…zur geplanten Tötung von 400.000 Rindern zur Marktregulierung? Ist denen dieser Umgang mit lebendigen Wesen völlig wurscht? Die Parteien mit dem C im Namen finden daran nichts Anstößiges. Hätte ich auch nicht anders erwartet. Aber die Kirchen? Muß diesen Ignoranten erst ein Atheist erzählen, was ethisch (vom Tierschutzgesetz ganz zu schweigen)vertretbar ist?
Die Existenz der Schwatzkittel war für mich noch akzeptabel, weil sie immerhin einigen Menschen, die nicht selbst nachdenken können oder wollen, eine Richtschnur für ihr Handeln an die Hand geben. Wo sind sie denn jetzt, die Herren? Erheben sie jetzt ihre Stimme. Ich höre nichts.
Als ich vor langer Zeit die Kirche verließ, tat ich das aus Überzeugung. Ich werde immer wieder bestätigt.
Hi,
die Kirchen haben ihr Augenmerk nach innen gerichtet und achten darauf, dass nicht noch mehr Gläubige davon laufen.
Wenn man der Bibel Glauben schenken mag, hat Gott nicht nur den Menschen erschaffen, sondern auch die Tiere. Der Mensch, der sich jetzt anschickt, 400.000 Rinder zu töten, nur weil es in seinen Wirtschaftskram passt, handelt pervers und außerhalb aller ethischen Grundsätze, die seine Religion ihm mitgegeben hat.
Es wäre deshalb zu erwarten, dass die Religionsführer, Bischöfe und wie sie sich nennen, ihre Stimme erheben und dem fürchterlichen Treiben Einhalt gebieten.
Aber nichts passiert!
Ist das nicht ein Zeichen, dass die Kirchen versagen und man überprüfen muß, ob sie noch zeitgemäß sind, ob sie noch gebraucht werden.
Die Amtskirche ist nur noch für sich selbst da, um sich selbst zu zelebrieren. Ein trauriges Ende.
Vielleicht gelingt den Tierschützern das, wozu die Kirchen und Hüter des Lebens nicht fähig sind.
Gruß,
Francesco
Nur weil in der Presse nichts zu lesen ist, heisst das noch lange nicht, daß „die Kirchen“ für diese sinnlose Tötung sind. Im Gegenteil, sie sind mit einiger Sicherheit mit grosser Mehrheit dagegen.
Aber im Chor der pluralistischen Stimmen werden von der Presse oft nur einzelne gehört und der Tierschutzbund ist bei diesem Thema wohl der direktere Ansprechpartner.
gestern kam in den Nachrichten (ZDF-Nachtnachrichten), dass die Kirchen in Deutschland die Tötung der Tiere als ein Verbrechen an den Mitgeschöpfen bezeichnet hätten (oder so ähnlich). Hier ein Zitat aus der Pressemitteilung der EKD von gestern:
„Zum Thema Tierschutz speziell hat der damalige Wissenschaftliche Beirat des Beauftragten für Umweltfragen des Rates der EKD im Jahr 1992 einen Diskussionsbeitrag - „Zur Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf“ - herausgegeben. Darin wird zur Nutztierhaltung unter anderem ausgeführt: „Nutztiere (dürfen) nicht ausschließlich unter dem Nutzungsgesichtspunkt betrachtet werden, als seien sie bloße Maschinen… sie als Mitgeschöpf zu achten heißt, sich an ihrem Wohlbefinden zu freuen und es zu fördern. Schon die bloße Wahrscheinlichkeit haltungsbedingter Schmerzen und Leiden macht schonendere Haltungsformen zur Pflicht.“ Die Schrift enthält im weiteren dann ein eindrückliches Plädoyer für den artgerechten Umgang mit Tieren.“
Der vollständige Text der PM ist nachzulesen unter
…zur geplanten Tötung von 400.000 Rindern zur
Marktregulierung? Ist denen dieser Umgang mit lebendigen Wesen
völlig wurscht? Die Parteien mit dem C im Namen finden daran
nichts Anstößiges. Hätte ich auch nicht anders erwartet. Aber
die Kirchen? Muß diesen Ignoranten erst ein Atheist erzählen,
was ethisch (vom Tierschutzgesetz ganz zu schweigen)vertretbar
ist?
Zunächst mal erregt die Vorstellung, dass eine solch gewaltige Menge an Tieren abgeschlachtet wird, Grauen. Aber du musst noch Folgendes Bedenken.
i) Die Rinder waren von vornherein zum Abschlachten bestimmt. Im Gegenteil schon jetzt leben viele Tiere länger als geplant.
ii) Was soll mit den Tieren geschehen? Lebenslange Versorgung bis zum natürlichen Tod? Wer wird diese Tiere versorgen und füttern?
Es bleiben dir doch letztendlich vier mögliche Konsequenzen;
1.) Du isst demnächst soviel Rindfleisch wie möglich und versuchst alle Bekannten zu überzeugen es auch zu tun.
Damit hilfst du dabei den Rindfleisch zu regulieren und die Rindviecher dem geplanten Zweck zuzuführen.
2.) Du wirst Vegetarier, um zukünftige Mißbrauch von Tieren vorzubeugen.
3.) Du setzt dich dafür ein, daß der Staat die lebenslange Versorgung der Rinder übernimmt. Vielleicht kannst du die Patenschaft für eine Kuh übernehmen.
4.) Du lamentierst nur, ohne einen Gegenvorschlag zu machen, was nun mit den tieren geschehen soll.
Gruß
Carlos
P.S. Bitte sei mir nicht böse, wenn es etwas hart klingt.