Du solltest die NC-Tabellen erst einmal in die Ecke schieben.
Es ist m.E. sinnlos ein Fach zu studieren, weil man „rein kommt“,
eigentlich jedoch etwas anderes (auch ähnliches) machen will.
Du wirst Dich irgendwann ärgern, wenn Du feststellst, dass Du etwas anderes gern gemacht hättest und es „nur“ nicht getan hast, weil Du zb. 1 Jahr hättest warten müssen… Die Zeit kann man mit Jobben, Praktika oder ähnlichem verbringen.
Überleg Dir was Du tun möchtest, bewerb Dich auf all diese Dinge (unabhängig von ihren Voraussetzungen) und hab dann, mit Chance, die Auswahl. Ob Du dann auf einen Platz im Fach X warten möchtest, kannst Du dann immer noch entscheiden.
Nebenfachstudium sieht an jeder Uni anders aus.
Ich hatte damals Auflagen wieviele Stunden ich mein Pflicht-Nebenfach belegen musste und musste in diesem Prüfungen absolvieren.
Nebenher habe ich noch ein weitere freiwillige Nebenfächer belegt, deren Scheine ich dann einreichen konnte, so dass sie auch im Zeugnis „belegt“ sind. Es gibt häufig Seminare in den Nebenfächern, die für Nebenfachstudenten frei gegeben sind, aber auch in die anderen kommt man häufig rein, wenn man einfach den Dozenten freundlich fragt und ihm erklärt, wie die Auflagen für Dein spezielles Fach aussehen.
Entsprechend ist es ein Stück weit an Dir, WIE Dein Nebenfach genau aussieht.
Arbeitsplatz…
Ja das ist so ne Sache. Klar sind viele Sozpäds ohne Arbeit bzw. auf einem anderen Posten als gedacht. Allerdings gilt das auch für Juristen, Theologen, Politikwissenschaftler, Übersetzer, Psychologen, Kulturwissenschaftler, Ethnologen und jedes andere Studienfach. Das IST (im Mom) einfach so.
Vor ein paar Jahren hieß es, es gäbe zu wenig Lehrer, also studierten viele auf Lehramt- als die mit dem Studium nach 5 oder 6 Jahren fertig waren, saßen trotzdem viele auf der Straße, weil es ZU viele waren- nun fehlen wieder welche. Das ist der Markt- unbefriedigend aber Tatsache. Ich würde mir vielleicht Gedanken machen, wenn ich ausschließlich Indiologie studieren möchte, wo es damit mal hingeht- für die „größeren“ Fächer macht es aber m. E. nur noch wenig Sinn.
Keiner kann Dir sagen, wer in 6 oder 7 Jahren benötigt wird.
Und auch hier bin ich der Meinung, bevor man sich durch etwas durchpresst, was einem weniger Spaß macht, als dass was man idealerweise gern gemacht hätte, nur weil die Chancen derzeit besser klingen, ist nicht wirklich optimal.
Aus zwei Gründen. Zum einen macht man Dinge, die man gerne macht i.d.R. besser als „Ersatzgeschichten“. „Besser sein als andere“ ist eine Strategie, die einem den Arbeitsplatz nicht garantiert, aber ein wenig Hoffnung hinterlässt. Und vielleicht viel wichtiger, sie erspart einem das „hätt ich mich mal mehr bemüht“ wenn es nicht klappt. Rückgängig machen, kann man das nämlich nicht.
Zum anderen weiß wie gesagt keiner, wie es in den nächsten Jahren aussehen wird, weshalb es im mom nicht das „krisensichere“ Studium gibt.
Zur Ethno hast Du schon ein paar Hinweise bekommen.
Die „Sparte“, die Du Dir vorstellst, ist glücklicherweise von vielen Punkten aus zu erreichen- ein Großteil fiel bereits.
Ich würde mich heute immer für etwas entscheiden, wo ich eine große Bandbreite habe.
Manchmal klingen die Sachen oder Fächer ganz toll, und je mehr man drüber erfährt, desto mehr stellt man fest, dass man falsche Vorstellungen hatte und das Ganze einem nur noch wenig zusagt, dann ist es lediglich praktisch sich innerhalb seines Faches noch umorientieren zu können. Und ich bin bei Abschluss meines Studiums flexibler und kann vorrübergehend in meinem Job in einem anderen Bereich arbeiten, bis mein „Wunschbereich“ vorbeiläuft.
Fazit:
alle denkbaren Kombinationen die einem Spaß machen könnten verfolgen,
dann auf alles bewerben und notfalls anschließend aussieben,
MEINE Entscheidung würde dann immer in Richtung hohe Bandbreite (hinsichtlich des Arbeitseinsatezs) und hoher „Spaß“-Faktor (Studieren macht selten wirklich Spaß) fallen.
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