Was tun?

Hallo,

folgendes Problem stellt sich mir momentan:

Ich habe eine komplette Wohnungsrenovierung und einen Umzug in Auftrag gegeben. Der Mann sollte für die Renovierung 7,- € die Stunde bekommen, für den Umzug hat er eine Pauschale angesetzt. Das Ganze wurde schriftlich festgegalten. Er machte mir ein Angebot, ich schrieb ihm einen Auftrag. Er betribt ein Gewerbe.

Er setzte 200 Stunden an. Davon hat er in den letzten drei Wochen maximal 20 Stunden abgeleistet. Ich muss in dieser Woche noch umziehen und bin körperlich nicht in der Lage, die Arbeiten selbst zu erledigen. Es steht beispielsweise noch an: Heizkörper lackieren, Fussboden abschleifen und versiegeln, tapezieren, streichen, Türen abschleifen und lackieren, usw.

Wir können in der alten Wohnung nicht bleiben und in die Neue aus o.g. Gründen nicht einziehen.

In meinen Augen handelt es sich hier ume einen glatten Vertragsbruch. Kann mir jemand sagen, was ich jetzt tun muss und in wie weit ich diesen Mann zur Rechenschaft ziehen kann? Ich habe leider auch keinen Ersatz.

Viele Grüße,

Annette.

Hallo Annette!
Shit, offen gesagt. Mein Mitgefühl haste!

Was ist das für ein „Gewerbe“, das der Herr betreibt?
7 Euro die Stunde??? Das scheint mir Dumping zu sein… oder doch kein gewerblich Tätiger??? *wunder*

Liegt ein Dienst- oder Werkvertrag vor? Oder ein gemischter?

Wie lautet denn der Vertrag, den Ihr geschlossen habt?
Was steht in Bezug auf Schlechtleistung oder Mangelhaftigkeit drin?

Aus meiner Sicht rate ich Dir: Zahle die Stunden, die er zu bekommen hat. Ziehe den Auftrag für den Rest zurück.

Nun musste eine Umzugsfirma und Handwerker suchen, die
a) erst den Umzug machen und
b) dann renovieren, während Ihr drin wohnt.

… oder so ähnlich???
Good luck, Jogi

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moin,

prinzipiell habe ich keinen kurzfristigen rat fuer dich, aber ich finde es sehr blauäugig, qualifizierte handwerkerleistungen für 7.-/h einkaufen zu wollen…

„The bitterness of poor quality
remains longer than the sweetness of a low prize“

gruss
khs

Hi

wieviel Räume? Grundfläche? Wandfläche?

Er setzte 200 Stunden an. Davon hat er in den letzten drei
Wochen maximal 20 Stunden abgeleistet.

Toll… dann ist er ja fast fertig…
er hat 25 Arb-Tage für ne Renovierung angesetzt? 7 Zimmer? 170 m2? Oder 2 Zi, 45m2?

Es steht beispielsweise noch an:
Heizkörper lackieren, Fussboden abschleifen und versiegeln,
tapezieren, streichen, Türen abschleifen und lackieren, usw.

selbst bei ner 2 Zi-Bude bei seinem Tempo unrealistisch. Alleine das Schleifen und mehrfache Versiegeln mit trockenphasen erfordert bei mehreren Räumen knapp ne Woche, iun der fast nichts anderes gemacht werden kann…

Wir können in der alten Wohnung nicht bleiben und in die Neue
aus o.g. Gründen nicht einziehen.

logisch… man könnte switschen, und, wenn man die Wohnung kennen würde, einen sinnvollen Plan machen wie man einzelne Räume in Etappen bewohnbar macht, aber allein die Fussbodengeschichte bringts aus dem wochenrahmen. Du hättest bereits vorletzte Woche nervös werden sollen.

In meinen Augen handelt es sich hier ume einen glatten
Vertragsbruch.

War ein Fertigstellungstermin festgelegt? Wenn nicht wohl schwer belegbar, so wie du schreibst, ist nur der Arbeitsumfang, der voraussichtliche Umfang und der stundensatz beschrieben.

Scheiss-Situation. Ich würde (aber ich kenne die Platzverhältnisse nicht) einen Raum - der der am schnellsten fertigzumachen wäre - beenden, was uU bis W-Ende zu schaffen wäre, um ihn notdürftig zu bewohnen, einen Raum soweit wie möglich zu beenden, und den Umzug hineinzustapeln und parallel am Rest weiter arbeiten um das Drama in der Folgewoche etappenweise zu beenden, den Lagerraum dann als letztes beenden.

HH

und john ruskin sagt dazu
Es gibt kaum etwas in der Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte. Und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas Geld zurück legen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas besseres zu bezahlen.

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