Immer noch nicht Hola sondern Hallo
,
So so, deswegen wurde mein Vater auch aus der DDR ausgewiesen,
weil er zu viele kritische Fragen stellte und selbständig
dachte!
Es galt sehr wohl für das Bildungssystem, nur hast du das als
Kind nicht begriffen. Du kanntest es ja nicht anders.
Das ist nicht richtig. In der Mehrzahl der Fälle gab es keine
wirklich ernsthaften Restriktionen gegen Schüler - ich
erinnere an Frau Merkel.
Pastorentocher, Doktor der Physik.
Natürlich gab es Vorfälle, doch ist die Darstellung, ständig
und überall sei massivst mit Druck vorgegangen worden, oder
seien Leute durch die Blume mit aggressiven Maßnahmen im
Lebenswandel behindert worden, schlichtweg historisch falsch.
Es wird sicherlich noch ein Jahrzehnt bedürfen, bis auch nur
im Ansatz ein wirklich sachliche Auseinandersetzung mit der
deutsch-deutschen Geschichte im Ansatz (!) stattfinden kann.
Man blicke nur auf den Nationalsozialismus, in welcher Form
dort auch nach 70 Jahren immer noch herumgerührt wird.
Aha, also bist du auch gegen Pauschalaussagen, denn ich habe diese absichtlich pauschal gehalten. Und im übrigen mein Siefvater war 15 als er ausgewiesen wurde. Von seiner Großmutter die ihn erzog zu den seinen Eltern die noch in einem Flüchtlingslager untergebracht waren.
Er wollte nicht gehen, musste aber. Und seine Großmutter hat er nie wiedergesehen. Nicht mal zu Beerdigung durfte er einreisen, seine Eltern schon!
Was ich aber im Grunde wollte dich von diesen pauschalen Aussagen mal weg zu holen. So wie du argumentierst hört es sich so an als wenn im Westen kein einziges Elternteil sich für sein Kind interessiert, und das ist nicht korrekt.
Es war vielmehr so, daß die Eltern weitestgehend mitgezogen
haben. Anders gesagt, war schon vom Elternhaus „zu meiner
Zeit“ überhaupt kein Verständnis vorhanden, wenn es um
Schwänzen oder „Abwesenheit mit Beigeschmack“ ging. Um eine
Spruchweise zu zitieren, die heutzutage unter die Räder
gekommen ist: Es geht nicht immer nur nach Lust im Leben.
Sorry, wenn die Eltern da nicht mitgezogen haben galten sie
sehr schnell als „Feind des Systems“,
Siehe das Beispiel meines Stiefvaters, seine Großmutter hat ihn zu einem weltoffenen, durchaus kritischen Menschen erzogen. In der Folge musste sie im übrigen das Haus verlassen das sie bewohnte und in eine kleine Wohnung umziehen. Von oben angeordnet…
Und nur weil du es aus deinem persönlichem Umfeld nicht berichtet bekommen hast heißt das nicht das es nicht existiert hat. Manche Wahrheiten werde gerne verschwiegen, weil sie einem unangenehm sind. Die extremsten Beispiele hierfür fand man nach der NS-Zeit, oder wie will man sonst erklären das ein großteil eines Volkes angeblich nichts von Deportationen und Vergasungen gewußt hat.
Najaj aber das gehört nicht hierher und dient nur als Beispiel. Wir sind halt nicht so gut und schnell in der Aufarbeitung unserer Vergangenheit.
Polemisch und maßlos übertrieben. Natürlich fiel man auf, wenn
man „gegen etablierte Haltungen“ handelte, doch ist es erneut
historisch absolut falsch, den Eindruck zu erwecken, eine
brutale Maschinerie sei plötzlich aufgeschreckt und mit
todbringenden Mitteln gegen jedes noch so kleine „Zahnrad“ im
Getriebe vorgegangen.
Auch das ist mit Blick auf den real geschehenen Bildungsalltag
der DDR ein Märchen.
Nun das ist eine Frage des Blickwinkels.
Und ich spreche hier zusätzlich sogar noch aus eigener,
familiärer Erfahrung.
Du spricht also mit und von Wissen aus dritter Hand, ob Familie oder nicht ist dabei eigentlich egal.
