ich bin gestern wohl auf diese Masche einer Anruferin am Telefon (Festnetz) hereingefallen:
Telefonbetrug mit „Hören Sie mich?“
Eine neue Betrugsmasche ist in Nordamerika en vogue: Anrufer fragen „Können Sie mich hören?“. Wer „Ja“ sagt, wird anschließend unangenehm verfolgt. Auch im deutschen Sprachraum versuchen Betrüger ihr Glück.
Siehe auch:
Werbung am Telefon Ein verhängnisvolles „Ja“
Was soll ich jetzt anschließend tun, um so unbeschadet wie möglich aus der Sache wieder herauszukommen, unbeschadet auch im Sinne von: ohne negativen Schufa-Eintrag?
Vielen Dank im Voraus für Antworten und Ratschläge,
Darf man erfahren, was Du genau mit Deinem „ja“ ausgelöst hast? Was hast Du gekauft; was für einen Vertrag hast Du abgeschlossen? Das sind ein bisschen wenig Informationen.
Ich denke, dass der Anrufer, bei einem sogenannten „Cold-Call“, gar nichts sagt, sondern nur testen möchte, ob der Anschluss, noch in Betrieb ist. Die Nummer wird danach ggf. teurer (weil aktiv) weiterverkauft.
Meiner Ansicht nach ist das ein klarer Fall von Betrug. Ich würde Strafanzeige stellen bei der Polizei. Außerdem hat man bei Geschäften am Telefon ein 14-tägiges Widerspruchsrecht. So leicht dürften die Dir meiner Ansicht nach eigentlich gar nicht kommen können. In den USA sind die Gesetze vielleicht etwas anders?
Was bringt Dich eigentlich dazu, derart sinnlose Ratschläge zu erteilen? Bist Du selber Anwalt und verdienst daran? Oder willst DU nur auch mal was sagen?
ist natürlich naheliegend, aber ehrlich gesagt „habe“ ich bis jetzt gar keinen Anwalt, weil ich bisher keinen gebraucht habe. Einen geeigneten müsste ich also erst finde. Was würde denn ein Anwalt ungefähr für eine Stunde Beratung kosten, könnte man das zumindest grob über den Daumen sagen?
es gibt auch andere, die meinen, durch einen Widerspruch würde man ja erst sozusagen „indirekt“ die „Rechtmäßigkeit“ des angeblichen „geschlossenen Vertrages“ anerkennen, sonst würde man ja keinen Widerspruch einlegen und sollte deshalb nicht einmal das tun. Aber vermutlich hast Du recht, um auf „Nummer sicher“ zu gehen, sollte man auf jeden Fall widersprechen.
bei mir war es so, dass ich ein kostenloses Exemplar des „Stern“ geschenkt bekommen soll. Die Frau am Telefon hat extra das „kostenlos“ artikuliert. Ja, schön blöd von mir, ich weiß. Dass man sich die Aufzeichnung eines Gesprächs ja heutzutage am Computer so „zusammenschneiden“ kann, wie man sie braucht, ist mir erst hinterher in den Sinn gekommen. (Nach meiner Auffassung übrigens sollten solche „telefonisch vereinbarten Verträge“, wenn überhaupt, nur dann gültig sein, wenn der Kunde von sich aus irgendwo anruft und z.B. eine Pizza bestellt, sonst nicht.)
Das Problem ist, dass die Gangster nicht bloß die Telefonnummer besitzen, sondern auch die Postanschrift kennen und im ungünstigsten Fall sogar schon die Bankverbindung. Damit hat man meiner Ansicht nach extrem schlechte Karten, wenn man die Forderungen zunächst einmal akzeptiert, egal wie berechtigt sie tatsächlich sind.
in Österreich gibt es eine kostenlose rechtsanwaltliche Erstauskunft. Ich gehe davon aus, dass auch Deutschland Ähnliches anbieten kann
Ansonsten würde ich Verbraucherverbände involvieren, denn möglichweise gibt es schon mehr Fälle wie diesen. Und gemeinsam macht stark!
und ich geb’ die Hoffnung nicht auf, dass ihr auch (endlich) Ähnliches in Anspruch nehmen könnt!
Es könnte sich doch schon etwas getan haben in dieser Richtung…
Wenn man die Verbraucherschutzverbände in Anspruch nehmen möchte, kostet das meines Wissens auch Geld! So „verbraucherfreundlich“ wie man denkt, sind die oft gar nicht. Die lassen sich bloß hin und wieder zu medienwirksamen Aktionen hinreißen…