Was tun gegen bösen Sohn?

Hallo ChrisTine!

Wie kommste denn auf dieses schmale Brett?

Da uns dasselbe von einer selbsternannten Verhaltenspsychologin vorgeworfen wurde (Rest siehe Antwort an den Franken)

Ich hab nicht gesagt, dass der Sohn die Gewalt vom Vater hat.
Aber dass etwas nicht ganz stimmt, wenn ein Kind mit solchen
Aggressionen reagiert - bei dieser Meinung bleibe ich.

Ich nicht - da ich diese Erfahrung bereits machte und die Bestätigung von unserem Kinderpsychologen bekam.

Sein eigenes Kind als „böse“ zu bezeichnen geht mir zu weit.
Das ist eine Abwertung.

Ich finde dies viel mehr eine realistische Einschätzung. Vor allem da der UP an einen Punkt angelangt ist, der nur mit einem Wort widerzugeben ist: Verzweiflung.

Getroffene Hunde bellen.

Wuff!

Wie oft hat dir das schon jemand gesagt, dass du es
nicht mehr hören kannst?
Im Falle des UP wäre es z.B. der Moment gewesen, wo der Junge
handgreiflich wird.

Siehe wiederum Antwort an den Franken; gehört habe ich es geschätzte 40-50 Mal, eine wirklich Antwort bekam ich genau einmal (beim Kinderpsychologen) - und diese würde Dich zumindest nicht begeistern …
Und meine Frage wiederum an Dich: Wie zeigst Du ihm diese ominöse „Grenze“??

Schade, wenn man als selbstverständlich voraussetzt, dass ab
der Pubertät mit einem Kind nicht mehr geredet werden kann.

Ich war zumindest in dieser Hinsicht ein schwieriges Kind (gewaltlos, aber trotzdem schwierig)

Ich spare mir Spekulationen darüber, was deine Antworten über
dich aussagen.

Bitte spekuliere, ich hab ein dickes Fell …

Daher weht der Wind.

Wiederum: Siehe Antwort an den Franken.

Grüße,
Tomh

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Hallo Kamikaze,

also hätte sich der Vater noch bedanken sollen für die Übergriffe oder was?! Als „ganz verständnisvoller Vater“ sollte er einfach übersehen dass Sohnemann ihn beleidigt und schlägt? Dass kanns ja wohl nicht sein! Was wär denn deine Konsequenz aus der Sache? Ich finde nicht dass der Vater überreagiert hat indem er einfach den Computer ausgeschaltet hat. Ich hätte das Gerät gleich mal für ein paar Tage einkassiert bis der Sohnemann wieder seine Hormone ansatzweise im Griff hat. Und mit Zusammensetzen meinte ich, dass der Junge sieht wie e r n s t es den Eltern ist und dass das nicht „einfach so“ passieren darf (schlagen+Schimpfwörter). Denn dass was er sich da geleistet hat, ist für m i c h nunmal nicht so normal auch wenn er 13 ist, denn ein Kleinkind ist er ja nun lange nicht mehr !

LG

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Wenn das so wäre, hätte ich nicht ins Forum geschrieben, daß ich ne mail geschickt habe. Mail geschrieben- und dann hätte das keiner erfahren.

Hallo,

ich frag mich, warum man das ankündigen muß, daß man jemandem eine mail geschickt hat.
Ich klick das an, lese es und denke mir: was soll das?
Hilft niemandem.

mfg
M.

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@ Melli Re^2: Was tun gegen bösen Sohn?
Ja, was sind denn das für Sachen die du hier schreibst, sag mal, dass ist doch auch nicht Dein Ernst?" Das ist ja total fies!

du solltest dir richtig fiese und gemeine Sachen für deinen Sohne
ausdenken…

Lese ich hier richtig? nehme an, bist selbst noch unter 20?!

Also, zuerst ist der junge in der Pubertät und ich stimmt zu, dass soetwas - wie hier geschildert nicht vorkommen darf - tut es aber und da ist Hilfe angesagt und nicht „Krieg“!

