Was steigert Mitarbeiterproduktivität tatsächlich?

Hallo zusammen,
ich bräuchte einmal Eure fachkundige „Unterstützung beim Denken“.

Wird Mitarbeiterproduktivität (wie etwa Leistungseinheiten pro MA)z.B. durch Technik verbessert?

Also - verbessert neue Technik wirklich die Mitarbeiterproduktivität (weil ein MA mehr Output schafft) oder verbessert sie den Prozess, aber nicht die MA-Produktivität (weil die Technik kein Bestandteil vom Menschen ist)?

Wird ein Mitarbeiter nur produktiver, wenn er eigenständig mehr Output produzieren kann, oder auch, wenn er durch bessere Mittel mehr leisten Kann?

Ich weiß, Produktivität ist generell definiert als Output/Input.
Mein Problem im Kopf ist jetzt also nochmal folgendes: Mein Input sind MA. wenn ich nun mit den gleichen MA dank neuer Technik mehr Output erhalte, ist das eine Produktivitätssteigerung? Oder ist das nur eine gefälschte Steigerung, weil im Input nun nicht mehr nur die Personen stehen, sondern die Personen plus versteckt ein technnisches Hilfsmittel?

Wäre ganz lieb, wenn mir jemand helfen könnte!

Vielen lieben Dank schon einmal

Anja

Echte Produktivitätssteigerung? Ja!

Wird Mitarbeiterproduktivität (wie etwa Leistungseinheiten pro MA)z.B. durch Technik verbessert?

Ja!
Das ist besonders in der IT alltäglich, wo durch entsprechende Gerätschaften und Software ohne weiteres eine Produktivitätssteigerung von einigen 100% möglich ist.

Also - verbessert neue Technik wirklich die Mitarbeiterproduktivität (weil ein MA mehr Output schafft) oder verbessert sie den Prozess, aber nicht die MA-Produktivität (weil die Technik kein Bestandteil vom Menschen ist)?

Ich behaupte markant mal tatsächlich die Produktivität der MA, da der MA selbst in der Lage ist, einen größeren Tätigkeitsumfang mit höherer Genauigkeit in kürzerer Zeit zu bearbeiten.
Das Zauberwort heißt hier „Synergie“.

Wird ein Mitarbeiter nur produktiver, wenn er eigenständig mehr Output produzieren kann, oder auch, wenn er durch bessere Mittel mehr leisten kann?

Diese Formulierung missfällt mir, da sie sehr „eindimensional gedacht“ erscheint. Erstens kann ein MA auch produktiver sein, wenn er un-eigenständig mehr Output produziert, andererseits sind „bessere Mittel“ nur selten direkt zum Output des MA korrelliert.
Manchmal können MA dank einer neuen Technologie ihr Aufgabenspektrum komplett wechseln und dadurch eine nicht vergleichbar veränderte Produktivität leisten: So könnte der Werkmechaniker nach Einführung der Roboter und einer entsprechenden Weiterbildung möglicherweise die automatisierten Produktionsprozesse optimieren und so eine zusätzliche wöchentliche Fertigung in Höhe seiner ehemaligen Jahresproduktivität ermöglichen! (d.h. er hat gar nichts gebastelt, aber gedacht und aus dem Gedanken wird reale Produktivität)

Oder ist das nur eine gefälschte Steigerung, weil im Input nun nicht mehr nur die Personen stehen, sondern die Personen plus versteckt ein technnisches Hilfsmittel?

Oweh, hoffentlich kriege ich niemals einen Chef, der so denkt! :smile:
Hier muss man sich wohl mal von den komischen linearen Modellen aus dem Hörsaal entfernen und sich in Richtung realer Welt begeben. Wie oben schon erwähnt, sind Synergien das Zauberwort.
Wenn die Maschine X Produktivität und der Mitarbeiter Y Produktivität liefert und man in der Bilanz X+Y sieht, …ehm, tolle Invesition. Wobei ich in der Realität leider bei schlecht geplanten Projekten sogar X+Y-Z sehe (zusätzliche nichtwertschöpfende Aktivität entsteht und in einigen Fällen ist durchaus Z > X )

Eine gute Technologie begibt sich eher in Richtung X*Y oder gar X^Y, d.h. bringt den Mitarbeiter auf ein Niveau, welches seine Produktivität zu ungeahnten Höhenflügen hebt.

