Hallo,
es gibt das geflügelte Wort: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Doch was ist mit dem Glauben? Müsste der nicht zuletzt sterben? Jemand kann seine Hoffnung aufgeben, sein Glaube bleibt aber. Wenn alle Hoffnung verloren ist, kann man immer noch an etwas glauben. Wie sind folgende Sätze zu interpretieren? „Ich hoffe, dass er durchhält. Ich glaube, dass er durchhält.“ Welche Unterschiede könnt ihr sehen?
Grüße
Franz
Hallo,
es gibt das geflügelte Wort: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“
Doch was ist mit dem Glauben? Müsste der nicht zuletzt
sterben? Jemand kann seine Hoffnung aufgeben, sein Glaube
bleibt aber. Wenn alle Hoffnung verloren ist, kann man immer
noch an etwas glauben. Wie sind folgende Sätze zu
interpretieren? „Ich hoffe, dass er durchhält. Ich glaube,
dass er durchhält.“ Welche Unterschiede könnt ihr sehen?
Nö, Glaube war das, was sich am hartnäckigsten hält. Siehe z.B. Astrobrett mit dem Glauben an die Richtigkeit der SRT.
Die Hoffnung, dass dieser Aberglaube dennoch richtig sei, stirbt dann zuletzt vor dem Ende diese Glauben.
Sorum
Gruß
Frank
Wenn alle Hoffnung verloren ist, kann man immer
noch an etwas glauben. Wie sind folgende Sätze zu
interpretieren? „Ich hoffe, dass er durchhält. Ich glaube,
dass er durchhält.“ Welche Unterschiede könnt ihr sehen?
Grüße
Franz
Hoffnung gehört wohl mehr zum Wünschen, ist also eher von emotionaler Bedeutung. Während Glauben sehr viel tiefer geht. Man kann im Glauben stehen, obwohl alles dagegen spricht. Die Vernunft wird hier durch die Intuition ersetzt.
gruß
rolf
Hoffnung
Nö, Glaube war das, was sich am hartnäckigsten hält. Siehe
z.B. Astrobrett mit dem Glauben an die Richtigkeit der SRT.
Die Hoffnung, dass dieser Aberglaube dennoch richtig sei,
stirbt dann zuletzt vor dem Ende diese Glauben.
Ne, stimmt schon, die Hoffnung hält sich länger: Ich glaube nicht mehr, daß Du noch mal die Physik begreifen wirst, aber ich hoffe es immer noch…
Hallo,
es gibt das geflügelte Wort: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“
Doch was ist mit dem Glauben? Müsste der nicht zuletzt
sterben? Jemand kann seine Hoffnung aufgeben, sein Glaube
bleibt aber. Wenn alle Hoffnung verloren ist, kann man immer
noch an etwas glauben. Wie sind folgende Sätze zu
interpretieren? „Ich hoffe, dass er durchhält. Ich glaube,
dass er durchhält.“ Welche Unterschiede könnt ihr sehen?
Hallo Franz,
weil diese Frage wieder eines meiner vielen Hobbies anspricht, nämlich unser aller offensichtliches Dilemma mit den Begriffen, meine Meinung dazu.
Jedenfalls stimme ich mit Rolf überein, daß „hoffen“, einen „emotionalen“ Gesichtspunkt darstellt, der eher in die Richtung „Angst“ geht, nämlich Angst, daß etwas so oder nicht so eintreten wird (soll).
Und sobald das „erhoffte“ Ergebnis eingetreten ist oder nicht, hört dieser Zustand auch auf. Wenn man also dann so sagen will: „stirbt“ er.
„glauben“ (klein geschrieben) hat aber einen rational/sachlichen Bezug, und zwar dann, wenn man ihn als einen Gegensatz zu „wissen“ betrachtet.
Denn es ist doch so, daß man, bevor man etwas zu „glauben“ begonnen hat, eine Frage gehabt haben muß, zu welchem beliebigen Thema auch immer. Man hat die entsprechende Antwort darauf also noch nicht „gewußt“.
