Was stelle ich hiermit nun an?

Hallo!

Ich habe jetzt so viel im Internet gelesen über Freigabe, NAS, FTP, VPN usw und nun bin ich erst richtig durcheinander. Ich bin kein Neuling (arbeite seit 1991 mit PCs und PC-ähnlichen Produkten) aber ich bin wohl bei einigem nicht mehr up-to-date. Ich hoffe, ihr könnt mich updaten :wink:

Also: Ich habe einen PC, (Acer Aspire T671) und einen Laptop (Acer Aspire 6290 Gemstone). An Peripherie habe ich eine Fritz Box Fon WLAN 7170 und einen Fritz WLAN Stick, welcher mit dem PC verbunden ist (Software ist dort auch installiert - außer Fritz DSL-Software). Ins Internet komme ich mit beiden über WLAN - soweit also kein Problem. Falls es wichtig ist: Auf beiden PCs läuft Vista Home Premium 64bit und Kaspersky CBE - alles auf neuestem Stand und Fritzbox hat aktuelle Firmware.

Nun möchte ich mit beiden Geräten (PC und Laptop) so arbeiten, als würde es sich um ein System handeln. Das bedeutet, dass ich die Musik vom PC auf dem Laptop hören können möchte und die Daten des Dokumenteordners auf dem Laptop auch vom PC aus öffnen können möchte. Wichtig ist aber insbesondere, dass ich z.B. am PC erstellte Dokumente am Laptop nicht nur öffnen, sondern auch verändern und neu speichern oder auch löschen kann und anders herum dasselbe auch am PC mit den Daten des Laptops hinkriege. Wie gesagt: So, als handele es sich um nur ein Gerät.

Nun bin ich da etwas durcheinander gekommen. AVM stellt ja auch ein VPN zur Verfügung aber ich werde nicht recht schlau daraus, ob das meinen Bedürfnissen denn gerecht wird. Ein NAS erscheint mit nicht sinnvoll, weil es ja eher um die Daten des PCs geht.

Wichtig ist eben auch, dass der Laptop nicht nur von außerhalb auf den PC zugreifen kann, sondern auch - und eigentlich hauptsächlich - innerhalb des gleichen WLAN-Netzes. Ich glaube, für einen Zugriff von außerhalb brauche ich ja noch einen UMTS-Stick für den Laptop, damit ich überhaupt ins Internet komme und auf das Netzwerk zugreifen kann - richtig?

Die meiste Zeit befinden sich beide Geräte in WLAN-Reichweite, sodass es vorrangig darum geht. Nun habe ich die ganze Technik und frage mich - frage euch - was ich damit am Besten anstellen kann.

Gibt es Möglichkeiten, wo man nicht einzelne Ordner freigeben muss? Man kann ja auch ganze Laufwerke freigeben aber ist das sicher? Ich meine, wenn ich jetzt alle Festplatten des PC freigebe, sind die dann nur innerhalb meines WLAN freigegeben oder könnte auch jeder andere sie sehen? Hier wurde ich im Prinzip durch das viele Lesen verunsichert - einer sagt dies, der andere das.

Ich wäre eich dankbar, wenn ihr mir ein wenig auf die Sprünge helfen könntet. Es steht hier ja viel Technik aber ich glaube, dass ich das Potenzial gar nicht ausnutze.

Ich hatte es einfach mal versucht, indem ich eine Festplatte an die Fritz Box angeschlossen habe aber erstens ist das zu langsam und zweitens lade ich beim Anklicken einer Datei diese auf den Rechner oder Laptop herunter, was ja nicht Sinn der Sache ist. Praktisch wäre es eben auch, wenn man einfach in Winamp den entfernten Musikordner laden und dann so Musik hören kann, wie am PC auch.

Ich danke schon einmal für euer Brainstorming.

LG Martin

Deine FritzBox hat doch einen USB-Anschluß. Da hängste einfach eine externe Platte dran, auf der Deine Daten und MP3s sind, gibst sie über das FritzBox Webinterface frei und kannst so von beiden Rechnern darauf zugreifen.

Wie das alles geht, steht ja soweit im Handbuch. :wink:

Hallo Martin!

Also . . .