Ich gebe mal ein Realbeispiel:
Vor der Automatisierung des Prozesses X waren 8 Mitarbeiter vollzeitig mit der Durchführung von X betraut.
Mitarbeiter M hat X semiautomatisiert. Seither können 2 MA die gleiche Produktivität mit dem automatisierten Prozess gewährleisten.
Aber M kümmert sich nicht mehr um Prozessdurchführung, sondern um Qualitätssteigerung, Prozessbeschleunigung und Konstensenkung von X.
Durch die Automatisierung leistet M jetzt pro Tag mehr als vor der Automatisierung in einem Monat, da er jetzt Fragen bezüglich des Prozesses X stellen und auch sinnvoll beantworten kann, die ohne diese Technologie einfach „out of scope“ waren, da viel zu aufwändig um in einer sinnvollen Zeitspanne zu realisieren!

Gruß,
Michael

Guten Morgen und danke schon einmal!

Ich will das ja gar nicht so sehen, dass Technik und Mensch sich nur addieren - und im Hörsaal hat mir das auch keiner beigebracht :wink:. Da hat nämlich leider noch niemand versucht, darüber zu sprechen. Ich frage nur so „hölzern“, um mir erst einmal über den Umfang des Begriffes Produktivität klar zu werden.

Die nächste Frage ist dann weiterführend, ob man die MA-Produktivität in FTE, Sollstunden oder in geleisteten Stunden messen sollte - mit Überstunden oder ohne?

In der Literatur findet man entweder FTE oder Stunden - welche Stunden damit gemeint sind, ist aber oft nicht zu erkennen. In einem Text zur Balanced Scorecard wurd mit FTE gerechnet, die volkswirtschaftliche Arbeitsproduktivität wird - meine ich zumindest - teilweise auf Stunden berechnet, aber ohne Überstunden.

Ich bin mir über die sinnvollste Lösung noch nicht ganz im Klaren… :-S

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Öhm… Basis oder Maßeinheit?

Ich frage nur so „hölzern“, um mir erst einmal über den Umfang des Begriffes Produktivität klar zu werden.

Ohne da zu tief einzusteigen, interessiert Dich die volkswirtschaftliche oder betriebswirtschaftliche Produktivität, denn so wie’s aussieht, vermischst Du die ein wenig…

Die nächste Frage ist dann weiterführend, ob man die MA-Produktivität in FTE, Sollstunden oder in geleisteten Stunden messen sollte - mit Überstunden oder ohne?

Produktivität sollte man nie in Stunden messen, das ist so ungefähr das Unproduktivste, das man tun kann (auch wenn es tatsächlich Unternehmen gibt, die sowas machen)!
MA-Produktivität ist normalerweise ein Index über Output pro Zeit, und wenn der Output gleich Zeit ist, dann ist der Index irgendwie immer 1 - pro Stunde leisten die MA 1 Stunde und trotz dreifacher GPO und BPR hat sich das nicht geändert :smiley:
In diesem Fall wäre „Produktivität“ auch nicht abhängig von der eingesetzten Technologie, es sei denn, man setzt Uhren mit 40-Minuten-Stunden ein, denn dann kann ein man plötzlich 36 Stunden pro Kalendertag arbeiten, während die Konkurrenz nur 24 schafft :smiley:

Wenn es jedoch um objektive Produktivität geht, muss man einen von Zeit unabhängigen Output-Faktor finden und den gegen den Input-Faktor Zeit bewerten.
Das heißt, Produktivität wäre so etwas wie „Hergestellte Gimmicks pro Stunde“ oder „Eingenommene Euro pro Stunde“, aber niemals „Stunde“ oder „Manntage“!

In der Literatur findet man entweder FTE oder Stunden - welche Stunden damit gemeint sind, ist aber oft nicht zu erkennen.
In einem Text zur Balanced Scorecard wurd mit FTE gerechnet, die volkswirtschaftliche Arbeitsproduktivität wird - meine ich zumindest - teilweise auf Stunden berechnet, aber ohne Überstunden.

Das liegt an den schon genannten Unterschieden zwischen betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Sicht!
Für die Volkswirtschaft ist es herzlich egal, ob eine Arbeit in Grundzeit oder Überstunden oder Leiharbeit oder Praktikum oder sonstwie geleistet wird, denn eine zusätzlich geleistete Stunde steigert einfach das Gesamt-Arbeitsvolumen.
Betriebswirtschaftlich ist es ein großer Unterschied, wo und wie eine Arbeitsstunde geleistet wird so dass auch dies nachgehalten werden muss und man sich eher mit der Kapitalproduktivität beschäftigen würde (Praktikanten und Leiharbeiter sind preiswert, bezahlte Überstunden teuer und unbezahlte billig…).

