Hi,
Ein neuer Bekannter von mir hat Soziophobie.
Sagt wer und wann?
behandelt / unbehandelt?
Sagt er. Beim zweiten Treffen. Also es ging irgendwie um nen Therapeuten, ich frag immer recht direkt nach, hat erst erzählt, dass er wegen Zitternden Händen dahin ist. Dann von der Klinik wo er mal behandelt wurde, wohl schon ein paar Jahre her. Momentan ist er glaub ich ab und zu noch bei dem Therapeuten. Gebessert hat es sich sicher, er hat schon Kontakt zu Leuten. Als er über sich sprach waren aber schon Angsterscheinungen bemerkbar (leichte Ticks)
Und direkt nach dem ersten Treffen hat er auch ne mail geschrieben was denn lossei, weil ich mich nicht sofort auf seine mail gemeldet habe. da stand aber nur seine e-mailadresse drin und die nachfragemail hat er schon am nächsten tag geschickt.Außerdem hat er manchmal Probleme mit seiner Mimik, also hat manchmal keine. Die Beobachtungen bestätigen also seine Aussage,die ist durchaus glaubhaft.
Nachdem die ersten beiden Treffen problemlos vereinbart wurden und
stattfanden und ihm da auch seine Soziophobie scheinbar nicht
allzusehr geplagt hat,
Seh ich das richtig, dass Ihr Euch in einem Chat/ über eine
Anzeige/ irgendwie derart - nicht über den Freundeskreis -
kennen gelernt habt?
ja eine internetseite wo mensch sich für freizeitbeschäftigungen verabreden kann.
Auch fällt es mir sehr schwer, immer abzuwarten, ob er sich
meldet. Ein weiteres Mal werde ich mich auf ein solches
Abwarten definitiv nicht einlassen, hab selbst so mein
Probleme die ich mit mir rumschleppe
, weshalb ich es so
definitiv nich lange mitmachen könnte, ohne dass mein
Selbstwertgefühl und Fremdvertrauen allzu sehr leiden würden.
Damit hast Du Dir Deine Antwort doch bereits gegeben:
Du möchtest das eigentlich so nicht
(unabhängig von der Frage was er möchte oder nicht möchte).
Das was er - Menge begrenzt durch welche Gründe auch immer -
in diese Beziehung investiert/ investieren kann, reicht Dir
nicht.
ja so ist es.
Was willst Du also hören?
Drambeldiers intuitive und denkbare Zweifel offensichtlich
nicht.
nur weil ich seine antwort für unqualifiziert halte. wenn jemand der ahnung von soziophobie mir sagen würde, dass es auch als mangelndes Interesse aufzufassen wäre, würd ich anders drüber denken.
Eine soziale Phobie kann sehr gut psycho- und
pharmakotherapeutisch behandelt werden. Damit ist das Problem
selten weg, aber idr völlig akzeptabel in den Griff zu
bekommen.
Damit müsste er sich jedoch auseinandersetzen, nicht Du.
tut er.
Was kannst Du tun?
Mein Rat wäre, ihm genau das zu schreiben, was Du hier
schreibst.
Dass Du nicht weißt, wie Du damit umgehen sollst und weshalb
es im Vergleich zu den vorigen Treffen nun ein Problem
darstellt- ohne Druck und ohne Vorwürfe- dass Du es verstehen
möchtest, damit Du es nicht persönlich nimmst.
die Sache ist, das hab ich schon nach dem zweiten misslungenen Versuch getan, also zumindest versucht. ich glaub er hat es trotsdem irgendwie als Vorwurf wargenommen. als ich nachfragte weil es das erstemal nicht geklappt hat, war er offener. also hat geschrieben, dass er wusste, dass er es nicht schaffen konnte zeitlich und es ihm aber sehr schwer fällt abzusagen und er deshalb nicht geschrieben hat. und er hat auch geschrieben, dass er mit dem verhalten schon des öfteren leute verärgert hat.
Angstpatienten
können Ihre Sorgen und Ängste idr sehr gut verbalisieren.
die frage ist nur wem gegenüber glaub ich. Also da es eine soziale Phobie ist, ist ja auch Angst vor Wertung wohl Bestandteil und da ann ich im Prizip schon nachvollziehen warum er versucht es herunterzuspielen (Antwort nach zweitem misslungenen Versuch). dennoch war ich in dem moment sauer und hab ihm das leider auch geschrieben.
Und- auch wenn Du das weniger gern hören wirst- ich würde bei
der Betrachtung seiner Antwort durchaus die nötige Skepsis an
den Tag legen, ob seine „Soziophobie“ nicht doch u.U. eine
„Ehefrau-Problematik“ ist o.ä.
definitiv nein. die soziophobie ist schon real. wobei ich natürlich nicht beurteilen kann ob die soziophobie an seinem verhalten schuld ist, geh aber schon davon aus. Also an sowas wie Ehefrauproblematik hab ich auch schon gedacht. Also er hat mir erzählt, dass er ne Tochter hat und da ist er auch ganz oft. Die Mutter ist allerdings nur ne gute Freundin. Ich denke das kann ich ihm auch glauben. Und angegraben hat er mich auch nicht, also keinen ersichtbaren Grund ne Ehefrau zu verstecken.
Anhand der Dinge, die Du schilderst kann man eine Soziophobie
weder bejahen noch verneinen. Und wenn Ihr Euch auf
„unüblicheren“ Wegen (ist es ja gar nicht mehr, aber Du weißt,
was ich meine) kennen gelernt haben solltet, würde ich
grundsätzlich durchaus in Erwägung ziehen, und im Hinterkopf
behalten, dass mich da jmd. auch leicht Anlügen kann.
fro
Wir haben uns blos über unübliche Wege verabredet, das kennenlernen fand dann schon persönlich statt.