NAS = network attached storage. Eine Festplatte, die am Netzwerk hängt und von jedem Rechner (im lokalen Netz) wie eine normale Platte benutzt werden kann. Praktisch, weil bei einer „normalen“ Laufwerks- oder Ordner-Freigabe ja auch immer der jeweils andere Rechner an sein muss - und der verbrennt deutlich mehr Strom als so ein NAS.

FTP = File Transfer Protokoll. Mit FTP stellst du Bereiche einer Festplatte für Internet-User zur Verfügung. Im Prinzip ähnlich wie die Freigabe für’s lokale Netz, es gibt (kann geben) verschiedene Benutzer mit jeweils eigene Passwörtern, denen man auch verschiedene Rechte geben kann. Man braucht spezielle Software - auf beiden Seiten!
Es ist einfacher einzurichten als ein VPN, aber nicht ganz so sicher (wobei ich schon seit Jahren einen FTP-Server betreibe und nie einen Einbruchsversuch hatte)

VPN = Virtual Private Network. Eine Software, mit der du dich übers Internet in dein lokales Netz zuhause einkinken kannst. Abgesehen von der Geschwindigkeit genaus, als wenn du zuhause wärst, du kannst auch die Drucker dort benutzen, evtl. zentrale DNS-Server, Werbefilter etc.
Bombensicher, da alles verschlüsselt abläuft, dafür alles andere als trivial einzurichten. Ich will das für unsere Firma einrichten, hab aber bisher immer einen Grund gefunden, das nochwas vor mir herzuschieben . . .

Nun möchte ich mit beiden Geräten (PC und Laptop) so arbeiten,
als würde es sich um ein System handeln. Das bedeutet, dass
ich die Musik vom PC auf dem Laptop hören können möchte und
die Daten des Dokumenteordners auf dem Laptop auch vom PC aus
öffnen können möchte. Wichtig ist aber insbesondere, dass ich
z.B. am PC erstellte Dokumente am Laptop nicht nur öffnen,
sondern auch verändern und neu speichern oder auch löschen
kann und anders herum dasselbe auch am PC mit den Daten des
Laptops hinkriege. Wie gesagt: So, als handele es sich um nur
ein Gerät.

Das ist im Prinzip kein Problem, eine einfache Ordnerfreigabe mit entsprechenden Rechten reicht völlig aus (Rechtsklick auf den Ordner, Eigenschaften, Karteikarte Freigaben). Nicht für Jeden!

Dazu solltest auf beiden Rechnern der Benutzer jeweils den gleichen Namen und das gleiche Passwort haben, dann kommen auch keine lästigen Rückfragen seitens Windows. Und die Freigabe auch nur für diesen Benutzer!

Unter Umständen musst du deinen Router so einstellen, das er Windows-Freigaben zwischen LAN und W-LAN zulässt, manche sperren das serienmäßig erst mal - aber da sollte ein intensives Studium des Handbuches weiterhelfen.

Aber bedenke: Zugriffe auf den oder die freigegebenen Ornder des anderen Rechners geht natürlich nur, wenn der Rechner auch an ist!
Was halt Strom kostet.

Wichtig ist eben auch, dass der Laptop nicht nur von außerhalb

Was soll jetzt „nicht nur“ bedeuten?

Innerhalb des gleichen Netzwerkes ist das eigentlich gar kein Problem, das richtet dir jeder halbwegs erfahrene Computerfreak aus der Nachbarschaft innerhab weniger Minuten ein.

Wenn du auch von außerhalb über’s Internet drauf zugreifen willst, dann wird’s kritisch!

Ich glaube, für einen Zugriff von außerhalb brauche ich ja noch
einen UMTS-Stick für den Laptop, damit ich überhaupt ins
Internet komme und auf das Netzwerk zugreifen kann - richtig?

Kommt ganz daruf an.
Es geht natürlich über UMTS, aber mann kann auch ganz simpel sein Handy als Modem zweckentfremden. Mit USB-Kabel oder per Bluetooth.
Im Hotel kann man sich oft in den örtlichen Hotspot einklinken, in anderen Firmen u.U. ganz simpel mit dem vorhandenen Netzwerk verbinden.

Dann bist du im Internet.

Daraus dann jetzt auf deine Daten zuhause zugreifen, das ist eine andere Sache:
Zuerstmal musst du eine Flatrate haben und zu Hause ständig online sein (Einstellung im Router).
Dann brauchst du eine DynDNS-Adresse nebst regelmäßiger Anmeldung, damit dein Heimatnetz trotz IP-Wechsels alle 24 h immer unter dem gleichen Namen erreichbar ist.
Und dann muss natürlich zuhause immer ein Gerät laufen, das den gewünschten Service (beispielsweise FTP) auch anbietet, entweder ein Rechner oder evtl. ein NAS, wenn du eines mit FTP-Server kaufst.