Ich bin mir über die sinnvollste Lösung noch nicht ganz im Klaren… :-S

Ob Stunden oder Manntage ist für die Scorecard eigentlich egal, solange man nicht anfängt, in einzelnen Bereichen mit 0,002137 Manntagen rumzufrickeln … wichtig ist nur, dass es einheitlich ist!
Gesamtwirtschaftlich ist es nicht egal, da ein Manntag je nach Betriebsverhältnissen recht anders definiert sein kann, und ein VW-Manntag entspricht nicht ganz einem McKinsey-Manntag ^^

Es ist allerdings so, dass ab und zu eine „Produktivitätssteigerung der Mitarbeiter“ einfach durch eine Verlängerung der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit realisiert wird.
Kapitaltechnisch gesehen ist für den Betrieb dann eine echte Produktivitätssteigerung erfolgt, denn ein Euro Mitarbeiter-Gehalt [=Unternehmens-Input] kauft jetzt mehr Mitarbeiter-Zeit und somit mehr Mitarbeiter-Output [=Unternehmens-Output].

Diese Form der Produktivitätssteigerung hat volkswirtschaftlich keinen Effekt, da sich „im Idealfall“ in gleichem Maß wie das Output auch das Arbeitsvolumen erhöht.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht kann jedoch an einem Manntag mehr geleistet werden, wobei hier eine FTE-Rechnung an die geänderten Rahmenbedingungen angepaßt werden muss, damit man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht!
Da sich vertraglich festgesetzte Arbeitszeiten in einem Unternehmen nicht allzu oft verändern, kann man aber eigentlich auch mit dem FTE rechnen.

Wäre jetzt meine Einschätzung der Lage.
Gruß,
Michael

Hallo,

Wird Mitarbeiterproduktivität (wie etwa Leistungseinheiten pro
MA)z.B. durch Technik verbessert?

Ich hoffe, dass ich nicht am Thema vorbei schreibe, aber ich sehe das so:
Wenn wir uns im produzierenden und weiterverarbeitenden Gewerbe befinden, kann die Technik die Produktivität verbessern, was aber dann nicht unbedingt auf die gesteigerte Mitarbeiter- sondern wohl eher auf die technische Effizienz zurückzuführen ist.
Betrachten wir zudem die Dienstleistungsbranche, so glaube ich nicht, dass ein Mitarbeiter produktiver ist, wenn er bspw. einen neuen PC bekommt. Da müssen andere Anreize geschaffen werden, wie z.B. geregelte Arbeitszeiten oder allgemein eine Work-Life-Balance, erfolgsabhängige Zahlungen/Boni, arbeitsfreundliches Klima…

Die nächste Frage ist dann weiterführend, ob man die :MA-Produktivität in FTE, Sollstunden oder in geleisteten Stunden :messen sollte - mit Überstunden oder ohne?

Die Produktivität nach Stunden zu messen erscheint mir wenig sinnvoll. Viel arbeiten kann jeder, aber letztensendes sind die Ergebnisse die Benchmark.

Ich weiß, Produktivität ist generell definiert als
Output/Input.
Mein Problem im Kopf ist jetzt also nochmal folgendes: Mein
Input sind MA. wenn ich nun mit den gleichen MA dank neuer
Technik mehr Output erhalte, ist das eine
Produktivitätssteigerung? Oder ist das nur eine gefälschte
Steigerung, weil im Input nun nicht mehr nur die Personen
stehen, sondern die Personen plus versteckt ein technnisches
Hilfsmittel?

Durch Mitarbeiter und Technologie entstehen Kosten. Wenn du also dem Input einen Geldwert gibst, könntest du ihn z.B. mit dem Marktpreis des hergestellten Produktes verrechnen und so versuchen die Produktivität zu berechnen. Wenn es allerdings allein um die MA-Produktivität geht, wird das eher schwierig.

Gruß

Moin,

natuerlich kannst Du durch Technikeinsatz die Mitarbeiterproduktivitaet gegen unendlich treiben. Ob damit die Gesamtproduktivitaet steigt ist aber damit nicht sichergestellt.

