Was soll ich nur tun?

Hallo zusammen…

ich habe ein problem was ich seit monaten mit mir rumschleppe…

meine beste freundin…(hat 3 kinder) nimmt seit anfang des jahres „Speed“ … am anfang des jahres hies es…" ich nehm es nur am wochenende"…mittlerweile ist es in der woche…daran gekommen ist sie durch ihren mitlerweile EX freund…klar ich sollte ja froh sein das es der ex ist…aber jetzt hat sie einen neuen…
der neue genauso nur das ich mit bekommen habe das er blue chees nimmt…ich glaub so hies das müsste pflanzlich sein…
ich habe angst um meine freundin…ich habe angst um die kinder…was soll ich tun…?
wie kann ich ihr helfen…?
jetzt wo sie merkt das speed den hunger stillt,…sie dadurch abnimmt…hört sie nicht auf…ich bin gegen Drogen…gerade wenn man kinder hat…aber ich will nicht das ihr die kinder weggenommen werden…
ich will aber auch nicht das mal was passiert…

ich mein ich bin ihre beste freundin…ich weiss alles von ihr…ich weis nicht was ich tun soll…wäre ich keine freundin wüsste ich es…aber so

habt ihr ein tipp wie ich mich verhalten kann?
ich bin echt verzweifelt…ich höre immer nur geh zum Jugendamt…melde den vorfall da…aber ist es dann nicht eher das ich meine freundin verrate…das sie ihre kinder verliert und alles meine schuld ist?!ich habe mich in letzter zeit zurück gezogen …weil mir es zu sehr weh tut…sie so zu sehen…aber ich kann sie doch nicht fallen lassen…

Versuche Dir selbst klar zu werden.
Hallo,

Du kannst - wie übrigens ALLE anderen - keinem Menschen helfen, wenn er/sie das nicht selbst will. Solange Deine Freundin selbst entscheiden kann und darf, was sie tut (oder nicht), kann niemand ihr das verbieten.

Du kannst mit ihr reden, versuchen ihr klar zu machen, dass ihr Verhalten gefährlich ist (gesundheitlich) und unverantwortlich (besonders wegen der Kinder) und ihr Hilfe anbieten - zwingen kann sie allerdings niemand, diese Hilfe auch anzunehmen. Das hätte vermutlich auch keinen Zweck, weil sie weitermachen würde, sobald der Zwang weg wäre . . .

Letztlich bleibt Dir nur, das Jugendamt einzuschalten, wenn Du meinst, dass die Kinder gefährdet sind. Damit hintergehst Du übrigens nicht Deine Freundin, sondern hilfst den Kindern (vllt. bewahrst Du sie vor weiterem, ggf. größerem Schaden oder rettest sie sogar damit . . .).

klar würde ich die kinder schützen…aber was ist wenn man ihr dann die kinder nimmt??

Sollen die Kinder unter einer Drogenabhängigen aufwachsen, die sich nicht unter Kontrolle hat, deren Konsum über dem Wohlergehen der Kinder steht, mit wechselnden vielleicht zu Gewalt neigenden Partnern, die offenbar ebenfalls fragwürdige Substanzen zu sich nehmen?

Soll riskiert werden, dass sich eines der Kinder mal so einen lustigen Klumpen reinpfeift, weil Mama macht das ja auch, die eigene Drogenkarriere startet oder wäre es angebracht, wenn sie in einer kindgerechten Umgebung (übergangsweise) unterkommen/aufwachsen, mit Menschen, die für sie sorgen können, uneingeschränkt, sich für sie interessieren, nicht für irgendwelche Trips und die Mutter durch fachliche Hilfe und Unterstützung wieder klarkommen kann?

Wirklich schwierige Frage, das …

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richtig…das sind genau diese sachen die mich zum zweifeln bringen…ob ich da als freundin mir das recht nehme…ich habe heute mir anhören müssen das ich mit ihr reden soll und dann handeln soll…das problem ist das ich das schon alles vor wochen getan habe…und es hat nix geändert…

nur die frage stellt sich…

geht es den kindern dann gut???
sind sie wirklich woanders besser aufgehoben…??
was ist wenn sie getrennt werden???
kann ich das alles verantworten???

kann ich weiterhin mein kopf wegdrehen weil es ir weh tut??

Hallo

nur die frage stellt sich…

geht es den kindern dann gut???

geht es ihnen den jetzt gut???

sind sie wirklich woanders besser aufgehoben…??

sind sie da wo sie jetzt sind gut aufgehoben??

was ist wenn sie getrennt werden???

Ich denke nicht das man sie trennen wird, frag doch nach ohne Namen zu nennen.

kann ich das alles verantworten???

Kannst du die jetzigen Zustände und dein Nichthandeln verantworten???

kann ich weiterhin mein kopf wegdrehen weil es ir weh tut??

Du kannst, solltest es aber nicht. Wenn sie einen Entzug macht und wieder clean ist und klar denken kann, wird sie dir dankbar sein.