Und wie gesagt, wirklich sicher bist du nur mit VPN, aber das artet echt in Arbeit aus.

Die meiste Zeit befinden sich beide Geräte in WLAN-Reichweite,
sodass es vorrangig darum geht. Nun habe ich die ganze Technik
und frage mich - frage euch - was ich damit am Besten
anstellen kann.

Wie gesagt: lokal keine Sache, übers Internet . . . sagen wir mal so: um was für Daten geht es denn? Wie groß würdest du das Schadenspotential einschätzen, wenn es wirklich mal einen erfolgreichen Einbruch gäbe?

Firmendaten würde ich so (also, ohne VPN) nicht in’s Netz hängen, bei ein paar privaten Sachen wie Briefe oder so (keine TAN-Liste für die Bank, logisch!) würd ich das eher entspannt sehen - wie gesagt, mein FTP-Server ist noch nie angegriffen worden.

Gibt es Möglichkeiten, wo man nicht einzelne Ordner freigeben
muss? Man kann ja auch ganze Laufwerke freigeben aber ist das
sicher? Ich meine, wenn ich jetzt alle Festplatten des PC
freigebe, sind die dann nur innerhalb meines WLAN freigegeben
oder könnte auch jeder andere sie sehen?

Hängt ganz davon ab.
Ich würde eine Freigabe nie für alle, sondern immer nur für den jeweiligen Benutzer machen - dann kommen andere erst mal nicht rein.

Wenn du an den Freigabenamen ein Dollarzeichen anhängst, dann ist diese Freigabe in der Netzwerkumgebung nicht zu sehen. Auf dem anderen Rechner würde man sich dann eine entsprechende Verknüpfung anlegen.

Und grundsätzlich: wie sicher hast du dein W-LAN denn eingerichtet? WEP oder WPA2, wie lang ist der Schlüssel etc.?

Wenn du wirklich intensiv im Netz arbeiten willst und auch Dienste für’s Internet bereitstellen willst, dann würde ich zu einem kleinen, möglichst energiesparenden Dritt-Rechner raten, der ohne Maus, Tastatur und Monitor unten im Keller steht und als Server für’s Internet und für’s lokale Netz arbeitet und immer läuft.
Ich hab mir aus ein paar Teilen aus der Altmetall-Kiste, einer Notebook-Platte und einer Stromspar-CPU von eBay für unter 100 Euro einen „Server“ gebastelt, der nur 42 Euro Strom im Jahr verbraucht, bei mir für alle Internet-Aufgaben zuständig ist (nicht nur FTP-Server, auch sämtliche Downloads, eBay-Sniper etc.). Das Ding läuft jetzt seit gut zwei Jahren ununterbrochen und hat sich schon mehrfach bezahlt gemacht. Ist einfach die flexibelste Lösung.

lg, mabuse

Habe ich gemacht. Aber hast du das mal versucht? Es handelt sich dabei um einen USB 1.1-Port, soweit ich weiß. Wenn ich nun eine MP3-Datei anklicke, lädt er sie ca. 3 Minuten lang auf den Rechner herunter und dann spielt er sie ab - wobei sie dann aber auf dem Rechner liegt. Videos sind gar nicht drin. Eine Festplatte an der FritzBox taugt im Prinzip nur für Datensicherungen in Verbindung mit Filezilla - dafür nutze ich sie dann auch nur. Keine schlechte Idee von AVM aber wohl mit einem NAS (nach dem was ich darüber heute gelesen habe) nicht zu vergleichen. Trotzdem danke - es hätte ja auch sein können, dass ich es nicht gewusst hätte.

Tja und vielen Dank auch an mabuse. Da muss ich mich noch etwas weiter durcharbeiten. Wegen dem NAS habe ich schon recherchiert - ist gut aber so viel möchte ich eigentlich nicht ausgeben. Zweiter PC stünde mir sogar zur Verfügung aber da muss ich erst noch sehen, dass ich den Keller gegen einen größeren getauscht kriege. Da ist im Winter nicht einmal Platz für ne Kiste Saft drin (Gartenmöbel- und geräte etc.) Aber dass es so günstig wird, habe ich nicht gedacht.