Mitarbeiterprod.=Vorgaenge/Mitarbeiterressourcen
Gesamtprod.=Vorgaenge/(Technik- + Mitarbeiterressourcen)

Bringst Du also durch Erhoehung des Technikeinsatzes bei gleichbleibenden Vorgangszahlen den Mitarbeitereinsatz auf nahe Null => unendliche MA-Produktivitaet.

Aber: 10 Vorgaenge
Entweder 5 MA und 5 Technik => MA-Prod=2, Gesamt-Prod=1
Oder 1 MA und 19 Technik => MA-Prod=10, Gesamt-Prod=0,5! Erinnert mich an SAP:wink:

Gruesse
Juergen

Hallo nochmal

Also, mittlerweile habe ich verstanden - glaube ich einmal - dass z.B. verbesserte Technische Mittel (das war ja Teil meiner Frage) die MA-Produktivität steigert. Allerdings nur, da es sich um eine Teilproduktivität handelt, bei der dem eingesetzten Inputfaktor dann die gesamte Outputverbesserung zugeschrieben wird. Tatsächlich würde in der Gesamtproduktivität die technische Entwicklung natürlich dann nicht dem Mitarbeiter zufallen und man würde sehen, woher sie wirklich kommt.

Und da ich für Entwicklung/mehr Technik/Maschinen i.d.R. Kapital einsetzen muss und damit mehr Output generiere, ginge meine Teilproduktivität für Arbeit hoch. Meine Kapitalproduktivität allerdings herunter. Wie das die Gesamtproduktivität beeinflusst kommt ganz auf das Verhältnis der Änderungen im Zähler und Nenner an. Ist das schon einmal richtig?

So gesehen verstehe ich auch, dass durch totalen Maschineneinsatz die MA-Produktivität immer höher werden würde.

Was in mir die Frage aufwirft - wozu berechne ich überhaupt die Mitarbeiterproduktivität?! Was hab ich denn davon, so für sich alleine? Sagt sie mir tatsächlich nur, auf wie viele Personen oder Stunden sich das gesamte Output verteilt?

Also, sind die Hauptaussagen, die ich damit treffen kann

a) wenn meine MA-Produktivität besser ist als die eines Vergleichspartners, gebe ich meinen MA die besserne Möglichkeiten, Ihre Arbeitskraft einzusetzen

oder b) meine Produktivität ist xy. Um mein Output auf xx zu steigern, brauche ich bei gleichbleibender Produktivität ungefähr xxx Mitarbeiter mehr.

oder c) im Vergleich zum Vorjahr ist meine MA-Produktivität gesunken. Wir sollten mal nach den Ursachen suchen

?
Ich frage mich nämlich nach immer mehr Nachdenken, was man von der MA-Produktivität überhaupt hat…

Dann noch einmal zu Deiner Antwort auf meine Antwort, mike-River :smile:

Ohne da zu tief einzusteigen, interessiert Dich die
volkswirtschaftliche oder betriebswirtschaftliche
Produktivität, denn so wie’s aussieht, vermischst Du die ein
wenig…

Ich vermische die beiden nicht. Ich weiß, dass es eine gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität gibt (BIP real /Beschäftigte oder Beschäftigtenstunden) und dass man Arbeitsproduktivität gelegentlich auch in Unternehmen berechnet, dort dann z.B. nach Stück/Stunde, DL-Einheit/Mitarbeiter etc. Mich interessiert die betriebswirtschaftliche Produktivität, ich hatte nur gehofft, von der großen auf die kleine schließen zu können

…ob man die MA-Produktivität in FTE, Sollstunden oder in geleisteten Stunden messen sollte - mit Überstunden oder ohne?

Produktivität sollte man nie in Stunden
messen, das ist so ungefähr das Unproduktivste, das man tun
kann…

Ich meinte doch auch nicht im Output :smile:, ist ja klar, dass dort keine Stunden stehen. Ich meinte natürlich, ob besser FTE oder Stunden als Input gewählt werden sollten.
Nehme ich Stunden, kommt heraus, wie viel des Outputs auf die MA-Stunde kommt. Nehme ich FTE’s, habe ich z.B. die Überstunden nicht drin, denke ich. Und in denen leisten die Mitarbeiter doch auch noch Arbeit? (an dieser Stelle die Frage auch wieder in die Runde, der Rat war auch von Euch anderen da, nicht in Stunden zu rechnen).

Das heißt, Produktivität wäre so etwas wie „Hergestellte
Gimmicks pro Stunde“ oder „Eingenommene Euro pro Stunde“, aber
niemals „Stunde“ oder „Manntage“!