Es gibt genauso wie in der Partnerschaft 2 Parteien die daran schuld sind, wenn solche Ausbrüche passieren.

Was sollen die Jugendlichen denn von den Erwachsenen lernen und es später besser machen, wenn die mit Kanonen auf Spatzen schiessen?!

Hier muss eine Familienberatung ran - man sieht an der Reaktion der Mutter, dass sie damit ja auch überfordert ist - hier ist die Familie die Hilfe braucht!

LG

Hallo Melli,

Als „ganz verständnisvoller Vater“ sollte er einfach übersehen dass Sohnemann ihn beleidigt und schlägt?

nein - als hoffentlich zur Selbstreflektion fähiger Erwachsener sollte er einfach nur seinen eigenen Anteil an dem Geschehen überdenken.

Eskaliert ist die Situation ja erst, als er dem Sohn das Internet gekappt hat - und das hatte nullkommagarnix mit dem anstehenden Konflikt zu tun.

Dass kanns ja wohl nicht sein! Was wär denn deine
Konsequenz aus der Sache? Ich finde nicht dass der Vater
überreagiert hat indem er einfach den Computer ausgeschaltet
hat.

Es ist gut und sinnvoll Kindern und Jugendlichen Grenzen aufzuzeigen.

Unsinnig sind aber willkürliche Strafen.

Es ist imho wichtig, dass Kinder und Jugendliche lernen, dass ihr Verhalten Konsequenzen hat - und zwar logische , sich aus ebendiesem Verhalten ergebende Konsequenzen. Also z.B.: Kindergartenkind trödelt vor dem Zubettgehen - keine Zeit mehr fürs Vorlesen; Schulkind vergisst immer wieder die Bücher für den nächsten Tag einzupacken - Tadel des Lehrers; Teenager hört immer wieder laute Musik zur Unzeit - Stereoanlage bleibt einige Tage ganz aus.

Dabei ist es wichtig, dass die Regeln in der Familie für alle gelten, damit die Eltern auch glaubwürdig bleiben.

Wenn also der Vater mitunter ebenfalls laute Musik hört und damit seinen Sohn stört, darf er sich nicht wundern, wenn sein Sohn ihm das nachmacht.

Außerdem ist ein respektvoller Umgang aller Familienmitglieder miteinander vonnöten, also auch der der Eltern mit den Kindern. Denn gerade bei Pubertätskonflikten macht sehr häufig der Ton die Musik: Es ist ein extremer Unterschied für jugendliche Sensibelchen, ob man als Elter anklopft, erst nach Aufforderung das Zimmer betritt und dann freundlich um Verständnis und das Leiserdrehen der Musik bittet (so, wie man es auch einem Erwachsenen gegenüber täte) oder ob man einfach ins Zimmer poltert und ‚Mach den Lärm aus!‘ brüllt.

Ich hätte das Gerät gleich mal für ein paar Tage einkassiert bis der Sohnemann wieder seine Hormone ansatzweise im Griff hat.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich die Einzige bin, die sich noch daran erinnern kann, wie es ist ein Teenager zu sein - ein solches Verhalten von Seiten meiner Eltern hätte mich auf jeden Fall in keinster Weise beruhigt, sondern im Gegenteil die Situation nur noch weiter verschärft, da ich mich ungerecht behandelt und unverstanden gefühlt hätte.

Ich bin wirklich der festen Überzeugung, dass Kinder und Jugendliche nur dann mit vernünftigem Verhalten reagieren, wenn man sich als Elter ebenfalls vernünftig benimmt - und gelegentlich auch sich selbst und das eigene Verhalten hinterfragt.

Und mit Zusammensetzen meinte ich, dass der
Junge sieht wie e r n s t es den Eltern ist und dass das
nicht „einfach so“ passieren darf (schlagen+Schimpfwörter).

Aber solch ein Verhalten fällt doch nicht vom Himmel und geschieht auch nicht im luftleeren Raum; das hat eine Vorgeschichte, und an der sind die Eltern nicht unbeteiligt.