VPN drängt sich mir förmlich auf. AVM hat ja eigens dafür was aber da sehe ich nicht durch. Wie du sagst: Schwer zu konfigurieren. Habe aber mal eben bei AVM angefragt, um zu sehen, was ich falsch mache.

FTP-Server habe ich wohl bisher immer falsch verstanden. Ich dachte immer, dass FTP nur hoch- und runterladen kann und man z.B. ein Video erst downloaden muss, um es sich anzusehen. Würde dann ja keinen Sinn machen, wenn man nach jedem Video erst einmal die Datei wieder vom Rechner löschen müsste. Dass FTP auch Streaming beherrscht, habe ich erst durch deinen Hinweis auf FTP erfahren. Tja, eben nicht up-to-date.

Also dass der PC bei den meisten Lösungen eingeschaltet sein muss, ist nicht so sehr das Problem. Er läuft ohnehin zu festen Zeiten. Ist halt eine Frage des Geldes und der Umwelt. Ein NAS ist sehr teuer in der Anschaffung, was sich für mich erst lohnen würde, wenn man es auch an den Fernseher anschließen könnte.

Ja was die Daten angeht, bin ich vielleicht etwas paranoid. Da ist weder vertrauliches drauf, noch etwas, dass sich lohnen würde, einen Angriff zu starten. Ich wollte nur nicht, dass es so offen liegt, dass man es auch ohne Angriff sehen könnte. Das Problem ist, dass ich einfach nur Erfahrungen mit solchen Netzwerken habe, wo ich mich an jeden PC des Netzes setzen und das gleiche machen kann. Quasi weiß ich gar nicht, wie so ein Netzwerk im privaten Bereich aussieht. Gesichert ist das WLAN über die Fritz Box mit WEP und noch irgend etwas und einem langen Schlüssel aus Zahlen - zu finden ist es als gesichertes Netzwerk. Die Polizei oder das Amt mir gegenüber, deren Netzwerk ich auch sehen kann, arbeitet noch mit WPA1+WPA2. Also ich habe einen VServer bei United Hoster und würde eigentlich deine Angaben bestätigen - hat auch in drei Jahren noch keiner zu hacken versucht.

Ja, ich denke, du hast mir sehr geholfen. Bis zur Keller-Lösung werde ich mal die Datenfreigaben versuchen. Durch dich bin ich darauf gekommen. warum das bisher nicht klappte: Verschiedene Benutzerkonten und ohne Passwort. Da werde ich morgen mal ran. Danke erst einmal.

Wäre schön, wenn der Thread offen bleiben könnte - kommen bestimmt noch Fragen.

LG Martin

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Hei Martin!

Gesichert ist das WLAN
über die Fritz Box mit WEP und noch irgend etwas und einem
langen Schlüssel aus Zahlen - zu finden ist es als gesichertes
Netzwerk.

Und dann machst du dir Gedanken über Datensicherheit?
Ein WEP-Verschlüsseltes WLAN knack jedes Script-Kiddie mit den richtigen Programmen in einer Minute!
http://www.pcwelt.de/start/sicherheit/sonstiges/news…

Die Polizei oder das Amt mir gegenüber, deren Netzwerk ich auch sehen kann, arbeitet noch mit WPA1+WPA2.

Nicht noch - Schon! WPA2 gilt derzeit als sicher.
Studier erst mal das handbuch deiner Fritzbox, wie man das umstellt.

Und bis dahin Freigaben keinesfalls für „Jeden“, sondern nur für benannte Benutzer - die auch unbedingt ein Passwort haben müssen!

Zweiter PC stünde mir sogar zur Verfügung aber
da muss ich erst noch sehen, dass ich den Keller gegen einen
größeren getauscht kriege. Da ist im Winter nicht einmal Platz
für ne Kiste Saft drin (Gartenmöbel- und geräte etc.)

Keller war nur ein Beispiel. Kann auch in der Besenkammer stehen. Ober wenn er passiv gekühlt ist im Wohnzimmer hinter dem Sofa.

Aber dass es so günstig wird, habe ich nicht gedacht.