Genau, ins Output wollte ich ja ohnehin nie Stunden, da haben wir uns missverstanden, sorry! :smile:

In der Literatur findet man entweder FTE oder Stunden - welche Stunden damit gemeint sind, ist aber oft nicht zu erkennen.
In einem Text zur Balanced Scorecard wurd mit FTE gerechnet, die volkswirtschaftliche Arbeitsproduktivität wird - meine ich zumindest - teilweise auf Stunden berechnet, aber ohne Überstunden.

Das liegt an den schon genannten Unterschieden zwischen
betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Sicht!
Für die Volkswirtschaft ist es herzlich egal, ob eine Arbeit
in Grundzeit oder Überstunden oder Leiharbeit oder Praktikum
oder sonstwie geleistet wird, denn eine zusätzlich geleistete
Stunde steigert einfach das Gesamt-Arbeitsvolumen.

Das verstehe ich noch nicht ganz.Die vw. Arbeitsproduktivität wird ja einmal in Stunden und einmal in Beschäftigten (was ja wieder ähnlich FTE wäre) gerechnet. Und dann ist es nicht egal, denn die Produktivität pro Beschäftigten ändert sich anders als die Produktivität nach Beschäftigten Stunden (wenn sich z.B. die Arbeitszeiten verkürzen). Und das Arbeitsvolumen kann doch eigentlich rechnerisch auch nur durch die Stunden gesteigert werden, die ich auch einrechne? Ich glaube, ich stehe auf dem Schlauch :-S…

Betriebswirtschaftlich ist es ein großer Unterschied, wo und
wie eine Arbeitsstunde geleistet wird so dass auch dies
nachgehalten werden muss und man sich eher mit der
Kapitalproduktivität beschäftigen würde (Praktikanten und
Leiharbeiter sind preiswert, bezahlte Überstunden teuer und
unbezahlte billig…).

Ich bin mir über die sinnvollste Lösung noch nicht ganz im Klaren… :-S

Ob Stunden oder Manntage ist für die Scorecard eigentlich
egal, solange man nicht anfängt, in einzelnen Bereichen mit
0,002137 Manntagen rumzufrickeln … wichtig ist nur, dass es
einheitlich ist!

Ein Manntag hat xy Stunden, also sind Manntage einfach eine andere Form von Stundenrechnung, oder?
Bleibt bei mir immernoch die Frage, ob ich in Zeit (Stunden) oder Personen (z.B. FTE)rechnen sollte.

Es ist allerdings so, dass ab und zu eine
„Produktivitätssteigerung der Mitarbeiter“ einfach durch eine
Verlängerung der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit
realisiert wird.
Kapitaltechnisch gesehen ist für den Betrieb dann eine echte
Produktivitätssteigerung erfolgt, denn ein Euro
Mitarbeiter-Gehalt [=Unternehmens-Input] kauft jetzt mehr
Mitarbeiter-Zeit und somit mehr Mitarbeiter-Output
[=Unternehmens-Output].

Das ist mir mal klar :smile:

Diese Form der Produktivitätssteigerung hat
volkswirtschaftlich keinen Effekt, da sich „im Idealfall“ in
gleichem Maß wie das Output auch das Arbeitsvolumen erhöht.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht kann jedoch an einem
Manntag mehr geleistet werden, wobei hier eine FTE-Rechnung an
die geänderten Rahmenbedingungen angepaßt werden muss, damit
man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht!
Da sich vertraglich festgesetzte Arbeitszeiten in einem
Unternehmen nicht allzu oft verändern, kann man aber
eigentlich auch mit dem FTE rechnen.

Hmmm, und da ist bei mir wieder das Durcheinander. Weil rechne ich nun in FTE, rechne ich doch nur in der Anzahl an Personen und deren Überstunden lass ich wieder ganz außer Acht, oder? Ich muss nämlich noch Fremdpersonal zum normalen Personal kompatibel machen, daher wären die Stunden einfacher. Nehme ich die Stunden des Fremdpersonals und lege die auf FTE um, habe ich ja ALLE FP-Stunden drin. Nehme ich nun die FTE dazu, hab ich einfach nur FTE aber weiß gar nicht, wie viel oder wenig sie nun leisten?

Oh, irgendwie komme ich auf keinen grünen Zweig mit dem Thema… :frowning:

Für jegliche Hilfe bin ich dankbar!