Was tun bei Depressionen

Hallo,

ich bin Schülerin und 17 Jahre alt.
Seit ca. 2 Jahren habe ich das Gefühl unter Depressionen zu leiden.
Ich bin ständig traurig, aber ohne Grund.
Ich habe keine Energie mehr und sehe mittlerweile keinen Sinn mehr in meinem Leben.
Nichts macht mir mehr spaß. Ich versuche einfach nur noch den Tag zu überstehen.
Nachts liege ich oft sehr lange wach.
Ich schlafe nur schlecht und weine auch oft im Bett.
Mittlerweile hat sich mein Zustand so sehr verschlimmert, dass ich es kaum noch schaffe in die Schule zu gehen.
Ich kann mich auf nichts mehr konzentrieren und es fällt mir sogar schon schwer, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen, oder mich mit ihnen länger zu unterhalten.
Bei Menschen, die mir nicht so nahe stehen, ist es sogar schon fast unmöglich.
Ich ziehe mich immer mehr zurück.
Ich bin nicht schlecht in der Schule und habe auch sonst keine Probleme, aber ich fühle mich so oft kraftlos und deshalb habe ich jetzt Angst, dass ich die 2 Jahre Schule so nicht mehr schaffe.
An manchen Tagen denke ich, dass ich es überwunden habe, dann geht es mir sogar richtig gut und ich bin glücklich. Aber dann kommt auch schon das nächste Tief und es wird immer schlimmer.
Ich kann damit einfach nicht mehr umgehen.
Ich bin unzufrieden mit meinem Leben, aber ich kann einfach mit niemandem darüber sprechen.
Wenn sich die Gelegenheit anbietet, meinen Eltern von meinem Befinden zu erzählen, dann schalte ich komplett ab.
Ich habe noch nie mit jemandem darüber gesprochen, aber da es immer schlimmer wird, brauche ich Hilfe. Was soll ich tun? Wie kann ich es schaffen, dass ich genug Mut habe, es meinen Eltern zu erzählen?

Bitte helft mir.

Hallo liebe Ronja,
das hört sich ja schlimm an. Mensch für so einen Scheiß bist du noch viel zu jung.
Ich habe auch mit Niemanden gesprochen, aus Scham, aber das ist das schlechteste was Du tun kannst.
Wenn du nicht mit deinen Eltern reden kannst oder willst, was völlig in Ordnung ist, suche dir einen Arzt.Gehe zu einer Neurologin, die wird dir helfen. Alleine schaffst du das nicht und je länger du dich verkriechst desto schwerer wird es für dich, diese Hölle wieder zu verlassen.
Du bist nicht verrückt!!!Und du musst dich nicht schämen !!! Wenn du dich öffnest wirst du sehen wie viele Menschen in deiner Umgebung das selbe Problem haben.
So schwer es auch ist, wage den Schritt und geh zum Arzt !!! Dort wird man dir HELFEN !!!

Ich wünsche dir Kraft und du schaffst das !!!

Lieben Gruß Nina-Christien

Hallo ronja03!
Für mich klingt das sehr nach Depressionen.

Ob du mit deinen Eltern sprichst hängt davon ab, wie diese über psychisch Kranke denken. Die meisten Menschen reagieren aus Unwissenheit mit dem selten dämlichen Spruch „Stell dich nicht so an!“

Ich, an deiner Stelle, würde mit dem Hausarzt reden und sich dann an einen Psychiater überweisen lassen.

Das sind die einzigen die helfen können. Meist bekommt man Antidepressiva. Die wirken erst richtig nach rund 3 Wochen und anfangs verschlechterm sich die Symtome, aber später machen sie es leichter mit den Depressionen zurechtzukommen. Außerdem machen sie viele Menschen erst bereit für eine Therapie. Antidepressiva machen nicht abhängig, aber man merkt, wenn man sie später absetzt, daß das Leben mit leichter war. Gut ist auch, wenn man den Psychater nach Therapiemöglichkeiten fragt. Den durch einen Psychotherapeuten lernt man oft die Depressionen zu beherrschen oder gar ganz loszuwerden. Dummerweise haben Therapeuten mittlerweile sehr lange Wartezeiten.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur raten, geh’ zu einem Psychiater. Man muss eventuell ein paar Antidepressiva ausprobieren um das Richtige zu finden (es gibt ca. 50). Ich brauchte 4 Versuche um das Richtige zu finden. Ich wartete 8 Monate auf meine Therapie, die dann etwas über ein Jahr dauerte. Aber es hat sich gelohnt. Mir geht es heute wessentlich besser. Ich bekomme zwar immer noch ab und zu Depressionen, weiß aber wie ich damit umgehen muss.

Das du dein Problem selbst erkannt hast und etwas dran tun willst ist gut(So war es bei mir auch). Denn nur wenn man selbst etwas ändern will, wirken Therapien, so sagte meine Therapeutin damals.