Naja, das einizge, was er können muss, ist ein paar Daten von Platte auf’s Netzwerk schippen und umgekehrt. Dafür tut’s auch ein uralter Celeron 700 oder so - Abfall-Recycling halt :wink:

FTP-Server habe ich wohl bisher immer falsch verstanden. Ich
dachte immer, dass FTP nur hoch- und runterladen kann und man
z.B. ein Video erst downloaden muss, um es sich anzusehen.
Würde dann ja keinen Sinn machen, wenn man nach jedem Video
erst einmal die Datei wieder vom Rechner löschen müsste. Dass
FTP auch Streaming beherrscht, habe ich erst durch deinen
Hinweis auf FTP erfahren. Tja, eben nicht up-to-date.

Strengenommen ist das auch so.
Streamig von Video ist eine Ausnahme, weil viele Video-Programme es erlauben, einen Download schon mal anzuspielen, auch wenn die datei noch nicht vollständig heruntergeladen ist.

Ich sag dir allerdings direkt: Das (mit dem Video) ist nicht unbedingt der Sinn der Sache. Bedenke, das dies aus Sicht deines Servers ein Upload ist - und die Upload-Bandbreite deines DSL-Anschlusses hat deutlich weniger als 1% der Leistng deines LANs.
Video dadrüber schauen dürfte zu einer Diashow führen.

Also dass der PC bei den meisten Lösungen eingeschaltet sein
muss, ist nicht so sehr das Problem. Er läuft ohnehin zu
festen Zeiten. Ist halt eine Frage des Geldes und der Umwelt.
Ein NAS ist sehr teuer in der Anschaffung, was sich für mich
erst lohnen würde, wenn man es auch an den Fernseher
anschließen könnte.

Rechne es durch!
Arbeitsrechner bei mir hat ~90 Watt.
Macht bei 24 h/d und 365 d/a satte 788 kWh/a = 157 €/a
Mein Webserver hat 24 Watt.
Macht bei 24 h/d und 365 d/a satte 210 kWh/a = 42 €/a
Das sind über 100 Euro pro Jahr!
Und ein NAS verbraucht noch etwas weniger (Notebook-Platte vorrausgesetzt)

lg, mabuse

Hei Martin!

Gesichert ist das WLAN
über die Fritz Box mit WEP und noch irgend etwas und einem
langen Schlüssel aus Zahlen - zu finden ist es als gesichertes
Netzwerk.

Und dann machst du dir Gedanken über Datensicherheit?
Ein WEP-Verschlüsseltes WLAN knack jedes Script-Kiddie mit den
richtigen Programmen in einer Minute!
http://www.pcwelt.de/start/sicherheit/sonstiges/news…

Die Polizei oder das Amt mir gegenüber, deren Netzwerk ich auch sehen kann, arbeitet noch mit WPA1+WPA2.

Nicht noch - Schon! WPA2 gilt derzeit als sicher.
Studier erst mal das handbuch deiner Fritzbox, wie man das
umstellt.

Jetzt hast du mir aber einen Schrecken eingejagt. Ich habe gleich noch einmal nachgesehen. Also bei mir ist es WAP uns WAP2 und bei der Polizei nur WAP. WEP kann ich gar nicht auswählen und nur WAP auch nicht, weil es ausgegraut ist. Was ich da in Erinnerung hatte, waren die Einstellungen bei der alten Fritz Box. Und der Schlüssel besteht aus 16 Stellen, wenn ich mich nicht verzählt habe. Also Entwarnung :smile:

Naja, das einizge, was er können muss, ist ein paar Daten von
Platte auf’s Netzwerk schippen und umgekehrt. Dafür tut’s auch
ein uralter Celeron 700 oder so - Abfall-Recycling halt :wink:

Och, das ist noch ein Athlon XP 3400 - kompletter PC aber halt ohne Festplatte. Ich nehme an, eine Laptop-Festplatte wegen der passiven Kühlung? Der PC im Keller allein bringt es aber doch noch nicht. Er muss ja noch mit ins Netzwerk. Direkt an die Fritzbox anschließen kann ich ihn nicht. Das Haus hier ist von 1860 und hat so dicke Wände - dafür benötigt man erst Spezialbohrer und die haben dann auch einen enormen Durchmesser. Würde es was bringen, dem PC eine WLAN-Karte zu verpassen? Durch die Wände geht das WLAN - das ist also nicht das Problem. Hm - oder vielleicht kann man die alte Fritz Box (7050) mit in den Keller stellen, den PC über Kabel da anschließen und dann das Netzwerk mit dem der 7170 verbinden? Wieder was, wo ich keine Ahnung von habe. Wobei ich natürlich erst schauen muss, ob die WPA2 unterstützt. Ja und auf den Webserver müsste dann ja sicherlich noch Software rauf. Ich hätte da noch ein Windows XP liegen - und dann noch etwas oder läuft das dann einfach so, dass ich ein Benutzerkonto ohne Adminrechte mit demselben Namen wie auf dem Arbeitsrechner und Laptop anlege - mit demselben Passwort und dann einfach die ganze Festplatte (oder eine Partition - die wo Windows nicht drauf ist) freigebe? Sollte das wirklich alles sein?

