Hallo nochmal
Also, mittlerweile habe ich verstanden - glaube ich einmal - dass z.B. verbesserte Technische Mittel (das war ja Teil meiner Frage) die MA-Produktivität steigert. Allerdings nur, da es sich um eine Teilproduktivität handelt, bei der dem eingesetzten Inputfaktor dann die gesamte Outputverbesserung zugeschrieben wird. Tatsächlich würde in der Gesamtproduktivität die technische Entwicklung natürlich dann nicht dem Mitarbeiter zufallen und man würde sehen, woher sie wirklich kommt.
Und da ich für Entwicklung/mehr Technik/Maschinen i.d.R. Kapital einsetzen muss und damit mehr Output generiere, ginge meine Teilproduktivität für Arbeit hoch. Meine Kapitalproduktivität allerdings herunter. Wie das die Gesamtproduktivität beeinflusst kommt ganz auf das Verhältnis der Änderungen im Zähler und Nenner an. Ist das schon einmal richtig?
So gesehen verstehe ich auch, dass durch totalen Maschineneinsatz die MA-Produktivität immer höher werden würde.
Was in mir die Frage aufwirft - wozu berechne ich überhaupt die Mitarbeiterproduktivität?! Was hab ich denn davon, so für sich alleine? Sagt sie mir tatsächlich nur, auf wie viele Personen oder Stunden sich das gesamte Output verteilt?
Also, sind die Hauptaussagen, die ich damit treffen kann
a) wenn meine MA-Produktivität besser ist als die eines Vergleichspartners, gebe ich meinen MA die besserne Möglichkeiten, Ihre Arbeitskraft einzusetzen
oder b) meine Produktivität ist xy. Um mein Output auf xx zu steigern, brauche ich bei gleichbleibender Produktivität ungefähr xxx Mitarbeiter mehr.
oder c) im Vergleich zum Vorjahr ist meine MA-Produktivität gesunken. Wir sollten mal nach den Ursachen suchen
?
Ich frage mich nämlich nach immer mehr Nachdenken, was man von der MA-Produktivität überhaupt hat…
Dann noch einmal zu Deiner Antwort auf meine Antwort, mike-River 
Ohne da zu tief einzusteigen, interessiert Dich die
volkswirtschaftliche oder betriebswirtschaftliche
Produktivität, denn so wie’s aussieht, vermischst Du die ein
wenig…
Ich vermische die beiden nicht. Ich weiß, dass es eine gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität gibt (BIP real /Beschäftigte oder Beschäftigtenstunden) und dass man Arbeitsproduktivität gelegentlich auch in Unternehmen berechnet, dort dann z.B. nach Stück/Stunde, DL-Einheit/Mitarbeiter etc. Mich interessiert die betriebswirtschaftliche Produktivität, ich hatte nur gehofft, von der großen auf die kleine schließen zu können
…ob man die MA-Produktivität in FTE, Sollstunden oder in geleisteten Stunden messen sollte - mit Überstunden oder ohne?
Produktivität sollte man nie in Stunden
messen, das ist so ungefähr das Unproduktivste, das man tun
kann…
Ich meinte doch auch nicht im Output
, ist ja klar, dass dort keine Stunden stehen. Ich meinte natürlich, ob besser FTE oder Stunden als Input gewählt werden sollten.
Nehme ich Stunden, kommt heraus, wie viel des Outputs auf die MA-Stunde kommt. Nehme ich FTE’s, habe ich z.B. die Überstunden nicht drin, denke ich. Und in denen leisten die Mitarbeiter doch auch noch Arbeit? (an dieser Stelle die Frage auch wieder in die Runde, der Rat war auch von Euch anderen da, nicht in Stunden zu rechnen).
…
Das heißt, Produktivität wäre so etwas wie „Hergestellte
Gimmicks pro Stunde“ oder „Eingenommene Euro pro Stunde“, aber
niemals „Stunde“ oder „Manntage“!
Genau, ins Output wollte ich ja ohnehin nie Stunden, da haben wir uns missverstanden, sorry! 
In der Literatur findet man entweder FTE oder Stunden - welche Stunden damit gemeint sind, ist aber oft nicht zu erkennen.