Eine Antwort auf jede beliebige Frage kann man sich aber nie selber geben, sondern man ist darauf angewiesen, daß man diese von jemandem anderen bekommt. Als kleines Kind fängt man damit an, sobald man sprechen kann.
Jetzt gibt es aber zwei Möglichkeiten in diesem Zusammenhang:
- Die Antwort (Erklärung) dieses anderen ist so, daß man dann selber und mit den eigenen Möglichkeiten verifizieren kann, daß diese Antwort stimmt.
Danach „weiß“ man etwas. - Die Antwort des anderen ist so, daß man zwar nicht die Möglichkeit mit offeriert bekommt, sie selber auch als richtig verstehen zu können, der andere allerdings mit verschiedenen Strafmitteln droht, wenn man sie nicht als richtig betrachtet.
Danach „glaubt“ man etwas.
Und das so lange, so lange man nicht die Möglichkeit gefunden hat, diese Antwort mit den eigenen Mitteln und Möglichkeiten als entweder richtig oder falsch zu erfassen.
Wenn man so will, „stirbt“ erst dann auch „glauben“.
Meine Meinung zu Deiner Fragestellung ist daher, daß „glauben“ zwangsläufig zuletzt „stirbt“, weil man bis dahin vom „hoffen“ lebt, endlich „wissen“ zu können, ob das, was man seither nur „geglaubt“ hat, auch stimmt (richtig ist).
Grüße
Gert
P.s.: Ich halte auch das, was Frank unten gesagt hat, für ein gutes Beispiel dafür. Viele „glauben“, daß die SRT (Antwort bzw. Erklärungsversuch auf eine bestimmte Frage) stimmt. „Wissen“ tun sie es aber nicht.
Du meinst die Hoffnung, dass ihr irgendwann mal logisch denken könnt? Dass ihr das könnt, ist wieder ein solch sich hartnäckig haltender Glaube.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
auf jeden ist die Philosophie schon tot… owT
.
18:43
19:02
19:02
Hallo Frank,
das enttäuscht mich ein wenig;
ich will den guten Thomas M. ja nicht unterschätzen (im Gegenteil schätze ich ihn sehr), aber ich hatte schon eher als Mörder erwartet:
Georg Wilhelm Friedrich H.
oder
Karl M.
oder
Martin H.
oder
Theodor Wiesengrund A.
oder
so etwas in der Richtung.
Seis drum, Thomas M. wird sich über die nette Einordnung sicher sehr freuen.
Viele Grüße
franz
sie starb schon bei der geburt. alkoholvergiftung
.
19:02
Hi Frank!
Wenn es das ist, was du unter Philosophie verstehst, dann würde ihn das sicher freuen! Leider fehlt im die Macht dazu!
19:02 Die Zeit des Frankmännchens, äh Sandmännchens…
Streute den Kindern Sand in die Augen und flog auf seiner Wolke davon, seinen Luftschlössern entgegen…
Und wenn sie immer noch nicht gestorben ist, dann wird es der Diamat sicher noch schaffen!
Gruss
HC
[Mod]
Hallo Frank,
in meiner Funktion als Moderatorin diesen Brettes möchte ich Dich auf Folgendes aufmerksam machen:
Den nächsten persönlichen Angriff, egal auf welche Person auch immer, werde ich umgehend, kommentarlos und ohne weitere Benachrichtigungsmail löschen.
MfG, Nike
oder sie hat sich Syphilis geholt owt
18:43
Wenn Du auf Nietzsche anspielst…
…so hat der eher alles andere als die Philosophie ermordet. 
Gruß,
Branden
Hallo Ben,
genau könnte ich das nicht sagen,
aber es war wohl um die Mitte des 19. Jahrhunderts
(Löwith z.B. umschreibt es mit „revolutionärem Bruch“ o.ä.).
