Was sagt ein Kurzzeit-EKG eigentlich aus?

Hallo

Es gibt doch dieses „Kurzzeit-EKG“, wo man mit haufenweise Stöpseln beklebt wird und man dann ein paar Sekunden/ne Minute daliegen muß und dann wird man wieder abgestöpselt und der Arzt sagt „alles OK“.

Mich verwirrt das ganze eigentlich immer, denn was kann man in diesen paar Sekunden eigentlich diagnostizieren? Was sagt das ganze überhaupt aus. Könnte man in dieser einen Minute eine wirkliche Erkrankung erkennen?

Ich leide z.B. hin und wieder unter Herzrhytmusstörungen. Allerdings nicht immer. Der Arzt hat dies sogar mal am Puls erfühlt, aber nur gesagt „Da, hats ausgesetzt“ (habs auch selbe bemerkt). Allerdings auch nichts weiter gemacht.

Kann ich also aufgrund von diesem EKG sicher sein, das mit dem Herzen soweit alles in Ordnung ist?
Hatte kürzlich Nachts mal ganz derbe Schmerzen in der Brust. Seitdem aber auch nicht mehr.
Würde da - falls es was ernstes wäre - bei der Jahresuntersuchung Ende Februar noch etwas auffallen beim EKG?

Vielen Dank

Gruß
Andreas

Hallo,

wieso begreift das eigentlich keiner? „Derbe Schmerzen“, Vernichtungsgefühl, Herzrasen bei prädisponierten Patienten aus der Ruhe heraus, Luftnot u.ä. sind ein Grund ins Krankenhaus zu gehen - sofort! Wenn nicht sogar für den Rettungsdienst.
Findest du nicht, es wäre sinnvoll gewesen zu gucken, was mit dem Herzen war, als es so schlimm geschmerzt hat? Das wäre wesentlich aussagekräftiger gewesen als den Hausarzt irgendwann mal drauf gucken zu lassen.

Sinnvoll in deinem Fall wäre sicherlich die Konsultation eines Kardiologen mit Langzeit-EKG.
Im Kurzzeit-EKG erkennt man trotzdem einige Dinge: Manche Rhythmusstörungen sind ständig da, man kann die Lage des Herzens herauslesen, ggf. ob die Herzwand krankhaft verdickt ist, man erkennt sogar, ob der Patient schon mal einen Herzinfarkt gehabt hat.

Grüße
Liete

Hallo Andreas,
ich hoffe es fällt jetzt keiner über mich her… aber leichte Rhythmusstörungen und „Aussetzter“ sind, bei Männern zwischen 20 und 30 Jahren nicht selten. Hatte ich selber und kennen noch fünf Leute aus meinem Bekanntenkreis.
Das EKG zeigt grundsätzlich an, ob das Herz O.K. ist, oder ob Kammervergrößerungen/VErkleinerungen/Schwächen/Flimmern etc da sind.
Miss mal regelmäßig 2 mal täglich über drei Wochen den Blutdruck. Und lass Dir mal ein Langzeit EKG machen. Dann hast DU gewißheit dass alles OK ist.

Es gibt doch dieses „Kurzzeit-EKG“, wo man mit haufenweise
Stöpseln beklebt wird und man dann ein paar Sekunden/ne Minute
daliegen muß und dann wird man wieder abgestöpselt und der
Arzt sagt „alles OK“.

Mich verwirrt das ganze eigentlich immer, denn was kann man
in diesen paar Sekunden eigentlich diagnostizieren? Was sagt
das ganze überhaupt aus. Könnte man in dieser einen Minute
eine wirkliche Erkrankung erkennen?

naja, so ein paar Kleinigkeiten. Wie etwa Herzinfarkt, coronare Herzkrankheit im fortgeschrittenem Stadium, Differenzierung von herzrhythmusstörungen, Stoffwechselstörungen, ev. Kammervergrößerungen rechts oder links, alte Infarkte usw.

Ich leide z.B. hin und wieder unter Herzrhytmusstörungen.
Allerdings nicht immer. Der Arzt hat dies sogar mal am Puls
erfühlt, aber nur gesagt „Da, hats ausgesetzt“ (habs auch
selbe bemerkt). Allerdings auch nichts weiter gemacht.

Was soll er auch sagen. Ein gesundes Herz kann jede beliebige Art von Rhythmustörungen zeigen.

Mit einer Alterangabe kämen wir schon weiter!

Kann ich also aufgrund von diesem EKG sicher sein, das mit
dem Herzen soweit alles in Ordnung ist?

Nein, mit einem Langzeit-EKG aber auch nicht.