gruß
Wolfgang

Hallo, an der Stelle seien auch noch die Schlagworte „Kernsanierung“ oder „Abriss“ eingeworfen…

Nebensächlichkeiten wie

Wohnungszustand und Lage interessieren nicht. Gerüchteweise
hörte ich, dass das älteste Gewerbe der Welt dankbarer
Wohnungsmieter ist, zahlt bar und das nicht einmal schlecht

Dieses Gewerbe, sofern Du das Horizontale meintest, benötigt ebenfalls Immobilien die in Ordnung sind. Ansonsten ist dieser Betrieb auch nicht möglich. Außerdem dürfte es sich dann auch nicht um einen Sperrbezirk handeln, was die Lage angeht.

Dieses Gewerbe, sofern Du das Horizontale meintest, benötigt
ebenfalls Immobilien die in Ordnung sind. Ansonsten ist dieser
Betrieb auch nicht möglich.

Nicht zwingend. Ein hiesiges Bordell, an dem ich regelmäßig vorbeifahre, hat zersprungene Scheiben, die notdürftig mit Klebeband zusammengeklebt wurden, das zugehörige Nebengebäude ist gesperrt da einsturzgefährdet. Insgesamt macht diese Immobilie einen sehr heruntergewirtschafteten Eindruck.

Möglich, daß es innen besser aussieht.

Gruß
Tina

Hi Pestwurz,

eigentlich das selbe wie mit einem Schrottauto - es geht zum Schrotthändler - es gibt für alles einen Markt solange der Preis stimmt. Mein Nachbar ist z.B. ein Immobilienmakler der sich auf solche Immo’s und der Kundschaft eingestellt hat. Schlecht scheint die Sache nicht zu laufen… auf seiner Internetseite ist Bewegung und ein A7 und S4 Cabrio muss ja auch erst mal verdient sein. Bei ihm gibt es Häuser im unteren 5 stelligen Bereich - aber wie ein anderer Kumpel, der ist Autoverkäufer, seinen Gebrauchwagenkunden sagt… da steht nicht „NEU“ dran.

Gruss Keuper

Zusatzfrage
Hallo,

wie sieht es denn aus, wenn der Eigentümer Insolvenz anmeldet? Was ich nicht verstehe: Eine Immobilie ist ja nicht so einfach weg und wenn es z.B. eine Wohnung in einem Wohnblock ist (also kein Einfamilienhaus) ist ein Abriss ohne weiteres auch nicht möglich. Solange das Ding steht, entstehen weitere Kosten (Hausgeld, Grundsteuer, Heizkosten, damit im Winter nicht die Rohre platzen …). Ist eine Insolvenz in so einem Fall für einen Privateigentümer überhaupt möglich und wenn ja, wer trägt dann die Kosten? Vielen Dank!

Hallo!

Solange das Ding steht, entstehen weitere Kosten
(Hausgeld, Grundsteuer, Heizkosten, damit im Winter nicht die
Rohre platzen …).

Im Fall der Insolvenz eines Wohnungseigentümers haftet letzten Endes die Wohnungseigentümergemeinschaft. Die Leute werden zunächst überrascht sein (kaum jemand weiß wirklich, auf was er sich mit dem Kauf von Teileigentum einlässt), mancher wird zum Anwalt rennen und weitere Kosten verursachen und schließlich not amused sein :frowning:

Gruß
Wolfgang

Eine Schrottimmobilie ist ja häufig eine solche, weil der bezahlte und oft finanzierte Kaufpreis nicht mit dem tatsächlichen Wert übereinstimmt.

Insofern hat sich ja nicht KEINEN Wert, sondern eben nur nicht den, den man durch Mieteinnahmen oder Verkaufserlöse bräuchte, um ohne Schaden aus der Sache rauszukommen.

Eine einfache unsanierte alte Wohnung mit Kohleofenheizung aus sagen wir mal den 50er Jahren mag vielleicht 40-50.000 € wert sein - wird sie für 200.000 € einem Dummen angedreht, der noch dazu ne 100 % Finanzierung macht, mutiert diese Wohnung schlagartig zur Schrottimmobilie.

Deswegen ist sie weder abbruchreif noch unverkäuflich - nur wird sich halt nie eine 200.000 € Finanzierung rechnen.

Wendy

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