Grüße

=^…^=

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Hallo,

mein jüngster Sohn ist im gleichen Alter und auch in der Pubertät. Sein Ton ist mir gegenüber auch manchmal ziemlich „straff“ und er hat eine „Null-Bock-Phase“! Er ist mich aber noch nie körperlich angegangen und solche Worte habe ich im Leben von ihm nicht gehört.

Du schreibst „Was tun GEGEN bösen Sohn?“

Wieso überhaupt: „gegen“ - willst Du ihn loswerden? So hört sich das an. Willst Du gegen ihn kämpfen? Das wäre das schlechteste Erziehungsmittel überhaupt!

Fakt ist, er hat die Grenze definitiv überschritten. Ist mit der Situation wahrscheinlich selbst total überfordert und auch erschrocken (auch wenn er sich das nicht anmerken läßt) - jetzt musst Du richtig handeln! Auch er braucht Hilfe!

Dh: auf keinen Fall einen „Krieg“ anfangen - den wirst Du verlieren!
Es gibt Familieberatungsstellen überall in allen Städten und größeren Ortschaften - die musst du anrufen und denen die Situation schildern! Nicht das Jugendamt direkt - sondern Familienberatungsstellen - die laufen m.E. auch über die Ämter - da musst du fragen. Da holst du Dir erste Ratschläge und ggfs. - wenn Dein soll überhaupt will - geht er mit Dir oder der gesamten Familie da hin!

Versuche ganz ruhig mit ihm zu reden, nimm ihn doch einfach mal in den Arm und halt ihn fest und rede ganz ruhig mit ihm - vielleicht abends - wenn er im Bett liegt! Schau wie er reagiert und gibn nicht direkt auf! Schlagen ist wirklich das Schlimmste was passieren darf - nur wenn du jetzt auch aggresiv reagierst oder versuchst ihm das „heimzuzahlen“ - wie ich hier in einem Beitrag gelesen habe! - bekommst du nur noch mehr Aggression und Gewalt von ihm zurück.
Du hast geschrieben nach dem Ausbruch Deines Sohnes: „Daraufhin habe ich ihm schon angerdroht, den Computer aus dem Fenster zu werfen.“

Siehst du - genau das meine ich - das darfst Du auch in der Wut nicht machen oder sagen! Er wird dich nur noch mehr hassen - und es wird ein riesiger Kampf werden! Keiner hat jemals gesagt, dass Kinder-Erziehung einfach ist!

Überlege doch mal in Ruhe:
Wie gehst du sonst mit ihm um? Nimmst du ihn sonst noch ab und zu in den Arm? Fragst Du ihn nach Dingen, wie Schule, Interessen, Freunde usw. ? habt Ihr gemeinsame Zeiten, wo ihr mal am Tisch zusammen sitzt und auch mal reden könnt?
…oder kümmerst du Dich zuviel um den jüngeren Sohn?

Ich kenne viele Mütter, die mehrere Kinder haben und die vergessen total ihre älteren Kinder. Viele denken, wenn ihre Kids mal 12 sind, dann wären sie mit der Erziehung fertig und auch Liebe bräuchten die Kinder nicht mehr. Es gibt eigentlich nur noch Befehle seitens der Eltern wie: „Komm nicht so spät nach Hause, mach Deine Schularbeiten, zieh dich vernünftig an, viele müssen auch alleine für ihr Mittagessen sorgen - weil sie ja schon soo groß sind… usw. usw.“ Gefragt wird eigentlich kaum noch was - ein einfaches: !Wie geht es Dir heute oder was hast du heute noch so vor?" … kommt das noch von dir?

Klar sind heute die 12-jährigen Jungs groß - aber sind sie deswegen schon erwachsen? Sie brauchen gerade in der Pubertät so viel Verständnis und auch Liebe sowie Geborgenheit. Das vergessen viele Eltern. Ich gebe meinem 12-jährigen jeden Morgen und jeden Abend einen Kuss auf die Stirn oder er mir. Er bockt auch gewaltig rum und mault, aber ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen und nehme ihn einfach in den Arm - wenn er „zappelt“! … und er reicht mir weit schon über den Kopf hinaus! Mit Liebe und Gelassenheit kommt man oft viel weiter. Aber bei Euch ist die Kiste schon so verfahren. Ich würde mir sofort professionelle Hilfe holen - sonst verlierst Du ihn!