Ob es einen Mörder gab ? Kaum. Einen Totengräber ? Schon eher.
Sie scheint aber einen sanften natürlichen Tod gehabt zu haben,
was freilich viele, die sich heute „professionell“ mit der Leiche
befassen, gar nicht bemerkt haben (oder vielleicht gar nicht bemerken
wollen, denn sie leben ganz gut mir ihr - der Leiche).
Gruss
Nescio
Wie sind folgende Sätze zu interpretieren?
„Ich hoffe, dass er durchhält. Ich glaube,
dass er durchhält.“ Welche Unterschiede könnt ihr sehen?
Hm… mal ein wenig quark von mir ^.^
„Ich hoffe“… ist ein wünsch. Das herbeisehnen eines positiven ausgangs einer situation,
oder der gleichen, dessen ausgang und zukunft „noch in den sternen“ steht…
- und dies unter ganz emotionalen gesichtspunkt.
„Ich glaube“… ist entschiedener, überzeugter. Ich hoffe nicht, ich glaube
Der Papst hofft, dass wir alle noch glauben werden, glaubt es aber nicht. Also stirbt der Glaube noch vor der Hoffnung.
Meine Meinung zu Deiner Fragestellung ist daher, daß „glauben“
zwangsläufig zuletzt „stirbt“, weil man bis dahin vom „hoffen“
lebt, endlich „wissen“ zu können, ob das, was man seither nur
„geglaubt“ hat, auch stimmt (richtig ist).
Hallo Gert,
ich denke, dass die Hoffnung doch zuletzt stirbt. Ich hoffe z. B., dass ich den richtigen Glauben finden werde. Dann hoffe ich auch, dass ich 120 Jahre alt werde, glaube aber nicht daran. Etwas Hoffnung besteht immer.
Grüße
Franz
Hallo Franz,
habe lange nicht mehr hier herein geschaut und Deine Antwort daher auch erst jetzt entdeckt.
ich denke, dass die Hoffnung doch zuletzt stirbt. Ich hoffe z.
B., dass ich den richtigen Glauben finden werde. Dann hoffe
ich auch, dass ich 120 Jahre alt werde, glaube aber nicht
daran. Etwas Hoffnung besteht immer.
Das ist meiner bescheidenen Meinung nach allerdings nur eine Scheinlogik.
Und zwar deshalb, weil sie den Begriff „wissen“ nicht mit einbezieht.
Wenn man den dabei aber nicht vergißt, dann läßt sich alles wieder in´s richtige Lot bringen.
Denn was ist es, das jeden beschäftigt?
Doch „wissen“ zu wollen, was man selber in dieser Welt sein würde. Oder anders gesagt: man will die Antwort auf Frage „was bin ich“? „wissen“. Oder willst Du die nicht „wissen“?
Augenscheinlich ist es aber so, daß es zwar Millionen von verschiedenen Antworten darauf seit je her zu geben scheint, von denen aber ebenfalls keiner zu „wissen“ scheint, ob und welche denn stimmen würde.
Als Ersatz dafür „glaubt“ dann halt jeder irgend eine oder mehrere davon (was ja auch komisch ist).
Damit ist aber (fast) jeder in einem Zustand, wo sich alles und jedes nur zwischen „glauben“ und „hoffen“ dreht, egal, worum es sich handelt. Keines von beiden „stirbt“ daher in diesem Zustand.
Wenn man nun aber diese Antwort konkret „weiss“, dann „glaubt“ man alle anderen nicht mehr. Gleichzeitig „hofft“ man dann nicht mehr, z.B. 120 Jahre alt zu werden, weil sich dann dieses Problem gar nicht mehr stellt.
„glauben“ kann daher nur zuletzt „sterben“.
Ich hoffe, daß ich nicht zu kompliziert war und doch den Kernpunkt aufzeigen konnte, um den sich letztlich alles dreht.
Grüße
Gert