FTP-Server habe ich wohl bisher immer falsch verstanden. Ich
dachte immer, dass FTP nur hoch- und runterladen kann und man
z.B. ein Video erst downloaden muss, um es sich anzusehen.
Würde dann ja keinen Sinn machen, wenn man nach jedem Video
erst einmal die Datei wieder vom Rechner löschen müsste. Dass
FTP auch Streaming beherrscht, habe ich erst durch deinen
Hinweis auf FTP erfahren. Tja, eben nicht up-to-date.

Strengenommen ist das auch so.
Streamig von Video ist eine Ausnahme, weil viele
Video-Programme es erlauben, einen Download schon mal
anzuspielen, auch wenn die datei noch nicht vollständig
heruntergeladen ist.

Ja, stimmt - ist mir beim VLC Player aufgefallen.

Ich sag dir allerdings direkt: Das (mit dem Video) ist nicht
unbedingt der Sinn der Sache. Bedenke, das dies aus Sicht
deines Servers ein Upload ist - und die Upload-Bandbreite
deines DSL-Anschlusses hat deutlich weniger als 1% der Leistng
deines LANs.
Video dadrüber schauen dürfte zu einer Diashow führen.

Ah, das habe ich befürchtet. Das wäre bei NAS auch nicht anders oder?

Also dass der PC bei den meisten Lösungen eingeschaltet sein
muss, ist nicht so sehr das Problem. Er läuft ohnehin zu
festen Zeiten. Ist halt eine Frage des Geldes und der Umwelt.
Ein NAS ist sehr teuer in der Anschaffung, was sich für mich
erst lohnen würde, wenn man es auch an den Fernseher
anschließen könnte.

Rechne es durch!
Arbeitsrechner bei mir hat ~90 Watt.
Macht bei 24 h/d und 365 d/a satte 788 kWh/a = 157 €/a
Mein Webserver hat 24 Watt.
Macht bei 24 h/d und 365 d/a satte 210 kWh/a = 42 €/a
Das sind über 100 Euro pro Jahr!
Und ein NAS verbraucht noch etwas weniger (Notebook-Platte
vorrausgesetzt)

Ahaa - so habe ich es noch nie gesehen. Webserver ist ja der im Keller. Ich nehme mal an, dass die Berechnung mit einem 300-Watt-Netzteil ungefähr beim gleichen heraus kommen würde - der PC nutzt ja selten die vollen 300 W.

Bei mir ist der Arbeitsrechner auf die Minute genau von 8:30 bis 22:20 täglich eingeschaltet. Es lohnt sich selten, ihn in den Ruhezustand zu versetzen. In den Pausen schalte ich dann den Monitor ab und er reduziert nach einer gewissen Zeit seine Leistung. Da wir im selben Zimmer schlafen, wird nachts per Kippschalter alles ausgeschaltet. Der PC im Keller - ja der könnte wenn wir zuhause sind auch zwischen 22:30 und 08:20 Uhr ausgeschaltet bleiben. Das ließe sich ja per Zeitschaltuhr oder Steckdose mit Fernbedienung einrichten.
Wenn ich unterwegs bin, würde er dann halt eingeschaltet bleiben. In dem Moment wäre der Arbeits-PC ja auch ausgeschaltet. Hm, da spricht vieles für den PC im Keller. Was meinst du - Würde sich unter diesen Gesichtspunkten ein NAS denn auch noch rechnen?

lg, mabuse

LG Martin

Moien!

Also bei mir ist es WAP uns WAP2

Puh! :wink:

Och, das ist noch ein Athlon XP 3400 - kompletter PC aber halt
ohne Festplatte. Ich nehme an, eine Laptop-Festplatte wegen
der passiven Kühlung?