Denke drüber nach! Wenn du es machst, gib nichts auf das was die Anderen sagen werden, die haben keine Ahnung (Man bekommt den größten Schwachsinn zu hören). Hauptsache ist, du wirst gesund, dafür drücke ich dir beide Daumen.

Liebe Grüße, Horst

Hallo Ronja,
aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur sagen, suche Dir unbedingt Hilfe. Es ist sehr schwierig alleine aus einer solchen Situation heraus zu kommen, so wie Du sie schilderst.
Kannst Du mit Deinen Eltern reden? Wenn ja, dann tue es, bitte.
Sie können Dich dabei unterstützen eine Psychotherapeutin für Jugendliche zu finden oder zu einer sonstigen Beratungsstelle mit Dir zu gehen und da wirst Du die fachliche Hilfe bekommen, die Du brauchst.

Alles Liebe für Dich
Marlinda

Hallo,

ich bin Schülerin und 17 Jahre alt.
Seit ca. 2 Jahren habe ich das Gefühl unter Depressionen zu
leiden.
Ich bin ständig traurig, aber ohne Grund.
Ich habe keine Energie mehr und sehe mittlerweile keinen Sinn
mehr in meinem Leben.
Nichts macht mir mehr spaß. Ich versuche einfach nur noch den
Tag zu überstehen.
Nachts liege ich oft sehr lange wach.
Ich schlafe nur schlecht und weine auch oft im Bett.
Mittlerweile hat sich mein Zustand so sehr verschlimmert, dass
ich es kaum noch schaffe in die Schule zu gehen.
Ich kann mich auf nichts mehr konzentrieren und es fällt mir
sogar schon schwer, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen,
oder mich mit ihnen länger zu unterhalten.
Bei Menschen, die mir nicht so nahe stehen, ist es sogar schon
fast unmöglich.
Ich ziehe mich immer mehr zurück.
Ich bin nicht schlecht in der Schule und habe auch sonst keine
Probleme, aber ich fühle mich so oft kraftlos und deshalb habe
ich jetzt Angst, dass ich die 2 Jahre Schule so nicht mehr
schaffe.
An manchen Tagen denke ich, dass ich es überwunden habe, dann
geht es mir sogar richtig gut und ich bin glücklich. Aber dann
kommt auch schon das nächste Tief und es wird immer schlimmer.
Ich kann damit einfach nicht mehr umgehen.
Ich bin unzufrieden mit meinem Leben, aber ich kann einfach
mit niemandem darüber sprechen.
Wenn sich die Gelegenheit anbietet, meinen Eltern von meinem
Befinden zu erzählen, dann schalte ich komplett ab.
Ich habe noch nie mit jemandem darüber gesprochen, aber da es
immer schlimmer wird, brauche ich Hilfe. Was soll ich tun? Wie
kann ich es schaffen, dass ich genug Mut habe, es meinen
Eltern zu erzählen?

Bitte helft mir.

Hallo!
Ich weiß genau von was du sprichst. Ich bin zwar schon älter, 42 Jahre, aber heute bin ich der Meinung, daß meine Depression schon im Jugendalter begann. Ich kann dir gut nachfühlen, keine Kraft zum sozialen Kontakt aufzubringen. Ich bin heute immer noch froh, diverse Dates absagen zu können. Mein Tipp: Gehe bitte unbedingt zum Arzt. Am besten zum Hausarzt. Du brauchst dich nicht schämen, Depressionen sind eine leider häufige Erkrankung. Und du kannst wirklich nichts dafür. In deinem Gehirn läuft etwas nicht so ab, wie es sein sollte.
Ich nehme seit 3Jahren Tabletten und mir geht es viel besser.Die Medikation ist heute gut verträglich und hilft dir wirklich. Wenn du bedarf zum Reden hast, schreib mir doch einfach oder nimm das Angebot einer Psychotherapie an.
Gib dir bitte einen Ruck und mach deinen Termin beim Arzt.
Viel Mut und alles Gute

Was tun bei Depression? -> Jetzt handeln
Hallo!
Das hört sich sehr nach einer Depression an.
WICHTIG :1. JETZT handeln. Erzähle unbedingt deinen Eltern davon, du brachst jetzt Hilfe, damit du dir selber helfen kannst.Mut das zu erzählen kriegst du vielleicht wenn ich dir sage: Das ist schon ein großer Schritt zur Besserung wenn du es ihnen erzählst :wink: Meine Eltern haben einfühlsam reagiert.
2. Geh zu deinem Hausarzt, sage was mit dir los ist, da müssten dir schon erste Schritte zur Hilfe mit geteilt werden.
3. Es muss nicht an deinen aktuellen Lebensumständen liegen, dass es dir nun schlecht geht.
Ursachen können sein : Verlusst (z.B. Trennung)/ Tod einer Person der du nahe gestanden hast, Vererbung = genetisch bedingte Depression, Stress und Druck über einen längeren Zeitraum, schlechte oder traumatische Erfahrungen in der Kindheit, Drogenkonsum = Psychose, Einnahme der Pille, verschiedene Ängste.
Wenn du gar nicht mehr klarkommst kannst du dich auch als Notfall in der nächsten Psychiatrie einweisen lassen = Keine Sorge, das ist wie in einem normalen Krankenhaus, ich war selber in einer Klinik, da wird einem weiter geholfen, und NEIN man wird nicht mit Beruhigungsmitteln vollgepumpt.
Schreibe mir wenn du Fragen hast, oder reden möchtest. UND TUE ETWAS, JETZT :wink: Dann geht es dir schnell wenigstens etwas besser.
Liebe Grüße und Kopf hoch von der Feuer-Lilie

