Hallo Martin!
Also . . .
NAS = network attached storage. Eine Festplatte, die am Netzwerk hängt und von jedem Rechner (im lokalen Netz) wie eine normale Platte benutzt werden kann. Praktisch, weil bei einer „normalen“ Laufwerks- oder Ordner-Freigabe ja auch immer der jeweils andere Rechner an sein muss - und der verbrennt deutlich mehr Strom als so ein NAS.
FTP = File Transfer Protokoll. Mit FTP stellst du Bereiche einer Festplatte für Internet-User zur Verfügung. Im Prinzip ähnlich wie die Freigabe für’s lokale Netz, es gibt (kann geben) verschiedene Benutzer mit jeweils eigene Passwörtern, denen man auch verschiedene Rechte geben kann. Man braucht spezielle Software - auf beiden Seiten!
Es ist einfacher einzurichten als ein VPN, aber nicht ganz so sicher (wobei ich schon seit Jahren einen FTP-Server betreibe und nie einen Einbruchsversuch hatte)
VPN = Virtual Private Network. Eine Software, mit der du dich übers Internet in dein lokales Netz zuhause einkinken kannst. Abgesehen von der Geschwindigkeit genaus, als wenn du zuhause wärst, du kannst auch die Drucker dort benutzen, evtl. zentrale DNS-Server, Werbefilter etc.
Bombensicher, da alles verschlüsselt abläuft, dafür alles andere als trivial einzurichten. Ich will das für unsere Firma einrichten, hab aber bisher immer einen Grund gefunden, das nochwas vor mir herzuschieben . . .
Nun möchte ich mit beiden Geräten (PC und Laptop) so arbeiten,
als würde es sich um ein System handeln. Das bedeutet, dass
ich die Musik vom PC auf dem Laptop hören können möchte und
die Daten des Dokumenteordners auf dem Laptop auch vom PC aus
öffnen können möchte. Wichtig ist aber insbesondere, dass ich
z.B. am PC erstellte Dokumente am Laptop nicht nur öffnen,
sondern auch verändern und neu speichern oder auch löschen
kann und anders herum dasselbe auch am PC mit den Daten des
Laptops hinkriege. Wie gesagt: So, als handele es sich um nur
ein Gerät.
Das ist im Prinzip kein Problem, eine einfache Ordnerfreigabe mit entsprechenden Rechten reicht völlig aus (Rechtsklick auf den Ordner, Eigenschaften, Karteikarte Freigaben). Nicht für Jeden!
Dazu solltest auf beiden Rechnern der Benutzer jeweils den gleichen Namen und das gleiche Passwort haben, dann kommen auch keine lästigen Rückfragen seitens Windows. Und die Freigabe auch nur für diesen Benutzer!
Unter Umständen musst du deinen Router so einstellen, das er Windows-Freigaben zwischen LAN und W-LAN zulässt, manche sperren das serienmäßig erst mal - aber da sollte ein intensives Studium des Handbuches weiterhelfen.
Aber bedenke: Zugriffe auf den oder die freigegebenen Ornder des anderen Rechners geht natürlich nur, wenn der Rechner auch an ist!
Was halt Strom kostet.
Wichtig ist eben auch, dass der Laptop nicht nur von außerhalb
Was soll jetzt „nicht nur“ bedeuten?
Innerhalb des gleichen Netzwerkes ist das eigentlich gar kein Problem, das richtet dir jeder halbwegs erfahrene Computerfreak aus der Nachbarschaft innerhab weniger Minuten ein.
Wenn du auch von außerhalb über’s Internet drauf zugreifen willst, dann wird’s kritisch!
Ich glaube, für einen Zugriff von außerhalb brauche ich ja noch
einen UMTS-Stick für den Laptop, damit ich überhaupt ins
Internet komme und auf das Netzwerk zugreifen kann - richtig?
Kommt ganz daruf an.
Es geht natürlich über UMTS, aber mann kann auch ganz simpel sein Handy als Modem zweckentfremden. Mit USB-Kabel oder per Bluetooth.
Im Hotel kann man sich oft in den örtlichen Hotspot einklinken, in anderen Firmen u.U. ganz simpel mit dem vorhandenen Netzwerk verbinden.
Dann bist du im Internet.
Daraus dann jetzt auf deine Daten zuhause zugreifen, das ist eine andere Sache:
Zuerstmal musst du eine Flatrate haben und zu Hause ständig online sein (Einstellung im Router).
Dann brauchst du eine DynDNS-Adresse nebst regelmäßiger Anmeldung, damit dein Heimatnetz trotz IP-Wechsels alle 24 h immer unter dem gleichen Namen erreichbar ist.
Und dann muss natürlich zuhause immer ein Gerät laufen, das den gewünschten Service (beispielsweise FTP) auch anbietet, entweder ein Rechner oder evtl. ein NAS, wenn du eines mit FTP-Server kaufst.
Und wie gesagt, wirklich sicher bist du nur mit VPN, aber das artet echt in Arbeit aus.
Die meiste Zeit befinden sich beide Geräte in WLAN-Reichweite,
sodass es vorrangig darum geht. Nun habe ich die ganze Technik
und frage mich - frage euch - was ich damit am Besten
anstellen kann.
Wie gesagt: lokal keine Sache, übers Internet . . . sagen wir mal so: um was für Daten geht es denn? Wie groß würdest du das Schadenspotential einschätzen, wenn es wirklich mal einen erfolgreichen Einbruch gäbe?
Firmendaten würde ich so (also, ohne VPN) nicht in’s Netz hängen, bei ein paar privaten Sachen wie Briefe oder so (keine TAN-Liste für die Bank, logisch!) würd ich das eher entspannt sehen - wie gesagt, mein FTP-Server ist noch nie angegriffen worden.
Gibt es Möglichkeiten, wo man nicht einzelne Ordner freigeben
muss? Man kann ja auch ganze Laufwerke freigeben aber ist das
sicher? Ich meine, wenn ich jetzt alle Festplatten des PC
freigebe, sind die dann nur innerhalb meines WLAN freigegeben
oder könnte auch jeder andere sie sehen?
Hängt ganz davon ab.
Ich würde eine Freigabe nie für alle, sondern immer nur für den jeweiligen Benutzer machen - dann kommen andere erst mal nicht rein.
Wenn du an den Freigabenamen ein Dollarzeichen anhängst, dann ist diese Freigabe in der Netzwerkumgebung nicht zu sehen. Auf dem anderen Rechner würde man sich dann eine entsprechende Verknüpfung anlegen.
Und grundsätzlich: wie sicher hast du dein W-LAN denn eingerichtet? WEP oder WPA2, wie lang ist der Schlüssel etc.?
Wenn du wirklich intensiv im Netz arbeiten willst und auch Dienste für’s Internet bereitstellen willst, dann würde ich zu einem kleinen, möglichst energiesparenden Dritt-Rechner raten, der ohne Maus, Tastatur und Monitor unten im Keller steht und als Server für’s Internet und für’s lokale Netz arbeitet und immer läuft.
Ich hab mir aus ein paar Teilen aus der Altmetall-Kiste, einer Notebook-Platte und einer Stromspar-CPU von eBay für unter 100 Euro einen „Server“ gebastelt, der nur 42 Euro Strom im Jahr verbraucht, bei mir für alle Internet-Aufgaben zuständig ist (nicht nur FTP-Server, auch sämtliche Downloads, eBay-Sniper etc.). Das Ding läuft jetzt seit gut zwei Jahren ununterbrochen und hat sich schon mehrfach bezahlt gemacht. Ist einfach die flexibelste Lösung.
lg, mabuse