Auch für Dich Andrea zum ungezählten Male: Die DDR war kein
totalitärer Staat im Sinne des Dritten Reiches. Schon hier ist
diese Assoziation, die nämlich häufig auftritt, einfach
falsch.
Nun im Sinne des Dritten Reiches mit den unzähligen auf Staatsgeheiß Ermordeten nicht. Im Sinne von Überwachung und Restriction war dieser Statt aber sehr ähnlch.Bezüglich der Restrictionen bringe ich das mal auf einzelne Aussagen: Jedes Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist ein Verbrechen zuviel. Jede Unterdrückung ist eine Unterdrückung zu viel. Genauso wie jedes Kind das geschlagen oder misshandelt wird ein Kind zu viel ist.
In Dingen dieser Art neige ich zum Absolutismus, wir sind alle zivilisiert genug um anders mit einem Problem umzugehen. Und dies sollte auch jeder Staat sein, egal ob totalitär oder sonst was.
Ich erinnere mich einst an ein Streitgespräch hier, als ich
auf Anfrage eines interessierten Mitbürgers aus den Alten
Ländern, den typischen DDR-Schulalltag erstens aus meiner
Sicht erzählen sollte, und zweitens aus der Sicht, die ich
durch die jahrelange Beschäftigung mit dem Thema als
distanzierte Sichtweise dagegensetzen würde.
Daraufhin mischte sich jemand ein, der zu denen gehörte (samt
Familie), die unter dem System gelitten hätten. Problem war:
Sie stellte ihre Einzelerlebnisse als uneingeschränkt gültig
und normal dar, erzählte an vielen Stellen faktischen Unsinn
et cetera.
Nun, ich würde das nicht so unbedingt von der Hand weisen, wenn man eine Erfahrung gemacht hat wird man entsprechend sensibiliesiert. Und dies führt in der Folge dazu das einem diese Dinge viel öfter im Alltag begegnen. Man nimmt sie nach einer solchen Erfahrung erst richtig wahr. Das ist wie mit Schwangeren oder jenen die schwanger werden möchten, die sehen plötzlich überall auch Schwangere 
Sob wenig wie du bzw. besser wohl deine Familie diese Dinge wahrgnommen hast, genausowenig hat sie die Dinge wahrgenommen die Deine Familie erlebt hat. Es ist eine Frage der Focussierung, somit sind beide Aussagen richtig.
Was uns wiederrum zurück zum Thema bringt…
Keine Frage - Repressionen gab es, doch ist es unzulässig, aus
solchen Einzelschicksalen einen weitausholenden Hammerschlag
zu konstruieren, der auch noch impliziert, man hätte permanent
ein Terrorregime im Nacken gespürt.
Nun bist du aber polemisch und effekthaischerisch. Hier hat niemand die DDR mit einem Terrorstaat verglichen. Das willst du nur herrauslesen. Und Terror ist nicht gleich Terror.
und somit waren die
Eltern auch unter Druck und konnten gar nicht anders wenn sie
nicht irgendwelche Repressalien fürchten wollten.
Wie gesagt: falsch. In der Mehrzahl der Fälle zuckte „das
System“ gar nicht, oder die Reaktion war eine rein verbale, in
diesem zum Lachen anmutenden „sozialistischen Deutsch“.
Eine verbale die allerings eine Drohung enthielt, und bei ganz uneinsichtigen auch durchaus noch viel weiter führte. Und nochmal auch wenn es nur einmal vorgekommen wäre es wäre einmal zu viel.
Zu meiner Zeit gab es Hausbesuche der Klassenlehrerin, wo in
Abwesenheit des Kindes über allemöglichen Aspekte des
Schulalltags geredet wurde. Neudeutsch würde man vermutlich
heuer „Transparenz“ schimpfen, oder „Lehrer-Eltern-feedback“,
oder „Schule-Elternschaft-Kooperation“ - solche lachhaften
Worthülsen für trivialste Selbstverständlichkeiten des
Schulalltags [für DDR-Verhältnisse].
Oder was ebenso genau in diese Kerbe der wohlwollenden
Zusammenarbeit von Lehrern und Eltern fiel, waren die offenen
Elternabende. Sprich, Zensuren, Namen, Vorkommnisse - alles
Mögliche eben - wurden unverblühmt vor allen Anwesenden
erörtert. Heute halten es mehr und mehr Eltern nichtmal mehr
für nötig, zu den Elternabenden zu erscheinen, und wenn
endlich informiert werden soll, geht das Getue um den
vermeintlichen „Datenschutz“ los; Zensuren, Leistungsstände,
Benehmen, Verhalten et cetera also nicht mehr „im Kollektiv“
besprochen werden dürften. Was für ein Unfug.