Hallo,

ich bin Schülerin und 17 Jahre alt.
Seit ca. 2 Jahren habe ich das Gefühl unter Depressionen zu
leiden.
Ich bin ständig traurig, aber ohne Grund.
Ich habe keine Energie mehr und sehe mittlerweile keinen Sinn
mehr in meinem Leben.
Nichts macht mir mehr spaß. Ich versuche einfach nur noch den
Tag zu überstehen.
Nachts liege ich oft sehr lange wach.
Ich schlafe nur schlecht und weine auch oft im Bett.
Mittlerweile hat sich mein Zustand so sehr verschlimmert, dass
ich es kaum noch schaffe in die Schule zu gehen.
Ich kann mich auf nichts mehr konzentrieren und es fällt mir
sogar schon schwer, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen,
oder mich mit ihnen länger zu unterhalten.
Bei Menschen, die mir nicht so nahe stehen, ist es sogar schon
fast unmöglich.
Ich ziehe mich immer mehr zurück.
Ich bin nicht schlecht in der Schule und habe auch sonst keine
Probleme, aber ich fühle mich so oft kraftlos und deshalb habe
ich jetzt Angst, dass ich die 2 Jahre Schule so nicht mehr
schaffe.

Hallo ronja03!

Zuerst möchte ich mich für mein spätes Rückschreiben entschuldigen, ich hatte momentan einfach etwas Viel um die Ohren.

Mein Name ist Alex, ich bin 27 Jahre alt und momentan, ebenso wie du, wieder Schüler.

Ich muss dir zuerst einmal mitteilen, das ich selbst weder Psychologe noch Mediziner bin. Auch war ich nie in psychologischer Behandlung und auch ich hatte Niemanden, dem ich mich anvertrauen konnte. Ich litt aber selbst jahrelang an mittelschweren bis schweren Depressionen. Ähnlich wie bei dir, stellte sich mir oft die Frage nach dem Sinn des Lebens, oft mit der unzufriedenstellenden Antwort, das es keinen Sinn ergibt. Heute habe ich aber eine völlig andere Sicht der Dinge gewonnen und bin so zufrieden mit meinem Leben, wie ich es nie für möglich gehalten hätte.

Wenn ich deinen Text so lese, stellt sich mir doch irgendwie die Frage, ob es nicht einen Grund dafür gibt, weshalb du unzufrieden bist. Ob du vielleicht irgendeine Art Angst vor der Zukunft hast, du Probleme hast, welche du verdrängst oder es irgendeinen anderen Auslöser für deine Stimmungsschwankungen gibt.

Sollte das tatsächlich nicht der Fall sein, kann es natürlich auch sein, das es medizinische Ursachen für deine Stimmungsschwankungen gibt, das können unter Anderem einfache Stoffwechselstörungen im Gehirn sein. Dafür kann es ganz einfache Auslöser wie einseitige Ernährung oder Ähnliches geben, als noch kein Grund zur Beunruhigung. In diesem Falle solltest du aber auf alle Fälle mit deinen Eltern sprechen und dich in die Hände eines Arztes begeben, der dich richtig durchcheckt. Es könnte gut möglich sein, das es sich nur um eine medizinische Kleinigkeit handelt, welche dir dein Leben zur Qual macht, das wäre doch schade oder nicht?

Sollte es aber doch so sein, das du irgendwelche Probleme hast - seien es nun psychische Probleme, Probleme in der Schule oder Probleme mit Dingen, die dir vielleicht passiert sind - dann solltest du vor allen Dingen ehrlich zu dir selbst sein, dir diese Probleme eingestehen und versuchen, diese zu verarbeiten.

In diesem Fall solltest du dich einfach einmal ganz ruhig für dich alleine hinsetzen und dir Gedanken darüber machen, woher die Stimmungsschwankungen kommen und dann ganz in Ruhe nach Möglichkeiten suchen, dein Leben oder einfach nur deine Denkweise in eine positivere Richtung zu leiten.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Antwort wenigstens etwas helfen und wünsch dir viel Glück und Erfolg dabei, deinen ganz persönlichen Weg zu finden, aus diesem deinen Leben etwas zu machen, das dich glücklich und zufrieden sein lässt.

Liebe Grüße
Alex