Nein, Stromverbrauch.
Einen Desktop-Platte zieht rund 10 Watt, eine Notebook-Platte zieht rund 1 W.
Aus dem gleichen Grund bringt’s auch der dicke Athlon nicht - verbrennt viel zu viel Strom. Da kannst du auch den großen Rechner im Arbeitszimmer benutzen.

Ich würd jetzt sagen: richte erst mal die nötigen Sachen auf dem Arbeitsrechner ein und arbeite mal zwei oder drei Monate damit. Wenn alles läuf, du erste Erfahrungen gesammelt hast und auch für dich selber sagst, das ein ständig laufender „Server“ sinnvoll ist, dann kann man sich immer noch um eine möglichst Energieeffiziente Maschine bemühen.
Wenn man als Basis einen Celeron 700 nimmt (mit dem richtigen Sockel, um bei Gelegenheit auf den noch etwas effizienteren VIA C3Ezra umzusteigen: den gibt auf eBay schon für 20 Euro. Notebookplatte nebst Adapter dazu und schon hast du einen Rechner, der weniger als ein Drittel der dicken Dinger verbraucht. Vieleicht sind bis dahin auf die neuen Superspar-Teile (Intel Atom) im Preis gefallen. Oder man kann irgendwo ein altes Laptop abstauben, das ist die allersparsamste Variante (die man dafür aber leider nicht aufrüsten kann).

Würde es was bringen, dem PC eine WLAN-Karte zu
verpassen? Durch die Wände geht das WLAN - das ist also nicht
das Problem.

Müsste man mal durchmessen. Um ein paar Office-Dokumente für den Unterwegs-Zugriff bereitzuhalten und wahrscheinlich auch für die Musik überall dürfte es ausreichen, aber ob W-LAN für Video-Streaming schnell genug ist, da hab ich meine Zweifel.

Hm - oder vielleicht kann man die alte Fritz Box
(7050) mit in den Keller stellen, den PC über Kabel da
anschließen und dann das Netzwerk mit dem der 7170 verbinden?

Damit verschiebst du das Problem doch nur - wie die alte Fritzbox mit der neuen verbinden?

Auch hier würde ich zu einer Schritt-für-Schritt-Lösung tendieren. Erst mal W-Lan und wenn man später merkt, das der Server im Keller zu einer dauerhaften Einrichtung werden wird, dann vieleicht doch irgendwann mal die Bohrmaschine auspacken und für eine ordentliche und Zukunftssichere Lösung sorgen.

Off-Topic: Ich hab mir ne alte Sparkasse gekauft und puzzel mir die jetzt so nach und nach zum Wohnhaus um. Und ich zieh überall Netzwerk hin, selbst aufs Scheißhaus kommen zwei GigaBit-Anschlüsse. Die ganze Verkabelung ist sogar schon für 10 GB ausgelegt. Damit sollte ich mir für mindestens 40 Jahre keine Gedanken mehr darüber machen müssen . . . und in 40 Jahren wird’s mir wohl egal sein :wink:

Ja und auf den
Webserver müsste dann ja sicherlich noch Software rauf. Ich
hätte da noch ein Windows XP liegen - und dann noch etwas oder
läuft das dann einfach so, dass ich ein Benutzerkonto ohne
Adminrechte mit demselben Namen wie auf dem Arbeitsrechner und
Laptop anlege - mit demselben Passwort und dann einfach die
ganze Festplatte (oder eine Partition - die wo Windows nicht
drauf ist) freigebe? Sollte das wirklich alles sein?

Für das lokale Netz im Prinzip ja.
Wobei sich mir die Fußnägel bei dem Wort „Administratorkonto“ hochkrempeln. Benutzer mit möglichst geringen Rechten!
Wenn der Server im Admin-Konto läuft, hat ein digitaler Einbrecher alle Möglichkeiten, die Anlage komplett zu übernehmen. Wenn er nur als User läuft, kommt er wenigstens an’s System nicht heran.

Und für deine Arbeitsmaschine gilt das gleiche!
Wer als Administrator arbeitet und damit die allererste Sicherheitsmaßnahme mißachtet, der sollte sich sonst keine Gedanken mehr machen.