Alles Gute bei dem was du tun wirst

lG
pue

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Hallo,

Du schreibst ja selbst, dass sie aktuell keine Notwendigkeit sieht, mit dem Zeug aufzuhören, ja es sogar verstärkt nimmt. Ganz ehrlich: Dann hast Du keine Chance ihr in dieser Situation aktuell direkt zu helfen. Da fehlt einfach der Leidensdruck.

Der wird aber aufgebaut, wenn das Jugendamt anklopft und deutlich macht, welche Möglichkeiten es hat das Kindeswohl zu schützen, wenn sie mit dem Zeug nicht aufhört.

Und es ist ja auch nicht der Konsum an sich, der das alleinige Problem ist! Mit steigendem Konsum schwindet die Arbeitskraft, sinken die Einnahmen, aber werden die Kosten für den Konsum höher. Das führt dann schnell in den finanziellen Ruin, der dann zu den eigenartigsten Formen der Beschaffungskriminalität führt.

Außerdem: Je früher ihr klar gemacht wird, worum es hier und jetzt geht, und je eher sie dadurch vielleicht die Chance hat, davon wieder los zu kommen, um so besser. Denn je später sie den Absprung angeht, um so schwieriger wird er werden, so mehr gesundheitliche Spätfolgen wird sie tragen müssen, und um so zerstörter ist das gesamte soziale Umfeld.

Und mach Dir bloß keine Vorwürfe, wenn Du hier nur die Kinder, nicht aber die Freundin retten kannst. Menschen in Drogensucht sind ein ganz heikles und schwieriges Pflaster. Ich habe selbst letztes Jahr erfahren, dass so eine Geschichte der Frau eines Freundes aus Schulzeiten passiert ist. Und wir reden hier von einem gut ausgebildeten und finanziell sowie sozial perfekt aufgestellten Paar mit gut bürgerlichen und tollen Elternhäusern (kenne beide, und habe mit beiden auch immer gerne Kontakt gehabt). Der Mann steht inzwischen seit ein paar Jahren mit vier Kindern alleine da, während sie einsitzt. Ehemann, beide Elternpaare, Freunde, Pastor, … haben versucht ihr rechtzeitig zu helfen, leider alles negativ. Schließlich sind seine Eltern quer durchs Land zu ihm gezogen um ihm mit den Kindern zu helfen.

Gruß vom Wiz

kann ich weiterhin mein kopf wegdrehen weil es ir weh tut??

Scheint ja bisher gut funktioniert zu haben.

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Hallo Wiz…

richtig sie sieht keine notwenidigkeit weil sie sich sicher ist das sie nicht süchtig ist…

ich habe echt schon oft versucht mit ihr zu reden…und ich glaube ein anderen weg sehe ich nicht mehr…
ich möchte zwar nicht als falsche freundin da stehen…aber was soll ich tun ?? weiter zukucken wie das zeug sie und die kinder kaputt macht…
weisst du ich dachte erst schweigen ist manchmal besser…zumal das jugendamt ja kein leichtes thema ist…bin selber mama und verstehe es von da her auch…nur wenn den kindern was passiert werde ich mir immer vorwürfe machen…

ich danke euch allen für eure meinung…

LG Madi

Hallo,

hab mal Deine Fragen von unten, hier hoch kopiert!

geht es den kindern dann gut???

Nein!

sind sie wirklich woanders besser aufgehoben…??

Nein!

was ist wenn sie getrennt werden???

dann sind sie getrennt!

kann ich das alles verantworten???

Dies ist Dein Hauptproblem!
Du hast in dieser Familie nicht´s zu VER-ANTWORTEN. (VER ist ein Zeitwort, ohne definierten Anfang und Ende. Und Antworten besagt es ja schon.)
Du wirst somit nie Deiner Freundin helfen können, denn Du siehst nur das Ergebnis. Die Ursache für ihr Verhalten liegt ggf. weit zurück.

kann ich weiterhin mein kopf wegdrehen weil es mir weh tut??

Dies musst Du sogar!!

Deine Freundin hat ne andere „beste Freundin“ gefunden!

Denn sonst gehst auch Du mit zu Grunde!! Die Zeit und die Sorgen für diese Familie, rauben Dir Deine Zeit für Dich und Deine Familie!!

Wenn die Kinder Dir am Herzen liegen, dann geh zum Jugendamt und frag anonym mal an.
Unternimm etwas mit diesen Kindern und zeige ihnen, dass es Menschen gibt, die ihnen zuhören. Sei den Kindern eine BESTE FREUNDIN!

VG René

Die Drogenberatungsstellen wissen auch um Selbsthilfegruppen für Angehörige. Dort bekommst du wahrscheinlich die besten Hilfen und kostenlos.

Hallo,
dann ist das halt so! Wir gehen davon aus, dass das Jugendamt Kinder erst dann aus einer Familie holt, wenn sie gefährdet sind.
Nehmen sie sie raus, sind sie also gefährdet. Eine Gefährdung um ihr Wohl können Kinder meist selber nicht so einschätzen. Für sie ist ihr Alltag normal und ich gehe davon aus, dass sie ihre Mutter lieben. Deswegen führt es bei Aussenstehenden auch zu den herzzerreissenden Szenen, wenn die Kinder nicht gehen wollen.