Hausbesuche, naja die gab es nicht mal zu meiner Zeit eher zu der Zeit wo meine Eltern zur Schule gegangen sind. Und vor allem sind diese nicht mehr leistbar von den Lehrern da die Mittel fehlen hierfür noch Lehrkräfte einzustellen. Was im eigentlichen des Pudels Kern ist, nämlich die finanzielle Mittellosigkeit des Bildungssystems und die damit verbundenen strukturellen Schwächen.
Zudem ein mit dem Industriezeitalter eingezogener Werteverfall der viele Dinge in unserem Lebensalltag beeinflusst. Es gibt keinen Generalschuldigen, sondern viele zu berücksichtigen Umstände. Insofern greife ich mal deinen Ausspruch mit „Ich bin Deutschland“ auf, diese Aktion ist ein Wassertropfen der diesem Verfall entgegenwirken soll. Schließlich wurde uns über Jahrzehnte eingetrichtert das es nicht korrekt ist Stolz zu sein auf seine staatliche Abstammung ohne nicht gleich in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden. Obwohl Nationalstolz wenig mit braunem Nationalsozialismus zu tun hat…
Diese Aktion soll dazu dienen aus dieser Denkschleife auszubrechen und wieder die Möglichkeit schaffen ganz ohne schlechtes Gewissen Stolz darauf zu sein wer man ist und woher man kommt.
3 Stunden Hausaufgaben nach einem 8 Stunden Tag sind hier bei
unserem Gym durchaus die Regel.
Ach komm - bitte nicht diese Mitleidstour.
Würde ich jetzt wieder den Zyniker in mir anschalten, müßte
ich sagen, daß es selbstgemachter Ärger ist, die Kinder aufs
Gymnasium geschickt zu haben, und daß es andersherum zwei
bildungstechnische Probleme sind, deren „Opfer“ Deine Kinder
werden. Erstens: Das Regelgymnasium in Deutschland ist eher
Paukanstalt als Lernanstalt. Zweitens: Die höheren Stellen
zeigen sich anscheinend unfähig, eine ertragbare Belastung des
Schülers zu gewährleisten.
Wobei man hier ganz klar sagen muß: Wir sind auch nicht daran
gestorben, etwas für die Schule getan haben zu müssen.
Hier klingt schon wieder diese kotzige Mentalität dieser Tage
durch, daß möglichst mit dem letzten Pausenklingeln des Tages
der Schalter umgelegt wird auf „jetzt ist Freizeit, leck mich
am Arsch Schule“.
Das hat mit Mitleid nichts zu tun, nur mit einer gewissen Unfähigkeit Unterricht so zu halten das sich die HA in einem gewissem Maß halten.
Und hierbei ging es mir um das Maß, im übrigen rede ich hier nicht von Oberstufenschülern sondern von Schülern die a) eine entsprechende Empfehlung hatten und b)in der Mitte der Unterstufe sind.
Und bitte - in Deinem konkreten Fall: 8-Stunden-Tag. Den hat
man erstens nicht jeden Tag, zweitens ist man nach 8 Stunden
spätestens 16.00 Uhr zuhause, drittens drei Stunden weiteres
Arbeiten macht dann erst 19.00 Uhr. Entschuldigung? Wo ist das
bitte übertrieben?
Nun, zunächst mal vergisst du die Lebenserhaltenen Bedürfnisse wie essen/trinken, dann liegen wir nach deinem Beispiel bei ca. 19:45.
Zudem kommt noch hinzu das ich hier auf dem Land wohne, sprich alle Schüler werden mit Schulbus befördert der im übrigen nur zu bestimmten Zeiten fährt. Somit verschiebt sich das ganze nochmal um eine Stunde und wir sind bei 20:45. Und es bleibt nach anzumerken das diese Stunde Morgens ja auch noch dazu kommt, also statt 7:00 aufstehen heißt es 6:00 aufstehen. Da Schlaf für das lernen wichtig ist bleibt an solchen Tagen also Null Freizeit.
