ich befinde mich in einer annährend ähnlichen Situation mit einer Freundin von mir, und ich bin auch ratslos, da meine Freundin mal sagt, dass sie um den Mann/die Familie „kämpfen“ will - und dann wieder, dass sie alles hinschmeißen will (das geht jetzt schon sechs Monate so).
Da Du hier postest, gehe ich mal davon aus, dass Deine Freundin auch noch nicht so ganz weiß, was sie will. Andernfalls benötigte man nämlich schlicht einen Rechtsbeistand, um eine gütliche Einigung über das Haus / den Verkauf des Hauses zu erzielen.
Hängt Deine Freundin noch an dem Mann? Dann wirst Du noch so auf sie einreden können (nach dem Motto: „Was soll er Dir denn noch antun!“).
Sei einfach für sie da (besonders, wenn sie sich gegen ihn mit allen Konsequenzen entscheidet).
sie ist sich wohl noch unsicher, ob sie ihn noch will. Es gab ein ziemliches Hin/ Her.
Das mit dem Rechtsbeistand ist eine gute Idee. Sie hat neulich gesagt, sie befürchte, dass er noch was rausschlagen will. Obwohl ich das nicht so sehe. Ich denke der Mann ist einfach nur in einer Krise. Holt sich Bestätigung woanders. Sie ist aber sehr aufgebracht.
es ist immer schwierig jemanden in der Situation Deiner Freundin etwas zu raten, einfach deshalb weil die Logik aussetzt wo Gefühle einsetzen.
Ich finde es gut, dass Du versuchst Ihr zu helfen, das zeigt wieviel sie Dir bedeutet, doch sei nicht enttäuscht, wenn sie das genaue Gegenteil macht.
Ich rate Dir Dich weitestgehend mit Deiner eigenen Meinung herauszuhalten und ihr (wie schon gesagt wurde) einfach zuhörst, sie sich bei Dir ausweinen lässt und versuchst neutral zu bleiben.
Wenn sie dann wirklich Hilfe möchte, nachdem sie für sich selbst eine Entscheidung getroffen hat wie es überhaupt weitergehen soll, dann kannst Du ihr raten einen Rechtsanwalt aufzusuchen, m.E. nicht vorher.
So schwer es fällt wenn man helfen will, so ist es doch oftmals das beste einfach gar nichts zu tun, da zu sein, Tee zu kochen und Taschentücher zu reichen, weiter gar nichts, das ist manchmal mehr als ein Fass voll guter Ratschläge.
nichts „raten“ - nur „beistand leisten“. da sein, zuhören, unterstützen. nicht aber in die falle tappen und raten, empfehlen, tipps geben á la „was ich in deinem falle tun würde“.
jeder muß für sich selbst und vollkommen autark entscheiden, was sie/er in der jeweiligen situation tun kann/soll/muß/darf. sicherlich: vor groben „schnitzern“, die bedeuten, daß jemanden ins (rechtliche) verderben rennt, deutlich warnen.
sicher hart in dieser situation - mensch „meint es ja nur gut“. aber gut gemeint ist oftmals nicht gut gemacht (wobei ich dir damit nicht unterstelle, daß das bei dir der fall ist!).
Selbstsorge
Hallo
Mir ist nicht klar, wer hier das Problem hat. Genauer: die Problemeinsicht!
Es gibt 2 Formen der Beratung:
die transitive Beratung = jemand mit Sachkunde berät jemanden. Also ein Ingenieur, Rechtsanwalt, Handwerker, Verkäufer etc. Hier wird Wissen transferiert.
Die reflexive Beratung:
Da geht jemand mit sich selbst zu rate. Dies gilt auch bei „sich mit jemanden beraten“. Entspricht dem Gespräch, der Besprechung, und verlangt eine „Ich-Du Beziehung“ zu einer neutralen Vertrauensperson (in diesem Falle, da ohne Krankheit, eine humanistische Therapie oder philosophische Praxis).
Berater (und Therapeuten) haben gelernt, nicht klug zu sch…, sondern jemanden zu helfen in sich klar zu werden, Suchverhalten zu initiieren, selbstreflexiv zu arbeiten, Selbstsorge anzuregen.
Somit kannst du keinen Rat, welchen von den 2 auch immer hier erwarten.
Das geschilderte Problem ist mehrschichtig. Zum einen stellt sich die Frage nach einem Rechtsanwalt, wahrscheinlich für Familienrecht (transitiv).
Zum anderen nach einer Klärung, z.B. wie lange will hier jemand den Zustand dulden, oder für die Zukunft weitersehen, sich selber finden etc.? (reflexiv).
Man sollte sich davor hüten einen Betroffenen mit faulen Tips einzudecken.
Für´s selber Denken und Suchen gibt es keinen Ersatz.
bis denne
Wieso ist das ehrlicher wenn ich wüßte was die Person aus
meiner Sicht am besten tun könnte?
„Du schaffst das schon“ = „Ich weiß, was du am Besten tun könntest?“ ???
Ehrlicher ist es zu sagen, das diese Person es schafft die
richtige Entscheidung zu treffen.
„Hallo Autowerkstatt. Meine Bremsen sind kaputt … ich tret immer öfters mal in’s Leere und hab Angst, mit dem Auto mal an eine Mauer zu knallen.“
„Aaaaach, das wird schon nicht passieren.“
Ende des Gesprächs.
Wie würdest du dir als Kunde vorkommen?
Ehrlicher für die UP ist es doch, zu sagen: Ich weiß nicht, was ich dir raten kann, aber ich kann mich mal in nem Forum befragen und dort Meinungen einholen und dann können wir darüber sprechen.