Was sagt ihr zu meiner Bewerbung?

Hallo Leute, wollte mal wissen wie ihr meine bewerbung findet. Bin dankbar ueber jegliche Anregung (Rechtschreibung, Gramma, Formulierung…etc…)! LG

Sehr geehrter Herr XXX,
in der o. g. Anzeige beschreiben Sie einen Arbeitsbereich, der meinen Kompetenzen und Wünschen voll entspricht. Ich bin davon überzeugt, dass ich meine erworbenen Qualifikationen und Fähigkeiten positiv bei Ihnen einbringen kann.

Mein XXX Studium mit den Schwerpunkten XXX habe ich an der XXX erfolgreich mit dem Diplom abgeschlossen. Durch das Studium verfüge ich über fundiertes betriebswirtschaftliches sowie verwaltungswissenschaftliches Fachwissen die ich bereits während meiner Studienzeit äußerst erfolgreich, durch praktische Erfahrungen unter Beweis stellen konnte. Erste Erfahrungen sammelte ich u.a. waehrend eines Praktikums bei der XXX e.V., wo ich am Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems beteiligt war. Als studentische Mitarbeiterin bei XXX e.V. war ich u.a. fuer die Planung und Durchführung von Veranstaltungen / Projekten sowie fuer die Betreuung von Vereinsmitgliedern zustaendig. Für den Erfolg waren meine Kontaktfreudigkeit und Teamfähigkeit von großer Bedeutung. Geholfen haben mir dabei auch mein konzeptionelles Denken und mein strukturierter Arbeitsstil.

Derzeit absolviere ich ein Praktikum bei XXX in London. Zu meinen Aufgabenbereichen gehören unter anderem die Planung und Durchführung von Veranstaltungen/Projekten sowie das Internet Markting und Fundraising. Diese Aufgaben erfordern ein hohes Maß an Kreativität, um stets neue Konzepte entwickeln und Umsetzen zu können, aber auch ein hohes Maß an Koordinations- und Organisationstalent. Nun bin ich auf der Suche nach dem idealen Berufseinstieg, in der ich meine Fähigkeiten und Qualifikationen positiv einbringen kann. Ich bin davon überzeugt, dass eine Organisation - wie XXX- mir optimale Karrierechancen bietet.

Zur Gesamtheit mögen andere mehr sagen, aber ich kann nur sagen, dass mir (als tatsächlich gelegentlich Leute einstellender) die folgende Formulierungen immer negativ aufstößt:

in der o. g. Anzeige beschreiben Sie einen Arbeitsbereich, der
meinen Kompetenzen und Wünschen voll entspricht.

Die Beurteilung würde ich als Einstellender doch lieber selbst treffen. Ich würde eher etwas wie „die von Ihnen ausgeschriebene Stelle passt meiner Meinung nach sehr gut zu meinen Kompetenzen und Fähigkeiten.“ oder so ähnlich.

…Durch das Studium
verfüge ich über fundiertes betriebswirtschaftliches sowie
verwaltungswissenschaftliches Fachwissen die ich bereits
während meiner Studienzeit äußerst erfolgreich, durch
praktische Erfahrungen unter Beweis stellen konnte.

„äußerst erfolgreich“ find ich überheblich, auch wenn man seine sehr guten Noten natürlich erwähnen sollte. Vielleicht gibt es da charmantere Wege „Ich besitze fundiertes … Fachwissen, das ich parallel zum Studium in der Praxis sehr erfolgreich eingesetzt habe.“ oder so…

Ansonsten habe ich den Eindruck, dass die Bewerbung noch zu nah am Lebenslauf klebt, habe aber keine bessere Idee :smile:

HTH

Hi,

also mir liest sich das nach einem ersetzbaren 08/15-Standardtext, wo man im Zweifelsfall halt „Organisation_x“ gegen „Firma_y“ austauscht :wink: Aber für Verbesserungsvorschläge müsste man die Stellenausschreibung kennen. Kannst ja hier reinkopieren (Eigen- und Firmennamen sowie -adresse halt rausxxxen) und ein bis zwei Sätze über den Laden schreiben.

Eine generelle Sache: ich mag da fürchterbar spiessig sein, aber ich mag keine Abkürzungen in Texten. Also schreib halt „unter anderem“ oder sinngemässes.

*wink*

Petzi

Hallo,
zu einer anderen Frage, aber auch das Thema Bewerbung habe ich folgendes geschrieben, das meines erachtens auch hier zutrift:

"…so generelle Aussagen, wie mehr als eine Seite dürfen nicht sein, halte ich für völligen Blödsinn. Der Inhalt muss stimmen. Zu einer ordentlichen Bewerbung gehören ein Lebenslauf und Kopien der Zeugnisse (bitte nicht auch die Grundschule), dies in eine Mappe und obendrauf ein Anschreiben.