Im übrigen haben diese Kinder in der Regel immer 6 Stunden und sind dann mit dem Buss um 14:00 Uhr zu Hause. 2 mal die Woche 8 Stunden Unterricht. Da Sportunterricht nur wenig stattfindet (2 Stunden die Woche sind nicht viel) wird an den 6-Stunden Tagen versucht sich sportlich zu orientieren. Dies findet im übrigen auch nur unter der Woche statt, Training an WE’s sind seltenheit weil der Trainer ja auch WE haben will als Ehrenamtlicher.
Und zudem kommen dann noch Termine an allerlei anderen die von der Natur der Sache auch nur unter der Woche stattfinden können.
Summiert man das ganze ist dies doch eine erhebliche Belastung.
bleiben einige Stunden für das Kind, noch andere Dinge zu tun
- UND DAS GANZE WOCHENENDE.
Rechnung siehe oben, und das WE naja. Angesichts weniger guter Freizeitangebote … aber lassen wir das.
Ich darf gerne auf meine 1. Klasse zu DDR-Zeiten verweisen:
Unterricht am Sonnabend. 7.30 Uhr gings los, bis 11.05 Uhr.
Also bitte dieses Gejammer abstellen.
Nur nicht denken das es das bei uns nicht gab oder gibt. Es gibt auch hier noch Schulen die Sonnabends Unterricht leisten, vor allem im Grundschulbereich.
Nebenbei Rückschluß auf weiter oben: Was hast Du Dir denn um
Gottes Willen ausgemalt bei den Überlegungen für den
Arbeitsalltag an einem Gymnasium???
Ich gar nichts, weil ich hab keinen Gymnasiasten zu Hause. Trotzdem finde ich die Arbeitsbelastung immens. Im übrigen es gibt meist an den 6-Stunden Tagen noch mehr auf als an den 8-Stunden Tagen.
Vier Stunden Unterricht und mittags dann mit Schirmchengetränk
im Sonnenstuhl abhängen???
Wenn die Kinder denn Mittags zu Hause wären natürlich nicht. Aber ich lebe wie gesagt auf dem Land und da ist es etwas ganz anderes.
Und am besten noch Lehrer, die einen Unterricht führen wie:
„So liebe Kinderleins - wollt ihr heute dies oder das machen.
Das nicht? Nein? Ach, ihr wollt gar nichts machen. Na gut,
dann machen wir heute 'mal schöne Spiele, nicht wahr, weil ihr
es seid, ihr ach so überforderten Kinderleins.“.
Nein, sie sollten Unterricht machen und Stoff vermitteln und nicht nur die Schüler still beschäftigen und dann noch HA zu Stoff selbst erarbeiten in Unmengen. Das Maß ist hier gefragt und die richtige Vermittlung von Lerninhalten. Es kann nicht angehen das Schüler sich komplette Lerninhalt alleine erarbeiten müssen ohne Anleitung/Hinweise der Lehrkraft.
Verzeih mir bitte den mit viel Genuß tief aus mir
heraussprudelnden Spott über dieses doch inzwischen extrem
überspannte Klischee à la „Hach, 8-Stunden-Tage und dann noch
zuhause hinsetzen, ach herje, …“.
Deine Polemik ist mal wieder nicht zu überbieten… Auch du schaust nur aus deinem begrenztem Blickfeld auf das worüber wir hier diskutieren.
Absolut primitive Anforderungen. Einfacher kann man es doch
gar nicht haben - ein überschaubarer Alltag, der im Vgl. zum
späteren Leben eine echte Schonzeit ist.
Also ich möchte nicht tauschen, mit diesen Schülern. Nicht im geringstem. Mit unseren Realschülern, ja da würde ich es tun. Aber nicht mit den Gymnasiasten, da würde ich mich schlechter stellen.
Wenn einem das Stoff so in den Schoß fällt sicher, wenn man
sich diesen aber richtig erarbeiten muss ist das was anderes.
Lernen ist nicht immer leicht und vor allem nicht für jeden.
Was hat der Schulbesuch bitte mit Stoffverarbeitung zu tun?
Nun, wozu dient die Schule? Doch dazu Stoffinhalte zu vermitteln bzw. dazu anzuleiten sie zu erarbeiten. Beim lernen zu begleiten ist eine der Aufgaben der Schule meines Erachtens. Und auch lernen will gelernt sein.