Sobald du auch aus dem Internet drauf zugreifen willst, brauchst du noch eine FTP-Server-Software auf dem Server, und einen FTP-Client auf dem Laptop. Aber das ist keine allzugroße Sache (auch wenn die Einrichtung des Servers nicht ganz so trivial ist, aber da helf ich dir bei), weil es das auch alles irgendwo als Freeware gibt.

Ah, das habe ich befürchtet. Das wäre bei NAS auch nicht anders oder?

Nein, wo die Daten herkommen ist völlig wurst.
Deine Internet-Anbindung ist der Engpass.

Ahaa - so habe ich es noch nie gesehen. Webserver ist ja der
im Keller. Ich nehme mal an, dass die Berechnung mit einem
300-Watt-Netzteil ungefähr beim gleichen heraus kommen würde -
der PC nutzt ja selten die vollen 300 W.

Das Netzteil ist völlig Wurst. In meinem Server steckt sogar ein 350er.

Was zählt sind die einzelnen Komponenten: nur das nötigste und das sorgfältig nach Stromverbrauch ausgesucht. Keine Soundkarte, kein DVD-Laufwerk. Kein Monitor, selbst Maus und Tastatur verbrauchen überflüssigerweise Strom. Ich hab meine CPU um 20% runtergetaktet, dadurch produziert sie weniger Wärme - worduch ich den CPU-Lüfter rauswerfen konnte. Sind auch 2 Watt.
Dann hab ich alles ohne Gehäuse in einen Schrank geschraubt, der als Boden und Deckel ein Gitter hat. Saubere Luftbewegung von unten nach oben, prima Kühlung. Dann hab ich sogar das Netzteil aus seinem Gehäuse geholt und offen, nur mit einem Gitter als Berührungsschutz in den Schrank geschaubt - Netzteillüfter weg, wieder 3 W eingespart. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen :wink:

Bei mir ist der Arbeitsrechner auf die Minute genau von 8:30
bis 22:20 täglich eingeschaltet. Es lohnt sich selten, ihn in
den Ruhezustand zu versetzen. In den Pausen schalte ich dann
den Monitor ab und er reduziert nach einer gewissen Zeit seine
Leistung. Da wir im selben Zimmer schlafen, wird nachts per
Kippschalter alles ausgeschaltet.

Der PC im Keller - ja der könnte wenn wir zuhause sind auch zwischen 22:30 und 08:20 Uhr ausgeschaltet bleiben. Das ließe sich ja per Zeitschaltuhr oder Steckdose mit Fernbedienung einrichten.

Ne, wenn du dem einfach den Saft wegnimmst, dann wird er dir das echt übel nehmen. Die Modernen Betriebssystem müssen erst richtig runtergefahren werden.

Außerdem musst du dann zwei FTP-Server betreiben und je nach Uhrzeit den eine oder anderen benutzen. Und selber darauf achten, das die Datenbestände im Keller und auf deiner Arbeitsmaschine identisch sind.
Ne, das würde ich nicht als brauchbare Alternative ansehen. Wenn Server, dann ganz.

Hm, da spricht vieles für den PC im Keller. Was meinst du - Würde sich unter diesen Gesichtspunkten ein NAS denn auch noch rechnen?

Lass es mich so sagen:
ich selber halte von NAS nicht allzuviel. Es ist halt nur Speicherplatz im Netz. Mit einem richtigen PC kann man noch viel mehr machen. Meine kümmert sich um alle Up- und Downloads. Torrent- und DC+±Client (beides Filesharing-Programme) laufen rund um die Uhr. Der eBay-Sniper hat mir durch pünktliche und intelligente Gebotsabgabe in diesem Jahr schon einige hunderter eingespart - und dabei hab ich damit überhaupt gar keine Arbeit mehr.

Ich überlege, ihn auch zum Fax-Server und Anrufbeantworter zu machen. Warum soll man Faxe ausdrucken, wenn man sie genausogut als PDF auf die Platte legen kann? Die meisten braucht man ja eh nicht.
Und langfristig hab ich auch recht konkrete Ideen für eine Haussteuerung. Das ich im Hochsommer eine Stunde vor Feierabend übers Internet zuhause schon mal die Klimaanlage einschalten kann. Und wer weiss, was zukünftig noch alles möglich sein wird?

Solche Sachen halt. Die Ideen kommen, wenn man erst mal damit rumspielt, und mit einem richtigen PC gibt es dabei - im Gegensatz zum NAS - kaum Grenzen.

lg, mabuse