Immer wieder treffe ich auf den Begriff Router, meistens sogar in Online-Spielen wie Counterstrike!
Für was ist so ein Router? Kann man damit etwa zu zweit ins Netz und gleichzeitig spielen? Wenn ja, wo liegt der Unterschied zum normalen Modem-Sharing?
Und die wichtigste Frage: Wie richte ich einen Router ein?
Bitte helft mir!
Ich bedanke mich einfach schon einmal im Voraus!
Wenn ich das richtig von unseren Fachleuten verstanden habe, sorgt der Router für eine direktere Ansteuerung von Computern im Netzwerk. In einem einfachen Netzwerk senden wohl die PC’s ihre Daten nicht nur an den Ziel-PC, sondern auch an alle anderen. Der Router hat hingegen die Route gespeichert, über welche PC (IP-Adressen) Rechner 1 gehen muß, um zu Rechner 2 zu gelangen.
Router kann man grob als „Koppelelemente“ bezeichnen, also als Geräte, womit man ein Netzwerk mit einem oder mehreren anderen Netzen verbinden kann. In Deinem Fall würde die Lösung so aussehen: Du baust daheim ein kleines Netzwerk auf, in das du deine PCs einbindest. Als Protokoll nimmst du TCP/IP. Auch der Router wird an dieses Netzwerk angeschlossen und erhält eine eigene IP-Adresse. Die Endgeräte im Netzwerk werden jetzt so konfiguriert, dass sie alle IP-Pakete, die nicht intern sind, an diesen Router weiterleiten („default gateway“). Der Router wiederum bekommt eine DFÜ-Anbindung an deinen Internet-Provider und „lernt“ durch den Kontakt mit dem Router des Providers die Wege („routes“), auf denen er Deine Datenpakete im Internet weiterleiten muss. Auf diese Weise können alle PCs im Netzwerk gleichzeitig und unabhängig voneinander ins Internet - im Unterschied zum Modemsharing, bei dem immer der Rechner mit dem Modem eingeschaltet sein muss.
Wie man einen Router einrichtet? Dafür gibt es leider kein allgemeingültiges Rezept, dass richtet sich nach Modell des Routers und dem Provider. Etwas weiter unten im Forum ist z.B. die Konfiguration eines Cisco Routers für T-Online Zugang. Allgemein kann man sagen, dass man sich mit dem IP-Protokoll schon einigermaßen auskennen sollte, bevor man sich daran wagt.
Gruß
Stefan
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Kurz gesagt: ein Router ist ein -mehr oder weniger- intelligenter Wegefinder für Datenströme.
Ein Router kennt alle an ihm selbst angeschlossenen Netze.
Für alle anderen - also unbekannten - IP-Adressen muß er also anhand von Regeln (sog. Routingtabellen) einen Weg finden. Was macht er? ==> er sucht sich jemanden (einen anderen Router, den er erreichen kann), der den Weg zu dieser Adresse kennt.
Es ist wie im richtigen Leben: er kennt einen, der einen kennt, der einen kennt, … der einen kennt, der weiß, wo es ist.
Und dort schickt er das Paket dann hin.
Für was ist so ein Router? Kann man damit etwa zu zweit ins
Netz und gleichzeitig spielen? Wenn ja, wo liegt der
Unterschied zum normalen Modem-Sharing?
Die wichtigsten Merkmale wurden ja schon genannt. Daher einfach noch so als Ergänzung:
Das Internet funktioniert u.a. mit einer ganzen Menge Routern. Deren Existenz kannst Du ‚bemerken‘, wenn Du einen Traceroute auf ein beliebiges Ziel im Internet laufen lässt, z.B. auf einen Webserver. Denn da kannst Du den Weg eines Datenpakets anhand der sogenannten ‚Hops‘ verfolgen. Und jeder dieser ‚Hops‘ ist ein Router.
Ausserdem kann ein Router auch dazu verwendet werden, den Traffic nicht nur zielgerichtet weiterzuleiten, sondern auch einzuschränken. Es ist mit Hilfe sogenannter Access-Listen möglich, sagen wir mal, von Netzwerk A auf Netzwerk B FTP-Zugriffe zuzulassen, umgekehrt aber nicht.
Zum Stichwort ‚Modemsharing‘: Wenn Du als Privatperson Dein eigenes Netzwerk über einen Zugang ins Internet bringen willst, dann kannst Du Dir einen sogenannten ISDN-Router zulegen. Das sind kleine Router, die nicht so leistungsfähig sind wie die grossen Router, die im Internet zum Einsatz kommen. Aber für den Normaluser reicht das völlig. Jedenfalls hat so ein ISDN-Router, wie der Name schon andeutet, einen ISDN-Adapter eingebaut. Und er hat einen LAN-Anschluss (Twisted Pair). Damit kannst Du ihn in Dein Netzwerk integrieren, z.B. am Hub oder Switch anschliessen. Und dann kann er, richtig konfiguriert, die Verbindung ins Internet aufbauen, sobald ein entsprechender Request anliegt. Meistens kannst Du solche Geräte auch noch als DHCP-Server für Dein Netzwerk verwenden. In jedem Fall übernimmt der Router dann automatisch die Adress-Translation. Sprich, ein ankommendes Paket aus dem Netzwerk mit interner IP-Adresse wird ‚umgepackt‘ und bekommt die IP-Adresse, die der Router bei der Einwahl zum Provider erhalten hat. Und der Router merkt sich, woher das Paket kam. Wenn die Antwort eintrifft, dann leitet er die wieder an den richtigen Empfänger intern weiter.
Wenn ich das richtig von unseren Fachleuten verstanden habe,
sorgt der Router für eine direktere Ansteuerung von Computern
im Netzwerk. In einem einfachen Netzwerk senden wohl die PC’s
ihre Daten nicht nur an den Ziel-PC, sondern auch an alle
anderen. Der Router hat hingegen die Route gespeichert, über
welche PC (IP-Adressen) Rechner 1 gehen muß, um zu Rechner 2
zu gelangen.
Was du beschreibst ist ein Switch.
Dann gilt aber der letzte Satz nicht. Der trifft schon eher auf Router zu: denn der weiß, über welche IP-Adresse das Paket geschickt werden muß, in diesem Falle wer der nächste Router ist.
Denn bei einem Switch wandert das Paket ja nicht über verschiedene Rechner um von Rechner 1 zu Rechner 2 zu gelangen.