Die Kinder werden dann meistens zu Pflegefamilien vermittelt. Die Mutter wird die Gelegenheit gegeben sich in die Spur zu bringen und bekommt dann bei erfolgreicher Therapie ihre Kinder auch wieder.

Keine optimale Lösung, aber zusehen wie die Mutter verkommt ist es auch nicht.

Viele Grüße und schön, dass Du Dich engagierst!

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Hallo,
wie ist denn die Beziehung zu der Mutter und den Kindern?
Wie alt sind die Kinder?
Hat sie den Haushalt / Hausaufgaben / Hobbys und Interessen der Kinder im Griff?
Hat sie noch eine stabile Persönlichkeit, oder ist sie manchmal depressiv und neigt zu Wutausbrüchen?

Viele Grüße

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Hallo,

das ist ja gerade das Problem: In der Sucht fehlt die Einsichtsfähigkeit süchtig zu sein. Ist die erst mal wieder erreicht, geht es schon wieder deutlich bergauf. Aber davon bist Du hier offenbar meilenweit entfernt. Und nur der nötige Leidensdruck wird deiner Freundin auf diesem Weg in Richtung Selbsterkenntnis „ich bin süchtig“ helfen. Denn wenn da nicht mehr nur Freunde mit der einfachen Plattheit mit ihren Bedenken zurückzuweisen sind, dass sie ja „jederzeit aufhören könne, dies aber einfach nicht wolle“, sondern wenn da dann plötzlich eine offizielle Stelle ist, die nicht nur redet, sondern Konsequenzen androhen kann, die dann notfalls auch mit dem staatlichen Gewaltmonopol durchgesetzt werden, dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Und wenn so eine „wenn-dann-Geschichte“ dann z.B. lautet: „Wenn Du nicht bis zum … ein negatives Drogenscreening vorweisen kannst, was regelmäßig alle … Wochen wiederholt werden muss, dann kommen die Kinder in eine Pflegefamilie“. dann hat das schon ein anderes Gewicht, eine andere Qualität und löst einen anderen Leidensdruck aus, dem man eben nicht mit lapidaren Bemerkungen begegnen kann. Da sind dann plötzlich ganz objektive Maßstäbe im Spiel.

Und was die Frage Jugendamt angeht: Sieh das bitte nicht als Thema: „Ich sorge jetzt dafür, dass ihr die Kinder weggenommen werden“ an. Das ist falsch. Du sorgst nicht dafür, dass das JA eine bestimmte Maßnahme ergreift. Das kannst Du gar nicht. Du sorgst lediglich dafür, dass das JA Kenntnis davon erlangt, dass hier eine mögliche Kindeswohlgefährdung vorliegt. Und es ist dann ganz alleine Sache des JA mit der Mutter (und dem Vater/Lebensgefährten) zunächst einmal auszuloten, wie allen Beteiligten bestmöglich geholfen werden kann, und dann aber auch den Druck aufzubauen, dass die nötigen Dinge auch tatsächlich passieren und umgesetzt werden. Eine Herausnahme der Kinder aus dem gewohnten Umfeld ist ultima ration und setzt extreme Umstände voraus, die keine andere Möglichkeit mehr lassen. Trotzdem ist alleine die Vorstellung, dass diese Möglichkeit besteht natürlich ein gutes Druckmittel. Ob es im Fall des Falles dann eingesetzt und ggf. auch umgesetzt wird, ist aber nichts, für das Du irgendeine Verantwortung besitzt. Das ist alleine Sache des JA und der Betroffenen.

Gruß vom Wiz

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Überschätze Deine Rolle nicht !
Hallo,

m. E. denkst Du viel zu weit: OB und Wann die Kinder ggf. Deiner Freundin „weggenommen“ werden, entscheidest Du gar nicht - darauf hast Du keinen Einfluss. Dein „Eingreifen“ beginnt und endet mit der Information des Jugendamtes, wo Du das mitteilst, was Du uns hier geschrieben hast (Natürlich musst Du den Namen der Mutter nennen und Du kannst für Dich auf Anonymität bestehen).

Seitens des Jugendamtes wird dann ggf. geprüft und entschieden, ob Deine Sorge berechtigt ist/war oder nicht - darauf hast Du keinen Einfluss! Kann auch sein, dass seitens des Jugendamtes nicht sofort reagiert wird (war in einem mir bekannten Fall so, der Verdacht wurde seitens der JA-Mitarbeiterin nach Recherche im Umfeld [Anruf im Kindergarten] sogar „widerlegt“ - erst nach weiteren Anzeigen wurde tatsächlich geprüft. Inzwischen lebt das betroffene Kind beim Vater, weil man die „Finten“ der Mutter durchschaut hat - Drogenabhängige sind prima Schauspieler).

Im Idealfall wird die Ankündigung einer Prüfung durch das Jugendamt bei Deiner Freundin zu einem echten Umdenken führen; Wenn nicht, kann und muss es um das Wohl der Kinder gehen - die haben ja keine Wahl, ob ihre einzige Mutter Drogen konsumiert oder nicht: Die sind der Mutter „ausgeliefert“ und insofern Opfer . . .

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