Noch ein Wort zur DDR: Ich hab unter diesen Verhältnissen zwar
die wichtigsten Phasen der Schullaufbahn erlebt, doch die
meine Oberstufenzeit war 1999-2002. Darauf beziehen sich auch
meine Äußerungen - ich hatte halt Glück, an einer Schule das
Abitur zu erwerben, wo sich ein gewisses Lern- und
Arbeitsklima erhalten hat.
Mit der eigentlichen DDR hat das nur noch bedingt zu tun. 
Nun, du hast bereits zugegeben das deine Erfahrungen sich auf die Umstrukturierungszeiten beziehen. Und da muss ich dir sagen das diese nicht mit dem realem Geschehen zu DDR Zeiten vergleichbar sind. Das soll jetzt nicht abwertend klingen, aber es liegt in der Natur der Sache. Und wie oben schon gesagt, du beziehst dich mit deinen Äusserungen auf Erfahrungen rein aus drittter Hand. Wir hatten hier schon mal die Diskussion über die inhaltliche Wahrhaftigkeit solcher Erzählungen.
Nein. Würde im Gesundheitssystem festgeschrieben sein, daß
Atteste kostenfrei erteilt würden, wäre die Sachlage für die
Schule nicht anders. Das Gebührenproblem fällt *nicht* in ihr
Aufgabenfeld - in ihr Aufgabenfeld fällt aber (oder sollte
fallen), sicherzustellen, wann wo warum welche Schüler nicht
anwesend sind bzw. waren, so daß festgestellt werden kann, ob
entschuldigtes oder unentschuldigtes Versäumnis vorliegt. Das
schließt auch die ordentliche Prüfung mit ein, ob etwaige
Abwesenheit plausibel ist (oder eben nicht).
Dafür bedarf es aber nicht zwingend der Forderung nach einem Attest. Bei Sterbefällen oder ähnlichem wäre eine Belegung wohl angebrachter. Krank ist krank egal ob Regelbeschwerden oder Schüttelfrost.
Ich entstamme einem Hintergrund, auf den Letztgenanntes
zutrifft, dennoch gilt das Argument der Priorität. Kümmere ich
mich lieber anständig um meine Pflichten (Schulbesuch,
Begründung von Abwesenheit), oder - polemisch gesprochen -
heize ich mit der Karre wie ein Bekloppter durch die Gegend,
daß man den Strudel im Tank sehen kann, so daß die Spritkosten
in die Höhe schnellen. Oder ob ich mir dreimal in der Woche
ein neues Photomobiltelephon bei eBay ersteigern muß. Und ich
wurde nunmal so erzogen, daß ich mich eher in meinem
Konsumverhalten einschränke und Geld für „sinnvolle Dinge“
gezielt mit einem Höchstmaß an Überlegung und Verständnis für
die Notwendigkeit ausgebe. Punkt.
Ahja, und wenn das Kind nunmal anfällig ist für bestimmt Krankheiten dann soll ich zum zahlen verdonnert werden. Auch wenn ich darauf keinen Einfluss habe. Nun, ein Attest wäre vielleicht dann angebracht wenn der Schüler, aufgrund der Tatsache das er gesehen wurde woanders, ein Attest zu bringen hat.
Ohne nähere Informationen bezweifle ich das: Zu meiner
Oberstufenzeit gab es nämlich auch so einen Fall. Ein
seltendämliches, rundum verblödetes Kifferkind, für das die
Eltern ganze Hefter an Bußgeldbescheiden ins Haus bekam, ohne
daß es von einer Seite her zwingende Konsequenzen gegeben
hätte. Die Bußgelder durfte (!) das Ordnungsamt nicht
vollstrecken, die Eltern reagierten mit verhöhnender
Gleichgültigkeit.
Nun das Ordnungamt hätte es durchaus gekonnt, sofern die Schule darauf bestanden hätte. Die Kosten hat nämlich die Schule zu tragen.
Resignation ist keine Lösung.
Nein, natürlich nicht. Eher mit Notwendigkeiten und Prioritäten, und da legen dann manche Schulen lieber Wert auf Lernmittel als auf die Anwesenheit bestimmter Schüler, damit der Rest jedenfalls gut durchkommt.
Gruss
Andrea