Liebe/-r Experte/-in,
Ich habe ein Problem mit dem Vater meiner Tochter.
Mal ganz abgesehen davon, dass er sich seit Jahren nicht mehr um sie kümmert, weil er zwei neue Kinder hat, jetzt will er den Unterhalt nicht mehr zahlen.
Zum Jahresanfang wurde doch der Unterhalt von Staatswegen hoch gesetzt.
Ich habe das Jugendamt angeschrieben, Ihnen die Daten aus dem Gerichtsurteil(Titel) gegeben und um Neuberechnung gebeten. Das Ergebnis teilte ich meinem Geschiedenen mit.
Dieser zahlte stur den alten Unterhalt weiter.
Dann wollte er den Unterhalt neu berechnet haben. Nach langem Hin und Her hat er mir die erforderlichen Unterlagen geschickt. Damit bin ich zum Jugendamt und habe den unterhalt neu berechnen lassen.
Das Ergebnis habe ich ihm mit der amtlichen Urkunde zugestellt.
Daraufhin kam der Unterhalt, der im Januar berechnet worden war 255.-€.
Einen Monat später bekam ich nur noch 67.-€ überwiesen.
Ich war von den Socken und hab mich an das Jugendamt gewandt, wie ich mich verhalten soll.
Diese teilten mir mit, dass der Vater sich an einen Anwalt gewandt hat und dieser ihm geraten hat den UnterhaLT BIS AUF 67:-€ Abzusenken.
Der Vater mache durch einen langen Anfahrtsweg zur Arbeit höhere Fahrtkosten geltend.
Und zwar von Döbeln nach Altenburg für 150 km am Tag 676.-€.
Die Frau vom Jugendamt hat nach gerechnet und kam auf 330.-€ die anrechenbar sein.
Mein Exmann sollte am Juli 2010 185.-€ überweisen.
Mal ganz abgesehen davon, dass ich nie was von meinem Ex noch von dessen Anwalt bekam.
Heute bekam ich Post vom Jugendamt.
Der Anwalt meines Ex schlägt einen Betrag von 100.-€ vor zur Vermeidung einer gerichtlichen Klärung, ohne dass die Steuererklärung von 2009 schon vorliegt.
Diese will die Frau vom Jugendamt noch anfordern.
Wie verhalte ich mich nun richtig?
Ich habe das Gefühl, dass meine Tochter um den Unterhalt geprellt werden soll, der ihr laut Gerichtsbeschluß zusteht.
Ich habe einen pfändbaren Titel.
Allerdings habe ich aud Rücksicht auf meinen Ex damit gewartet zum Gericht zu gehen und den ausstehenden unterhalt einzu klagen und pfänden zu lassen.
Ich sehe ja ein, dass es kein einfaches Leben ist. Zwei kleine Kinder, er Arbeit weit weg vom Wohnort.
Aber sie arbeitet auch. Und ganz nebenbei läuft da noch was selbstständiges. Denn aus seiner alten Steuererklärung habe ich entnommen, dass eine Vorsteuer zu entrichten ist.
Ob das nun aus den Tupperwarenvertrieb ist oder aus der Wohnungsverm,ietung weiß ich nicht.
Ich habe das gefühl, dass der Titel, den ich habe garnichts wehrt ist, und die neue Famielie bzw. die Kinder mehr wert sind wie meine Tochter.
Wie verhalte ich mich richtig?
Gilt der alte Titel noch?
Sollte ich darauf bestehen und warten bis er vor Gericht zieht?
Welche Chancen habe ich, dass meine Tochter das bekommt, was ihr zusteht?
Vielen dank im Voraus für die Antwort.
Mit freundlichen Grüßen Bärbel
PS:Meine Tochter lernt,bekommt 232.-€ Lehrlingsgeld(was berücksichtigt wurde) und wird Anfang Januar 18Jahre alt.