@Jan11 - Re: Was tun gegen bösen Sohn?
Habe ich hier was verpasst? Es wird hier davon ausgegangen, dass es der Vater ist, der hier schreibt?!

Ich habe es als den Hilferuf der Mutter eher gesehen - weiß da einer mehr?
Im Beitrag steht doch nichts von Vater, oder?

Klärt mich mal auf?!

LG

Hallo Spider,

nichts genaues weiß frau nicht - ich bin aufgrund des Namens ‚Jan‘ einfach automatisch davon ausgegangen, dass es sich um den Vater handelt.

Beste Grüße

=^…^=

@ kamkatze Re^2: @Jan11 - Re: Was tun gegen
Hallo KamikatzeKatze,
hab mich hier gewundert, weil alle von dem vater ausgingen. Da im beitrag auch stand, machte mit Feli am Mittag hausaufgaben - hab ich mir gedacht, dass machen doch in den meisten Fällen die Mütter, da die Väter ja auf der Arbeit sind?!

Vom Schreibstil her - habe ich direkt auf eine Frau getippt - natürlich war sie nervös!

Nur die Überschrift fand ich etwas komisch - „Was tun gegen bösen Sohn“!
Hört sich so „altbacken“ an, oder? Ist mir irgendwie direkt ins Auge gestochen.

Na ja, man schreibt schon manchmal unter Nervosität komische Sachen…

LG

PS: du kennst Dich doch auch mit Katzen aus? Habe mit meiner Schnucki immer noch großes Problem .- steht aber unter Tiere usw. kannst ja mal lesen! LG

Hallo,

ich weiss nicht wen du da zitierst, aber s o hab ich das nicht gesagt!
Im übrigen schreibt hier der Vater des Sohnes wenn ich nicht irre.
Und nein ich bin schon lange nicht mehr unter 20!

Mfg

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Hi nochmal,

ich stimme dir ja zu, dass Eltern Vorbildfunktion haben, a b e r
wenn ich nicht irre, dann hat der Vater den Sohn freundlich gebeten die Musik leiser zu stellen aus einem bestimmten Grund - nämlich dass er mit dem Bruder lernt und d a s s ist doch auch nicht willkürlich vom Vater. Natürlich bin ich auch in der Pubertät laut geworden aber doch nicht so dass ich meine Eltern beschimpfe und schlage! Geduld ist ja was feines, aber irgendwo hörts auf. Und mich interessiert immernoch w i e du nun reagiert hättest.

LG

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Nochmal Melli
Du weiß ja noch nicht mal was Du schreibst!

Hier Dein Beitrag zitiert:

Hallo,

Finde du solltest dir eine richtig fiese aber auch gerechte
Strafe für Sohnemann ausdenken. Ausserdem sollte er sich bei
dir entschuldigen und zwar richtig!

LG

Genau das hast du doch geschrieben! Das zeugt nicht gerade von Reife!

Hoffe, Du hast noch keine Kinder! Die können einem jetzt schon leid tun!

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off topic
Hallo,

Wenn das so wäre, hätte ich nicht ins Forum geschrieben, daß
ich ne mail geschickt habe. Mail geschrieben- und dann hätte
das keiner erfahren.

So macht man das auch.
Entweder du machst es öffentlich oder privat. Aber zu schreiben: Ich habe dir gemailt - ist überflüssig, albern und verbraucht Speicherplatz (weswegen ich dieses Posting in ein paar Tagen löschen werde, wenn’s dem Archiv nahe kommt).

Gruß
Elke

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ja jetzt stimmts ja auch. Weiter unten zitierst du nämlich falsch!

LG

Vielleicht doch ein bisschen
Hallo

Eskaliert ist die Situation ja erst, als er dem Sohn das Internet gekappt hat - und das hatte nullkommagarnix mit dem anstehenden Konflikt zu tun.