In einem Text zur Balanced Scorecard wurd mit FTE gerechnet, die volkswirtschaftliche Arbeitsproduktivität wird - meine ich zumindest - teilweise auf Stunden berechnet, aber ohne Überstunden.
Das liegt an den schon genannten Unterschieden zwischen
betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Sicht!
Für die Volkswirtschaft ist es herzlich egal, ob eine Arbeit
in Grundzeit oder Überstunden oder Leiharbeit oder Praktikum
oder sonstwie geleistet wird, denn eine zusätzlich geleistete
Stunde steigert einfach das Gesamt-Arbeitsvolumen.
Das verstehe ich noch nicht ganz.Die vw. Arbeitsproduktivität wird ja einmal in Stunden und einmal in Beschäftigten (was ja wieder ähnlich FTE wäre) gerechnet. Und dann ist es nicht egal, denn die Produktivität pro Beschäftigten ändert sich anders als die Produktivität nach Beschäftigten Stunden (wenn sich z.B. die Arbeitszeiten verkürzen). Und das Arbeitsvolumen kann doch eigentlich rechnerisch auch nur durch die Stunden gesteigert werden, die ich auch einrechne? Ich glaube, ich stehe auf dem Schlauch :-S…
Betriebswirtschaftlich ist es ein großer Unterschied, wo und
wie eine Arbeitsstunde geleistet wird so dass auch dies
nachgehalten werden muss und man sich eher mit der
Kapitalproduktivität beschäftigen würde (Praktikanten und
Leiharbeiter sind preiswert, bezahlte Überstunden teuer und
unbezahlte billig…).
Ich bin mir über die sinnvollste Lösung noch nicht ganz im Klaren… :-S
Ob Stunden oder Manntage ist für die Scorecard eigentlich
egal, solange man nicht anfängt, in einzelnen Bereichen mit
0,002137 Manntagen rumzufrickeln … wichtig ist nur, dass es
einheitlich ist!
Ein Manntag hat xy Stunden, also sind Manntage einfach eine andere Form von Stundenrechnung, oder?
Bleibt bei mir immernoch die Frage, ob ich in Zeit (Stunden) oder Personen (z.B. FTE)rechnen sollte.
Es ist allerdings so, dass ab und zu eine
„Produktivitätssteigerung der Mitarbeiter“ einfach durch eine
Verlängerung der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit
realisiert wird.
Kapitaltechnisch gesehen ist für den Betrieb dann eine echte
Produktivitätssteigerung erfolgt, denn ein Euro
Mitarbeiter-Gehalt [=Unternehmens-Input] kauft jetzt mehr
Mitarbeiter-Zeit und somit mehr Mitarbeiter-Output
[=Unternehmens-Output].
Das ist mir mal klar 
Diese Form der Produktivitätssteigerung hat
volkswirtschaftlich keinen Effekt, da sich „im Idealfall“ in
gleichem Maß wie das Output auch das Arbeitsvolumen erhöht.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht kann jedoch an einem
Manntag mehr geleistet werden, wobei hier eine FTE-Rechnung an
die geänderten Rahmenbedingungen angepaßt werden muss, damit
man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht!
Da sich vertraglich festgesetzte Arbeitszeiten in einem
Unternehmen nicht allzu oft verändern, kann man aber
eigentlich auch mit dem FTE rechnen.
Hmmm, und da ist bei mir wieder das Durcheinander. Weil rechne ich nun in FTE, rechne ich doch nur in der Anzahl an Personen und deren Überstunden lass ich wieder ganz außer Acht, oder? Ich muss nämlich noch Fremdpersonal zum normalen Personal kompatibel machen, daher wären die Stunden einfacher. Nehme ich die Stunden des Fremdpersonals und lege die auf FTE um, habe ich ja ALLE FP-Stunden drin. Nehme ich nun die FTE dazu, hab ich einfach nur FTE aber weiß gar nicht, wie viel oder wenig sie nun leisten?
Oh, irgendwie komme ich auf keinen grünen Zweig mit dem Thema… 
Für jegliche Hilfe bin ich dankbar!