Was soll ich mal werden?

Hey liebe Community,

dieses Problem plagt wirklich viele, schätze ich: Was werde ich mal? Denn das ist ja schließlich eine Entscheidung fürs Leben.

Also, wie finde ich heraus, für was ich geeignet bin? Muss ich dafür jede Uni im Umkreis besuchen? Kümmert sich da die „Agentur für Arbeit“ drum? oder wie sonst auch immer; eher nicht?

Und wenn das dann entschieden ist… was dann? xD Uni, FH, oder stellt sich mit dann die Frage: was zur Hölle soll ich mit einem Bachelor-Abschluss?

Helft mir bitte^^ Vielen Dank!

Lg, Samilein

Hi Samilein,

Erstmal musst du ja irgendwelche Talente haben, oder ein Lieblingsfach. Du vegetierst ja nicht nur vor dich hin.

Also mach dir Gedanken darum was dich interessiert und was du dir vorstellen könntest jeden Tag zu tun.

Du magst Sprachen?
Dann kämen Philologiestudien, Dolmetschen, Übersetzen, Linguistik etc. in Frage

Du magst Geschichte?
Dann kommen diverse in Frage: Ur/Frühgeschichte, Klassische Philologie falls du AUCH Sprachen magst, Geschichte an sich (mit wählbaren Schwerpunkt) oder auch politische Studien wenn du moderne Geschichte magst. Weiterhin ansprechend können Anthropologie, Archäologie, Religionswissenschaften und Ethnologie in Frage.

Du magst Sozialwissenschaften?
Wie wäre es mit Soziologie (gibts auch mit diversen Schwerpunkten), Politik (auch mit Schwerpunkten) oder Pädagogik?

Wie steht es mit Mathe? Wären höhere Mathematike, Physik, Wirtschaftswissenschaften u.ä. was für dich?

Die Naturwissenschaften sind stark miteinander vernetzt. Chemie wirst du auch im Bio-Studium finden, für Chemie ist auch Physik wichtig etc.

Was kannst du gut?
Willst du Menschen helfen? Kannst du Blut sehen? Vielleicht eine Form von Medizin. Oder eher gut zuhörern? Bist du auch gut in Mathe? Dann vielleicht Psychologie.

etc.

Schau erstmal was dir liegt, dann gibt es genug Möglichkeiten.
Die Bundesagentur für Arbeit hilft dir, aber nimm die Beratung nicht als nonplusultra, die hängt sehr stark vom Berater ab.

Dann kannst du erstmal schauen, was an Studiengängen zum passenden Thema angeboten wird.
z.B. bei www.studienwahl.de oder www.hochschulkompass.de
Falls du nicht lieber nach dem Abi eine Ausbildung machen möchtest.

Ob FH oder Uni hängt davon ab, wo dein Fach angeboten wird, welchen Abschluss du hast mit welcher Note und auch davon, ob du eher in die Wirtschaft oder Wissenschaft gehen möchtest.

Wenn du dich für einen Studiengang entschieden hast, kann es nicht schaden die Reputation der Unis zu checken, die für dich verkehrstechnisch günstig liegen. Wenn keine Uni deinen Ansprüchen entspricht, schaust du weiter weg.
Dann machst du dir eine Liste und besuchst die besten Unis mal oder suchst das Gespräch mit Studenten oder der Fachschaft des ausgesuchten Faches dort.

Das ist nur mal so ein Ansatzpunkt ^^

lg
Kate

Vielleicht studierst Du mal so ein, zwei Semester irgendwas und entscheidest Dich während dieser Zeit.

LG

Gitta

Ergänzung
Hi Samilein!

neben der Feststellung deiner Interessenschwerpunkte sind auch noch andere Dinge im Berufsleben wichtig:

  • Ist dir der Kontakt mit Menschen wichtig oder arbeitest du lieber für dich allein?

  • Ist dir autonomes Arbeiten wichtig oder ist es dir recht, wenn jemand anderes der Chef ist und dir Anweisungen gibt?

  • Kannst du gut organisieren oder verlierst du schnell den Überblick bei komplexen Anforderungen?

  • Wie sieht es aus mit Verwaltung, kriegst du Papierkrieg auf die Reihe oder ist das gar nicht dein Ding?

  • Wie belastbar bist du bei Stress?

Neben den Interessenschwerpunkten sind dies ganz wichtige Kriterien bei der Berufswahl. Wenn du nicht organisieren kannst und wenig Stressbelastung aushältst, wäre Koch bspw. der falsche Job, auch wenn du toll kochen kannst.
Wenn du Ruhe zum Arbeiten brauchst, um dich zu konzentrieren, dann solltest du nicht Lehrer werden.
Und wenn du lieber andere die Entscheidungen treffen lässt, solltest du dich nie selbständig machen, usw.

LiebeGrüßeChrisTine

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Hi,

Super Tipp!

So produziert man Langzeitstudenten, das ist Verschwendung von Steuergeldern, und deswegen müssen die Studenten jetzt Studiengebühren zahlen.
Klar kann es vorkommen, dass man nach ein - zwei Semestern merkt, dass man sich für das falsche Fach entschieden hat. Aber wenn man sich vorher einen Kopf macht, dann kann man dieses Risiko auf ein Minimum senken.

Die Franzi

5 „Gefällt mir“

Hi samilein,

Was werde ich mal? Denn das ist ja schließlich eine Entscheidung
fürs Leben.

Keineswegs. Heutzutage ist es leicht umzusatteln, wenn man es entsprechend „verkaufen“ kann. Gut, vom Bäcker zum Broker ist es schwieriger als umgekehrt, aber von einer TA zum Dr. gar nicht so sehr.

Also, wie finde ich heraus, für was ich geeignet bin?

Was liegt dir und was nicht. Es gibt unzählige Literatur zu Studiengängen und Ausbildungen in denen auch drin steht, as die jeweiligen Schwerpunkte sind.

Muss ich dafür jede Uni im Umkreis besuchen?

Nein, aber schaden kann es nicht, sich mal zwei oder drei Unis anzusehen, die in Frage kämen und dabei auch mal in eine Vorlesung des Interesses hineinzuschnuppern.

Kümmert sich da die „Agentur für Arbeit“ drum? oder wie sonst auch
immer; eher nicht?

Nee, da musst du dich schon selber drum kümmern.

Und wenn das dann entschieden ist… was dann? xD Uni, FH, oder
stellt sich mit dann die Frage: was zur Hölle soll ich mit einem
Bachelor-Abschluss?

Das solltest du bei der Wahl schon vor Augen haben. Dein Ziel ist ja ein Beruf und kein Studium. Das ist nur der Weg dahin. Wer am Ende seines Studiums nicht weiß, was er damit machen soll, hat nicht ganz zu Ende gedacht am Anfang.
ausserdem ist der Bachelor erst der Anfang. dann kann man noch einen Master machen, einen (oder mehrere) PhD, einen (oder mehrere) postDocs, einen (oder mehrere) Profs, kann das zwischendurch unterbrechen um zu arbeiten, dann wieder zurück, um weiter zu machen und so weiter. Das kommt aber eben sehr darauf an, wie du es in ein Gesamtkonzept deiner Berufausbildung und deines Arbeitslebens intergrierst.

Grüße,
JPL