Hier muss kräftig getrommelt werden, die Stellenanzeige vorher genau durchlesen, sich die web-side anschauen und sich eine Vorstellung von der Stelle machen.

No go sind: Sachen zu schreiben die schon im Lebenslsuf stehen, am besten noch so einen schicken Verweis á la : „… wie Sie aus meinem Lebenslauf erkennen können…“ für wie doof hält der Bewerber den Leser?

Wiederholung niemals

Auch immer wieder nett, die gleichen Formulierungen zu machen wie eine Millionen Menschen vorher, wie … habe ich Ihre Anzeige… mit großem Interesse …

Schreibfehler gehen gar nicht!

Grundsätzlich sollte man eine Bewerbungsmappe machen und diese weg legen und am nächsten Tag nochmal nehmen und so machen, als wenn man der Adressat ist, der hunderte Bewerbungen ließt.

LG
Birgit8

vielen lieben dank fuer die tipps…werde es umsetzen. eine stellenausschreibung gibt es jetzt nicht direkt, da ich erstmal einen grundgeruest bzw. „allgemeine bewerbung“ verfassen wollte…die steht und dann jeweils individuelle anpassungen vornehmen wollte. daher wueder ich mich ueber weitere tipps freuen, die das gesamtbild…rechtschreibung…gramma…formulierung…etc betreffen. lg

Hier muss kräftig getrommelt werden,

Das wird aber gerne bis zur Lächerlichkeit übertrieben: „Sie suchen … Ich bin der perfekte Mann für diesen Job, denn ich bin äußerts Gewissenhaft und mit meiner mitreißenden Art löse ich auch schwerste Probleme“ (so ähnlich neulich in einer Bewerbung gelesen).

Bei so etwas fühl ich mich mehr veräppelt als bei der Nutzung von Floskeln (Why not?).

Ist aber auch wohl Geschmackssache des Empfängers.

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Hallo mandana9999,

ich fürchte, ich habe mich schauderlich unklar ausgedrückt. Denn was ich in zarten Worten anzudeuten mich bemüht war, ist:

einen grundgeruest bzw. „allgemeine bewerbung“

geht gar nicht Es klingt nach einer verlockenden Idee „ich formuliere einmal nen Text, dann setze ich bloss noch den Namen von der Firma und dem Ansprechpartner ein - und wuusch habe ich schnell eine beeindruckende Zahl von Bewerbungen produziert“. Der Haken an der Sache: das funktioniert nicht.

Nehmen wir mal ein Beispiel aus dem täglichen Leben: Du bist abends an der Bar und suchst nebenbei Deine grosse Liebe. Da hocken einerseits ein Rocker in zerrissener Jeans mit langen Haaren und selbstgedrehter Zigarette. Und daneben hockt der Typ mit Designer-Haarschnitt in Anzug und Kravatte und spielt lässig mit dem Porscheschlüssel rum. Den beiden Herren würdest Du Dich doch auch nicht mit der gleichen Strategie nähern, oder? Falls ja, wirst Du wahrscheinlich an dem Abend nicht die Liebe Deines Lebens gefunden haben, fürchte ich.

Und ähnlich isses bei der Jobsuche auch. Wenn Du Dich „in unserem jungen, dynamischen, erfolgreichen Unternehmen an einem spannenden Markt“ bewirbst, wirst Du ein völlig anderes Anschreiben formulieren als bei „unserem traditionell-konservativen Familienunternehmen in einem althergebrachten Markt“.

Dann kommt noch das fachliche ins Spiel: wenn Du bei nem Job beim Eventmanagement Deinen Studentenjob in der Organisation von Studi-Parties deutlich rausstreichen musst, ist das beim traditionellen, katholischen Modehaus vielleicht eher nicht soo interessant.

Klar, das sind jetzt ganz bewusst gewählte Extrembeispiele. Ich will damit nur zeigen, dass die Firmen und die ausgeschriebenen Stellen extrem unterschiedlich sind, so dass kein Standardanschreiben passen kann.

Also: wenn Du ernsthaft gehelft werden willst, dann mach Dir die Mühe, studiere die Links, die Dir schon genannt wurden, such ne passende Stellenausschreibung und dann dichtest was darauf exakt passendes. Und DAS gucken wir dann auch gerne durch.

Und der Vollständigkeit halber: das gleiche gilt natürlich auch für Deinen Lebenslauf. Auch der wird auf die Firma und Stelle angepasst. (Disclaimer: damit meine ich nicht, dass Du Sachen erfinden oder weglassen sollst. Aber je nachdem werden halt manche Punkte ausführlicher erläutert oder knapper formuliert).

Generell fiele mir nur eines ein: ich persönlich würde auf Abkürzungen im Text verzichten.

*wink*

Petzi

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