Mir fällt gerade ein, dass der Sohn übers Internet oder jedenfalls über den PC Musik gehört haben könnte. Insofern hätte es doch was damit zu tun gekonnt haben … vielleicht jedenfalls.

Ich glaub’s aber eher nicht.

Unser Fragesteller scheint sich aber nicht mehr zu melden, wir werden’s also wohl nie erfahren …

Viele Grüße
Simsy

Hallo

wenn ich nicht irre, dann hat der Vater den Sohn freundlich gebeten die Musik leiser zu stellen …

Und darauf hat der Sohn ja - möglicherweise auch noch relativ freundlich - entgegnet, dass der Vater (oder die Mutter) ja auch immer laute Musik höre.

Dann wurde versucht, dem Sohn klarzumachen, dass es da einen Unterschied gibt - ob das noch freundlich war, wurde nicht weiter erwähnt. Auf diese Erklärung hin warf der Sohn mit Schimpfworten um sich, aber was dessen Wut ausgelöst hat, kommt nicht zum Ausdruck.

Ich denke, da fehlt das eine oder andere entscheidende Detail, über das sich der Vater (bzw. Mutter) vielleicht selbst nicht klar ist.

Viele Grüße

Hallo Melli,

Und mich interessiert immer noch w i e du nun reagiert hättest.

ich will vorausschicken, dass ich Mutter einer derzeit schwerst hormongebeutelten 13jährigen (sowie eines willensstarken 5jährigen) bin, mithin also über ganz aktuelle Erfahrungen mit der Spezies Teenager verfüge.

Und auch wenn Du das nicht glauben magst: Zu solchen Situationen kommt es bei uns erst gar nicht - unsere Familie ist nämlich demokratisch strukturiert.

Von Anfang an habe ich meine Kinder in die Entscheidungen des täglichen Lebens miteinbezogen; die Regeln, die in unserer Familie gelten, werden gemeinsam erstellt und mit wachsendem Alter der Kinder immer wieder aufs Neue besprochen und angepasst. Und diese Regeln gelten dann eben auch für alle Familienmitglieder.

In Sachen Musik heißt das z.B., dass grundsätzlich niemand seine Musik so laut hört, dass sie aus seinem Zimmer bzw. seinem Kopfhörer dringt und die anderen belästigt.

Da meine Kinder von Kleinkindzeit an das alte Prinzip ‚Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu‘ verinnerlicht haben, ist bei allenthalben auftretenden Konflikten selbst mein miesmuffeliger Teenager letztendlich einsichtig. Über das zur Kunstform erhobene pubertäre Stöhnen muss man als Elter eben hinwegsehen können… ;o)

Ebenfalls von Anfang an habe ich dabei stets mein eigenes Verhalten hinterfragt; manchmal entscheidet man ja aus dem Bauch heraus irgendetwas und weiß selbst nicht so genau warum. Wenn man dann in sich geht, kann man mitunter feststellen, dass man beispielsweise dem Kind etwas gerade nicht deshalb untersagt hat, weil das, was es tun wollte, tatsächlich gefährlich oder den Familienfrieden störend wäre, sondern weil man gerade wegen etwas anderen genervt ist oder müde oder einfach nur seine Ruhe haben möchte - also aus tendenziell eher egoistischen Gründen.

In solchen Fällen entschuldige ich mich bei meinen Kindern und erkläre ihnen auch, warum ich in einer Situation wie reagiert habe; überhaupt werden jedwede Art von Konflikten später in einer ruhigen Minute besprochen. Dies führt keineswegs zu einem Autoritätsverlust, ganz im Gegenteil - meine Kinder können sich darauf verlassen, dass die Familienregeln für alle gelten und nicht willkürlich von mir geändert werden und dass sie, solten sie sich einmal ungerecht behandelt fühlen, jederzeit mit mir darüber sprechen können.

Überhaupt sprechen wir ständig und nahezu unausgesetzt miteinander - und wenn meine Kinder in einer Diskussion die besseren Argumente haben, muss ich als Elter das eben auch aushalten können.

Grüße

=^…^=

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Dafür ein Sternchen von mir
o.w.T.